Richtlinien zum technischen Aufbau von Webinhalten: Die Webseite auf Herz und Nieren testen (Teil 2.1)

Zu einer Webseite gehört auch die regelmäßige Prüfung, ob diese entsprechend den eigenen Vorstellungen funktioniert und seitens der Besucher sowie den Suchmaschinen-Crawlern abgerufen werden kann.

404 Fehler - Webseite - Inhalt nicht gefundenBesonders wichtig ist dabei zum Beispiel das Prüfen von internen und externen Links und eben das Vermeiden von 404-Fehlerseiten. Denn sowohl für den Besucher wie auch für Suchmaschinen ist es nicht von Vorteil, wenn Inhalte aufgrund fehlerhafter Links nicht erreichbar sind – der Besucher erhält somit den gewünschten Mehrwert nicht und verlässt die Webseite mit dem Gedanken „die Webseite ist unbrauchbar und funktioniert nicht“ und Suchmaschinen können den brandaktuellen und wichtigen Inhalt nicht in die Suchergebnisse aufnehmen, da dieser nicht verfügbar ist und mit hoher Wahrscheinlichkeit einen 404-Fehler liefert. Ebenfalls sollte auch eine hohe Anzahl von 404-Fehlern vermieden werden – dazu ist es einfach wichtig, regelmäßig, z.B. einmal im Monat, die Verlinkungen durch Programme wie Xenu’s Link Sleuth und durch Inanspruchnahme der Google Webmaster Tools zu prüfen und eventuelle Fehler zu begradigen.

Häufig verstecken sich aber auch Fehler im Detail – wie bereits im vorigen Artikel zum Thema „Richtlinien zur Gestaltung von Webinhalten: Aufbau des Inhalts (Teil 1)“ angesprochen sollten Webseiten einer regelmäßigen Prüfung auf Syntax-Fehler unterzogen werden. Dies sollte durch einen sogenannten W3-Validator geschehen – neben der rein technischen Überprüfungen des HTML / CSS Quellcodes ist eine Überprüfung der verschiedenen Webbrowser einschließlich ihrer unterschiedlichen Versionen eine durchaus sinnvolle Maßnahme. Beispielsweise kann eine Webseite im Internet Explorer 6 anders aussehen als im Internet Explorer 9, denn es gibt Unterschiede zwischen den einzelnen Browseranbietern wie z.B. Mozilla Firefox, Microsoft Internet Explorer oder den Safari von Apple. Der Grund für die unterschiedlichen Darstellungen von Webseiten in verschiedenen Browsern liegt in der Interpretation von HTML/CSS Elementen. Beispielsweise kann es sein, dass ein Mozilla Firefox ein HTML-Element anders interpretiert als der Internet Explorer. Eine gute Übersicht zu den Unterschieden einzelner HTML-Elemente und CSS-Elemente sind auf der Webseite css4you.de zu finden. Des Weiteren kann die Darstellung einer Webseite in verschiedenen Browsern sehr einfach auf Browsershots.org überprüft werden.

Ein weiteres Kriterium, dass durchaus im Auge behalten werden sollte, ist die Ladezeit einer Webseite – es ist bereits länger bekannt, dass die Ladezeit ein Kriterium für das Ranking einer Webseite ist und auch Google hat den Pagespeed bereits in die Google Webmaster Tools aufgenommen. In den Google Webmaster Richtlinien sagt Google selbst zum Pagespeed, dass schnelle Webseiten die Zufriedenheit der Nutzer und die Gesamtqualität des Internets steigern. Lange Ladezeiten sorgen allgemein dafür, dass Besucher schnell abspringen und selbst in der heutigen Zeit gibt es noch die einen oder anderen Internetnutzer, die aufgrund von ländlichen Begebenheiten nicht in der Lage sind, mit DSL-Geschwindigkeit das Internet zu erleben. Auch hier sollte eine regelmäßige Überprüfung der Webseiten-Geschwindigkeit erfolgen. Dazu eignen sich nachfolgende Tools aus dem Hause vn Google.

Unsere Empfehlung ist das Tool von GTMetrix, da dieses eine sehr angenehme und v.a. verständliche und strukturierte Übersicht bietet. Des Weiteren lassen sich schnell Optimierungspotentiale, wie z.B. die Optimierung von Bildgrößen/Dateigrößen, erkennen.

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Über René Renk

Ist SEO-Consultant bei comspace und zuständig für die Bereiche Beratung, Analyse und Optimierung von Internetseiten. Im comspace-Blog schreibt er Artikel zu den Themen SEO, SEM und Marketing Events sowie über aktuelle Trends im Rahmen des Online Marketings.
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