Online Marketing-Trends und -Entwicklungen von der 4. OMKB

omkb-2019 karl kratz

Wenn die OMKB ruft, strömen die Online Marketing-Experten nach Bielefeld. Diesmal waren es gefühlt nicht ganz so viele wie in den Vorjahren. Die Speaker-Auswahl war gewohnt hochkarätig und wartete mit “Wiederholungstätern” wie Karl Kratz, Felix Beilharz oder Jörn Tantau auf, deren Sessions sich auch in diesem Jahr wieder hoher Nachfrage erfreuten. Wir waren in diesem Jahr mit 6 Leuten da und für diesen Blogpost haben wir unsere gemeinsamen Highlights der OMKB gesammelt.

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SEO Campixx 2018 Recap – Welchen Content braucht eine Website?

comspace Flyer SEO Campixx 2018

Anfang März hat die zehnte SEO Campixx, Konferenz & Community-Treff der deutschen SEO-Szene, am Berliner Müggelsee stattgefunden. Als einer der Sponsoren war comspace dieses Jahr wieder mit zwei Mitarbeitern dabei. Zwei Tage lang gab es in 12 parallel stattfindenden Sessions eine reiche Auswahl an Speaker, Workshops und Gespräche zum Thema Suchmaschinenoptimierung. Ob Agentur, Freelancer oder Inhouse-SEO, Webmaster oder Content Creator, Newcomer oder erfahrener SEO Profi – für jeden SEO Liebhaber gab es gute Anregungen und jede Menge Peer-Gespräche. „SEO Campixx 2018 Recap – Welchen Content braucht eine Website?“ weiterlesen

Unsere Veranstaltungsübersicht 2018 für das Online Marketing

SEO Campixx

Mitte Dezember. Zeit, sich auf das kommende Jahr vorzubereiten. Wir sind gespannt, welche neuen Entwicklungen und Tools uns im Bereich Online Marketing 2018 erwarten. Für fast alle Teilbereiche des Online Marketing gibt es mittlerweile eigene Events und Konferenzen, auf denen die aktuellen Herausforderungen diskutiert und Trends und Entwicklungen aufgezeigt werden.
Um auf dem Laufenden zu bleiben, haben wir eine Auswahl an Veranstaltungen zusammengetragen, die interessanten Input und guten fachlichen Austausch erwarten lassen und die auch wir selektiv für unsere Weiterbildung nutzen werden.
Vielleicht verschaffen wir auch Euch damit einen hilfreichen Überblick für die persönliche Veranstaltungsplanung.

Februar

  • PPC Masters (PayPerClick): 22.2. in Berlin
    SEA-Konferenz mit einem branchenübergreifenden Austausch für Experten zu Pay Per Click-, SEA- und AdWords-Themen
  • CONTENTIXX: 27.-28.2. in Berlin
    In über 60 Content Marketing-Workshops und Networking-Sessions gibt es Experten-Insights und Best Practice rund um Content Marketing, Storytelling  

März

  • Content Marketing Conference & Exposition: 6.-7.3. in München
    Die Messe und Konferenz ist europäische Leitveranstaltung für die Content-Marketing Branche und richtet sich an Geschäftsführer und Marketingentscheider.
  • SEO CAMPIXX: 1.-2.3. in Berlin
    Konferenz für SEO-Insider mit deep dive-Sessions
  • SMX München, 20.-21.3. in München
    10 Thementracks, 60 Sessions und 5 Workshops zu den aktuellsten Themen im Bereich SEO, SEA, PPC und Online Marketing mit internationalen Experten und Referenten, richtet sich an SEOs aus Unternehmen
  • Online Marketing Rockstars Festival: 22.-23.3. in Hamburg
    Treffpunkt der Digital Marketing Branche mit Konferenz, Expo und Events und mit rund 40.000 Besuchern eine der größten Online Marketing Veranstaltungen Deutschlands.

April

  • Conversion Roadshow: 19.4. in Köln
    Insights effektiver Conversion Optimierung starker Marken und Experten sowie Networking
  • Performance Marketing Gipfel: 23.-24.4. in München
    Hochkarätige Experten berichten in Workshops und Best Practice über aktuelle Performance Marketing Trends im B2C-Bereich – für Einsteiger und Professionals
  • OMKB Bielefeld: 27.4. in Bielefeld
    Konferenz mit praxisnahen Workshops und Vorträgen von renommierten Online Marketing Experten für Neueinsteiger im Online Marketing genauso wie für erfahrene Marketingverantwortliche

Mai

  • Media Convention im Rahmen der re:publica: 2.-4.5. in Berlin
    Auf der Convention geht es um neben politischen Themen um Trends und Entwicklungen der digitalen Medien.

Juni

  • OMlive Online Marketing Summit 2018: 21.06. (Masterclasses) + 22.06.2018 (Main Event), in Berlin
    Keynotes und Conference Talks zu Themen wie Conversion Optimierung, UX, Content Marketing, SEO, SEA, Social Media Marketing, Youtube- und Influencer-Marketing
    Konferenzsprache: English

September

  • Online Marketing Tag 2018: 7.9. in Wiesbaden
    Konferenz mit 20 Vorträgen zu Themen wie SEO, Content Marketing, Affiliate, Tools und Podiums-Diskussion “OMT-Website Clinic“ für Unternehmer, Entscheider, Keyplayer und Online Marketing Experten.

Oktober

  • OMCap: Datum tba, in Berlin
    In 2017 gab es 20 Sessions in 2 Tracks verteilt auf 2 Tage.
  • SEO Day:Datum tba, in Köln
    Eine der größten SEO-Konferenzen im deutschsprachigen Raum mit über 45 Speakern, 850 Gästen, 200 Medienpartnern und 50 Sponsoren

November

  • Searchmetrics Summit: Datum tba, in Berlin
  • Analytics Summit 2018: Datum tba, in Hamburg
    Die einzige Google Analytics Konferenz in Deutschland mit Fachvorträgen von internationalen Analytics-Experten und -Anwendern
  • OMX: 22.11. in Salzburg
    Online-Marketing Grund- und Profi-Wissen in über 20 Sessions mit vielen Tipps und Zukunftstrends.
  • SEOKomm: 23.11. in Salzburg
    Konferenz für Suchmaschinenoptimierung mit hochkarätigen Vorträgen und Networking-Events

Für uns sind die re:publica und die SEO CAMPIXX bereits gesetzt. Die SEO CAMPIXX unterstützen wir zudem auch als Sponsoringpartner, weil uns das Konzept seit Jahren überzeugt und wir von den vielen Insights und dem intensiven Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit anderen Experten profitieren.
Habt ihr noch weitere Online Marketing Events, die ihr empfehlen könnt? Dann freuen wir uns über einen entsprechenden Kommentar unter diesem Beitrag.

Rückblick Online Marketing Konferenz 2017

Die 2. Online Marketing Konferenz (#OMKB) in der Stadthalle Bielefeld liegt hinter uns. Als Erstbesucherin war ich sehr gespannt, was mich erwartete und beeindruckt von der Menge der Teilnehmer. Rund 800 Besucher, eine gute Steigerung zu der schon sehr erfolgreichen Veranstaltung im vergangenen Premieren-Jahr, verteilten sich über die verschiedenen Vortragssäle und Workshop-Räume. (Und brachten letztere sehr schnell an ihre Kapazitätsgrenzen.)

Mit bis zu 5 parallelen Sessions in 7 Terminslots wurde von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr jede Menge meist sehr praxisbezogener Input zu Online Marketing-Themen, insbesondere aus den Bereichen SEO-, Social Media- und E-Commerce geboten. Als Besucher hatte man also die Qual der Wahl und hätte sich gerne in mehrere (virtuelle) Persönlichkeiten gespalten, um noch mehr spannende Themen mitzubekommen ;). Im Folgenden ein Auszug aus unseren besuchten Sessions.

True Fruits: Marketing für einen Saftladen

Nic Lecloux, einer der Gründer von TrueFruits, nimmt sich selbst nicht so ernst und startete den unterhaltsamen Vortrag über seinen “Saftladen” direkt mit einer Runde Sport und Bewegung für alle! Und natürlich mit Smoothies für alle Teilnehmer_innen :-).

TrueFruits macht einiges anders als andere Unternehmen. Nicht nur, dass sie mit ihrer Glas-Flasche einen Beitrag zur Umwelt und damit gegen Plastik leisten, sie sind natürlich auch durch ihre teils sehr provokanten Werbetexte immer wieder im Fokus von Diskussionen wie “Ist das noch lustig oder schon sexistisch?!”. Und die TrueFruits machen irgendwie doch immer ihr eigenes Ding draus. Trotz Plakat-Verbot in großen deutschen Innenstädten mieten sie sich dann halt privat Hausflächen für ihre Werbemittel. Und auch negatives Feedback in sozialen Medien bekommt immer eine passende Antwort vom TrueFruits-Team (und das übrigens sehr schnell, i.d.R. innerhalb von 2 Stunden).

Abseits davon macht TrueFruits auch einfach das, was ihnen gefällt. Sie haben keine bestimmte Zielgruppe, keine bestimmte Persona anhand derer sie ihre Marketingtexte oder Werbemittel ausrichten. Das Team erarbeitet Inhalte die ihnen selbst gefallen und der Erfolg gibt ihnen Recht – bisher haben diese auch immer irgendeine Kundengruppe getroffen. Was TrueFruits dennoch betrachten sind die einzelnen Kanäle. Der Fokus liegt deutlich auf Facebook und Instagram, weniger auf Twitter, da die (provokanten) Werbebilder aber auch das hübsch gestaltete Produkt auf beiden Kanälen eine höhere Aufmerksamkeit bekommen. Dabei wird kein Inhalt per copy paste für mehrere Kanäle genutzt, sondern jeder Kanal bekommt seine eigene Aufmerksamkeit und seinen eigenen Inhalt (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Vieles was TrueFruits macht ist mutig. Und zu mehr Mut ruft auch Nic Lecloux auf. Darum hat das Unternehmen in Eigenregie den “Eier aus Stahl”-Award ins Leben gerufen mit dem  zukünftig Unternehmen oder Menschen in der Öffentlichkeit ausgezeichnet werden, die Mut beweisen und ebenfalls “ihr Ding” durchziehen. Als erstes Unternehmen hat diesen Preis (der übrigens ein Originalabdruck der Hoden vom zweiten True-Fruits-Gründer Marco Knauf ist) übrigens Sodastream bekommen für ihre Anti-Plastikmüll-Kampagne “Shame or Glory”.

Auch wenn der Beitrag nicht viele praxisnahe Ansätze für meinen Arbeitsalltag geliefert hat – es war ein gelungener Auftakt in den Tag, mit einer spannenden Unternehmensgeschichte, der vor allem nochmal dafür sensibilisiert hat mutig zu bleiben :-).

Agiler Website Relaunch

Der Geschäftsführer der Agentur HDNET Eike Diestelkamp stellte zwei Projektmanagement-Methoden für den Website-Relaunch gegenüber: klassische Wasserfall-Methode versus agiles Projekt-Vorgehen.

Agil bedeutet für ihn erst einmal “das Unerwartete zu erwarten”. Und konkreter: iterativ statt phasenorientiert arbeiten. D.h. statt die unterschiedlichen Projektphasen wie Layout, Frontend, Backend, QS etc. nacheinander abzuarbeiten, erledigt ein agiles Team ein bisschen von allen Phasen gleichzeitig. Dadurch können relativ früh Projekt-Teilergebnisse erzielt werden und mit der Publizierung muss nicht gewartet werden, bis die ganze Website fertig ist. Unter Berücksichtigung der Tatsache dass eine Website eine Halbwertszeit von max. 3 Jahren hat, sind auf diese Weise auch Weiterentwicklungen und Änderungen einfacher möglich.

Agiles Projektmanagement versus Wasserfallmethode

Wichtig für das Anforderungsprofil eines Relaunch-Projekts ist die Planung von möglichst differenzierten User Stories. Diese entstehen anhand der folgenden 3 Fragen:

  • Wer möchte etwas (Personas)?
  • Was möchte er tun?
  • Warum will er das machen?

Da wir bei comspace unsere Kundenprojekte schon lange nach der agilen Projektmethode organisieren, waren die Erkenntnisse aus diesem Workshop nicht ganz neu für mich – aber nichtsdestotrotz eine gute Zusammenfassung der relevanten, Vorteile bringenden Punkte ;). Übrigens: Was gelungenes Projektmanagement noch ausmacht, berichten zwei unserer Projektleiter in diesem Blogbeitrag.

Mobile Conversion Optimierung

In meiner 2. Session von Nils Kattau ging es um Do’s und Dont’s für das mobile Web: Welche Informationen sind wichtig und wie sollten diese aufbereitet sein, um Conversions im mobilen E-Commerce zu erzielen?  

Anhand von einigen Positiv- und Negativ-Beispielen gab Nils Kattau sehr präzise Tipps für mobile Optimierungsansätze:

  • Die Relevanz der Inhalte in der mobilen Website-Variante ist bedeutend höher ist als in der Desktop-Variante.
  • Eine Möglichkeit zur einfachen, klaren Interaktion sollte gegeben sein (gutes Bsp. Sistrix).
  • Das “Above the fold”-Thema ist mobil nicht so wichtig, weil wir das Scrollen auf dem  Smartphone gewohnt sind.
  • Auf die Lesbarkeit (Schriftgröße) und Größe und Abstand der zu klickenden Buttons sollte geachtet werden. (Stichwort #wurstfingerkonformität ;))
  • Für Shops: Nicht nur die Seite selbst muss responsiv sein, sondern auch das Zahlungssystem.
  • Lieber kein Burger-Icon für die Navigation nutzen – damit kann nicht jeder etwas anfangen.
  • Haben Sie Ihre mobile Variante auch schon mal im Landscape-Modus getestet?
  • Auf die mobile Verwendbarkeit von Bildern sollte geachtet werden. Sind Bilder und Logos auch mobil gut erkennbar oder werden die Bilder einfach runterskaliert?

Als gute Beispiele wurden u.a. die mobilen Websites von Sistrix, spotify und booking.com angeführt. Insgesamt war es ein super praxisorientierter Vortrag mit viel Mehrwert!

Neue Impulse für Ihr E-Mail-Marketing

Der CEO der saphiron GmbH und E-Mail-Marketing Experte Nico Zorn erläuterte Ideen und Taktiken für den erfolgreichen Ausbau von E-Mail-Marketing-Maßnahmen. Zunächst nannte er einige interessante Zahlen: 20% der Umsätze im Handel kommen über E-Mail-Marketing zustande. Und: 70% der Verbraucher wollen über E-Mails mit Unternehmen kommunizieren, nur 18% über Social Media.

E-Mail-Nutzung nimmt stetig zu

Für die Gestaltung von Betreffzeile und Headline ist besonders die eindeutige Kommunikation von Vorteilen und relevanten Inhalten wichtig. Ein Best Case für Vorteilskommunikation ist auf jeden Fall Zalando. Bestimmte Wörter sollte man in der Betreffzeile vermeiden, da sie negativ konnotiert sind, wie bspw. “abonnieren”, da damit Kosten verbunden werden. Wichtig ist auch, seine Newsletter in einen Kontext zu bringen. Was für Informationen und zu welchem Thema bekomme ich überhaupt Informationen? Fragen Sie Interessen des Nutzers ab, um individuellere Newsletter verfassen zu können. Nutzen Sie wenn möglich jede Information, die Ihnen zur Verfügung steht für Personalisierung. Sprechen Sie Kunden anders an als Interessenten. Wenn Sie Position oder Abteilung in einem Unternehmen kennen oder den Standort des Nutzers: vielleicht kann Ihnen das helfen den Content relevanter zu gestalten.

Um neue Newsletter-Anmeldungen zu generieren, kann man entsprechende Facebook-Postings gestalten oder User per Exit Intent Layer kurz vor Verlassen der Website auf die Newsletter-Anmeldung aufmerksam machen.

Ansonsten stärken Key Visuals im Mailing das Conversion-Ziel. Es kann auch Sinn machen den Newsletter zu besonderen Thematiken auch besonders aufzubereiten. Nutzen Sie ein anderes Layout, wechseln Sie einfach mal die Farben oder gestalten Sie den Newsletter einfach mal kürzer oder länger als sonst. Das alles kann dazu beitragen, dass der Newsletter auch bei bestehenden Abonnenten wieder stärker wahrgenommen wird.

Digitale Kompetenz konkret

Um Trends und Ansätze zur Umsetzung einer digitalen Strategie ging es in dem Vortrag von Hakim Aceval von Google. Wie wichtig das Zur-Verfügung-Stellen relevanter und auf die Zielgruppe zugeschnittener Inhalte im B2B-Commerce ist, zeigen folgende Zahlen:

Zwar ist der persönliche Kontakt mit 94%-Punkten immer noch am wichtigsten bei der Anbieterauswahl im B2B, aber weitere Informationen werden zu 89% über Suchmaschinen oder die Unternehmenswebsite (82%) beschafft, so dass 57% des Weges zur Kaufentscheidung schon abgeschlossen sind, bevor überhaupt ein Verkäufer kontaktiert wird. Auch Videomarketing ist im B2B stark verbreitet – so schauen ca. 70% der B2B-Einkäufer Videos, um sich vor einem Kauf zu informieren.

Für Google ist “mobile first” schon wieder so gut wie überholt, intern spricht man eigentlich nur noch von “mobile only”. Und das nicht nur im B2C-Geschäft, auch im B2B. So nutzen beispielsweise 42% der Einkäufer ihr Handy für B2B-bezogene Geschäfte, Tendenz steigend. Die Tendenz ist auch nicht weiter verwunderlich, immerhin steigt auch die private Nutzung mobiler Endgeräte stetig zu – inzwischen schaut jeder im Durchschnitt 150 mal pro Tag auf das eigene Smartphone.

Im B2C-Bereich ist besonders spannend, dass 30% der mobilen Suchanfragen lokalen Bezug haben – umso so wichtiger ist die local SEO-Optimierung der Website für die Auffindbarkeit. Denn: Erfahrungsgemäß suchen ¾ der Besucher, die eine lokale Suchanfrage gestartet haben, innerhalb von 24 Std. ein stationäres Geschäft auf.

Digitale Innovation in Deutschland

Der Vortrag hat nochmal eins deutlich gemacht: wir sind in Deutschland doch noch sehr weit vom Thema Digitalisierung und Mobile entfernt. Vielen Unternehmen fällt es schon schwer “mobile first” zu denken, geschweige denn umzusetzen – wie soll da “mobile only” funktionieren?

Wege zur perfekten Facebook Ad

Facebook Ads, Dark Posts und Look Alike Audience – das waren einige der relevanten Begriffe im Vortrag von Online Marketing- und Facebook-Experte Björn Tantau. Als Alternative bzw. Ergänzung zu den Standard-Facebook Werbeanzeigen, die in den Timelines der eigenen Fans ausgespielt werden, stellte er die sog. Dark Posts zur Gewinnung neuer Fans vor. Der Begriff “Dark Post” klingt zunächst einmal nach etwas Illegalem, bedeutet aber lediglich, dass diese Posts weder auf der eigenen Facebook-Seite noch in der Timeline der eigenen Fans angezeigt werden. Diese Posts bekommen ausschließlich solche Facebook-Nutzer zu sehen, die noch keine Fans sind, aber als solche gewonnen werden wollen.

Dark Posts werden im Power Editor von Facebook erstellt. Dort können mehrere Kampagnen und Anzeigen-Variationen gleichzeitig angelegt und nach zielgruppenrelevanten Interessen ausgesteuert werden. Um die passende Zielgruppe zu erreichen, bildet man sog. Look Alike Audiences (LLA), d.h. aktive Facebook-User, die vergleichbar sind mit den Interessenten, die in einem bestimmten Zeitraum meine Website besucht hat oder den Kunden, bereits ein Produkt gekauft hat.

So sind Dark Posts besonders gut geeignet, quasi im A/B-Testing den bestperformenden Post zu finden, ohne dabei die eigene Pinnwand vollzuspammen und die eigenen Fans zu “belästigen”. Und bietet damit ein kreative Spielwiese für eine vielleicht auch mal unkonventionelle Zielgruppenansprache. Der Kreislauf aus Anzeigen entwerfen, testen und optimieren ist auch hier der Weg zum Erfolg, der i.d.R. mit einer Reichweitensteigerung für ein bestimmtes Produkt oder Angebot belohnt wird.

Natürlich gilt es wie für „normale“ Facebook-Ads auch, stets die wichtigsten KPIs im Auge zu behalten:

  • Relevance Score (auf einer Skala von 1=schlechtester Wert bis 10=bester Wert)
  • Kosten pro Conversion
  • CTR

5 Tipps für erfolgreiche Videos

Sehr praxisorientiert gestaltete Christian Tembrink von netspirits seinen Vortrag. “Was ist eine Marke?” war die Einstiegsfrage. Seine Antwort: Eine Marke ist eine Vorstellung, die beim Verbraucher durch den Markennamen, den Markenauftritt und das Markenversprechen geweckt werden. Videos können dazu beitragen, Markenerfahrungen erlebbar zu machen.

Hier ein paar seiner Tipps zur Gestaltung von Videos:

  • Beantworte die Fragen deiner Kunden: Weg von Werbung, hin zu Service.
  • Hilf “Suchenden” mit lehrreichem Wissen und persönlicher Inspiration.
  • Verleihe der Marke Persönlichkeit.
  • Führe A/B-Tests auf Website und anderen Kanälen durch.
  • Gehe auf das Feedback deiner User ein.
  • Bringe unbedingt einen Call-to-action am Ende des Videos unter.
  • Erhöhe Traffic und Reichweite durch das Embedden von YouTube-Videos.

Erfolgreich mit Online-Videos

Tracken und kontinuierliches Optimieren sind natürlich auch für dieses Format das A und O: Wie oft wird das Video angeschaut? Wo springen die User ab? Wie oft wird auf Pause geklickt?

Empfehlung: Trau dich! Denn Videos können eine Kaufentscheidung wirkungsvoll vorbereiten und unterstützen.

Unser Fazit

Für mich und meine Kollegen_innen war es ein lohnenswerter und sehr informativer Tag. Zwischen den Vorträgen und in den Pausen gab es zudem genügend Gelegenheit, sich bei Getränken und gutem Catering auszutauschen und zu netzwerken. Toll waren auch die Graphic Recording-Ergebnisse von Cornelia Koller, die die Session-Inhalte quasi in Echtzeit grafisch zu Papier gebracht hat.

Ein Kompliment an Thorsten Piening und sein Team von Quality Traffic für die hervorragende Organisation der Veranstaltung. Mit einem kleinen Kritikpunkt am Rande: Die Workshop-Räume waren für die große Nachfrage nicht ausgelegt, was regelmäßig dazu führte, dass Interessenten, die nicht mind. 5 Minuten vor Beginn im Raum saßen, vom Workshop ausgeschlossen wurden, weil alle Plätze schon besetzt waren. Zudem wurden Workshops kurzfristig in andere Räume verlegt, was nicht immer entsprechend kommuniziert wurde. Dies führte spätestens beim 2. oder 3. erfolglosen Versuch, eine bestimmte Session zu besuchen, zu Unmut bei einigen Teilnehmern.

Aber: Unsere positiven Erlebnisse überwogen deutlich und wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder ;).

SEO: Paginierung für Onlineshops und inhaltsreiche Seiten

Paginierung mit rel="next" und rel="prev"

Onlineshop-Betreiber kennen das Problem: Produktkategorieseiten beinhalten oftmals viele Produkte, die über mehrere Seiten verteilt dargestellt werden.

UPDATE: Google hat bekannt gegeben, dass die Auszeichnung mit rel=“prev“ und rel=“next“ nunmehr kein Indexierungssignal darstellt.

Ohne weiteres Zutun indexieren die Suchmaschinen diese Seiten separat und erkennen hier doppelten Inhalt (“duplicate content”).
Mit ein paar Handgriffen zeigen wir, wie dieses Problem vermieden werden kann.

Alles auf einer Seite: Bietet sich eine Gesamtansicht an?

Zuallererst sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie Ihren Besuchern eine “view-all”-Seite anbieten möchten, d. h. alle Produkte – oder besser: alle Elemente, die normalerweise über mehrere Seiten verteilt dargestellt werden – finden Sie dann auf einer Gesamtseite wieder.

Paginierung Gesamtseite

Vorteil: Die paginierten Seiten 1 bis n verweisen über den sogenannten canonical-Tag auf die Seite, auf der die Inhalte zusammengeführt werden. Über einen canonical-Tag teilen Sie den Suchmaschinen mit, wie diese mit (weitgehend) identischen Inhalten verschiedener Seiten umgehen soll. Durch die Angabe verweisen Sie auf eine Orginalressource bzw. URL .

Nachteil: Was bei einem mehrere Seiten langen News-Artikel, der vorzugsweise aus textlichem Inhalt besteht, charmant klingt, stößt bei der Produktkategorieseite eines Onlineshops mit hunderten Artikeln samt Produktbildern auf das Problem langer Ladezeiten. Da Latenzen ein Rankingfaktor sind, hört bei Google der Spaß bei Ladezeiten jenseits von drei Sekunden schnell auf.

Ohne Gesamtansicht: Inhalte auf mehrere Seiten verteilt

In solchen Fällen ist eine “view-all”-Page nicht sinnvoll. Hier empfiehlt es sich, alle Folgeseiten, also die Seiten 2 bis n (n=letzte Seite) als ergänzende oder weiterführende Seiten zu kennzeichnen. Sie teilen der Suchmaschine mit, dass die Seiten 1 bis n zusammengehören, also im Grunde als „Kapitel“ in das Inhaltsverzeichnis aufgenommen werden sollen.

Paginierung mit rel="next" und rel="prev"

Die Auszeichnungen erfolgen im <head> Bereich des Markup. Auf der ersten Seite teilen Sie der Suchmaschine über ein <link> Element mit, dass es weitere, ergänzende Seiten gibt:
<link rel=”next” href=”seite-2.html”>

Auf der zweiten bis vorletzten Seite (Kompontentenseiten) definieren Sie die vorige und die nachfolgende Seite:
<link rel=”prev” href=”seite-1.html”>
<link rel=”next” href=”seite-3.html”>

Auf der letzten Seite reicht der Hinweis auf die vorige Seite (eine nächste Seite gibt es ja nicht):
<link rel=”prev” href=”seite-n-1.html”>

Ergänzend soll verhindert werden, dass die Seiten 2 bis n in den Index der Suchmaschinen aufgenommen werden (die Linkkraft der Produkte hingegen soll behalten werden). Dazu bedienen Sie sich folgenden Elements:
<meta name=”robots” content=”noindex, follow”>

Bitte achten Sie darauf, dass die erste Seite ganz regulär indexiert werden darf:
<meta name=”robots” content=”index, follow”>

Zusätzlich zu rel=”prev” und rel=”next” lässt beispielsweise Zalando die Komponentenseiten (Folgeseiten) via canonical-Tag auf die kanonische URL zeigen. Das sieht dann in etwa so aus:
<link rel="canonical" href="seite-1">
Im href-Attribut sind übrigens relative und absolute Pfadangaben erlaubt.

Viele Wege führen nach Rom

Wie oftmals im Online-Marketing gibt es auch in Sachen Paginierung unterschiedliche Herangehensweisen.
So verzichten einige Online Shops auf den Einsatz von rel=”prev” und rel=”next” und verweigern den Suchmaschinen über die Meta-Robots die Indexierung der Komponentenseiten.

Welche Variante Sie auch bevorzugen: Das Hauptaugenmerk sollte darauf liegen, doppelten Inhalt zu vermeiden. Ob Sie dies nun mit einer „view all“ Seite oder über die Angaben im <head> Bereich Ihrer Seite lösen, hängt nicht zuletzt auch vom Kontext ab: Verteilen sich vorwiegend textliche Inhalte über mehrere Seiten, kann eine Gesamtseite – auch unter Usabilty-Gesichtspunkten – ideal sein. Bei bildlastigen Produktkategorieseiten sind rel="prev" und rel="next" sicherlich die bessere Wahl.

Hier sei noch angemerkt, dass nicht sicher ist, ob andere Suchmaschinen wie bpsw. Bing die Attributswerte „next“ und „prev“ in gleicher Weise interpretieren wie Google. Google selbst hat bereits im September 2011 erklärt, die Paginierung von Seiten mit rel=“next“ und rel=“prev“ zu unterstüzen.

Recap: SEO Campixx 2014 in Berlin

SEO Campixx 2014 Sponsor

Sponsor SEO-Campixx 2014
Sponsor SEO-Campixx 2014

Vom 15.03. bis 16.03. hat die inzwischen sechste SEO Campixx, initiiert von Marco Janck, am Berliner Müggelsee stattgefunden. Als einer der Sponsoren waren wir mit zwei Kollegen dabei. In ca. 120 Sessions gab es am Samstag und Sonntag Vorträge, Workshops und Gespräche zum Thema Suchmaschinenoptimierung bzw. den diversen Facetten des Online-Marketings.

Wie bereits in den Jahren zuvor, startete die Veranstaltung mit einem zusätzlichen Tag: am 14.03. fand der sog. Next Level Day 2.0 statt.

Bei der großen Anzahl der Workshops ist es uns nicht leicht gefallen, die passenden Sessions herauszupicken. Es ist jedes Jahr wieder ein riesiger Spaß die passenden Workshops auszuwählen und auf der SEOCampixx darüber zu philosophieren, wie schwierig es ist sich zu entscheiden. Doch genau das gehört zur SEOCampixx dazu.

Tag 0: Der Next Level Day 2.0

Am Freitag startete der Next Level Day 2.0 pünktlich gegen 9 Uhr mit einer kurzen Begrüßung durch Marco Janck.

SEO Campixx 2014 - Eröffnung
SEO Campixx 2014 – Eröffnung

Julius van de Laar, Odera Ume-Ezeoke und Katia Saalfrank

Im Anschluss ergriff Julius van de Laar das Wort und berichtete uns in seinem spannenden Workshop darüber, wie er unter anderem den Obama-Wahlkampf in Ohio mithilfe von Big Data, Analysen und Kampagnen gestaltet hat. Zudem nannte Julias Methoden, wie potentielle Wähler ausgewählt und angesprochen wurden, damit diese Barack Obama ihre Stimme gaben. Diese Form des Wahlkampfs würde wahrscheinlich in Deutschland an der rechtlichen Situation wie auch dem Datenschutz scheitern. Nach einer Pause von 30 Minuten ging es weiter mit dem Workshop Retail 3.0 – The revolution in commerce von Odera Ume-Ezeoke.

Next Level Day - SEO Campixx 2014
Next Level Day – SEO Campixx 2014

Einer der authentischsten Vorträge war der Workshop mit Katia Saalfrank, auch bekannt als Supernanny aus dem Fernsehen. Der Workshop „Authentisches Marketing und Medienkompetenz“ wurde in Form eines Interviews geführt. Zum einen berichtete Katia Saalfrank über die Gründe des Ausstiegs aus dem TV-Programm und natürlich über die gewonnen Erfahrungen. Außerdem darüber, wie sich ihre Arbeit nachhaltig verändert hat und über den Vertrauens-Vorschuss, den sie im TV-Format „Supernanny“ hinzu gewinnen konnte.

Gesellschaft 2020 – Skizze einer Vision

von Jens Altmann
Als nächstes kam Jens Altmann zum Zuge, der sich in seinem Vortrag auf technische Veränderungen bis zum Jahre 2020 fokussierte. Dabei vergleicht er die gesellschaftlichen Veränderungen und Erfahrungen mit dem Lebenszyklus von technischen Produkten. Nach seiner Auffassung verändert sich nur nicht die Work-Life-Balance, sondern auch die Integration von technischen Produkten und Lösungen wird in Zukunft für eine andere Form der Wahrnehmung sorgen.

Marketing 2020: Strategien für die Granularisierung der Welt

von Joachim Graf
Den meisten dürfte Joachim vor allem durch das iBusiness Magazin (mit dem SEO/SEM TOP 100 Poster) wie auch einigen Vorträgen auf anderen Events bekannt sein. Er sprach in seinem Vortrag über die Veränderung der Märkte hin zu maßgeschneiderten Produkten basierend auf Kundenwünschen. Die Welt wird kleinteiliger.

Übrigens: Der Markt für Zeitschriften, Zeitungen und Magazine ist nicht tot und die Entwicklung zeigt, dass der Absatz langfristig weiter sinken wird, allerdings nicht so stark, dass solche Produkte im Jahre 2020 (wahrscheinlich auch nicht 2036 ) gänzlich von der Bildfläche verschwunden sein werden.

Vision Google Glass

von Patrick Zimmermann
Zu guter Letzt stellte uns Patrick Zimmermann die Datenbrille Google Glass vor. Natürlich ließ er es sich zu Beginn nicht nehmen, ein Foto von allen Workshop Teilnehmern zu machen und dieses auch mithilfe von Google Glass ins soziale Netzwerk Facebook zu stellen.

Nebst den Möglichkeiten und den Zukunftsaussichten der Datenbrille teilte uns Patrick auch seine Einschätzungen mit. Demnach funktioniert Google Glass nur stellenweise recht angenehm und auch die Anzahl an Anwendungen ist eher gering. Im Alltag sorgt die Datenbrille durchaus für negative Blicke der Passanten, weil diese sich aufgrund der ungewöhnlich aussehenden Brille (die Angst vor dem Unbekannten) beobachtet fühlen. Ferner reicht der Akku nicht sonderlich lange, so dass nach rund vier Stunden die Datenbrille Google Glass wieder an die Steckdose muss.

Tag 1: SEO Campixx 2014

Der erste Tag der SEO Campixx 2014 begann, vor allem für die Leute die am Next Level Day 2.0 nicht teilgenommen haben, mit einer kleinen Einführung und Ansprache durch Marco. Abschließend gab es noch eine kleine Roboter-Schau, nachdem der Raum im Nebel untergegangen war.

Roboshow SEO Campixx 2014
Roboshow SEO Campixx 2014

SEO & Affiliatemarketing im Adult-Bereich

von Christian Süllhöfer
Christian schaffte es in seinem ersten Workshop auf der SEO Campixx, den Saal komplett zu fesseln und in eine Branche einzuführen, die gerade in Deutschland eine Grauzone darstellt. Er zeigte anhand eines eigenen Beispiels, mit welch geringem Arbeitsaufwand interessante Erfolge zu verzeichnen sind und wie er das Know-How aus anderen Bereichen des Affiliate-Marketing in den Adult-Bereich übernehmen konnte.

Linkquellen finden und evaluieren

von Sergej Schäfer
Im Vortrag „Linkquellen finden und evaluieren“ beschrieb Sergej, wie er bei der Suche nach geeigneten Linkquellen vorgeht und diese mithilfe von Domainwerten, Strukturen und Inhalten bewertet.

Die Kunst der internen Verlinkung

von Sabrina Tietmeyer
Sabrina merkte man ihre Nervosität deutlich an, was auch dazu führte, dass kleinere Versprecher im Vortrag enthalten waren. Der Vortrag eignete sich sowohl für Anfänger wie auch Experten, weil selbst die Grundlagen eines internen Links erklärt wurden. Weiterhin zeigte Sabrina, welche Arten von internen Verlinkungen existieren und wie diese gewichtet werden.

In einem kurzen Gespräch am Abend stellte sich dann noch heraus, dass Sabrina für ihren Vortrag eine Vielzahl an Testszenarien erstellt hatte, worauf auch der Inhalt des Workshops basierte.

Dirty little Snippets

von Pascal Landau und Alexander Rosenthal
Im Workshop “Dirty little Snippets” gaben uns Pascal und Alexander einen Einblick in die Vielzahl an Snippets die für die Suchergebnisse, sprich unter anderem im Seitentitel und in der Meta-Beschreibung, verwendet werden können.

So spannend der Vortrag, die Tipps und Tricks hinsichtlich des Einsatzes von Rich Snippets zur Verbesserung der Sichtbarkeit in den Suchergebnissen waren, so enttäuschend ist, wie wenig die verschiedenen Browser am Ende zulassen.

Das heißt, vorausgesetzt Google erlaubt ein Snippet und zeigt dies in den Suchergebnissen an, bedeutet dies noch lange nicht, dass das gewünschte Snippet in jedem Browser und mobilen Endgerät korrekt ausgeliefert wird.

Die ultimative Keyword-Recherche

von Felix Meyer
Am Ende des Tages zeigte Felix, wie er eine ultimative Keyword-Recherche mithilfe der Datensätze verschiedener Toolanbieter und natürlich Excel durchführt.

Die gesammelten Daten wurden in Verbindung mit einer simplen Pivot-Tabelle aufbereitet, allerdings so, dass die komplette Struktur einer Website abgebildet werden konnte, wodurch Potentiale und Möglichkeiten mit einem geschulten Auge direkt erkannt werden konnten.

Pasta-Pate und Liveband

Am Abend gab es neben den gewohnten Grillwagen auch einen Pasta Paten, der eine echte Alternative darstellte. Natürlich gab es nebst der Verpflegung auch noch ein schönes Abendprogramm mit der Liveband „Coverpiraten“ aus Hamburg.

https://www.youtube.com/watch?v=j9vL4CBp_vo

Tag 2: SEO Campixx 2014

Nach dem bei einigen Teilnehmern der Samstag-Abend etwas länger ging, waren zumindest gegen zehn Uhr die Workshop-Räume nur teilweise gut gefüllt.

WordPress Extreme. Mit 100$ zum Powershop. Inkl. hidden Tricks

von Uwe Walcher und Dawid Przybyski
Ein Vortrag, der es in sich hatte, denn Uwe und Dawid zeigten uns, wie mithilfe des Blog-Systems ein WordPress Shop erstellt werden kann, der binnen weniger Minuten mit mehreren tausend Produkten bestückt ist und am Ende des Tages bereits den einen oder anderen Euro an Provision erwirtschaften kann. Dies setzt natürlich voraus, dass der Anwender in seiner Tätigkeit durchaus kreativ ist. Spannend war vor allem, dass sowohl Uwe als auch Dawid nicht nur sagten „ja, es geht irgendwie so“ sondern auch zeigten, wie hoch ihre Einnahmen sind und wodurch sie zustande kommen.

“Speed up your page!”

von Dennis Elsner
Dennis zeigte uns in seinem Vortrag, worauf es zu achten gilt, wenn die Geschwindigkeit einer Website verbessert werden soll und wie Google einzelne Elemente bewertet. Im Kern des Vortrags standen verschiedene Coachingmöglichkeiten sowie Apache-Module wie auch Googles Pagespeed.

„Einfach Geld verdienen mit Affiliate Projekten: Sind die Zeiten vorbei?“

von Darius Erdt und Christian Hübsch
Vom Tellerwäscher zum Millionär binnen weniger Stunden, zumindest in der Theorie klingt das relativ nett. Darius und Christian gingen darauf ein, wie sich der Markt, bedingt auch durch Google Updates, in den letzten Jahren verschärft hat und mittlerweile deutlich mehr Arbeit investiert wurde. Der als Interview geführte Workshop zeigte, welche Erfahrungen in den letzten Jahren gemacht wurden und worauf geachtet werden muss, wenn eine Familie vom Affiliate-Marketing ernährt werden muss.

Fazit der diesjährigen SEO Campixx 2014

Die SEO Campixx 2014 war, wie eigentlich nicht anders zu erwarten, ein voller Erfolg. Es gab spannende Vorträge, die wieder mal den Horizont erweitern konnten und diverse Insights, die für neue Ideen sorgten. Nebst den diversen Workshops gab es auch spannende Gespräche wie z.B. mit Soeren Eisenschmidt (eisy.eu) oder René Dhemant aus dem Hause unseres Tools Partners Sistrix.

Ein besonderes Highlight war in diesem Jahr auch der Pasta-Pate als Alternative zum umstrittenen Grillwagen. Für das nächste Jahr hat sich das Team von Sumago etwas Neues einfallen lassen und präsentiert vorab die SEO Campixx Week mit verschiedenen Themenbereichen.

Abschließend hier noch die Recaps der Branchen-Kollegen und -Kolleginnen:

Eine Liste aller Recaps gibt es beim Sitefuchs.

SEO Campixx März 2014 in Berlin am Müggelsee

SEO Campixx 2014

Im März ist es wieder soweit und Scharen von Online Marketing Experten treibt es wieder nach Berlin, denn vom 14.03. bis zum 16.03.2014 findet im Hotel am Müggelsee in Berlin die beliebte Veranstaltung SEO-Campixx 2014 statt. Natürlich hat es sich comspace nicht nehmen lassen, auch in diesem Jahr als Sponsor „Extrem Freunde“ an dem Event teilzunehmen.

SEO Campixx Berlin

Im Vordergrund der SEO Campixx steht der Austausch von Erfahrungen und Fachwissen, vor allem dank der Vielzahl an interessanten Workshops, die von namhaften Online Marketing Experten durchgeführt werden. Ferner erlaubt die SEO Campixx auch die Erweiterung des Horizonts im Hinblick auf die verschiedenen Facetten des Online Marketings.

Konzept der SEO Campixx

Mit rund 550 Teilnehmern gehört die SEO-Campixx in Deutschland seit Jahren zu den größten Veranstaltungen dieser Art. Jedes Unternehmen wie auch jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit einen eigenen Workshop zu gestalten.

In den Jahren zuvor erlaubte beispielsweise der SEO Tool-Day  Tool-Anbietern und Entwicklern, ihre Produkte, Ideen und Visionen den Konferenz-Besuchern vorzustellen. Auch der Next Level Day im vergangenen Jahr vermittelte den Teilnehmern viele Informationen.

Für ein schönes Rahmenprogramm während der Workshops, in den Pausen und natürlich an den Abenden nach den Workshops sorgen die Organisatoren der SEO-Campixx aus dem Hause Sumago.

Next Level Day 2.0 und Abendprogramm

Der Next Level Day 2.0, der einen Tag vor der eigentlichen Campixx, am Freitag, stattfindet, ist in diesem Jahr dem Motto „Marketing im Jahr 2020“ gewidmet. Bei dem Blick auf die Referenten hielt ich es im ersten Moment für einen kleinen Scherz der Veranstalter, dass die aus dem TV-Programm als Supernanny bekannte Katia Saalfrank einen Vortrag zum Thema „Gesellschaftliche Kompetenzbildung“ hält. Ihren Vortrag erwarte ich daher mit besonderer Spannung.

In diesem Jahr widmen wir uns am Next Level Day 2.0 dem Marketing der Zukunft, sprich: Wie könnte das klassische Marketing wie auch das Online Marketing im Jahre 2020 aussehen? Darunter spannende Themen und Diskussionen über die Veränderung des Konsumverhaltens innerhalb der kommenden sechs Jahre unter Berücksichtigung des Einsatzes neuer technischen Innovationen wie zum Beispiel dem Google Glass.

Zur Erholung wird es am Abend ein spannendes Poker-Turnier für ein Startgeld von 50 Euro geben. Insgesamt stehen sechs Tische für je 10 Teilnehmer zur Verfügung – das bedeutet natürlich, dass leider nicht jeder Teilnehmer der SEO Campixx in den Genuss des Pokerturniers kommen wird.

Programm Tag 1 der SEO Campixx 2014

Der erste offizielle Campixx-Tag beginnt mit einer Begrüßung durch Marco Janck, Inhaber von Sumago und Veranstalter der SEO-Campixx. Dies vor allem auch für die Teilnehmer, die am Next Level Day 2.0 nicht teilnehmen konnten. Im Anschluss daran beginnen gegen 10:30 Uhr die ersten Workshops. Werfen wir also einen kurzen Blick auf die Workshops, die für Tag 1 unser Interesse geweckt haben.

    • Onpage Analyse mit Microsoft Excel
    • Master: Stephan F. Walcher
    • Optimieren großer Websites mit Screaming Frog & Excel
    • Master: Florian Elbers und Michael Tietz
    • Linkquellen finden und evaluieren
    • Master: Sergej Schäfer
    • Webseiten sinnvoll strukturieren – Usability und SEO vereinen
    • Master: Tobias Schwarz
    • Möglichkeiten einen Link von einer Zeitung zu bekommen
    • Master: Katrin Diener
    • Die Kunst der internen Verlinkung
    • Master: Sabrina Tietmeyer
    • SEO meets Redaktion
    • Master: Maximilian Hitzler
    • Onpage-Fehlentwicklungen möglichst schnell erkennen und gegensteuern
    • Master: Matthias Nientiedt
    • Nischeneroberung mit Content Marketing
    • Master: Carsten Appel
    • Welcome to the Darknet
    • Master: Dominik Wojcik
    • Dirty Little Snippets
    • Master: Pascal Landau und Alexander Rosenthal
    • Die ultimative Keyword-Recherche
    • Master: Felix Meyer

Die Liste für Tag 1 ist natürlich ziemlich lang und leider wird man trotz der Vorauswahl aus immerhin über 60 Workshops nicht alle besuchen können. Während des Next Level Day 2.0 und in den Pausen besteht allerdings die Möglichkeit, durch erste Gespräche Informationen über die anstehenden Workshops im Vorfeld einzuholen.

Für einen spannenden Abschluss des ersten Tags wird das Abendprogramm mit einem anschließenden Bandauftritt sorgen.

Programm Tag 2 der SEO Campixx 2014

Auch am zweiten Tag der SEO-Campixx stehen wieder einige spannende und lehrreiche Workshops auf dem Plan. Ein besonderes Augenmerk haben wir dabei auf nachfolgende Workshops gelegt.

    • Inhouse (SEO-)Reporting fernab von Excel-Tabellen
    • Master: Simon Kronseder
    • Internal Linking – Best Practice
    • Master: Robert Eilenberg und Michael Felis
    • WordPress Extreme. Mit 100 $ zum Powershop inkl. hidden Tricks
    • Master: Uwe Walcher und Dawid Przybyski
    • David gegen Goliath – Nischenprojekte: Wie setze ich mich dauerhaft gegen die „Großen“ durch?
    • Master: Mario Förster
    • Außergewöhnliche Wege um Themen für Beiträge zu finden
    • Master: Pierry Kurby
    • Speed up your Page!
    • Master: Dennis Elsner
    • Content, Content, Content
    • Master: Eva Schmittinger
    • Einfach Geld verdienen mit Affiliate-Projekten: Sind die Zeiten vorbei?
    • Master: Darius Erdt und Christian Hübsch
    • InfiniteWP – starkes Tool für dein WordPress-Netzwerk
    • Master: Nils Römeling
    • Themenrelevante Foren mit der Scrapebox finden
    • Master: Michaela und Christian Burkart
    • 100 % Not Provided – und jetzt?
    • Master: Knut Barth, Karl Kowald und Philip Schade
    • Der richtige Content für die richtigen Keywords
    • Master: Jörg Aschendorff
    • Der richtige Content für die richtigen Keywords
    • Master: Simon Mader

Die letzten Workshops an Tag 2 gehen bis ca. 17 Uhr, anschließend findet noch eine kurze Verabschiedung mit einer kleinen Auswertung statt.

„Extrem Freunde“: comspace als Sponsor

Seitdem die SEO-Campixx in Berlin ins Leben gerufen wurde, war mindestens ein Kollege aus dem Online Marketing Team von comspace als Teilnehmer dabei. In diesem Jahr unterstützen wir die Campixx wie schon 2012 wieder als Sponsor mit dem Grad „Extrem Freunde“ und nehmen mit zwei Kollegen an der Veranstaltung teil.

Das Sponsoring von Online Marketing Events hat für comspace schon Tradition: In der Region Ostwestfalen beteiligen wir uns regelmäßig an den hiesigen Barcamps wie auch am Online Stammtisch OWL.

Es freut uns natürlich auch, dass dank der SEO-Campixx und dem Einsatz des Teams von Sumago eingenommene Startgelder wie auch weitere gespendete Gelder für soziale Zwecke an die Stiftung Sonnenseite mit Unterstützung der morethanshelters e.V. Berlin gespendet werden.

5 Gründe für eine mobile Webseite

„Mobile Webseite? Brauchen wir nicht. Wir haben ja keine Kunden, die unsere Leitungen von unterwegs nutzen. Unsere Webseite muss keine Touristen ansprechen, die auf der Suche nach einem Restaurant sind und auch keine hippen Jugendlichen, die auf einer Party „einchecken“ wollen.“ 

Wirklich nicht? 5 Gründe für eine mobile Webseite:

Letztens griffen wir hier  die problematische Vielfalt mobiler Endgeräte auf. Im Umfeld dieses Themas möchten wir Ihnen auch einige Gründe nennen, warum eine mobile Webseite Sinn macht.

Wirrwarr mobiler Endgeräte auf der re:publica  (cc) Gregor Fischer
Wirrwarr mobiler Endgeräte auf der re:publica
(cc) Gregor Fischer

1. Google legt immer mehr Wert auf mobile Webseite

In einem Beitrag in Googles Webmaster Central Blog vom 11. Juni listet Google die Faktoren auf, mit denen mobile Webseiten in das Suchergebnis-Ranking einfließen und welche Fehler zu vermeiden seien, um das Rankingergebnis nicht negativ zu beeinflussen und welche Maßnahmen sich positiv auswirken:

  • Weiterleitungen sollten immer zu relevanten Seiten führen
  • nichtdarstellbares Flash auf mobilen Webseiten
  • Keine Umleitungen nur für bestimmte mobile Geräte
    (Google Bot identifiziert sich aktuell interessanterweise als iPhone – sollte auch als solcher behandelt werden)
  • Videos, die in mobilen Endgeräten u.U. nicht laufen sind kritisch
  • Eine mobile Ausrichtung einer Seite kann sich sogar positiv auf das Suchergebnis auswirken

Dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Wir gehen stark davon aus, dass die mobile Verfügbarkeit und Darstellbarkeit von Webseiten zukünftig immer relevanter für hohe Positionen in Suchergebnissen werden wird.

2. Mobile Suchvorgänge finden nur zu kleinem Teil von unterwegs statt, oder?

Was schätzen Sie, wie viele mobile Suchen überhaupt von unterwegs durchgeführt werden? Also auf Reisen, im Auto, während des Flanierens beim einkaufen? Ziemlich genau ein Viertel.

Gar nicht mal so viel, oder? Mich hat diese Zahl aus einer aktuellen Nielsen Studie jedenfalls sehr überrascht. Genau genommen werden 77% aller Suchen auf mobilen Endgeräten von zu Hause oder dem Arbeitsplatz aus durchgeführt. Wenn ich mich da mal selber als Zielgruppe beobachte, dann passt das sehr gut. Bevor ich das Notebook aufklappe um nach einem Produkt zu suchen, hole ich viel eher das Smartphone aus der Tasche. Der Zweit-Bildschirm, der abends auf der Couch genutzt wird, ist das Tablet.

(c) Google / Nielsen Group
(c) Google / Nielsen Group

3. Sind mobile Suchen denn wirklich schon relevant?

Relevanz zu definieren ist immer so eine Sache 😉 In diesem Fall möchte ich eine weitere Zahl aus der Nielsen Studie in den Ring werfen: 73% mobiler Suchanfragen lösen zusätzliche Aktionen und Konversionen aus und 28% führen direkt zu Konversionen:

  • 36% führen zu weiterer Recherche des Kunden
  • 25% führen auf eine Händlerseite
  • 18% teilen Informationen weiter
  • 17% führen direkt zum Kauf
  • 17% beuschen ein stationäres Geschäft
  • 7% resultieren in Anrufen

 4. Mehrgeräte-Nutzung verbreitet sich immer mehr

Diese Infografik von Google zeigt sehr eindruckslvoll, wie stark typische Nutzungsszenarien auf mehreren Bildschirmen unterschiedlicher Größe durchgeführt werden:

Screen-Nutzung

 

Es geht also in den meisten Fällen gar nicht um die Optimierung einer Seite für einen bestimmten Kanal, sondern vielmehr um eine ganzheitliche Lösung, die alle Darstellungsoptionen wie Smartphone, Tablet, Ultrabook, Arbeits-PC und sogar Fernseher mit einbezieht.

5. Zukünftige Entwicklung mobiler Suchanfragen

Die Kollegen von gjuce haben hier einmal eine mögliche Entwicklung der Suchanfragen mobil vs. Desktop abgeleitet und in ein Kurvendiagramm gegossen. Ich würde hier nicht auf die exakte Nachkommastelle achten, halte den Trend aber für sehr realistisch:

Mobile Suche vs Desktop Dusche (c) gjuce
Mobile Suche vs Desktop Dusche (c) gjuce

Fazit: Prüfen Sie, welche Zielgruppe und Nutzungszenarien in Frage kommen

Dies waren 5 Gründe, die für den positiven Nutzen und die zunehmende Relevanz einer mobilen Webseite sprechen, auch wenn man nicht gerade Deutsche Bahn oder Lufthansa heißt.

Wenn Sie herausfinden möchten, ob sich eine mobil darstellbare Webseite für Ihr Unternehmen jetzt schon lohnen kann, sollten Sie sich die folgenden Fragen stellen:

  • Welche Handlung/Konversion soll beim Besuch Ihrer Webseite ausgelöst werden?
  • Wie sehen Ihre Zielgruppen aus?
  • In welchen Situationen nutzen diese Zielgruppen Ihre Webseite?
  • Welche Inhalte sollten mobil angeboten werden und welche nicht um die angestrebten Konversionen zu erreichen?
  • Sollte die bestehende Webseite „mobilisiert“ werden oder ein eigener mobiler Kanal eingerichtet werden?

 

Sieht Google PR-Meldungen und Pressemitteilungen als unerlaubte SEO-Maßnahme?

Google hat letzte Woche seine Webmaster Rules für Linktauschprogramme geändert, wie SiliconvalleyWatcher Tom Foremski bei ZDnet schreibt. Tom sieht in den Änderungen besonders einen Angriff von Googles auf PR-Agenturen. Ich denke, seine Erkenntnisse sind weit reichender und lassen sich auf jede Webseite übertragen, die Inhalte verbreiten und Traffic kanalisieren und Besucher anziehen will.

Google hates any other business that promotes other businesses because Google wants that money.

Das ist seine Kernaussage – nicht ganz wörtlich übersetzt: Google wird langfristig gegen alle Unternehmen vorgehen, die andere Unternehmen online promoten. Weil Google diese Kohle selber haben will. Und weiter heißt es, dass Pressemitteilungen eine Form von SEO sei. Ob die PR-Industrie diese Ansicht teile oder nicht sei dabei irrelevant, weil Google hier die Definition, den Umgang damit und etwaige Sanktionen festlegt.

Was ist denn jetzt eigentlich genau das Problem mit Pressemitteilungen?

Bis heute hat Google weder eigenes Marketing betrieben, um sich als beste Suchmaschine zu positionieren, noch hat Google einen Marketing-C-Level im Organigramm stehen und – wie Foremski feststellt – ist Google sehr stolz darauf, dafür zu sorgen, dass sie zur Selbststeuerung des Internet beitragen, indem automatisch immer die besten Suchergebnisse nach oben kommen. Das funktioniert natürlich nur so lange, wie (verdeckt) bezahlte Werbeangebote nicht die Ergebnisse verfälschen.

Soweit zur Google-Romantik und dass es qualitativ hochwertige Suchergebnisse bieten will. Auf der anderen Seite der Medaille steht ja noch etwas anderes, sehr nachvollziehbares: Google will AdWords verkaufen. Je besser die inhaltlichen Suchergebnisse, desto besser funktionieren auch die AdWords. Doof, wenn Agenturen Budget von AdWords abziehen, dass dann in bezahlte Beiträge fließt, die wiederum die Suchergebnisse verschlechtern. Quasi eine Lose:Lose-Situation für Google.

Früher bedeutete Qualität v.a. Anzahl von Links auf eine Seite. Je mehr unabhängige Links, desto höher rankte die Seite. Dann kam das Panda-Update und damit der stärkere Fokus auf Qualität. Das bedeutete: Bezahlte Links und SEO-Tricks wurden ausgesiebt, Usability und schnelle Ladezeiten trugen zur Qualitätssteigerung und damit zur Verbesserung des Suchrankings einer Seite bei. Die reine Anzahl an Backlinks wurde zum ersten Mal in den Hintergrund gedrängt.

Mit dem Penguin-Update und Penguin 2.0 wurde der Fokus noch weiter auf externe Linkqualität, Link- und Ankertexte  innerhalb von Webseiten gelegt sowie auf den strukturierten Aufbau von Webinhalten und deren Verbreitung durch Social Signals – hierzu hat ein Kollege eine 5-teilge Artikelserie geschrieben.

Was machen PR-Agenturen in Googles Augen falsch?

Sie verwässern und verschlechtern die Suchergebnisse durch gezielt platzierte Gast-Beiträge, bezahlte Beiträge in Blogs, Advertorials, bezahlten Twitter- und Facebook-Shares, gekauften Followern etc. Hier die drei neuen Punkte, die der Google Webmaster Doku hinzugefügt wurden:

  • Links mit optimiertem Ankertext in Artikeln oder Pressemitteilungen, die auf anderen Websites verteilt sind. Beispiel:
    Das Angebot an Trauringen ist riesengroß. Wenn Sie eine Hochzeit planen, suchen Sie sicher nach dem besten Ring. Sie müssen auch Blumen kaufen und einHochzeitskleid.
  • Artikel-Marketing im großen Stil oder das Posten von Kampagnen als Gast mit Ankertextlinks, die viele Keywords enthalten
  • Textanzeigen oder native Werbung, wo Artikel mit Links, die PageRank weitergeben, bezahlt werden

Für mich persönlich sind besonders die Wortwiederholungen ein Graus. Der gleiche Abschnitt zum Trauring-Beispiel aus den englischen Webmastertools macht das mit 3 mal „wedding“ und 2 mal „ring“ auf insgesamt 32 Wörter deutlicher:

Sie merken schon: Man merkt beim Lesen einfach selber, wann man es mit der Optimierung übertrieben hat 😉

Das Beispiel aus der Dokumentation zu „Forumkommentare mit optimierten Links im Post oder in der Signatur“ treibt es auf die Spitze:

Haben Sie also ein gutes Auge darauf, was Ihnen Ihre Agentur genau anbietet und in Ihrem Namen veröffentlicht – Letztendlich straft Google voraussichtlich v.a. den Kunden einer Agentur ab.

Betrifft das Problem nur PR-Agenturen?

Natürlich betrifft es im Kern- und Tages-Geschäft PR-Agenturen deutlich stärker als Unternehmen, die sich rein auf eigene Inhalte konzentrieren können. Aber auch hier kann es nicht schaden, für das Thema zu sensibilisieren und regelmäßig einen Blick in die Dokumentation von Googles Webmastertools zu werfen.

Doch die neuen Regeln werden mit ziemlicher SIcherheit auch auf bestehenden Content angewendet. Daher liegt es im eigenen Interesse die bestehenden Inhalte zu prüfen und ggf. nachzusteuern.

Tom Foremski malt für PR-Agenturen in den USA sehr, sehr schwarz, sieht sie in direkter Konkurrenz zu Google und stellt sogar in den Raum, Agenturen könnten von ihren Kunden verklagt werden, wenn durch die neuen Regeln nachträglich ein Schaden entsteht. Doch auch die zukünftige Arbeit wird nicht unbedingt erleichtert, wenn das Penalty-Damoklesschwert über jeder bezahlten Promotion schwebt. Die meisten PR-Profis in den Kommentaren des ZDnet-Artikels sind da deutlich entspannter.

Als jemand, der regelmäßig mit Google-Mitarbeitern aller Hierarchiestufen spricht gibt Tom den Rat: „Optimiert für Eure eigenen Kunden, damit die Suchmaschinen sich selber optimieren können“. Da ist durchaus etwas dran. Je besser die Webinhalte sind und je weniger Manipulationsversuche unternommen werden, desto mehr kann sich auch der Suchmaschinenanbieter auf sein Kerngeschäft konzentrieren, statt Zeit und Ressourcen in ein Katz-und-Maus-Spiel investieren zu müssen.

Meine persönliche Einschätzung ist, dass Google in den kommenden Monaten noch deutlich härtere Bandagen anlegen wird. Oder formulieren wir es so: Die Bandagen werden verfeinert, wenn nämlich der große Wust an massenhaften Presseportalmeldungen in den Griff bekommen wurde.
Denn wie gesagt: Es sieht jeden als Konkurrenten, der AdWords-Budget angreifen könnte.

Muss man mit Gastbeiträgen und Linktausch vorsichtiger werden?

Massive Kollateralschäden für alle Webseitenbetreiber sind derzeit eher nicht zu befürchten. So lange Beiträge einen Mehrwert liefern und nicht massiv in großer Zahl Links aufgebaut werden, sollte sich die Gefahr für einzelne Websitebetreiber in Grenzen halten wie SEOsweet hier auch im letzten Abschnitt beschreibt. Google geht es darum, systematische Massenverbreitung von Inhalten zu verhindern, deren einziger Zweck es ist, gezielt Suchergebnisse zu beeinflussen. Die Internetkapitäne raten dazu, die entsprechenden Methoden maßvoll einzusetzen.

Bleibt nur zu hoffen, dass Google gut unterscheiden kann, wo ein eigener und eigenständiger Beitrag aufhört und eine Pressemitteilung anfängt. 

Content-Marketing gab es schon immer!

Die Geschichte des Content Marketings

68 Aussagen zum Thema Content-Marketing hat RankSider letzte Woche zusammen gestellt (Wir twitterten bereits darüber). Bei eingehender Betrachtung der zahlreichen Zitate und Ausführungen fällt v.a. eine Aussage besonders auf:

Content-Marketing gab es schon immer!

Content Marketing umfasst im Prinzip alle Maßnahmen, die nicht direkt auf das Bewerben eines Produkts abzielen, sondern eher Interesse des Kunden wecken, Mehrwert bieten oder die richtige Anwendung eines Produktes demonstrieren: Rezepte, Kundenmagazine, Newsletter, Workshops, HowTo Videos, Schulungen, Whitepaper, Infografiken, Geschichten, Berichte vom Einsatz eines Produktes usw. Content-Marketing meint also Inhalte zum Zwecke des Marketing einzusetzen. Der umgekehrte Einsatz – also Marketing für Content zu betreiben – wird als Seeding bezeichnet und muss nicht zwangsläufig einen faden Beigeschmack haben, wenn es ehrlich und aufrichtig betrieben wird.

Einige der interessanten Aussagen zu Content-Marketing aus den gesamten 68:

  • Guter Content ist immer die Voraussetzung für erfolgreiche Publisher
  • Google wird immer besser darin, guten von schlechtem Content zu unterscheiden
  • Content Marketing ist keine Kampagne, kein abschließbares Projekt, sondern dauerhaftes Vorgehen
  • Die Kanäle und Dienste nutzen, die auch die Zielgruppen nutzen
  • Guter Content ist langfristig interessant für die Zielgruppe
  • Die richtigen Inhalte für die Zielgruppe anbieten

Content Marketing sollte natürlich nicht das einzige Pferd sein, auf das gesetzt wird. Sowohl im Online- als auch im „Offline“-Marketing sollten weitere Maßnahmen je nach Projekt und Marketing-Ziel eingesetzt werden:

  • OnPage SEO / OffPage SEO
  • Bannerwerbung / AdSense
  • Social Media Marketing
  • Empfehlungsmarketing
  • E-Mail Marketing
  • Linkbuilding
  • Affiliate- und Partner-Programme

Wobei attraktive und interessante Inhalte, die für den Kunden auch unabhängig vom beworbenen Produkt von Nutzen sind, im Grunde immer die Basis darstellen um die o.g. Maßnahmen sinnvoll einzusetzen.

Content ist und bleibt eben King. Und wie lange schon zeigt diese Infographik von inboudVisibility:

Content Marketing ist nicht neu - Love your Content
Content Markting ist nicht neu Quelle: InboudVisibility