Q&A mit Expert*innen: Markus Plauschinn im Interview

Digitale Projekte scheitern selten an mangelndem technischem Talent. Meistens hakt es an der Kommunikation. Wenn die Vision der Marketingabteilung nicht eins zu eins im Quellcode landet, entstehen Reibungsverluste, die Zeit und Nerven kosten.

Genau hier kommen Expert:innen wie Markus ins Spiel. Seit mittlerweile 12 Jahren ist er bei comspace ein fester Ankerpunkt im Team Zoidberg. Er sorgt dafür, dass aus vagen Ideen präzise Anforderungen werden – und dass das Team den Rücken frei hat, um diese technisch perfekt umzusetzen.

In diesem Beitrag unserer Reihe Q&A mit Expert:innen erfährst du:

  • Warum Markus seine Rolle nicht als Spagat zwischen den Fronten sieht.
  • Wie er als „Proxy Product Owner“ den Erfolg deiner Projekte absichert.
  • Warum Teamgeist für ihn wichtiger ist als jeder fehlerfreie Projektplan.
Markus Plauschinn - Projektmanager bei comspace

Was ist deine Rolle bei comspace?

Im Team Zoidberg (Anm.: bei comspace haben wir unsere Entwickler-Teams nach Futurama-Figuren benannt) bin ich seit 12 Jahren mehr als nur ein Projektmanager: Ich bin der Dolmetscher zwischen Kundenwünschen und Code. Mein Ziel bei comspace ist eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe, in der wir Anforderungen kritisch hinterfragen und gemeinsam Lösungen schaffen, die sowohl technisch als auch menschlich funktionieren.

Welche Aufgaben bestimmen deinen Arbeitsalltag?

Als Projektmanager bin ich Kommunikator und Übersetzer zwischen Kunden und Team: Ich überführe fachliche, meist nicht-technische Anforderungen in die Entwicklung und spiegle technisches Feedback verständlich zurück. Mein Alltag umfasst die gesamte Prozesskette – von der Abstimmung über Tickets in Jira und und der Dokumentation im Confluence über die Angebotserstellung und Budgetkontrolle bis hin zur Abrechnung. So stelle ich sicher, dass Erwartungen und Ergebnisse perfekt matchen.

Welche der Tätigkeiten machen dir am meisten Spaß und warum?

„Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“ – dieser Klassiker ist mein täglicher Antrieb. Es macht mir einfach Spaß, wenn wir als Team Anforderungen pünktlich, im Budget und zur vollsten Zufriedenheit realisieren. Der Kern meines Spaßes liegt im „Wir“: Gemeinsam mit Kolleg:innen und Kunden an einem Strang zu ziehen, Probleme zu lösen und am Ende in glückliche Gesichter zu blicken, wenn wir etwas erfolgreich live stellen. Der gemeinsame Weg dorthin macht Spaß!

Mich motivieren die Menschen: unser Team mit seinen Stärken und Schwächen sowie unsere Kunden. Auch wenn der volle Schreibtisch die Vision im Alltag mal ausbremst, bleibt es mein Ziel, diese Charaktere abzuholen und ihre Energie zu bündeln. Es spornt mich an, die richtige Sprache zu finden, Blockaden zu lösen und trotz Stress gemeinsam zu lachen. Wenn aus vielen Persönlichkeiten ein echtes „Wir“ wird, ist das mein Antrieb – egal wie hoch der Stapel gerade ist.

Als Projektleiter bist du an der Schnittstelle zwischen Kunde und internem Team.  Wie gelingt dir dieser Spagat in der Kommunikation und in der Erwartungshaltung?

Eigentlich empfinde ich meine Rolle gar nicht als Spagat, denn das Wort impliziert eine Zerrissenheit zwischen zwei Fronten. Für mich ist es vielmehr ein gezieltes Zusammenspiel: Sowohl der Kunde als auch das Team verfolgen im Kern dasselbe Ziel – den erfolgreichen Projektabschluss.

Jeder Beteiligte bringt dabei seine eigene Perspektive und „Sprache“ mit: die fachliche Anforderung, das Scribble, das Design oder die Zeile Code. Meine Aufgabe ist es, diese unterschiedlichen Sichtweisen zum jeweils richtigen Zeitpunkt zu synchronisieren. Wenn alle Beteiligten das nächste Etappenziel klar vor Augen haben, lösen sich vermeintliche Gegensätze oft von selbst auf.

Diese Moderation und das Zusammenführen der verschiedenen Gewerke ist für mich keine Belastung, sondern der Kern meiner Arbeit. Es ist die spannende Herausforderung, aus vielen Einzelteilen ein großes Ganzes zu formen, hinter dem am Ende alle gemeinsam stehen. Wo andere einen Konflikt sehen, sehe ich die Chance zur gemeinsamen Ausrichtung.

Was macht für dich einen idealen Kunden-Ansprechpartner aus, und welche Tipps hast du für Kunden, um die Zusammenarbeit mit ihrer Digitalagentur so effizient und erfolgreich wie möglich zu gestalten?

Ein idealer Partner versteht uns als Teil seines Teams. Hier meine Tipps für maximale Effizienz:

  • Fokus auf das ‚Warum‘: Beschreibe fachliche Ziele, nicht die technische Lösung. Wenn der Weg schon feststeht, schränkt das unsere Kreativität ein. Wir finden das beste ‚Wie‘ gemeinsam.
  • Frühe Einbindung: Hole uns ab, bevor das erste Ticket geschrieben wird. Wir müssen die Vision verstehen, um proaktiv beraten zu können.
  • Vertrauen in den Proxy Product Owner (PO): Wir denken uns komplett in deine Welt hinein. Als Projektmanager nehme ich intern deine Rolle ein und garantiere, dass die Lösung fachlich punktgenau sitzt und technisch perfekt in deine Systemlandschaft passt.
    (Anm.: Ein Proxy Product Owner ist ein Vermittler zwischen dem eigentlichen Product Owner und dem Entwicklungsteam. Er übernimmt Aufgaben wie Aufgaben wie bspw. die Ausarbeitung von Anforderungen und das Management des Backlogs.)
  • Mut zur Kontinuität: Je länger die Beziehung, desto besser das Ergebnis. Wir lernen eure DNA kennen, was zu blindem Verständnis führt.

Vertraut uns das Ziel an – wir finden den besten Weg dorthin. Und wenn es mal knifflig wird? Keine Sorge, Team Zoidberg und ganz comspace halten euch den Rücken frei. Gemeinsam können wir großartige Dinge schaffen.

Weitere Beiträge in der Reihe „Q&A mit Expert:innen“

Wie Vertrauen unsere Kundenbeziehungen stärkt (Interview mit Johannes Tappmeier, CEO bei comspace)

Zwischen Meetings, Daten & KI: Annas Arbeitswelt bei comspace (Interview mit Anna Wördehoff, Teamleiterin Content & Digital Performance)

Anke Lorge

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