CELUMIUM 2017: Keynotes, Use Cases, Konnektoren

blick auf münchen celumium

blick auf frankfurt celumiumDas Kunden- und Partner-Symposium „Celumium 2017“ fand in der Frankfurter Botschaft und dem Westhafen Tower statt. Die Veranstaltung brachte Kunden, Interessierte und Partner aus dem CELUM-Ökosystem zusammen. Dabei war der Anteil an Kunden und Partnern ausgewogen. Der 16. Stock über dem Frankfurter Westhafen bot eine tolle Aussicht und schuf einen passenden Rahmen für die rund 150 Teilnehmer. „CELUMIUM 2017: Keynotes, Use Cases, Konnektoren“ weiterlesen

Von Content Management bis New Work: Die digitalen Trends 2017 unserer Experten

Digitale Trends 2017

Digitale Trends 2017Der Anfang eines Jahres ist häufig der Zeitpunkt, an dem man zurückschaut auf das, was im vergangenen Jahr erreicht worden ist, und sich mit dem beschäftigt, was das vor einem liegende Jahr an Entwicklungen und Themen bringen wird. Auch wir bei comspace haben dies getan: In diesem Beitrag fassen einige unserer digitalen Experten für Sie zusammen, welche Trends oder weiterhin prägenden Entwicklungen sie für ihren jeweiligen Fachbereich für die kommenden Monate und darüber hinaus sehen. Von Content Management über Digital Marketing und Webdesign bis zu Human Relations – gewinnen Sie im Folgenden einen Einblick in unsere ganz persönlichen digitalen Prognosen.

Content Management Systeme

von Johannes Tappmeier, Account Management

Nahtlose Integration von Unternehmenssystemen

In unserem Vertriebsalltag erleben wir immer wieder die Herausforderung vieler Unternehmen, unterschiedliche, nicht miteinander kommunizierende Unternehmenssysteme parallel bedienen und pflegen zu müssen. Dies kostet viel Zeit, ist fehleranfällig und verschenkt Potential für eine konsistente Kundenansprache.

Die Entwicklung zum nahtlosen Zusammenspiel von Backend-Systemen, die für verschiedene Funktionalitäten im Marketing- und Sales-Prozess verantwortlich sind wie:

  • Content Management
  • E-Commerce
  • Digital Asset Management
  • CRM
  • ERP

ist unaufhaltsam und für den Geschäftserfolg essentiell. Ziel sollte es sein, Systeme durch intelligente Schnittstellen und Automatismen miteinander zu verbinden. So entsteht eine integrierte, unternehmensübergreifende Plattform, auf der alle erforderlichen Geschäftsprozesse mit unterschiedlichen Rollen und Rechten abgebildet und gesteuert und damit Redundanzen vermieden werden können.

Automatisierte Personalisierung

Durch eine optimale Integration der Unternehmenssysteme bietet sich auch die Chance, Workflows zu automatisieren und Angebote für potentielle Kunden zu personalisieren, um diese auf ihrer Customer Journey vom ersten Interesse an dem Unternehmensangebot bis zum After-Sales-Service zu begleiten. Aus Datenanalysen der verknüpften Systeme lassen sich Bedarfe und Persona Verhalten ableiten. Als Ergebnis können Unternehmen relevante und individuell angepasste Informationen, Zusatzangebote und Services für einzelne Kunden entwickeln und automatisiert anbieten.

Im Marketing können die Unternehmens- und Produkt-Webseiten durch die oben bereits erwähnten Datenquellen und digitale Erkenntnisse über das individuelle Verhalten der Kunden automatisch angepasst werden. Die Relevanz für die Kunden wird dadurch erzeugt, dass mehr Inhalte gezeigt werden, die der Kunde sehen will und weniger, die für den Kunden uninteressant sind.   

Dezentrale Redaktionsprozesse

Insbesondere für international tätige Unternehmen ist der Einsatz von professionellen Content Management Systemen wichtig, die die dezentrale Pflege und Verteilung von Inhalten ermöglichen, um länderspezifische Angebote und Besonderheiten berücksichtigen und schnell und flexibel auf Änderungen reagieren zu können. 

Der Trend liegt dabei weniger in den schon länger möglichen dezentralen Redaktionsprozessen, als vielmehr in der immer individuelleren Arbeitsweise der Redakteure. Distributed Teams, die nicht nur weltweit verteilt sind, sondern von Unternehmensstandorten, aus dem Home Office oder direkt beim Kunden arbeiten, sind dabei sowohl auf dezentrale Redaktionsprozesse angewiesen als auch auf flexibel an weltweite Zeitzonen und an New Work Modelle angepasste Arbeitszeiten.

Weitere Entwicklungen in Content Management und Marketing haben wir auch in diesem Blogbeitrag aufgezeigt.

E-Commerce

von Marcus Knittel, Account Management

Das Übersetzen der technologischen Möglichkeiten in echten Kundennutzen ist eine der zentralen Herausforderungen im E-Commerce 2017. Für den Shop-Betreiber kommt es immer mehr auf das effektive Zusammenspiel von Commerce, Content und Customer-Orientation an. Reine Shop-Funktionalitäten müssen durch zielgruppen- und themenbezogene Inhalte, einen individuellen Kundenservice und Analysemöglichkeiten aus verschiedenen Datenquellen ergänzt werden, um die Kunden optimal zu erreichen. Dafür werden integrierte und vordenkende Systeme benötigt, die im Hintergrund sinnvoll miteinander kommunizieren. So können auch die Mitarbeiter, die diese Kundenerlebnisse im Hintergrund schaffen, effizient und fokussiert arbeiten.

Sowohl im B2C- als auch für den B2B-Commerce gibt es also auch in 2017 noch viel Potential. Die konsequente Digitalisierung von Handelsprozessen und die Einbindung aller Vertriebskanäle und Geschäftspartner in eine einheitliche E-Commerce-Strategie steigern Wertschöpfung und Wachstum.

Digital Marketing

von Marco Hüsener, Marketing

Personalisierung und Automatisierung

Für mich steht in diesem Jahr die personalisierte Kundenansprache als fortschreitender Trend im Fokus. Dazu benötigt man einerseits die Technologie, welche die Daten erhebt und aufbereitet, und andererseits das Verständnis und die Ressourcen auf Marketing-Seite, um die Möglichkeiten zu erkennen und inhaltlich mit Leben zu füllen. Marketing und Technologie verzahnen sich zunehmend – das macht vieles vielleicht auf Anhieb nicht einfacher, aber es sorgt definitiv für spannende Entwicklungen und Innovationen. Richtig genutzt profitieren beide Seiten (also Kunde und Anbieter) von personalisierten Marketingmaßnahmen: Die Kunden erhalten auf ihre Interessen und ihr Kaufverhalten abgestimmte Angebote und Informationen. Die Anbieter lernen ihre Kunden zunehmend besser kennen, können automatisierter zielgruppenorientierten Content ausspielen und dadurch die Kundenbindung erhöhen.

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz, sei es in Form von Assistenten, wie Chatbots oder anderen Algorithmen, werden den Einzug ins Marketing fortsetzen und im Mainstream ankommen. Die Einsatzmöglichkeiten der Dienste sind nahezu unbegrenzt und werden vorerst in den Bereichen Service und Kundensupport Einzug halten. Die Verknüpfung mit nutzerbezogenen Daten werden aber den echten Mehrwert solcher Dienste zu Tage bringen.

Beispielsweise sind hinzugezogene Standortdaten bei einer Hotelbuchung oder die informationsangereicherte Navigation per Smartphone unter Berücksichtigung meiner Route, Reisegeschwindigkeit und verfügbaren Verkehrsdaten nützliche Anwendungsszenarien. 

Die Assistenzsysteme betrachte ich daher persönlich als eine Bereicherung, da diese Services noch weit entfernt sind von der selbstlernenden KI und der Mehrwert durchaus gegeben ist.

Weitere interessante Informationen zu dem Thema finden Sie hier:

10 Anwendungsfälle für KI

Microsoft setzt auf künstliche Intelligenz und Chatbots

Online Marketing

von Linnea Bak, Online Marketing

Mobile Suche – An der mobilen Optimierung führt 2017 kein Weg mehr vorbei

Die mobile Suche ist in den letzten Jahren in einem rasanten Tempo gewachsen und zeigt keine Anzeichen für eine Verlangsamung. Der Besucher-Traffic verlagert sich vom Desktop weg hin zu Smartphones und Tablets.

Seit einigen Jahren unternimmt Google viele Schritte, die signalisieren, dass nicht das Desktop, sondern das mobile Endgerät als die Standard-User Experience betrachtet werden sollte. Vor kurzem hat Google angekündigt darauf hinzuarbeiten, ihren primären Suchindex sukzessiv auf „mobile-first“ umzustellen.

Bereits jetzt ist die mobile Optimierung eine sehr wichtige SEO-Strategie. Sie wird 2017 weiterhin an Bedeutung gewinnen. Wenn Sie mit responsivem Webdesign oder dynamische Bereitstellung ihren Content für die Darstellung auf allen Bildschirmgrößen angepasst haben, sollten Sie gut aufgestellt sein.

Wenn die mobile Version ihrer Website eine eigene URL hat (zB m.ihredomain.de), sollten Sie einige Empfehlungen von Google hierzu beachten. Websites, die nicht für Mobilgeräte optimiert sind, werden weiter Positionen in den Google Suchergebnissen verlieren. Auf dieser Seite von Google können Sie Ihre Website auf Mobilgerätefreundlichkeit  testen.

Social Media und Content Marketing

von Alex Kahl, Social Media Strategie

Im Social Bereich sehe ich derzeit keine Mega-Trends. Vielmehr wird man sich noch mehr auf (Live)-Video und Stories konzentrieren. Seien es Facebook, Instagram oder auch Snapchat. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in großartigem Content, der den Kunden einen echten Nutzen bringt. Der Content wird für mobile first entwickelt und die User Experience in den eigenen Kanälen wird ständig verbessert. 

Eine Sache, die wir uns insbesondere online immer und immer wieder vor Augen führen müssen ist: Niemand da draußen wartet auf unsere Inhalte! Wir müssen jede Sekunde mit unseren Wettbewerbern um die Aufmerksamkeit unserer Leser und Nutzer, der täglichen Arbeit unserer Kunden, mit den Nachrichten und Game of Thrones konkurrieren.  

Also machen wir unseren Nutzern den Content so einfach wie möglich zugänglich, schneiden den Content auf den Kontext der Kanäle in denen sie sich bewegen genau zu, machen den Content absolut relevant für den individuellen Nutzer und liefern den Content so schnell wie möglich aus, damit die Entscheidung der Nutzer für unseren Content fällt.

Webdesign

von Axel Salder, Frontend Entwicklung

Seit geraumer Zeit, so scheint es, sehen Webseiten relativ ähnlich aus. Der Aufbau unterscheidet sich nur marginal. Gerade mobile Ansichten zeigen meist eine 1-spaltige Version der Module. Mit einer neuen Methode namens CSS Grid Layout könnte ein wenig Abwechslung ins Spiel kommen. Sieht die Unterstützung der Browser aktuell noch recht mager aus, so ändert sich dies vermutlich im März. Dann nämlich erhalten auch die Browser Firefox und Chrome Unterstützung für CSS Grid Layout. Hoffen wir, dass diese Tatsache den Designern etwas mehr Experimentierfreudigkeit einhaucht!

Hosting

von Benjamin Heilmann, Account Management

Beim Betrieb einer nicht übermäßig komplexen Infrastruktur hat das klassische Hosting weitgehend ausgedient. Den Markt für IaaS (Infrastructure as a Service) bedienen heute vorwiegend die Platzhirsche Microsoft (mit dem Clouddienst „Azure“) und insbesondere Amazon mit AWS. Auch den Sicherheitsaspekten deutscher Unternehmen haben diese Platzhirsche mittlerweile Rechnung getragen: So betreiben Amazon und Microsoft Rechenzentren u. a. in Frankfurt a. M. Auch Google plant den Aufbau eines RZ in der Mainmetropole.

Bei der Wahl des passenden Clouddienstes und der Skalierung sollte eine umfängliche Beratung allerdings nicht zu kurz kommen. Der Grad an Komplexität, den der Aufbau einer Cloud-Infrastruktur bedeutet, ist nicht zu unterschätzen.

Die Agentur oder der Hosting-Provider können durch zusätzliche Leistungen wie das Monitoring der Plattform und der Anwendungen, der Definition eines geeigneten Backup-Plans, einen 24/7 Service mit Rund-um-die-Uhr-Betreuung diese Komplexität ein Stück weit reduzieren bzw. verlagern.

Welchen Mehrwert das Verlagern der Infrastruktur von physischen Servern in die Cloud bietet und welche Herausforderungen damit verbunden sind, erklärt Ihnen Johannes Tappmeier, Head of Account Management, in diesem Video.

Human Relations

von Sarah Biendarra, People and Culture

Das Thema Digitalisierung macht auch vor HR nicht halt. Einen großen Umschwung in Richtung Virtual Reality-Arbeitgebermarketing, Chatbot-Recruiting oder Bewerberauswahl mit People Analytics sehe ich in diesem Jahr aber nicht. Vielleicht in 2020. 😉 In den kommenden Monaten muss HR deutlich interdisziplinärer werden, d.h. HR ist nicht mehr nur “was mit Menschen”, sondern auch “was mit Menschen und IT”. Das bedeutet für mich nicht nur Google Analytics für die Jobseite, sondern auch Arbeitgebermarketing über Social Media und Recruiting via Direct Sourcing. Darüber hinaus muss sich HR mehr Marketing- und PR-Themen annähern und sich generell stärker vernetzen, sowohl innerhalb des eigenen Fachbereichs als auch mit anderen Disziplinen.

von Hanna Drabon, Spende dein Talent

Im Rahmen meiner Gespräche mit  Unternehmen steht immer wieder das Thema “Digitale Führung” im Fokus. Wie kann man die “Arbeit 4.0” in die Unternehmens- und Arbeitskultur einbinden? Was heißt eigentlich “Digitales Arbeiten”? Wie kann ich meine Mitarbeiter und besonders meine Führungskräfte bei diesem Wandel begleiten?

Unternehmens- und kulturindividuelle Antworten auf diese Fragen zu finden wird zur Herausforderung der nächsten Jahre für Unternehmen aller Branchen. Dabei spielt zwar auch die technische Digitalisierung, wie die Nutzung kollaborativer Tools und Methoden eine Rolle, es bedarf jedoch auch den Fokus auf ein stärkeres zwischenmenschliches Networking über Abteilungen und Hierarchien hinweg. Denn die in der Gesellschaft bereits gelebte digitale Vernetzung ist in der Arbeitswelt noch nicht überall angekommen. Hier geht es darum, starre Hierarchien aufzulösen zugunsten kleiner, agiler und interdisziplinär arbeitender Teams, die ihr Wissen miteinander teilen. So entstehen Ideen, die Herausforderungen schneller und intelligenter lösen werden.

Hinzu kommt der Trend zur Individualisierung der Arbeit, ob bei Arbeitszeit oder -ort. Flexible Rahmenbedingungen, die sich der individuellen Lebensphase anpassen, schaffen Freiräume für  mehr Motivation und Innovation.

Welche interessanten Entwicklungen oder Trends seht ihr in eurem digitalen Arbeitsumfeld? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

pReview DMEXCO 2015 / 2016

comspace Messestand

Noch wenige Tage bis zur DMEXCO 2016

Dies ist ein Anlass für mich, einen Blick zurück auf die vergangene Messe zu werfen und zu schauen, wie sich die damaligen Themen weiter entwickelt haben. Für mich standen 2015 drei Kernthemen im Fokus – Mobile, Context Marketing und Sales & Conversion. Wir werden sehen ob die diesjährige DMEXCO unter dem Motto “digital is everything – not every thing is digital” das hält was sie verspricht, welche Themen sich weiterentwickelt haben oder welche schon längst überholt scheinen. Als kleinen Rückblick wurden ausgewählte Sessions der deutschen Digitalmesse zusammengefasst.

Schneller, höher, weiter – bald auch in deiner Stadt

Wie schon heute die Themen Mobile, Echtzeit und Customer Experience die Gewinner von morgen nachts ruhig schlafen lassen, erfährt man in dieser unterhaltsamen Runde. Marketingstrategen wie Daniel Rosen, Telefoncia, Robert Bridge, Yahoo, oder Patricia McDonald von isobar schildern ihre jeweilige Sicht auf Kundenbedürfnisse, Nutzerverhalten und die Rolle von Daten und relevanten Inhalten.

Investitionen in Strategien für Mobile und datengetriebenes Marketing zahlen sich künftig, mehr als je zuvor, aus. Mehr über Möglichkeiten, die Herausforderungen und die Chancen in den verschiedenen Branchen und Industrien diskutierte das mobile summit.

Das Ding mit dem Internet der Dinge – IoT

Mobile ist eine Sache – möglichst viele Alltagsgegenstände in ein Netzwerk einzubinden eine ganz andere Herausforderung. In diesem wirklich sehenswerten Panel wird der Frage nachgegangen, wie Gegenstände künftig 24/7 mit dem Internet verbunden sein werden. Neben der User Experience ist auch eine umfassende Sicherheit künftig Kerngedanke bei den Produkten im Bereich IoT. Die vorgestellten Produkte reichen vom Smartmeter, über Schuhe mit Bewegungssensoren bis hin zur HoloLens. Das hebt “Mobile” auf ein ganz neues Level – die mixed reality. Wenn man sich dann den Gamifikation-Faktor von Pokemon go noch dazu denkt, können kommende Entwicklungen ungeahnte Potenziale freisetzen. Anschaulich wird es im Vergleich zu den zahlreichen Fitness-Tracker und Apps. Über die Zielgruppe hinaus schafft es Pokemon Go Nutzer zu aktivieren und auf die Straße zu bekommen, was sämtliche Fitness Tracker nur bedingt schafften.

Auf wie vielen Hochzeiten muss ich tanzen?

Was haben Sie vor 10 Jahren gemacht, als Sie in einer Warteschlange standen” – Brian Bolan, VP Advertising bei Facebook, beschreibt damit treffend den Wandel der heutigen Mediennutzung. Das “Cross Everything Dilemma” bezeichnet die großen Herausforderungen, die der Wandel von Nutzergewohnheiten für Unternehmen mit sich bringt. Die essentiellen Faktoren um im Wandel bestehen zu können schildert Arnd Benninghoff am Beispiel der stark betroffenen  TV-Industrie. Neben dem Bedarf an einem Englisch-Kurs verdeutlicht Yann Gabay von NetBooster, wie Organisationsstrukturen sich anpassen müssen um den internationalen Anforderungen gerecht zu werden.

Ist das was du sagst wirklich wichtig?

Durch die hohe Verfügbarkeit von Informationen auf zahlreichen Plattformen steht jedes Unternehmen vor der Herausforderung (s)eine Geschichte zu erzählen – um sich so klar und auffällig zu positionieren. Denn mittlerweile hat ein Goldfisch eine höhere Konzentrationsspanne als der durchschnittliche Mensch und somit ist das Zeitfenster um wahrgenommen zu werden ziemlich begrenzt.

Durch Schaffung von Content-Strategien, Themenwelten und Collaboration mit den Kunden und Nutzern wird überhaupt erst ein Kontakt ermöglicht. Die herkömmlichen Geschäftsmodelle müssen überdacht werden, um aus diesem sporadischen Kontakt eine dauerhafte Kundenbeziehung zu formen. Mehr über disruptive Geschäftsmodelle und den selbsternannten, deutschen Steve Jobs gibt es hier.

Ihre Kunden wollen nicht Ihre Produkte kaufen!

Wie oben bereits geschrieben – es geht darum wahrgenommen zu werden und einen relevanten Dialog zu führen. Wie aber erreicht man dass mehr Gegenstände im Warenkorb liegen? Wie können Barrieren abgebaut werden und Probleme der Anwender gelöst werden? Alles dreht sich um Ergebnisse – doch vorher muss die richtige Problemstellung bekannt sein.

Darren Guarnaccia von Sitecore erläutert in zwei Praxisbeispielen dass Kunden nicht Ihre Produkte wollen – sondern dass sie Ergebnisse und Lösungen kaufen wollen.

Technik wird durch den Menschen begrenzt

Obwohl Facebooks Brian Boland eine inspirierende Keynote hält, sind menschliche Bedürfnisse in einem Kongressmarathon nicht auszuschließen… Man sollte nur das Mikro vorher abschalten 😉

Und was bringt die DMEXCO 2016?

Setzen sich die Trends aus 2015 fort und welche neuen Trends kommen in diesem Jahr hinzu? Wir werden uns vor Ort selbst ein Bild machen und berichten.

Comspace Messestand

Wir würden uns über einen Austausch mit Ihnen freuen, wenn Sie ebenfalls auf der Messe sind und Ihr Zeitplan noch nicht aus allen Nähten platzt. Sie finden unseren Stand bei unserem Partner e-Spirit in Halle 8, Stand A31.

Banner_DMEXCO_390px_160721

Von Rasensprengern, steten Tropfen und Gartenschläuchen im Social Media Marketing

Summertime by Eric Sonstroem (CC BY 2.0)

Summertime by Eric Sonstroem (CC BY 2.0)

Qualität ist und bleibt für uns bei comspace immer einer der Hauptwerte im Online-Business. Doch im Einsatz von Content im Social-Media-Umfeld werden immer mehr Stimmen laut, dass Quantität wichtiger und wichtiger wird, um sich Aufmerksamkeit und Gehör zu verschaffen. Die Qualität der Inhalte darf selbstverständlich nicht leiden, doch sowohl die Anzahl der Inhalte, wie auch die Anzahl der Verbreitungs-Plattformen und -Häufigkeit spielt eine immer stärkere Rolle.

tl;dr: Qualitativ exzellente Beiträge sollten zukünftig mit hoher Frequenz, in verschiedenen Formen und Längen über mehr Kanälen verbreitet werden, um durchs Aufmerksamkeitsfenster der Zielgruppe zu flattern.

Bei comspace sprechen wir eine sehr spitze B2B-Zielgruppe an und gingen darum immer eher den Weg von qualitativ exzellenten und sehr spezifisch auf die Zielgruppe abgestimmten Inhalten.
Seit einigen Monaten stellen wir jedoch fest, dass wir mit Inhalten, die weniger zielgruppenspezifisch sind, deutlich mehr Menschen erreichen, als (nur) mit den auf unser Alltagsgeschäft abgestimmten Inhalten.

Ein Beispiel:
Die Themen Human Relations und Unternehmenskultur finden in unseren Kanäle derzeit deutlich mehr statt als Web-Technologie und Content Management Systeme. Warum? Weil wir zu diesen Themen momentan mehr Geschichten erzählen können und das über sämtliche Kanäle hinweg: Von Presse, Mail-Newsletter, persönliche Kontakte, hin zu Blog und Social Media. Auch wenn es sich bei den Themen nicht um unsere wertschöpfenden Kernkompetenzen handelt, hört man uns da draußen zu, nimmt uns wahr und es entwickeln sich wertvolle Kontakte, die dann plötzlich auch wieder für das Kerngeschäft interessant werden.

Durch einen Vortrag von Jay Bear, wurde mir das Potenzial, das in unseren eigenen Erfahrungen steckt plötzlich klar, als Jay den Vergleich zwischen Schrotflinte und Scharfschützengewehr zieht und zum Schluss kommt, dass wir zukünftig deutlich mehr auf Schrotflinten zurückgreifen sollten.

Im reinen B2B-Kosmos mag die Problematik noch nicht so ernst sein, doch im Endkunden-Umfeld, in dem sich einige unserer Kunden bewegen, wird es schwerer und schwerer, sich in den unzähligen Social Media Meldungen pro Tag hervorzuheben und die Aufmerksamkeit der Kunden zu wecken.

Digitale Strategien müssen her.

Dazu möchte ich Jays eher amerikanisch-pragmatische Metapher umdeuten. Ziehen wir doch passend zum überraschend guten Sommerwetter den Vergleich zwischen Rasensprenger und Gartenschlauch:

Erreichen statt Reichweite

Jahrelang haben wir in Social Media auf die Reichweite geschaut. An wie viele Follower, Fans, Besucher kann ich Nachrichten aussenden? Dabei haben wir uns wenig Gedanken darüber gemacht, was denn tatsächlich bei den Empfängern ankommt. Social Media war ein Selbstläufer. Die Inhalte wurden besser und besser. Corporate Publishing und Content Marketing haben eine ganz neue Qualität erreicht. (Dabei ist das Thema nicht neu, hier erklärte ich u.a. dass Content Marketing durch Dr.Oetker in Bielefeld bereits 1891 zum Einsatz kam).

Super Inhalte in einem spezifischen Kanal sind wie ein Gartenschlauch mit hohem Druck, mit dem sich Wasser schnell und gezielt an einen bestimten Punkt im Garten transportieren lässt. Doch wenn Sie diesen Wasserstrahl zu lange auf eine Stelle halten, zerstören Sie erstens die Pflanzen und spülen den Boden fort und zweitens bekommen Pflanzen in der breiten Fläche nicht genug Wasser.

Die Darstellung und Durchdringung von Inhalten in Social Media Kanälen wandelt sich immer stärker. Denn Facebook, Google, Twitter, YouTube usw. wollen Geld verdienen. Damit wird es immer schwieriger, die Kunden zu erreichen, ohne mit gezielten Kampagnen (und Budgets) Inhalte in den Fokus der Zielgruppen zu pushen.

Menschen zu erreichen wird immer schwerer. Denn mit der ständig steigenden Reichweite von Social Media Kanälen wurde auch die Konkurrenz innerhalb der Kanäle immer größer. Wir ringen um die Aufmerksamkeit unserer Zielgruppen.

Aufmerksamkeit erregen bei Menschen, die sich für unsere Inhalte interessieren

Natürlich wollen wir exzellente Inhalte anbieten. Das ist die Pflicht – 10 historische Beispiele für Content Marketing habe ich Ihnen hier zusammen gestellt. Doch damit dieser aufwändig produzierte Content einen Effekt erzielt,  muss er erst einmal in den Fokus der Zielgruppe kommen. Das ist dann die Kür. Ein durchschnittlicher Facebook-User hatte bereits im Jahr 2013 ungefähr 1500 Meldungen! pro Login in seiner Timeline.

Wenn wir die Aufmerksamkeit unserer Zielgruppen als auf großer Fläche, eng gesetzte Pflänzchen betrachten, dann wird uns schnell klar, dass hier ein starker Wasserstrahl aus dem oben erwähnten Gartenschlauch ineffektiv und Ressourcenverschwendung ist.

Übrigens ist die durch die schwer zu erreichende Aufmerksamkeit und breite Streuung der Zielgruppen die Gefahr des Langweilens oder Überfrachtens meiner Meinung nach relativ gering.

Garden-Sprinkler by Thangaraj Kumaravel (CC BY 2.0)
Garden-Sprinkler by Thangaraj Kumaravel (CC BY 2.0)

Quantität meets Qualität

Das revolutionäre an Social Media war das Wahrwerden von Brechts RadiotheorieJeder kann Sender sein. Unternehmen treten in Dialog mit Kunden und aus der typischen eins zu vielen Einbahnstraßenkommunikation wurde eine Viele-zu-viele-Kommunikation.

Insbesondere für exzellente Inhalte ist es tragisch, wenn sie zwischen all den konkurrierenden Inhalten untergehen. Schließlich stehen sie mit Ihren Inhalten im direkten Wettbewerb zu Klatsch und Tratsch, Nachrichten, Sport, andere Unternehmen, Ihre Wettbewerber, Kollegen, Freunde und Familie Ihrer Kunden.

Mindestens genauso wichtig wie hohe Qualität – wenn nicht gar wichtiger – ist es also, regelmäßig Aufmerksamkeit für die hohe Qualität zu erreichen. Dazu bedarf es aber deutlich kleineren Content-Häppchen, die zueinander passen und in zahlreichen verschiedenen Kanälen gespielt werden und auf ein strategisches Ziel einzahlen.

Merken Sie was? Hier kommt der Rasensprenger zum Einsatz. Der dauerhaft kleine Mengen Wasser durch seine vielen Kanäle über eine große Fläche mit Pflänzchen verteilt.

Das Telefonbuch wird wichtiger als die Freundeliste auf Facebook

Haben Sie noch das Gefühl, die Kontrolle darüber zu behalten, was Sie in Ihrer Facebook-Timeline sehen? Oder in Ihrem Twitter-Feed? Oder in den Suchergebnissen bei Google? Selbst im E-Mail-Postfach wird es schon schwierig die Trennlinie zwischen den gewünschten und angeforderten und den ungefragten Informationen zu unterscheiden.

Das ist der Grund, warum immer weniger junge Digital Natives auf Facebook oder Twitter aktiv sind. Viele wollen gar keine brechtschen Sender sein und große Reichweite aufbauen. Besonders junge Menschen wollen sich einfach nur mit Ihren Freunden und Bekannten austauschen. Über sichere, exklusive Verbindungen. Und dort kann man nicht einfach so reinplatzen, sondern hier höhlt steter Tropfen den sprichwörtlichen Stein.

Das persönliche Adressbuch der Nutzer ist dabei der Gartenzaun, der die echten Kontakte schützt. Wir kennen das alle: Twitter, Facebook, XING, LinkedIn: Überall haben wir verschiedenste Verbindungen zu anderen Menschen. Verbindungen, die Mark Granovetter in seinem über 40 Jahre alten Essay Weak Ties (hier als PDF-Dokument) nannte. Die strong ties – also starken Verbindungen – finden sich digital am ehesten in den persönlichen Telefonbüchern auf Smartphone oder Computer.

Grass and sidewalk - Blake Burkhart - (CC BY 2.0)
Grass and sidewalkBlake Burkhart – (CC BY 2.0)

Kanäle gezielt miteinander verbinden

Schauen wir noch einmal auf unser Beispiel der Gartenbewässerung: Das Wurzelwerk unserer Pflanzen stellen ein ebenso engmaschiges Netzwerk dar, wie unsere Kommunikationskanäle. Und sie beeinflussen sich gegenseitig.

Ein Tweet kann zu einem Bild auf Instagram führen, das wiederum auf Facebook geteilt wird, gemeinsam mit einem Verweis auf  eine Landingpage, die das eigentliche Produkt anteasert. Dort findet der Nutzer wiederum ein YouTube-Video des Produkts usw.

Doch auch verschiedene Unternehmens-Kanäle können gezielt mit einander verbunden werden und sich gegenseitig unterstützen. Die Karriere-Kanäle verweisen auf Produkt-Kanäle und umgekehrt. Internationale Tochtergesellschaften greifen gegenseitige Themen auf und sorgen dadurch für Social Signals, die wiederum Interaktionen, Sichtbarkeit und Reichweite erzeugen.

Was bedeutet das nun alles?

Sie fragen sich jetzt sicher, was Sie mit diesen Informationen für Ihr Unternehmen anfangen sollen? Mit Recht.

Letzten Endes bedeutet ein breiterer Einsatz von feiner strukturierten Inhalten natürlich immer eins: Mehr Arbeit.

Dem lässt sich auf unterschiedliche Weise begegnen: Sie können sich Verstärkung holen und Teams vergrößern. Sie können externe Unterstützung beauftragen um Sie bei der operativen Arbeit zu entlasten. Und sinnvoller Weise strategische Prozesse entwickeln, mit denen die Arbeit automatisierbar oder zumindest einfacher ausführbar wird.

So können Sie vorgehen:

  • Content Audit durchführen
  • Inhalte feiner aufteilen
  • Mehr Kanäle noch gezielter bespielen
  • Ähnliche Aussagen häufiger wieder aufgreifen
  • Technische Lösungen zur automatischen Verbreitung und Auswertung einsetzen

Auch steter, kleiner Tropfen aus dem Rasensprenger höhlt den Stein – beziehungsweise: Lässt die Social Media Landschaft wachsen und aufblühen 😉

Derzeit ist die Qualität in Social Media so hoch, dass ein Herausstechen und Aufmerksamkeit erregen durchaus über Quantität möglich ist.

Watering-201410-02 by eosdude (CC BY-SA 2.0)
Watering-201410-02 by eosdude (CC BY-SA 2.0)

Und wenn das alle machen?

Auch das ist eine berechtigte Frage. Lassen Sie es mich abschließend so sagen:
Natürlich steigt das Grundrauschen durch ein mehr an (qualitativ hochwertigen) Einzelmeldungen auf noch mehr Kanälen deutlich an. Solange dadurch eine messbar höhere Aufmerksamkeit erreicht werden kann und durch Mehrfachverwertung bereits bestehender Inhalte der Aufwand gering bleibt, ist es eine Methode, die in Betracht gezogen werden sollte.

Spätestens wenn ein kritisches Maß an Grundrauschen von hoher Qualität erreicht ist, wird vermutlich wieder die Qualität eine Stellschraube sein, mit der wir ein Alleinstellungsmerkmal erzielen können.

Dann kommt auch wieder der Gartenschlauch zum Einsatz 😉

Übrigens gibt es ja auch noch die gute, alte Gießkanne, ganz ohne Automatisierung. Aber das ist nochmal ein ganz anderes Thema.

* Artikelbild Summertime by Eric Sonstroem (CC BY 2.0)

3 Jahre comspace Corporate Blogging – was wir gelernt haben #cmcb15

Entwicklerbüro comspace (c) Andreas Frücht

Seit fast auf den Monat genau drei Jahren betreiben wir mittlerweile unser Corporate Blog – und hätten zu Beginn sicherlich nicht erwartet, dass wir bis heute 205 Beiträge mit insgesamt 156 Kommentaren veröffentlicht haben und durchschnittlich knapp 5.000 monatliche Seitenaufrufe auf unserem Blog verzeichnen können.

Seitenaufrufe Febr. 2012 bis Jan. 2015
Seitenaufrufe comspace- Blog Februar 2012 bis Januar 2015

 

Aus diesem Grund wollen wir im Rahmen von Klaus Ecks Blogparade #cmcb15 zum Thema Content-Marketing und Corporate Blogs einen Blick zurück werfen, von unseren Erfahrungen beim Aufbau unseres Blogs berichten und ein paar Tipps für andere Corporate Blog Beginner geben.

Aller Anfang ist nicht leicht oder: Wie unser Blog startete

Auslöser unseres Blogs war die Überlegung, wie wir sowohl fachspezifische als auch agenturinterne Themen unseren Kunden, Geschäftspartnern und anderen an Online-Marketing-Themen Interessierten zugänglich machen könnten. Unser Geschäftsführer Andreas schlug daraufhin vor, einen Corporate Blog zu starten.

Trotz unserer Expertise in kommerziellen CMS-Systemen wie Sitecore, FirstSpirit und OpenText fiel unsere Wahl für die passende Technologie auf WordPress. Damit setzen wir auf eine bewährte, suchmaschinen-kompatible Plattform für Blogs, die sich mit ihren Schnittstellen, einer vielseitigen Theme-Auswahl und zusätzlichen Features und Plugins kontinuierlich weiter entwickelt und auf den Blog-Einsatz optimal zugeschnitten ist. Zumal die automatische Vernetzung mit anderen Bloggern über Links und Trackbacks mit WordPress am besten funktioniert.

Weniger einfach war es anfangs einen Weg zu finden, wie wir die Themen festlegen und wer die Artikel schreiben soll. Schließlich sind wir kein Großunternehmen mit einer personell üppig ausgestatteten Kommunikationsabteilung. Wir riefen also erstmal eine Projektgruppe ins Leben, an der sich am Blog interessierte Kollegen aus allen Teams beteiligen konnten. So erhofften wir uns nebenbei eine Themenvielfalt, die die Arbeit und Inhalte aus allen comspace-Fachbereichen wider spiegelt. Mit einer Runde von ca. acht Mitarbeitern sind wir gestartet und trafen uns regelmäßig, um Themen für das Blog zu diskutieren, diese in einen Redaktionsplan zu überführen und eine Blog-Guideline zu erstellen.

Als professionelle Unterstützung holten wir uns den Social Media Berater Alex als freien Mitarbeiter an Bord, der seitdem hauptverantwortlich unser Blog betreut. Leider ließ mit der Zeit teilweise das Interesse, zum größeren Teil aber der zeitliche Spielraum vieler bisher beteiligter Kollegen der Projektgruppe nach, so dass die thematische Weiterentwicklung des Blogs sowie das Verfassen der Artikel seit gut zwei Jahren weitestgehend in der Hand von Alex und der Marketingabteilung liegen.

Trotzdem können und wollen wir nicht auf die Beteiligung unserer Fachkollegen verzichten, woraus sich folgende mehrgleisige Praxis für das Schreiben von Artikeln ergeben hat:

  • Kollegen aus unterschiedlichen Teams und auch der Geschäftsführung schreiben eigenständig Beiträge zu Expertenthemen, die direkt aus ihrem Aufgabenbereich resultieren.
    Es gibt nämlich durchaus Kollegen, die gerne Blogbeiträge schreiben, wenn sie als positive Konsequenz erfahren, dass sie damit gezielt Außenwirkung schaffen können. So beispielsweise unsere HR-Kollegin Sarah, die schon einige interessante Artikel zu aktuellen Entwicklungen im Bereich Personalmanagement beigesteuert hat.
  • Wir (Marketingabteilung) bereiten Beiträge zu interessanten Fachthemen aus unserem Dienstleistungsportfolio wie Content Management, Online-Marketing, Entwicklung oder IT vor, die wir im Anschluss mit den entsprechenden Fachkollegen abstimmen und auf inhaltliche Korrektheit prüfen lassen.
  • Dort, wo es um tiefer gehende fachspezifische und technologische Kenntnisse oder um besuchte interessante Veranstaltungen geht, fordern wir die entsprechenden Kollegen gezielt dazu auf, uns Stichworte zum Thema zu liefern und übernehmen dann im Ping-Pong-Abstimmungspiel die Ausformulierung der Artikel.

Denn: Themen zu recherchieren und gute Blogartikel zu verfassen ist natürlich zeitaufwändig (wenn auch lohnenswert). Diese Zeit aber können viele Kollegen in den Fachabteilungen neben ihrer täglichen Arbeit nicht aufbringen. Andere Kollegen wiederum sehen ihre Stärke nicht darin, Texte zu formulieren und wollen aus diesem Grund keinen Blogbeitrag schreiben, obwohl sie eine Menge interessantes Fachwissen vermitteln können. Mit der beschriebenen Vorgehensweise versuchen wir diese Experten-”Schätze” zu heben.

Gerne versuchen wir auch unsere Entwickler und IT-Experten davon zu überzeugen, dass sie nicht nur dann einen Artikel schreiben dürfen, wenn ihre Aussagen 105%ig abgesichert sind. Auch wenn die Angaben in diesen technischen Bereichen meist exakt überprüfbar sind, lässt der Charakter eines Blogs dennoch öffentliches Nachdenken und Mut zur Lücke bzw. Raum für Ergänzungen durch Leser zu.

Das Planen von Content ist mittlerweile gar nicht mehr so schwierig, wie wir anfangs gedacht hatten. Viele Themen wie interessante Projektlösungen, entwickelte Tools, Neuigkeiten aus unseren Agenturteams und besuchte Messen, Events und Fortbildungsveranstaltungen etc. ergeben sich fortlaufend aus unserem Agenturalltag. Weitere Impulse geben neue Dienstleistungen und Technologien aus dem Hause unserer Partner sowie interessante Online-Marketing-Trends. Wobei wir immer versuchen darauf zu achten, dass die Beiträge unseren Lesern Mehrwert und weiterführende Informationen zum Thema bieten.

Unser Tipp: Planen Sie nicht zuviel. Lassen Sie sich auf tagesaktuelle Themen ein.

Entwicklerbüro comspace (c) Andreas Frücht
Entwicklerbüro comspace (c) Andreas Frücht

Das Blog als Zentrum unserer Unternehmenskommunikation

Mittlerweile übersteigen die monatlichen Besuche auf unserem Blog immer häufiger die auf unserer Website, womit der Blog seine Position als Zentrum der Unternehmenskommunikation behaupten konnte. Das bedeutet für uns konsequenterweise: Die Blogthemen bestimmen auch unsere Kommunikation in den anderen Kommunikationskanälen.

Die gezielte Verknüpfung der Blog-Themen mit unseren Website- und Newsletter-Inhalten, der Presse- und Medienarbeit sowie unseren sozialen Kanälen trägt zu einer integrierten Unternehmenskommunikation und einer hohen Reichweite in unseren Zielgruppen bei. Umgekehrt werden auf der Website angeteaserte Inhalte oder in Pressemitteilungen kommunizierte Nachrichten im Blog aufgegriffen und mit weiterführenden Informationen oder technischen Details vertieft. So schaffen wir eine medienübergreifende konsistente Kommunikation und holen unsere Zielgruppen an den verschiedenen Kontaktpunkten ab.

Ein Beispiel: Im Auftrag der Neuen Westfälischen, der führenden Zeitung in Ostwestfalen-Lippe, und des lokalen Radiosenders Radio Bielefeld haben wir die “Bielefeld 360 Grad” App entwickelt, die einen digitalen Rundgang mit Panorama-Ansichten durch die Stadt bietet. Über die Entwicklung der App informierten wir in einer News auf unserer Website. Parallel bzw. nach und nach veröffentlichten wir in unserem Blog mehrere Beiträge mit Hintergrundinformationen zur App, z.B. über die technische Entstehung sowie zum Thema Panoramafotografie. Zeitgleich stellte die Neue Westfälische die App in einer groß angelegten Artikel-Serie vor, die mit einem Interview mit unserem Entwickler-Team startete.

 Neben dem Vorteil der Wiederverwertbarkeit von Inhalten schaffen wir im Blog einen hohen Informationsgehalt gegenüber unseren Kunden, Partnern und Interessenten. Wenn wir dann nebenbei auch noch den einen oder anderen Follower in unseren sozialen Netzwerken gewinnen oder über die Kommentarfunktion mit anderen Experten ins Gespräch kommen, ist schon viel erreicht.

 Unser Fazit aus drei Jahren Corporate Blogging in 10 Punkten

  1.  Einen corporate Blog zu betreiben ist nicht so schwer wie viele meinen. Es steckt viel Arbeit darin, die sich aber schnell auszahlt im Sinne von Reichweite und Vernetzung mit anderen Blogs und Bloggern, Influencern, Kunden und Partnern.
  2. Es ist wichtig, den Sinn des Blogs auch intern zu verdeutlichen und möglichst viele Mitarbeiter in die Blogarbeit einzubeziehen. Daraus ergibt sich eine “Win-Win-Situation”: einerseits profitiert das Blog von den Experteninhalten und die Beteiligung verschiedener Autoren machen das Blog vielfältiger, persönlicher und authentischer. Andererseits profitieren die bloggenden Kollegen von der Plattform, indem sie sich mit ihrer subjektiven Perspektive auf die Fachthemen positionieren können.
  3. Der Blog ist eine optimale Plattform für Content, der aufgrund seiner Aktualität, Themenvielfalt und -tiefe weder auf der Corporate Website noch auf anderen Kanälen Platz findet – ob es um detaillierte Fachbeiträge oder um kurze Insights hinter die Kulissen des comspace Alltags geht.
  4. Regelmäßige Postings gehören zu den Erfolgsfaktoren eines Blogs. Wir haben uns vorgenommen, mindestens einen Artikel pro Woche zu veröffentlichen und können aus unserer Erfahrung sagen, dass das gut realisierbar ist. Was nicht heißt, dass wir nicht auch mal eine Woche aussetzen und dafür in anderen Wochen 2-3 Artikel erscheinen.
  5. Themen mit “Verfallsdatum” wie Berichte über Messen, Fortbildungsveranstaltungen oder erhaltene Auszeichnungen müssen kurzfristig bearbeitet und veröffentlicht werden. Dies zeitnah hin zu bekommen, ist auch für uns nicht immer ganz einfach. Mit einem allgemeingültigen und auch langfristig nützlichen Fazit kann man diese Gefahr aber entschärfen.
  6. Haben wir viel inhaltlichen Input für ein Thema, setzen wir darauf, statt eines sehr langen Artikels das Thema zu strukturieren und mehrere kürzere Beiträge einzustellen. So entsteht schnell mal eine ganze Blogserie, die u.a. positive Auswirkung auf die Google-Suchergebnisse haben kann.
  7. Blogartikel müssen nicht immer lang sein, um den Lesern einen Nutzen zu bieten. Dies zeigt u.a. der kürzeste unserer Beiträge, der immer wieder Spitzenreiter in unserer Statistik der meist gelesenen Artikel ist.
  8. Bloggen erhöht die Sichtbarkeit bei Google und verschafft relevanten Themen und Keywords mehr Reichweite.
  9. Webanalysen unseres Blogs zeigen, dass für unsere Leser nicht unbedingt die aktuellsten Artikel die bedeutsamsten sind, sondern oft Beiträge, die konkrete Lösungen für ein Problem aus dem Arbeitsalltag anbieten. Hier ein paar entsprechende Beispiele aus unserem Blog:
    Google Disavow-Tool zur Abwertung von Links
    Website-Geschwindigkeit – was ist langsam und vor allem was ist schnell?
    Wie erkenne ich wann der Googlebot eine Website gecrawlt hat
  10. Wir probieren immer mal wieder neue Beitragsformen aus, wie z.B. Interviews, Infografiken oder How to’s. Zum Thema “Familienfreundlicher Arbeitgeber” haben wir außerdem erste Erfahrungen mit einer Blogparade gesammelt und uns über die vielen Beiträge aus verschiedenen Perspektiven zu dem Thema gefreut.

Wichtigstes Fazit:

Stellen Sie sich bei jedem Blogbeitrag die Frage: Welchen Nutzen oder Mehrwert erhalten Ihre Leser_innen durch den Beitrag?

Wir sind gespannt auf Ihre Erfahrungen und Tipps zum Thema Corporate Blogging und freuen uns auf Kommentare und Anregungen!

Im Folgenden lesen Sie weitere spannende Beiträge auf anderen Blogs, die zur Blogparade #cmcb15 eingereicht wurden. Weitere werden folgen:

19. Corporate Blog eu: Gegen Bleiwüsten in Corporate Blogs
18. newmediapassion: Corporate Blogs und warum sie so wunderbar auf die Unternehmensziele einzahlen
17. toushenne: Robert Weller: Der ROI meines Blogs und warum alle Blogger eigentlich Unternehmer sind
16. Social Media Doktor: Warum Corporate Blogs großes Potential für das Content Marketing haben 
15. Babak Zand: Wie  mir das Bloggen beim Studium hilft
14. Comspace: Alex Kahl: 10 historische Beispiele für Content Marketing
13. Conpublica: Zwei Blogs und zwei Zielsetzungen für eine Content Marketing Strategie
12. Media Scale Blog: 500 mal Klartext
11. Das Salesforce Blog: Balancieren für das Unmögliche
10. Gerstelblog: Warum hier ein kleines Autohaus bloggt
 9. Isabel Anger: Das innolab bloggt
 8. Mondpropaganda: Blogparade: Content-Marketing und Corporate Blogs
 7. Steadynews: Eva Ihnenfeldt: Corporate Blog oder warum die Steadynews so wichtig sind
 6. Nachhaltigkeitsblog: Herwig Danzer: Content-Marketing und Corporate Blogs 2015 – 10 Jahre Nachhaltigkeitsblog
 5. We love Content: Mira Beißwenger: Corporate Blog: Digitaler Geschichtenerzähler
 4. Meike Leopold: Starttalking: Bloggen: Viel mehr als einfach nur Content
 3. Blog der Akademie Wildner AG: cmcb14 Corporate Weiterbildungs-Blog
 2. Tom Lutz’s Blog: Das Unternehmen als Medium
 1.  Recrutainment Blog: Content Marketing, Storytelling, Long Tail of Information … Und was Twitter dabei leisten kann

10 historische Beispiele für Content Marketing #cmcb15

Bereits vor einiger Zeit hatte ich einen unserer Fachartikel herausgefunden, dass nicht etwa John Deere der erste große Wurf in Sachen Content Marketing war, wie es US-Kollegen immer gerne auf 1895 datieren, sondern unser Bielefelder Traditionsunternehmen DrOetker war 1891 mit Content-Marketing schon deutlich früher dran.

In der Zwischenzeit habe ich mich mehr und mehr in das Thema Content Marketing eingearbeitet und bin dabei auf einige weitere interessante historische Fallbeispiele gestoßen, von denen ich Ihnen hier im Rahmen von Klaus Ecks Blogparade #cmcb15 zum Thema Content-Marketing und Corporate Blogs etwas mehr erzählen möchte. Auf das Thema Corporate Blogs werden wir noch etwas genauer in späteren Beiträgen eingehen.

Historisches Content-Marketing

Wenn man Trends und Neuentwicklungen bewerten und entdecken möchte, ist es meiner Erfahrung nach immer eine ganz gute Idee erstmal in die Vergangenheit zu schauen. Was hat sich schon bewährt? Welche Fehler haben andere gemacht? Welche Erfolge aus der Geschichte lassen sich auf heutige Vorhaben übertragen?

(c) HOLSTE-Gruppe Bielefeld
(c) HOLSTE-Gruppe Bielefeld

Kaiser Natron – ein weiteres Beispiel aus Bielefeld

Einsteigen möchte ich mit einem – Taadaa – weiteren Beispiel aus Bielefeld. Und zwar von der Firma Holste, die den Kaiser Natron herstellt. Mit der Vermarktung von Pulvern aller Art kennen wir uns hier in Bielefeld ganz besonders gut aus:)

Kaiser Natron – auch als Natriumhydrogencarbonat bekannt – wird bereits seit 1881 in Bielefeld hergestellt. Sehr früh begann man bei der Firma Holste ebenfalls wie Dr. Oetker damit, Anwendungstips, Rezepte und Anregungen auf die Verpackungen zu drucken. Ob damit bei Holste noch früher als bei Dr.Oetker mit dieser Form des Content Marketing begonnen wurde, konnte ich nicht herausfinden. Wohl aber entdeckte ich vor kurzem im historischen Museum eine außergewöhnliche Form des Content Marketing:

Im Zweiten Weltkrieg riet einer der aufgedruckten Anwendungstips auf Kaiser Natron Tütchen dazu, bei Bombenangriffen dem Löschwasser Kaiser Natron beizugeben, um damit die Löschwirkung zu erhöhen. In wieweit das tatsächlich stimmt, kann ich nicht nachvollziehen. Da aber Natriumhydrogencarbonat in Kombination mit Säure wie z.B. Essig Kohlendioxid erzeugt, könnte tatsächlich etwas dran sein.

342

Nichtsdestotrotz: Aus Marketingsicht durchaus geschickt: Die Kunden erhalten eine weitere Anwendungsmöglichkeit, Sicherheit ist immer ein wichtiges Thema und somit wird die Nutzung des Produkts intensiviert und Umsätze nach oben getrieben.

Der Guide Michelin

CC BY-SA 3.0 Trou Wikipedia
CC BY-SA 3.0 Trou Wikipedia

Ratgeber zum Reifenwechseln, Standorte von Werkstätten und wichtige Points of Interest wie Bahnhöfe, Apotheken und Hotels führte der erste Guide Michelin der gleichnamigen Brüder 1900 auf. Damals brachten Sie das Heftchen für gerade mal 3000 Autofahrer in Frankreich heraus. Damit brachten Sie nicht nur ihr eigenes Produkt – die Reifen – in den Fokus, sondern auch die Technologie Automobil weiter voran. Als 1923 dann die ersten Restaurantempfehlungen erschienen, lieferten die Michelins ihren Kunden Gründe und Anregungen die Michelin-Reifen fleißig abzufahren. Mehr zum Guide Michelin im Kontext Content-Marketing lesen Sie bei Kircher-Burkhardt.

Die Soap Operas

Soap Operas müssten eigentlich Frühstücksflocken-Oper heißen, denn die erste Radio-Serie mit Sponsor mit dem Titel „Betty and Bob“ lief 1932 auf NBC und wurde vom Cerealien-Hersteller Generell Mills unterstützt. Erst am 14.August 1933 startete mit „Ma Perkins“ die erste Radio Unterhaltungsserie, die vom Seifenhersteller Procter & Gamble präsentiert wurde und damit dem Format Soap Opera ihren Namen gab. Ob in diesen Sendungen regelmäßig auf die Produkte der Sponsoren hingewiesen wurde, weiß ich nicht – nichtsdestotrotz handelt es sich bei den Produkten um Content-Marketing, denn auch Unterhaltung, die eine positive Verbindung zum präsentierenden Unternehmen herstellt, kann als solches bezeichnet werden.

Product-Placement in Filmen

Ebenfalls in den 1930er Jahren begannen Filmproduzenten damit, ihre Produktionskosten damit zu senken, dass Produkte in die Handlung der Filme eingebaut und gezeigt wurden und die Hersteller der Produkte einen Zuschuss zum Film bezahlten. Wikipedia nennt als frühestes Beispiel für Product Placement den Alfa Romeo von Dustin Hoffman im Film Die Reifeprüfung von 1967. Ein erstes Beispiel mit Zahlen sind dann die Schokolinsen von Hershey’s aus E.T. Der Außerirdische deren Absatz sich nach dem Film um 60-75% gesteigert haben soll. Bogners Film Fire and Ice aus den 80ern ist mir auch noch ein Begriff. Hier wurde ein ganzer Kinofilm inszeniert, um Skimode zu verkaufen. Übrigens: Eine der aktivsten Industrien in Sachen Product Placement in Filmen und neuerdings Computerspielen ist die Waffenindustrie in den USA. Im Unterhaltungskontext werden Produkte in Aktion gezeigt, ein Image und ein Wert transportiert, die später bei einer Kaufentscheidung zum Tragen kommen.

Die Werbeanzeige mit mehr Inhalt als Werbung

Diese erste Anzeige von David Ogilvy (der auch als Vater der Werbung bezeichnet wird) als Chef seiner eigenen Agentur zeigt Content Marketing in Reinform. Nicht das Produkt – Guiness Bier – wird beworben, sondern dem Kunden werden interessante Informationen über Austern angeboten, zu denen dann die Brücke geschlagen wird, dass sie zufälligerweise gut mit Guiness schmecken:

Ogilvys-Guiness-Guide-to-Oysters

Content-Produkt weit ab vom Hauptprodukt

Und noch einmal Guiness. Diesmal als Guiness Buch de Rekorde. 1955 wurde das erste Guiness-Buch durch die Brauerei in Auftrag gegeben. Laut Wikipedia mit dem Ziel, den Bierkonsum durch die Wettleidenschaft der Biertrinker anzukurbeln.

Zur Meisterschaft hat dieses Prinzip heute natürlich Red Bull gebracht, das zwar noch Energydrinks verkauft, aber eigentlich sein eigenes Sportevent- und Medien-Imperium ist.

Just do it: Dem Kunden etwas verkaufen, für das er mein Produkt kauft

Genau das hat Bill Bowerman getan. Zunächst hat er für Blue Ribbon Sports das Produktdesign gemacht und sich um Verbesserungen bei den Sportschuhen gekümmert. Dann beobachtete er in Neu Seeland eine Joggergruppe und überlegte sich eine Strategie, wie er Jogging in den USA populär machen könnte. Denn: Mehr Leute die joggen bedeuten auch mehr verkaufte Schuhe. Also gab Bowerman 1966 zusammen mit dem Herzspezialisten Waldo Harris eine zunächst 3-seitige später 19-seitige Broschüre mit dem einfallsreichen Titel „Jogging“ heraus, die rasend schnell Verbreitung fand und die Joggingwelle in den USA auslöste.

Bowerman gab den Menschen nicht einfach neue Schuhe, er gab ihnen einen Grund, die Schuhe zu benutzen.

Ach ja: Die Schuhfirma heißt übrigens seit 1971 NIKE.

George Lucas drehte den Spieß um

A pros pos Filme: Star Wars gilt ja als DAS Paradebeispiel und Ursprung für Merchandising rund um Unterhaltungsprodukte. George Lucas verzichtete damals gegenüber 20th Century Fox auf einen Teil seiner Gage als Regisseur, erhielt dafür aber die Vermarktungsrechte für die Filmtrilogie. Was dann geschah wissen wir alle: Der Content – also die Filme – wurden zum initialen Treiber für den Verkauf „echter“ Produkte wie Actionfiguren, Kostüme, Tassen, Bettwäsche und Stormtroopers Keksdosen. Content-Marketing einmal anders herum.

Bildschirmfoto 2015-01-15 um 16.39.26

Sind Kundenmagazine dann eigentlich auch Content Marketing?

Oh ja! Selbstverständlich. Insbesondere die eher Branchenübergreifenden Magazine wie die Apotheken Umschau liefern den Kunden bsw. Informationen, über Produkte und die damit verbundenen Vorteile in Sachen Gesundheit, die eben nur bei den Apotheken zu erhalten sind. Das erste Apothekenmagazin erschien bereits 1925.

Allerdings waren die Apotheken damit nicht die erste Branche, die mit Kundenmagazinen auf sich aufmerksam machte, sondern – da kommen sie NIE drauf! – die Elektrizitätswirtschaft! Die musste sich als Junger Wirtschaftszweig gegen Gas und Petroleum durchsetzen und so erschienen 1905 die „Mitteilungen der Berliner Electricitäts-Werke“ (Wikipedia)

Gegenstände des täglichen Gebrauchs mit Werbebotschaften

Auch hier lässt sich ab einem gewissen Grad von inhaltlicher Tiefe von Content Marketing sprechen. Nehmen wir hier als letztes Beispiel den Taschenwerbekalender denn der wurde 1902 ebenfalls in Bielefeld erfunden. Friedrich Wilhelm Eilers, ein gelernter Buchbinder gründete aus der seit 1820 bestehenden Buchbinder- und Druckereifamilie heraus Spezial-Fabrik für vornehme Reklame. Bereits 1905 hatten die Taschenkalender mit Werbedruck ihren Durchbruch geschafft.

Der Klassiker im Kalendercontentmarketing sind und bleiben natürlich die Abreißkalender mit den oft despektierlich als solche bezeichneten Kalendersprüchen 🙂

In diesem Sinne verweise ich an dieser Stelle noch auf Andreas Graap und seine 10 Weisheiten von Goethe zum Content Marketing 🙂

Welche Beispiele für Content Marketing aus vergangenen Tagen oder der ausgefallenen Art fallen Ihnen noch ein? Wir freuen uns auf ergänzende Kommentare.

Hier die weiteren Beiträge zur Blogparade #cmcb15:

Das schöne an Blogparaden sind die vielen verschiedenen Perspektiven, aus denen ein Thema beleuchtet wird. Aus unserer eigenen Blogparade zum Thema Familienfreundlicher Arbeitgeber ist ein fast 70-seitiges PDF geworden, das Ole Wintermann zu der Frage veranlasste, „ob nicht vielleicht mit Hilfe der interessierten Crowd solche Handlungsempfehlungen grundsätzlich sehr viel schneller, praxisorientierter und vielfältiger (und auch kostengünstiger) zusammengestellt werden können“ (als durch Studien bsw.).  

Damit Sie sich bereits zu diesem Zeitpunkt tiefer in die unterschiedlichen Sichtweisen zum Thema Content Marketing einlesen können, hier nur die weiteren Einreichungen, diverser anderer Blogs mit sehr spannenden Einblicken. Weitere werden folgen:

Unser Fairphone ist da!

Gestern drückte mir unser Chef mit den Worten „Schau mal rein!“ einen hübschen, handlichen Pappkarton in die Hand. Ich klappe die Verpackung in Erwartung einer verspäteten Weihnachtsschokolade auf und mich lacht ein Fairphone  an.

„Danke! Das wäre aber echt nicht nötig gewesen! ;)“ ist das einzige was mir einfällt. „Gerne. Ist aber auch kein Geschenk, sondern unser Fairphone Testgerät. Ich dachte mir, wenn wir schon ein aktuelles Android-Gerät anschaffen, um Entwicklungen darauf zu testen, dann doch auch richtig.“

Fairphone

Ersteindruck zum Fairphone

Und so kann ich heute mal ein wenig mit einem der ersten von insgesamt 11.000 Fairphones herumspielen, die Anfang des Jahres ausgeliefert wurden. Das Fairphone ist ein Smartphone auf Androidbasis (die Anpassungen an das Betriebssystem stammen von den portugiesischen Entwicklern Kwamecorp). Entwickelt von einem holländischen Team mit nichtmal 20 Mitarbeitern. Im Rahmen eines Crowdfunding-Projektes wurden  25.000 Bestellungen für das Fairphone vorab eingesammelt und bezahlt, bevor die Produktion losging.

Das erste was auffällt: Im Karton aus recycelter Pappe liegt nichts überflüssiges. Auf Headset und Netzteil haben die Macher verzichtet, da diese Zubehörartikel bei vielen Kunden bereits zur Genüge vorhanden sind. Dank dem Standard microUSB-Anschluss reicht also ein Griff in die randvolle Kabelschublade und das Fairphone lädt zum ersten Mal.

Fairphone-ohne-Netzteil

Praktisches Feature sowohl zum Testen als auch für den internationalen Einsatz ist der doppelte SIM-Karten-Slot. Das Telefon lässt sich also mit 2 Karten betreiben.

Social Content Marketing im Karton

ich gehöre nicht unbedingt zu den Menschen, die Handbücher oder Beipackzettel lesen. Beim Fairphone mache ich da eine Ausnahme: Die beigelegten Postkarten erklären nicht nur technische Features wie Dual-SIM und das fehlende Netzteil, sondern geben Anregung einen Urban Mining Workshop zu starten, stellen einen Chip im Innern des Fairphones vor, der Tantalum enthält, das aus dem Coltan-Erz gewonnen wird, das wiederum in den kongolesischen Minen Mai Baridi, Kisengo und Luba gefördert wird.

Fiarphone-Chip-Herkunft

Kochrezept zum Produkt.

Das Fairphone wird vom Fertigungspartner Chanhong im chinesischen Chongqing zusammen gebaut. Auf einer der beiligenden Karten wird die Gegend des Produktionsstandortes für die besten Diskos Chinas und seine scharfe Küche gelobt. Damit man das als Kunde auch etwas davon nachvollziehen kann, wird auf der Karte ein Kochrezept für einen scharfen Eintopf mitgeliefert 🙂 Schöne Idee. Globalisierung mal anders.

Fairphone-Kochrezept

Hoffentlich macht das Beispiel Schule. So bringt man als Hersteller dem Kunden nicht nur das reine Produkt näher, sondern auch was dahinter steht. Mich erinnert das ganze ein wenig an die Edelsparte AMG von Mercedes-Benz, wo jeder Motor persönlich von nur einem Mitarbeiter zusammen gebaut und signiert wird.

Das Storytelling wird sogar im Produkt weitergeführt

Selbst der Akku stellt sich persönlich vor und die schwere Aluminium-Rückenabdeckung hat eine Geschichte zu erzählen. Ein Produkt an dem es so viele liebevolle Details zu entdecken gibt macht einfach Spaß:

Fairphone-Akku-Abdeckung

 

Das Fairphone ist fast 1cm dick und 163g schwer

Das erste In-die-Hand-nehmen offenbart das fast einen Zentimeter dicke Gehäuse, das mit recht schweren 163 Gramm erstaunlich gut in der Hand liegt und sich sehr hochwertig und stabil anfühlt. „Rocksolid“ wie der Amerikaner sagen würde. Ich fühle mich spontan an mein gutes, altes Nokia 7650 erinnert, nur ohne die Aufschiebe-Funktion natürlich. Im Zweifelsfall kann man das Fairphone sicherlich auch zur Selbstverteidigung einsetzen 😉 Aber Spaß bei Seite: Die Haptik hinterlässt einen durch und durch positiven Eindruck.

Fairphone-Seite
Man könnte das Fairphone auch den Orca-Wal unter den Smartphones nennen 😉

Die Dicke des Gehäuses ist der Idee geschuldet ein Gerät zu bauen, das möglichst gut zu reparieren ist. Die Glasscheibe des japanischen Herstellers Asahi und das Display sind nicht verklebt. Im Falle eines Schadens muss also nur eine Glasscheibe und nicht ein elektronisches Bauteil ausgetauscht werden. Nachhaltig und preiswerter.

Was kann das Fairphone?

Für 325,- EUR bekommt man ein vor allem gutes Gewissen:
Die Rohstoffe für das Gerät – wie z.B. Lötzinn aus Indonesien oder Kobalt aus Sambia und der DR Kongo stammen aus konfliktfreien Minen. Ein Teil des Kaufpreises fließt in soziale Maßnahmen im Produktions-Ablauf, Rohstoffbeschaffung und Recycling. Man sendet das klare Signal an andere Hersteller: Kümmert Euch um bessere Arbeitsbedingungen und Umweltschutz. Wir sind bereit dafür mehr zu bezahlen. Fairphone ist ein „Social Business“ und arbeitet an den Produktionsstandorten bsw, mt Solutions for hope zusammen, lässt die Arbeiterrechtsorganisation TAOS die Fertigung überwachen, Profit ist kein Unternehmensziel, die erzielten Gewinne werden investiert um die Arbeitsbedingungen beim Abbau der benötigten Rohstoffe zu verbessern.

Positiver Augenöffner 

Das Fairphone ist ein politisches Produkt, das uns auf positive Weise – dadurch was in der Produktion richtig gemacht wird – vorführt, was in der konventionellen Elektronik-Industrie im Argen liegt und wie es anders gehen kann.

Eine Aussage dazu hat „Der Westen“ erhalten, die einen Einblick in die Arbeitsbedingungen gibt:

Der Arbeitstag in der Produktionslinie der Fairphones soll kürzer sein als in den Konzern-Fabriken. „Die Arbeitszeit wird 60 Stunden pro Woche nicht übersteigen“, so Wernink, „und nach sechs Arbeitstagen haben die Beschäftigten mindestens einen Tag frei.“ Allerdings räumt sie ein: „Die Arbeitszeit auf das legale Maß von 49 Stunden zu reduzieren, ist gegenwärtig unrealistisch.“ Mehr als 49 Stunden pro Woche erlaubt das chinesische Arbeitsgesetz eigentlich nur in Ausnahmefällen. Aber viele Fabriken halten sich nicht an diese Regel.

Wie fair sind die neuen Fairphones wirklich? | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/panorama/wie-fair-sind-die-neuen-fairphones-wirklich-id8840371.html#plx722693417

Die Produktentwicklung und Produktion werden im Blog des Unternehmens offen gelegt und zeigt, dass nicht nur Weltkonzerne – sondern auch ein kleines Team ein Smartphone entwickeln und produzieren kann.

Auf dem Telefon ist mit „Peace of Mind“ sogar eine Anwendung vorinstalliert, die dazu animiert das Produkt weniger zu benutzen:

Fairphone-Piece-of-Mind-App

Dabei sind 25.000 Einheiten bei insgesamt 1 Millarde jährlich produzierter Smartphones die unterste Grenze des Machbaren, wie die ZEIT in ihrem Artikel zum Fairphone berichtet. Ich habe keinen Vergleichswert finden können, vermute aber, dass bei einer deutlich höheren Produktion im 6-stelligen Bereich der Preis massiv sinken dürfte.

22 Euro des Kaufpreises kommen der Nachhaltigkeit zu Gute, die gesamte Kostenverteilung wird transparent aufgeschlüsselt:

Infografik zur Kostenverteilung beim Fairphone
Kosten-„fair“-teilung beim Fairphone. So sieht Transparenz aus!

Fairphone Fazit

Für diesen Preis gibt es definitiv bessere Smartphones. Ein Beispiel: Die Kamera unseres Modells hat ebenfalls den leichten Rotstich, der auch im Testmodell bei heise bemerkt wurde. Gefühlt liegt die Kameraqualität in etwa im Bereich meines 3 Jahre alten HTC Sensation. In Benchmark-Tests liegt das Fairphone in etwa um Faktor 4 hinter dem Google Nexus 4 zurück, wie golem.de heraus gefunden hat.

Darüber lässt sich bei diesem Gadget gewordenen Statement aber durchaus hinweg sehen. Ich denke das Fairphone ist ein richtungsweisendes Signal an die Industrie, dass es durchaus Kunden gibt, denen nicht nur technische Daten, Inovationen und pure Leistung wichtig sind.

Den selbstauferlegten Bildungs-Auftrag, über die Herkunft und Herstellung eines so komplexen Produktes zu informieren hat Fairphone in meinen Augen jedenfalls erfüllt.

Wieviel tatsächlich noch zu tun ist, bis sich Elektronik-Produkte wirklich als fair bezeichnen dürfen, zeigt der deutlich kritischere und hervorragend detaillierte Artikel des Blogs faire-computer. Dort bin ich auch auf die Faire Computermaus von Nager-IT gestoßen.

Ich bin gespannt, was unsere Entwickler vom Fairphone halten werden und ob sich „unter der Haube“ noch weitere Besonderheiten feststellen lassen.

Die Website als Zentrum Ihrer Social Media-Strategie – dmexco Vortrag Sitecore Experience Lounge

Solar System Cake (c) by thecakecow

Stellen Sie sich den Weltraum vor. Irgendwo im Universum des Webs gibt es ein (im Vergleich zum großen Ganzen) kleines Sonnensystem, das Ihre Kommunikationskanäle repräsentiert. Um das Zentrum rotieren Content-Planeten wie Twitter, Facebook, YouTube, XING, Pinterest und was immer sonst Ihr Unternehmen zur Verbreitung von Inhalten nutzt, um die Kunden zu begeistern und neue Leads und Geschäftsabschlüsse zu erzeugen.

Solar System Cake (c) by thecakecow
Solar System Cake (c) by thecakecow

Die Weite des Web-Universums

Schauen wir uns einfach mal ein paar Zahlen zum Web an, die uns ein Gefühl dafür geben, in welchen wortwörtlich astronomischen Bereichen wir uns eigentlich bewegen (Quelle seo-united.de):

  • 246 Millionen Domain-Registrierungen
  • 634 Millionen Webseiten
  • 15 Millionen .de Domains
  • 1,1 Milliarden Besucher auf Facebook monatlich
  • 2,7 Milliarden Facebook Likes täglich
  • 175 Millionen Tweets – ebenfalls täglich
  • 1,2 Billionen Suchanfragen bei Google
  • 5 Milliarden Instagram Fotos insg.
  • 1 Milliarde Views auf „Gangnam Style“

Unsere Aufgabe im Online Marketing besteht unter anderem darin, aus diesem Wust an Interaktionen und den Aufmerksamkeitspartikeln im Web einen kleinen Teil der potenziellen Kunden auf unsere Inhalte zu ziehen.

Die einzelnen Bestandteile unserer Online-Sternen-Systeme sind dabei so individuell wie Ihre Kundenstruktur oder Ihr Produktportfolio. Jeder „Social-Web-Planet“ funktioniert nach seinen eigenen Naturgesetzen, zieht seine eigene Zielgruppe an und hat seine eigenen Regeln für die Darstellung von Inhalten. Doch eines haben alle gemeinsam: Sie drehen sich um das Zentrum Ihres Webauftritts:

Ihre Website im Zentrum der Social Media Strategie

Ob Sie eine einzelne Firmen-Website haben, einen umfangreichen Shop, ein internationales Netzwerk aus Brand-Pages oder eine Kunden-Community: Auf Ihrer Unternehmens-Website laufen alle Ihre Kommunikations-Fäden und Interaktionen zusammen. Hier werden Unternehmensinformationen, E-Commerce-Angebote, Micro- und Landingpages angeboten und internationale, multilinguale Produkt-Informationen verwaltet. Von hier gehen alle inhaltlichen und geschäftlichen Impulse aus. Hier legen Sie weitestgehend die Regeln und Naturgesetze fest.

Und: Die Website hat wie die Sonne im Zentrum eines Sternensystems eine eigene Anziehungskraft.
Dabei ist es prinzipiell gleich, mit welchem System die Seite betrieben wird. Unsere konkreten Einsatz-Beispiele demonstrieren wir weiter unten am von uns angebotenen Sitecore CMS.

Ihre Website zieht nicht nur Besucher an. Sondern auch die bestehenden Mitarbeiter und neue Bewerber, Lieferanten und Geschäftspartner. Kunden-Feedback, Service-Fragen und Kommentare. Direkte Käufe oder Konversionen wie Newsletter-Anmeldungen oder Bestellungen von Whitepapern.

Diese Anziehungskraft kann auf unterschiedliche Art erzeugt werden:

  • Durch schiere Größe und Bekanntheit – dies trifft besonders auf klassische Marken wie Coca Cola, Nike u.a. zu
  • Durch einzigartige Funktionalität – an diesem Punkt befindet sich bspw. Google
  • Weil „alle anderen auch da sind“ – siehe Facebook
  • Durch gezieltes Decken bestimmter Zielgruppen-Bedürfnisse
  • Durch lehr-, hilfreiche und unterhaltsame Inhalte

Doch was baut diese Anziehungskraft überhaupt auf?

Neben der Markenbekanntheit, USPs und einzigartigen Funktionalitäten greifen viele Eigenschaften ineinander, um eine hohe Anziehungskraft für Ihren Web-Fixstern aufzubauen.

Die zentrale „Masse“ aus der sich alles zusammensetzt ist: Content. 

Auf der Meta-Ebene besteht Content ganz einfach aus Text, Zahlen, Bildern, Audio und Video. Im Detail gibt es vermutlich so viele feine Abstufungen und Abgrenzungen zwischen Inhalten, wie es Sterne im Universum gibt.

Zunächst sollte der Content natürlich auf Ihre Marke und Ihre Produkte abgestimmt sein. Die Inhalte erklären wofür Ihre Marke steht, wie und warum Ihre Produkte und Leistungen für Ihre Kunden hilfreich und begehrenswert sein können. Unterhaltungswert und Mitmach-Faktor sorgen dafür, dass Kunden sich einbringen, Inhalte weiter verteilen und Ihnen Feedback geben. Ihr Umgangston und das „Ambiente“ der Inhalte sorgt für eine emotionale Anziehungskraft: Wenn Sie in der Healthcare-Branche arbeiten, vermitteln Ihre Inhalte natürlich eine andere Gefühls- und Werte-Welt als bspw. die eines Tourismusunternehmens oder Lebensmittelherstellers.

Die Art der Veröffentlichung und Verteilung von Inhalten wirkt sich ebenfalls auf seine Anziehungskraft aus. Ihr Content sollte natürlich so lange wie möglich „wirksam“ bleiben. Demnach macht es in vielen Fällen Sinn, Inhalte in kleinere „Happen“ aufzuteilen und episodisch zu veröffentlichen, um die Erwartung beim Adressaten zu erhöhen und regelmäßig neues „Futter“ zu liefern.

Dabei macht es Sinn, unterschiedliche Kanäle auf unterschiedliche Arten zu nutzen. Bietet sich Twitter bspw. an um Multiplikatoren, Medienvertreter und Experten Ihrer Branche direkt anzusprechen, ist Facebook möglicherweise eher der direkte Weg zum Endkunden. Sogar eine mehrstufige Verteilung ist denkbar:

  1. Veröffentlichung eines Blogbeitrags
  2. Diskussion des Beitrags auf Facebook mit der Zielgruppe
  3. Zusammenfassung der Erkentnisse in einem Artikel auf der Website
  4. Verbreitung der komprimierten Erkenntnisse auf der Website via Twitter und Google+

Mit die wichtigste Eigenschaft von anziehendem Content sind die Alltagstauglichkeit für den Kunden, leichte Auffindbarkeit und Teilbarkeit und nicht zuletzt persönliche Ansprache und Spaß. Dann lassen sich die erstrebenswerten Effekte erzielen:

Welche Ziele soll anziehender Content erreichen?

Natürlich gibt es zahllose KPI, Messfaktoren und Erfolgsindikatoren, die in unterschiedlichen Abstufungen ausgewertet und erreicht werden können. Zur einfacheren Verdeutlichung möchte ich diese 5 Kern-Ziele anführen:

  • Besucher auf Website bringen
  • Besucher dort halten
  • Anfragen, Feedback, Konversion erzeugen
  • Besucher zum Teilen inspirieren
  • Zu Rückkehr & Empfehlung animieren

Wie wird solcher Content erzeugt?

Auch hier könnte ich mehrere Artikel über die Planung und Erstellung von Content für die verschiedensten Zielgruppen, Kanäle und Branchen schreiben  (bei Bedarf tue ich das sogar sehr gerne! Einfach einen kurzen Kommentar hinterlassen, welches Themengebiet Sie besonders interessiert) – heute möchte ich mich auf 7 zentrale Punkte konzentrieren:

  1. Was sollen die Kunden tun?
  2. Was müssen die dazu Kunden wissen und was ist darüber hinaus interessant / unterhaltsam?
  3. Wer sind die Kunden / Welche Personas sollen angesprochen werden?
  4.  Content-Strategie mit Veröffentlichungs-Plan erstellen – wann wird welcher Inhalt veröffentlicht, um was damit zu erreichen?
  5. Inhalte erstellen
  6. Promotion für den Content
  7. Messen, erforschen & weiter entwickeln

Erforschen & weiter entwickeln der Sitecore Website

An diesem Punkt kommen wir von einer sehr allgemeinen Sichtweise zur sehr speziellen. Es gibt dort draußen unglaublich viele Werkzeuge zum Monitoring, Analysieren und Reporting für Webseiten.

In diesem Beispiel fokussieren wir uns auf die Eigenschaften und Fähigkeiten unserer „Sonne“. Dem eingangs erwähnten zentralen Fixpunkt in unserem eigenen Web-System: Dem Enterprise CMS Sitecore.

Sitecore bietet eine exzellente Kombination aus Anbindungen an externe Kanäle, Auswertungs- und Test-Werkzeugen und Möglichkeiten neuen Content zu erstellen der individuell auf identifizierte Nutzergruppen zugeschnitten werden kann, bis hin zu persönlichen Individualisierbarkeit für einzelne Kunden.

Mit dem Digital Marketing System DMS lassen sich bsw. A/B-Tests durchführen, um verschiedene Darstellungsformen, Werbe-Grafiken, Call-to-Actions und Inhaltstypen auf ihre Wirkung zu testen. In Kombination mit Erkenntnissen über das Nutzerverhalten lassen sich Konversions-Raten und deren Qualität verbessern (bspw. durch Verringerung von Rücksende-Quoten).

Sitecore bringt in der Version 7 Werkzeuge mit, durch die sich bspw. Produkte, Leistungen und Inhalte in Item-Buckets individuell zusammenstellen und als ein kontextbasiertes Inhalte-Paket anbieten lassen. Ebenso können im Backend vom Produkt-Manager zusammen gestellte Suchen als SEO-optimierte und dynamische Landingpage erzeugt und mit Zusatzinformationen versehen werden. Content Boosting sorgt dafür, dass Premium-Inhalte Ihrer Webseite prominent dargestellt werden um bspw. dafür sorgen, dass Ihre Kunden stärker und länger mit Ihren Inhalten interagieren und letztlich die Konversionsrate erhöhen.

Wie bauen wir Anziehungskraft auf Social Web Kanäle auf?

Hierfür gibt es natürlich tausende Möglichkeiten. Die althergebrachte wäre Inhalte über RSS-Feeds in die eigene Seite zurück zu holen. Über APIs (so vom Social Web Dienst angeboten) können wir individuelle Anbindungen von Sitecore an Social Web Dienste bauen.

Die interessanteste und auch für Produktmanager, die mit Sitecore arbeiten recht einfach zu lösende Möglichkeit ist, individuellen Content an Nutzer auszuliefern – je nachdem woher diese Nutzer kommen. Ein Beispiel:

Unser (noch anoynmer) Nutzer kam über einen Link auf Facebook (den einer seiner Freunde dort geteilt hat) auf unsere Seite. Sitecore erkennt im Hintergrund, dass der Nutzer von Facebook kommt und zeigt anstatt der Standard-Begrüßung „Willkommen auf unserer Website“ – eine individuelle Meldung: Hallo Facebook Nutzer! Willkommen auf unserer Website. Werden Sie doch Fan unserer Facebook-Page!“ Gefolgt von einem Like-Button.

Der Nutzer klickt auf Like, wird unser Facebook-Fan und im folgenden Surf-Verlauf auf unserer Website können wir weitere Interaktionen anbieten, mit dem wir die Bindung des Nutzers erhöhen, sie oder ihn besser kennen lernen und immer persönlich relevantere Inhalte an den Nutzer ausliefern.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie sich für Sitecores Möglichkeiten interessieren!

Denn: Die eigene Website ist das Zentrum Ihres Web-Systems indem es Kunden anzieht, wie schon der gute alte Herr Newton wusste:

Gravitation ist nicht einfach eine gute Idee. Sie ist ein Naturgesetz.

PS: Und glauben Sie mir, als Social Media Manager und Fan des Social Web bin ich sogar ein bisschen wehmütig, einen Beitrag zu schreiben, der von meinem natürlichen „Lebens- und Arbeitsraum“ wegführt 😉 Aber die letzten 1 1/2 Jahre Arbeit bei comspace haben mir wieder vor Augen geführt, wie wichtig die eigene Webpräsenz auf lange Sicht ist, in der die eigenen Regeln gelten.

 

Content-Marketing gab es schon immer!

Die Geschichte des Content Marketings

68 Aussagen zum Thema Content-Marketing hat RankSider letzte Woche zusammen gestellt (Wir twitterten bereits darüber). Bei eingehender Betrachtung der zahlreichen Zitate und Ausführungen fällt v.a. eine Aussage besonders auf:

Content-Marketing gab es schon immer!

Content Marketing umfasst im Prinzip alle Maßnahmen, die nicht direkt auf das Bewerben eines Produkts abzielen, sondern eher Interesse des Kunden wecken, Mehrwert bieten oder die richtige Anwendung eines Produktes demonstrieren: Rezepte, Kundenmagazine, Newsletter, Workshops, HowTo Videos, Schulungen, Whitepaper, Infografiken, Geschichten, Berichte vom Einsatz eines Produktes usw. Content-Marketing meint also Inhalte zum Zwecke des Marketing einzusetzen. Der umgekehrte Einsatz – also Marketing für Content zu betreiben – wird als Seeding bezeichnet und muss nicht zwangsläufig einen faden Beigeschmack haben, wenn es ehrlich und aufrichtig betrieben wird.

Einige der interessanten Aussagen zu Content-Marketing aus den gesamten 68:

  • Guter Content ist immer die Voraussetzung für erfolgreiche Publisher
  • Google wird immer besser darin, guten von schlechtem Content zu unterscheiden
  • Content Marketing ist keine Kampagne, kein abschließbares Projekt, sondern dauerhaftes Vorgehen
  • Die Kanäle und Dienste nutzen, die auch die Zielgruppen nutzen
  • Guter Content ist langfristig interessant für die Zielgruppe
  • Die richtigen Inhalte für die Zielgruppe anbieten

Content Marketing sollte natürlich nicht das einzige Pferd sein, auf das gesetzt wird. Sowohl im Online- als auch im „Offline“-Marketing sollten weitere Maßnahmen je nach Projekt und Marketing-Ziel eingesetzt werden:

  • OnPage SEO / OffPage SEO
  • Bannerwerbung / AdSense
  • Social Media Marketing
  • Empfehlungsmarketing
  • E-Mail Marketing
  • Linkbuilding
  • Affiliate- und Partner-Programme

Wobei attraktive und interessante Inhalte, die für den Kunden auch unabhängig vom beworbenen Produkt von Nutzen sind, im Grunde immer die Basis darstellen um die o.g. Maßnahmen sinnvoll einzusetzen.

Content ist und bleibt eben King. Und wie lange schon zeigt diese Infographik von inboudVisibility:

Content Marketing ist nicht neu - Love your Content
Content Markting ist nicht neu Quelle: InboudVisibility

Content Marketing – The next big thing?

Ok, ich gebe zu: Die Überschrift ist ein bisschen arg reißerisch. Content Marketing hat es in unterschiedlichen Ausprägungen schon immer gegeben: Kundenzeitschriften, Advertorials, Informationssendungen usw. kann man auch als klassisches Content Marketing bezeichnen.

Die wesentliche Funktion von Content Marketing ist es, den Kunden zu informieren. Es geht weniger um werbliche Inhalte oder um die reine Produkt-Vorstellung, als dem Kunden zu zeigen, was er wie mit bestimmten Produkten oder Dienstleistungen tun kann.

Online Content Marketing

Bei diesem Blog handelt es sich bsw. ebenfalls um Content Marketing. Wir bieten Ihnen hier Informationen über unser Unternehmen, unsere Mitarbeiter, was uns beschäftigt und natürlich auch, was wir für Sie tun können. In manchen Beiträgen werden wir sicherlich auch einmal ein Produkt vorstellen, das Sie direkt aus diesem Blog heraus buchen können.

Unsere eigentliche Intention ist dabei viel mehr, Sie einen Blick hinter die Kulissen werfen zu lassen. Mit aktuellen, spannenden Inhalten – Content eben – möchten wir Ihnen zeigen, was wir alles für Sie tun können. Wenn Sie in diesem Blog etwas entdecken, bei dem Sie sich denken „Das können wir in unserem Unternehmen auch gut gebrauchen!“ Dann nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

Der Unternehmens-Content – das KnowHow zahlt somit direkt ins Firmen-Marketing ein.

Marketing für den Content

Der Begriff kann natürlich auch anders herum verstanden werden: Bestimmte Inhalte werden vermarktet. Marketing für den Content also. Das kann das persönliche Gespräch auf dem Messestand sein, bei dem Werbe-Unterlagen überreicht werden.

Ebensogut können Web-Services verwendet werden, um Online-Content in entsprechenden Kanälen zu bewerben.

Ob es sich dabei um digitalte Güter und Dienstleistungen oder auch kostenlose Materialien handelt, bei denen die Wertschöpfung erst später im Prozess entsteht ist dabei relativ unerheblich. Eines der wichtigsten Kriterien ist vielmehr die Conversion-Rate. Also wie viele der Menschen, die ein bestimmtes Angebot zu sehen bekommen, nehmen dieses Angebot auch an?

Die Ideal-Lösung in diesem Fall ist selbst verständlich Content, der für sich selbst spricht und durch seinen hohen Wert für den Nutzer (Unterhaltung, Service, Information usw) weiter empfohlen wird.

Beispiel aus unserer Praxis

Getreu dem alten Motto Eat your own dogfood: Letzte Woche haben wir in unserem Newsletter auf eine Installations-Anleitung für Open Text – eines unserer CMS Produkte – hingewiesen. Damit konnten wir 3 Fliegen mit einer Klappe… Sie wissen schon:

  1. Service für unsere Kunden über den Inhalt
  2. Der Inhalt als Marketing für unser CMS-Portfolio
  3. Der Newsletter als Marketing für den Inhalt

Wir betrachten es nicht nur als unseren Job, Content Management Systeme zu integrieren, sondern kümmern uns auch darum, wie ein CMS und der darin enthaltene Content effektiv eingesetzt werden kann.