Wenn eure Website diese Fragen nicht beantwortet, kommt es auf die User Experience auch nicht mehr an…

Usability-Erkenntnisse-vom-Testessen-Jens-Edler

Dieser Beitrag ist ein Gastartikel unseres ehemaligen Kollegen Jens Edler, der mittlerweile als Digital Transformation Manager bei WAGO Kontakttechnik am Start ist.

Ein Monat ist mittlerweile vergangen, seitdem ich an meinem ersten Usability Testessen bei comspace teilgenommen habe und ich muss sagen: Es war lecker, unterhaltsam und vor allem lehrreich. 

Ursprünglich hatten mich Alex Kahl und Anke Lorge gebeten, etwas zu aktuellen bzw. immer noch gültigen User Experience- und Usability-Regeln zu schreiben. Meine ganz persönlichen Erkenntnisse aus dem Usability-Testessen wollten dazu aber nicht so recht passen. Klar, Benutzertests müssen sein und bilden die Grundlage jeglicher Arbeit im Bereich der Usability und User Experience. Benutzertest bilden die Grundlage für jegliche Optimierung im Bereich der Usability und User Experience, weil sie nötig sind, die eigenen Annahmen zur Bedienbarkeit und Handhabung des eigenen Produktes zu überprüfen. Dafür ist ein Usability-Testessen ein niederschwelliger Einstieg, sowohl für die Entwickler*innen, als auch für die Tester*innen. Und natürlich kamen auch die Klassiker der Usability-Fallstricke zum Vorschein, wie z.B. eine undurchsichtige Navigation in einer App, die Tester*innen zum Teil nachhaltig verwirrt hat.

Ähnlich ging es mir persönlich auch beim Registrierungsprozess einer Unternehmensplattform; Aus der Registrierungs-Email bin ich nicht in den Bereich gekommen, den ich erwartet hätte und wurde dann zum Einstieg noch mit einem kleinen Fragebogen konfrontiert, dessen Sinn sich mir gar nicht sofort erschlossen hat. Gerade bei der Registrierung sind solche Unklarheiten ein riesiges PRoblem, weil sie das Vertrauen in ein Produkt empfindlich stören können. Ich zweifel bin ich als Benutzer*in dann so verunsichert, dass ich diese Plattform gar nicht nutze. Ich maße mir aber nicht an, darüber dozieren zu wollen, hier gibt es weitaus schlauere Leute, die darüber bereits geforscht und geschrieben haben. Die “10 Usability Heuristiken” von Don Norman und Jakob Nielsen sind der Klassiker auf dem Gebiet und – meiner Meinung nach – immer noch gültig:

Erkenntnis #1 des Abends: Setzt noch VOR der Usability an

Es gibt da allerdings einen Punkt, der in den Diskussionen um User Experience und Usability immer vergessen wird und der viel grundlegender ist: Product Market Fit.

Oder noch einfacher ausgedrückt: Was hat eure App, euer Produkt oder eure Dienstleistung zu bieten, wofür ich euch als Kundin Geld geben möchte und löst sie auch wirklich mein Problem?

An diesem Punkt war das Usability-Testessen wirklich sehr lehrreich und wertvoll für mich. Ich hatte schon länger das Gefühl, dass die ganzen Buzzwords, mit denen auch ich den ganzen Tag um mich schmeiße – Design Thinking, User Experience, Customer Experience, Usability, Digitalisierung, New Work… you name it – irgend etwas ganz Grundlegendes verdecken, nämlich die Antwort auf die Frage: Warum sollte ich für euer Produkt bzw. für euch Geld ausgeben? Warum sollte ich es nutzen?

Egal ob bei einer App oder bei einigen Agenturseiten: Die Fragen die ich während des Usability-Testessens immer wieder gestellt habe waren:

  • Was macht ihr denn genau?
  • Was ist euer Mehrwert für mich?
  • Warum sollte ich genau eure Dienstleistung nutzen?

Wenn diese Fragen für mich nicht schlüssig beantwortet sind, ist es mir egal, wie toll eine App aussieht oder wie ausgefeilt die User Experience ist… soweit komme ich erst gar nicht. So wird es auch vielen anderen Menschen gehen.

Erkenntnis #2: Bauchladen führt zu Beliebigkeit

Gerade auf den getesteten Agentur- bzw. Freelancer-Websites habe ich ein wiederkehrendes Muster festgestellt: Es wird ein mehr oder weniger großer Bauchladen an Dienstleistungen präsentiert, der mich persönlich immer etwas ratlos zurück ließ. Ich versteh die Intention dahinter, möglichst viel von dem zeigen zu wollen, was man anbieten kann, um ein möglichst breites Kundenspektrum anzusprechen. Auf Kundenseite ruft das aber oft Verwirrung hervor. Was ist denn jetzt eigentlich die Spezialität dieser Agentur? Was treibt die Menschen dahinter an? Bei mir stellt sich da schnell ein Gefühl der Beliebigkeit ein. Und wenn dann auch noch von Kundenzentrierung die Rede ist, ich aber erst mal gar keine Kunden (mit ihren durch die Agentur gelösten Problemen) auf der Website sehe, wird die kognitive Dissonanz perfekt.

Ich möchte und muss hier ausdrücklich betonen, dass diese Feststellungen keine Aussage über der Kompetenz einer Agentur oder eines Freelancers zulassen. Es geht hier rein um die Außendarstellung. Dazu noch zu einem Zeitpunkt, an dem es ja genau darum geht, solche Missstände durch User-Testing aufzudecken. Das zeigt, wie wichtig User-Testing und solche Formate wie das Usability-Testessen sind. 

Erkenntnis #3: Klar Positionieren

Aber wie komme ich denn nun dazu, meine Dienstleistung oder mein Produkt klar und eindeutig zu positionieren und damit potenzielle Nutzer*innen und Kunden*innen zu überzeugen?

Die folgenden Fragen sollten durch eure Website oder Produkt eindeutig beantwortet werden:

  1. Welches Problem löst ihr?
  2. Wie löst ihr dieses Problem?
  3. Warum seid ihr für mich besser geeignet, als eure Mitbewerber?

In der Folge “How not to pitch a billionaire” des Podcasts StartUp erklärt Chris Sacca sehr anschaulich, wie das funktioniert. Gerade wenn ihr oder eure Firma noch neu am Markt oder eure Marke noch nicht so stark ist, dass eure potenziellen Kunden*innen sie schon kennen, müsst ihr diese Fragen beantworten, denn ihr steht immer im Wettbewerb mit bekannten Marken wie z.B. accenture im Agenturbereich. Die, die jede*r kennt. Die mit dem Bauchladen. Die, die alles anbieten können. 

Genau dieser Gedanke führt mich auch zu meinem wichtigsten Punkt:

Fokus!

Fokussiert euch auf eine Dienstleistung oder einen Service, den ihr besonders gut könnt. Auf das eine Problem, das ihr besser löst, als alle anderen. Das ist glaubwürdig. Damit könnt ihr euch positionieren. Dann wissen Kunden*innen auch, warum sie gerade eure Dienstleistung oder euer Produkt kaufen sollen. 

Euer Jens

P.S.: Vielen Dank an Kerstin Lorenz und Anke Lorge für die Organisation. Beim nächsten Mal bin ich gerne wieder mit dabei.

Digital Kindergarten 2019 – der Name ist Programm

Digital Kindergarten 2019 im Millerntor-Stadion

Mein Kollege Jan und ich waren als Newbies beim Digital Kindergarten in Hamburg und unsere Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Der Digital Kindergarten hielt, was er versprach. Mit seiner einzigartigen Mischung aus Erleben, Experimentieren, und Ausprobieren von digitalen Technologien sticht das Event aus anderen Veranstaltungsformaten heraus. Statt langer Vorträge standen 30-minütige Impulsvorträge, interaktive Workshops und eine reichhaltige, digitale Spielwiese auf dem Programm.

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HR-Querdenker*in gesucht & gefunden – Unsere etwas andere Stellenausschreibung


Bei comspace machen wir Dinge gerne mal anders: Unsere Personalabteilung heißt “People & Culture” und besteht derzeit aus Sarah J., Sarah B. und Carla. Wir leben moderne Personalarbeit in Zeiten von Agilität und Digitalisierung, denken bei HR an Human Relations (nicht Ressources) und finden Lebensphasenflexibilität besser als Work-Life-Balance.


So lautete der Einstieg in unsere letzte Stellenausschreibung, die eigentlich gar keine richtige war.
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Wenn die Arbeitswelt nicht mehr zu den Menschen passt. Mein Rückblick auf das Digital Misfits Festival.

Do you ever feel like a misfit?
Everything inside you is dark and twisted
Oh, but it’s okay to be different
‚Cause baby, so am I.

Ava Max, “So am I”

Liebes Digital Misfits Festival,

am Dienstag durfte ich einen Tag lang bei dir verbringen, mit ca. 250 anderen Digital Misfits, wenn man so will. Wir hatten eine gute Zeit, du und ich, in lockerer Atmosphäre und du hast an so ziemlich alles gedacht, um den Tag interessant & kurzweilig zu gestalten (coole Location, Candybar, leckerer Kaffee und unterhaltsames Bullshit Bingo zum Netzwerken). Inhaltlich gab es für mich einige Highlights:

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Diesmal weit im Osten: Sitecore Usergroup Treffen in Dresden

Theaterkahn Dresden

Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön… und führte uns von comspace zur Sitecore Usergroup ins ferne Dresden. Zu fünft haben wir uns am frühen Montag auf den Weg gemacht, um uns zum vierteljährlichen Get-Together mit Partnern, Sitecore und Kunden des Sitecore CMS auszutauschen, interessanten Vorträgen beizuwohnen und gemeinsam Anregungen für spannende neue Projekte zu sammeln.

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#OMR19: Bombastisch und großartig

Grumpy Cat OMR19

Meine Güte, ist das voll. So viele Leute, so viel zu sehen und so wenig Zeit. Zeit ist die Mangelware auf der OMR. Über 50.000 Leute walzen sich durch die Flure und Hallen. Phillip Westermeyer und Co. hätten FOMO (Fear of missing out) als Motto nehmen können. Denn während ich auf dem Stand von unserem Partner coremedia bin und mir die Content Cloud näher zeigen lasse, zählt in meinem Hinterkopf ein Counter runter.

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10 New Work Sessions auf der re:publica #rp19

10 re-publica Seessions 2019 zu New Work und HR von Sarah Biendarra

Mein Kollege Alex veröffentlichte gestern bereits seine Sessions zum Thema Digitalisierung auf der re:publica. Als alter Hase hat er sich nur auf die Themen von Tag 1 gestürzt, weiter kann er nicht planen, sagt er. 😉

Ich bin 2018 zum ersten Mal Teil der re:publica gewesen und war nach den drei Tagen voller Themen und Menschen ziemlich geflasht. Meine diesjährigen Ideen für Sessions mit Bezug zu New Work und Human Relations habe ich ganz optimistisch über alle 3 Tage verteilt.

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