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Michael Kirchhoff
Mehr Bewegung für IT-Fachkräfte
08.03.2008 | von Michael Kirchhoff

Frustriert schaue ich aus dem Fenster: Von draußen regnet mich ein fröhliches Alltagsgrau an. Jeden Tag sitze ich rund zehn Stunden vor dem Rechner. Zehn Stunden, 600 Minuten, 36.000 Sekunden. Mangelnde Sonne und fehlende Bewegung tun ein Übriges zu meiner schlechten Laune. Da gibt’s nur eins: Ab ins Fitnessstudio und eine Runde laufen. Intelligenterweise sind alle Laufbänder in eine Richtung gestellt. Man blickt vom Laufband aus auf einen riesigen Fernsehbildschirm, auf dem motivierende Bildchen flimmern. Na toll.

Also probiere ich etwas Anderes: Die IT-Ralley. Beispielsweise fülle ich nur noch minimale Mengen an Druckerpapier nach. Jedesmal, wenn jemand einen wichtigen Brief drucken muss, ist das Papier alle und er muss schnell ins Lager rennen. Noch besser geht das mit Druckerpatronen. Einfach mal eine alte Druckerpatrone ins Gerät stecken. Mitunter denke ich, dass diese Dinger sowieso nur 10 Seiten insgesamt drucken können.

Ein weiteres Betätigungsfeld ist die Anregung des Stoffwechsels: Ich telefoniere solange mit dem Handy bis der Akku fast leer ist. Garantiert kommt in diesem Moment ein wichtiger Anruf. Das ist wie russisches Roulette in der Telekommunikation und treibt den Adrenalinspiegel in neue, ungeahnte Höhen. Der Kreislauf wird angeregt, der Stoffwechsel steigt.

Ein paar weitere Vorschläge sind: Nur neun Stühle für zehn Angestellte bereitstellen, neun Stücke Kuchen für zehn Mitarbeiter mitbringen oder auch zwei Parkplätze zu wenig bereitstellen. Der Streit, den man dabei beobachten kann, könnte man mit „Survival of the fittest“ beschreiben. Auch harntreibende Tees sind im Prinzip nicht schlecht. Mein absoluter Favorit ist allerdings der Kabelklau (nicht zu verwechseln mit dem Kabeljau!). Einfach früh morgens die Kabel der Computer vertauschen oder einfach entfernen, schon steigt die Bewegungsrate und der Stoffwechsel bei den Mitarbeitern. Und wenn dann endlich alles wieder funktioniert, schaut man in erleichterte Gesichter…

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