Sharedien trifft FirstSpirit: Wie eine saubere DAM-Integration die Asset-Ausspielung beschleunigt

Das Szenario kennt sicherlich jede:r Redakteur:in: Veraltete Porträtfotos stehen auf der Teamseite oder PDF-Broschüren aus dem vergangenen Jahr sind immer noch im Umlauf. Das Management digitaler Inhalte wird ohne eine zentrale Basis schnell unübersichtlich. Medienbrüche und manueller Suchaufwand kosten nicht nur Nerven, sondern auch wertvolle Zeit im Marketing-Alltag. Wenn nicht klar ist, wo welches Asset in welcher Version liegt, leidet am Ende die Konsistenz des gesamten Markenauftritts. 

In ihrem Talk auf unserem diesjährigen Rooftop Hub Event haben Moritz Niederlag, Product Owner Web CMS bei unserem Kunden Weidmüller, und Jörn Stengel, Teamleitung Webentwicklung bei comspace, gezeigt, wie wir diese Herausforderung für Weidmüller gelöst haben. Die Antwort liegt in einer nahtlosen DAM-Integration (in diesem Fall Sharedien) und CMS (FirstSpirit).

Die Ausgangslage: Wenn das DAM nur als Fileshare agiert

Weidmüller ist ein Global Player der Elektrotechnik. Mit über 6.000 Mitarbeitenden und Präsenzen in 80 Ländern fallen riesige Mengen an digitalen Assets an. Bevor die neue Lösung stand, sah der Alltag oft so aus:

  • Datensilos: Das DAM und das CMS waren zwei völlig getrennte Welten.
  • Manuelle Prozesse: Bilder wurden heruntergeladen, lokal gespeichert und wieder im CMS hochgeladen. Das ist ineffizient und fehleranfällig.
  • Veraltete Inhalte: Es gab keine Versionskontrolle. Das führte dazu, dass nicht mehr aktuelle Standorte oder Produkte auf der Website sichtbar blieben.
  • Doppelte Datenhaltung: Assets lagen verteilt auf Filesystemen, CMS-Servern und lokalen Festplatten.

Das Konzept: Sharedien als Single Source of Truth

Das Ziel war klar: Es darf nur noch einen Ort geben, an dem die Wahrheit über ein Bild oder ein Dokument liegt – das Digital Asset Management (DAM). Sharedien übernimmt diesen Part. Das FirstSpirit CMS dient als reiner Ausspielungskanal (Content Delivery Layer).

Zwei Wege für maximale Performance bei der DAM-Integration

Wir haben uns bei der technischen Umsetzung für zwei unterschiedliche Ansätze entschieden, um das Ausspielen von Assets möglichst effizient zu gestalten:

  1. Bildmedien (Spiegelung): Bilder werden im Moment der Verwendung von Sharedien nach FirstSpirit gespiegelt. Warum? Weil die Redaktion dann die nativen Tools von FirstSpirit nutzen kann. So lassen sich Bildausschnitte für verschiedene Endgeräte direkt im CMS anpassen. Beim Drag & Drop eines Bildes erkennt FirstSpirit dank KI-Unterstützung Fokuspunkte und Point of Interests wie bspw. Gesichter und schneidet das Bild automatisch zu.
  2. Downloads (Referenzierung): Riesige PDF-Kataloge oder Firmware-Updates (manchmal mehrere Gigabyte groß) haben im CMS nichts zu suchen. Diese Dateien bleiben in Sharedien und werden nur über das CDN (Content Delivery Network) referenziert. Das spart Speicherplatz und sorgt für eine hohe Performance.

Der Redaktionsalltag: Drag-and-Drop statt Suchen

Wie sieht das Ganze für die Redakteur:innen aus? Erstaunlich einfach. Wer im Content Creator von FirstSpirit arbeitet, muss das System für die Bildsuche nicht mehr verlassen:

  • Über einen integrierten Asset-Picker wird direkt in Sharedien gesucht.
  • Das gewünschte Bild oder PDF wird einfach per Drag-and-Drop in die Seite gezogen.
  • Änderungen am Original-Asset in Sharedien (z. B. eine neue Version einer Broschüre) werden automatisch übernommen. Dank eines „Eventbus“ weiß das CMS sofort, wenn es etwas Neues gibt.

Wie das in der Live-Umgebung aussieht, kannst du dir in unserer Talk-Aufzeichnung ansehen, die du am Ende dieses Beitrags findest.

Warum sich der Aufwand lohnt

Für Marketingverantwortliche und Webentwickler:innen bietet diese Integration deutliche Vorteile:

  • Governance & Sicherheit: Redakteur:innen sehen nur Bilder, die für den Kanal CMS freigegeben sind. Rechtliche Probleme durch abgelaufene Lizenzen gehören der Vergangenheit an.
  • Hohe Datenqualität: Es gibt keinen Wildwuchs mehr. Alle Assets sind sauber verschlagwortet und zentral gepflegt.
  • Effizienz: Die Zeitersparnis ist gewaltig, da das manuelle Hin- und Herspringen zwischen Systemen entfällt.
  • SEO-Vorteile: Metadaten und Dateinamen werden automatisch für Suchmaschinen optimiert ausgespielt.

Fazit

Die Ausführungen von Jörn und Moritz machen deutlich: Eine durchdachte Integration von CMS und DAM schafft eine verlässliche Datenbasis und macht Schluss mit zeitraubenden Medienbrüchen im Redaktionsalltag. Durch automatisierte Workflows gewinnen Marketing-Teams spürbar an Effizienz, während die IT von einer sauberen, performanten Systemarchitektur profitiert. Am Ende steht ein moderner Webauftritt, der ohne doppelten Pflegeaufwand auskommt und flexibel mit neuen Anforderungen wachsen kann.

Schau dir den Talk an

Du willst sehen, wie das Ganze live im System aussieht? Moritz zeigt im Video die Integration direkt im Content Creator. Schau gerne hinein!

Wenn auch du mehr Effizienz für deine Content-Prozesse schaffen willst, lass uns über eine nahtlose System-Integration sprechen. Melde dich gerne für einen unverbindlichen Austausch bei uns!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dieses Formular speichert Deinen Namen, Deine E-Mail-Adresse sowie den Inhalt, damit wir die Kommentare auf unserer Seite auswerten und anzeigen können. Weitere Informationen findest Du in unserer Datenschutzerklärung.