Studie: Welche Inhalte auf Facebook funktionieren mit hoher Viralität?

Die Kollegen der Wiener Agentur knallgrau, mit denen ich schon in anderen Projekten zusammen arbeiten durfte, haben vier Wochen lang 100 Facebookseiten und 2324 Facebook-Postings von Consumer- und Retail-Brands darauf hin untersucht, welche Inhalte besonders gut performen.

Die meiner Meinung nach wichtigsten Erkenntnisse habe ich hier einmal zusammen gefasst:

  • Tägliches oder noch häufigeres Posten ist für die Viralität von Postings eher abträglich. Weniger ist mehr.
  • Vormittags und nach Feierabend wird die höchste Viralität erreicht
  • Sonntag hat die höchste Viralität. Die Werktage unterscheiden sich nur marginal
  • Mehr als 3 Zeilen Text erzielen wesentlich weniger Viralität
  • Bilder führen zu 69% höhrerer Viralität
  • Links und Videos in Postings wirken sich negativ auf die Viralität aus
  • Foto-Galerien funktionieren signifikant besser, werden aber selten eingesetzt
  • Facebook-Umfragen haben 139% Viralitäts-Vorteil
  • Postings, die die volle Timeline-Breite nutzen, funktionieren am besten
  • Unternehmensbezogene Inhalte und Alltagsthemen funktionieren besser als produktbezogene und HR-Themen
  • Direkte Ansprache, Aufforderungen und Fragen an die Facebook-Nutzer führen zu keinem signifikant höheren Viralitätsfaktor
  • simpel, konkret, praktisch und emotional sind die Attribute, die ein Posting viral machen

Die gesamte Studie zur Viralität von Facebook-Inhalten kann hier bei vi knallgrau herunter geladen werden

Hier die Studie zu Facebook-Inhalten zum direkten Ansehen bei slideshare:

Über Alex Kahl

Alex Kahl arbeitet bei comspace derzeit als freier Mitarbeiter für Social Media Marketing. Neben der Betreuung dieses Blogs in den Bereichen Redaktion und Vernetzung steht er uns in Kundenprojekten beratend in Sachen Social Web zur Seite. Mehr über Alex erfahren Sie in seinem Blog zu automobilen Lifestyle Der-Probefahrer.de, auf Facebook, Twitter, und XING
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Kommentare

  1. meint

    Hallo Alex,

    bei dieser Studie ist es durchaus wahrscheinlich, dass einige Handlungsempfehlungen vielmehr der Messmethode und dem gewählten Viralitätsmodell entstammen als es tatsächlich der Realitätsabbildung entspricht.

    In meinem Beitrag ( http://www.loremipsum.at/wissen/ressourcen/viralitaet-entscheidende-fakten-zur-optimierung/ ) habe ich hierzu Stellung bezogen, dass in der Studie die Reichweite keinen angemessenen Stellenwert hat.
    Vor allem die Empfehlung zum Thema Links & Videos ist aufgrund der Messmethode eigentlich vorab schon erwartbar (Links & Videos führen weg vom Beitrag, nicht jeder kommt danach wieder zurück, ist aber trotzdem durch den Klick durchaus innvolviert. Eigenständige Shares dieser Links & Videos können aufgrund der nichtzusammengehörigkeit mit dem Ursprungsbeitrag gar nicht mehr nachverfolgt werden, sodass die Empfehlung Links & Videos zu vermeiden durchaus hinterfragt werden sollte.

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