Rückblick auf das 3. e-Spirit Usergroup Treffen

In der vergangenen Woche nahmen vier unserer FirstSpirit-Entwickler_innen am dritten Treffen der e-Spirit Usergroup statt. Die Veranstaltung fand hervorragenden Zulauf: Rund 50 Teilnehmer_innen, bestehend aus e-Spirit Lösungs- und Implementierungspartnern sowie Kollegen von e-Spirit und dem DAM-Hersteller CELUM, fanden sich am 7. Februar im Sheraton Airport Conference Center in Frankfurt ein.

Begrüßung und Agenda

Dirk Langenheim von Intentive, Mitgründer und Vorstandsmitglied der e-Spirit Usergroup, eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßung und einem “Warm-up”Auftakt, in dem er anhand einiger Kundenaussagen die allgemeine Situation in Kundenprojekten umriss. Die bestehenden und oft nicht so flexiblen Infrastrukturen bei vielen Kunden beschrieb er bspw. als eine Hürde für den Wechsel auf ein neues Content Management System. CMS-Projekte auf der “grünen Wiese” sind eben so gut wie ausgestorben.

Im Folgenden standen dann diese Vorträge auf der Agenda:

  • TranslationStudio bzw. Übersetzungsmanagement – Dr. Patrick Sandmann von ID-Media
  • Vorstellung CELUM und CELUM Connect – Gerd Laski von CELUM
  • MondayWebforms & Pinuts Universal Messenger – von Monday Consulting und Pinuts
  • Zukünftige Rolle eines CMS – Lars Onasch von e-Spirit
  • CaaS Case Studies – Lars Onasch / Sebastian Glock von e-Spirit
  • Role Specific View Architecture – Sebastian Glock von e-Spirit

Übersetzungsprozesse optimieren mit dem TranslationStudio

Dr. Patrick Sandmann, CEO von ID-Media, stellte das FirstSpirit Modul “TranslationStudio” vor. Das Übersetzungsmanagement-System organisiert einen effizienten und kostenoptimierten Übersetzungsprozess für Website-Inhalte, indem es das FirstSpirit CMS über einen Connector mit dem verwendeten Translation Management Systemen wie Across oder Trados verbindet.

Der Redakteur wählt die zu übersetzenden Inhalte oder auch ganze Projekte im FirstSpirit aus, exportiert sie und übergibt sie dem TranslationStudio. Der Content wird dort in die vorgegebene Zielsprache übersetzt, automatisiert wieder ins FirstSpirit importiert und kann dann publiziert werden.    

Damit bietet das Modul besonders für Website-Projekte mit vielen Länder- und Sprachvarianten eine deutliche Vereinfachung und Zeitersparnis.

Vorstellung CELUM DAM und Integration in FirstSpirit

Der Vortrag von Gerd Laski, Partnermanager der CELUM GmbH, startete mit der Vorstellung des CELUM DAM. Das professionelle Digital Asset Management System verwaltet und organisiert alle Mediendateien eines Unternehmens unter Berücksichtigung von Rollen- und Berechtigungskonzepten und verteilt diese aktuell und im passenden Format aufbereitet in die verschiedenen Marketing- und Vertriebskanäle.

Vorstellung CELUM DAM

Vorstellung des CELUM DAM

Gerd Laski stellte außerdem das CELUM Ökosystem vor, dass eine Reihe von CELUM Produktvarianten umfasst, die komplette Inhaltssysteme wie Social Media Management, Markenportale und Content Integration optimieren.

Der anschließende Video-Einblick in den von uns entwickelten CELUM Connector, der das CELUM DAM in das FirstSpirit CMS integriert, stieß auf breites Interesse. Die Anbindung von CELUM an das CMS ermöglicht den Redakteuren den direkten Zugriff auf die im DAM abgelegten Mediendateien, ohne die FirstSpirit-Benutzeroberfläche verlassen zu müssen. Dies reduziert u.a. den Arbeitsaufwand und die Fehleranfälligkeit bei der Website-Pflege.    

Was haben MondayWebforms und der Universal Messenger miteinander zu tun?

Monday Consulting und Pinuts gaben in ihrer gemeinsamen Live-Demo einen Überblick über MondayWebforms, einem mächtigen Formularmanager von Monday Consulting, und dessen enges Zusammenspiel mit dem Universal Messenger von Pinuts, einem Tool für den optimierten Kundendialog bspw. via E-Mail-Marketing.

Webforms integriert eine neue Eingabekomponente in FirstSpirit, mit der Redakteure jede Art von Formularen, auch mit komplexen Anforderungen, einfach und intuitiv erstellen können.

Der Universal Messenger von Pinuts, der an das FirstSpirit CMS angebunden wird, verarbeitet Anfragen, die über solche Formulare generiert werden und wertet diese aus.

Zwischen Webforms und dem Universal Messenger gibt es jetzt eine Schnittstelle, welche das Mapping der Benutzer-Eingabe zu der dahinterliegenden Datenbank möglich macht. Diese Schnittstelle erlaubt dem Redakteur auch ein automatisches Mapping, sowie Einbindung von Vorgabewerten wie z.B. Werte für Anrede oder Abteilung.

Quo vadis CMS?

Nach einer Mittagspause mit Zeit zum Austauschen und Netzwerken leitete Lars Onasch von e-Spirit mit ein paar Überlegungen zur Zukunft des CMS das Nachmittagsprogramm ein.

Einblick in die CMS-Zukunft durch e-Spirit

Einblick in die CMS-Zukunft durch Sebastian Glock von e-Spirit

Welche Rolle wird ein CMS in den nächsten Jahren spielen und wie wandeln sich seine Aufgaben und Funktionen? Als mögliches Szenario wurde skizziert, dass ein CMS nur noch der reinen Bereitstellung von Content für verschiedene Endgeräte dienen wird, ohne ein konkretes Layout zu definieren. Die Inhalte werden dann von den Devices, zu denen zunehmend smarte Geräte zählen werden, abgerufen, User-individuell konfiguriert und ausgespielt.  

Case Studies zur Content-as-a-Service-Lösung (CaaS)

Zu diesen Gedanken passte der nächste Beitrag von Sebastian Glock und Lars Onasch gut: Sie stellten anhand einiger Case Studies den Einsatz der e-Spirit Content-as-a-Service-Lösung (CaaS) vor. Diese wurde auf der dmexco 2016 erstmals präsentiert und trägt der zunehmenden Digitalisierung und der stetig größeren Zahl an Touchpoints Rechnung. Diese müssen mit entsprechenden Mengen Content “gefüttert” werden. Mit der Content-Everywhere-Lösung können Inhalte CMS-unabhängig über eine API von verschiedenen Geräten abgerufen werden. Dazu müssen die Ausgabekanäle nicht vorher im Backend programmiert werden.  

Die unterschiedlichen Case Studies zeigten, dass die CaaS-Lösung sehr vielseitig und flexibel zu nutzen ist: Sie wurde bisher von jedem Kunden auf eine andere Weise und für andere Anforderungen, aber jedes Mal erfolgreich eingesetzt.

Role Specific View Architecture

In einem letzten Beitrag stellte Sebastian Glock die e-Spirit-Pläne zum Umbau des FirstSpirit Serversystems vor. Vorgesehen ist ein Baukasten-System für einzelne Komponenten, so dass es zukünftig viele kleine Microservices statt eines großen Servers geben soll. Außerdem ist ein separater Delivery Server für die Ausgabe der Webseiten geplant. Diese Änderungen sollen es Administratoren ermöglichen, einen Client zielgerichteter nach ihren Bedürfnissen zusammen zu stecken. Die Redaktion bekommt dann nur die Funktionen angezeigt, die auch wirklich benötigt werden.

Diskussionsrunden

Im Anschluss an die Vorträge gab es verschiedene Diskussionsrunden zu den bisher gehörten Themen, die mehr oder weniger gut besucht waren.

Mit den Vertretern von e-Spirit wurden u.a. Lizenzthemen diskutiert. Außerdem regten die Teilnehmer an, die Möglichkeiten für ein Distributed Development besser zu optimieren. Immer das Ziel im Blick, dass mehrere Entwickler effizienter zeitgleich an einem Projekt arbeiten können.

Enablement war ein weiteres wichtiges Thema. Um seine Partner-Agenturen noch besser im Projektgeschäft zu unterstützen, sind für die Zukunft mehr Webinare, WebEx-Meetings und Techinare speziell für Entwickler geplant. Einige haben in den letzten 4 Monaten schon stattgefunden, wie z.B. eins zum Thema “Neue Eingabekomponenten und DataAccessPlugins“. Einer unserer Themenwünsche in dem Zusammenhang ist die Vorschau eines hybris-Fensters bei der Integration der E-Commerce-Shopsoftware in FirstSpirit.

In einer Diskussionsrunde zum Projekt- und Modul-Entwicklungsprozess, die unsere FirstSpirit-Entwicklerin Mareike angestoßen und moderiert hat, fand ein gelungener Austausch zu den eingesetzten Technologien und Vorgehensweisen statt. Der Agentur-übergreifende Austausch wurde als sehr positiv empfunden.

Unser Fazit

Für uns war dieses Usergroup Treffen ein sehr interessanter Tag mit viel wertvollem Input und neuen Bekanntschaften. Selten haben wir sonst die Gelegenheit zu einem solch intensiven Austausch mit anderen FirstSpirit-Entwicklern.

Die nächste e-Spirit Usergroup ist bereits in Planung und das ist gut so, denn das Interesse an einem regelmäßigen Austausch ist groß. Unser Wunsch für zukünftige Treffen ist, dass die Beiträge noch stärker und konkreter in die Tiefen technischer Themen gehen. Wir freuen uns auf die nächsten Veranstaltungen!

Übrigens: Nähere Informationen zur e-Spirit Usergroup, seiner Gründung und seinen Zielen finden Sie auch hier:

1 Jahr e-Spirit Usergroup – ein Rückblick
Mitgründer Andreas Kämmer im Interview: Die wichtigsten Erkenntnisse aus einem Jahr e-Spirit Usergroup

Über Jörn Stengel

Arbeitet seit 2009 bei comspace als Web Developer & Teamleiter. Spezialisiert auf Java-Lösung, kümmert er sich um Projekte im FirstSpirit und OpenText DeliveryServer Umfeld.
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