Familienfreundlich arbeiten bei comspace

Das neue Jahr hat für mich mit einer beruflichen Veränderung begonnen: Seit Februar arbeite ich bei comspace – als Personalerin und als Mutter. “Geht das?”, werde ich oft gefragt. Und wie! Meine Erfahrungen aus den ersten Wochen möchte ich in diesem Blogbeitrag teilen und die Familienfreundlichkeit von comspace als Arbeitgeber und den Erfolgsfaktor Familie beleuchten.

Familienfreundlichkeit (hier eine interessante Studie von 2012) ist ein häufig genutztes Aushängeschild von Unternehmen. Aber was steckt im Einzelfall dahinter? Wie findet man einen familienfreundlichen Arbeitgeber? Laptop und Blackberry für jeden Mitarbeiter, die neben der angepriesenen Flexibilität auch immer einen gewissen Erreichbarkeits-Zwang mit sich bringen? Wie ernst darf man die vielfach beworbene Vereinbarkeit von Familie und Beruf tatsächlich nehmen? Nach einigen Wochen bei comspace kann ich nun sagen: Sehr ernst!

comspace Spielzeugkiste

comspace Spielzeugkiste

Flexible Teilzeit

Für mich fing dies bereits bei meinem Vorstellungsgespräch an: In der Stellenausschreibung war die Rede von “flexibler Teilzeit”. Klar bin ich flexibel! Schließlich tun wir mit der Unterstützung von Tagesmutter, Oma und Opa alles, um eine reibungslose Kinderbetreuung sicherzustellen. “Nein, das hast du du falsch verstanden,” wurde ich direkt korrigiert. “WIR sind flexibel. Du darfst dir aussuchen, an welchen Wochentagen du zu welchen Zeiten arbeiten möchtest.” Wow, damit hatte ich nicht gerechnet. Und so arbeite ich jetzt (wie viele meiner Teilzeit-Kolleginnen auch) in einer 4-Tage-Woche mit einem freien Wochentag für die Familie.

Im Notfall ohne Babysitter: Die Spielkiste

Mit den positiven Überraschungen ging es übrigens noch vor meinem 1. Arbeitstag weiter. Ausgerechnet am Tag meiner Vertragsunterzeichnung wurde die Tagesmutter meiner Tochter krank, Ersatz war so kurzfristig nicht zu finden. Also habe ich die Kleine einfach mitgenommen und wir wurden herzlich empfangen. Meine Tochter wurde mit Keksen umworben und mit Spielzeug aus der firmeneigenen Spielzeugkiste bei Laune gehalten, während ich in Ruhe meinen Arbeitsvertrag unterschrieben habe.

Und was, wenn die Kids krank werden?

Auch bei uns ließ der “Ernstfall” natürlich nicht lange auf sich warten: Die erste Kinderkrankheit. Ich musste spontan einen Tag Zuhause bleiben. Kein Problem, ich konnte einfach meinen freien Wochentag tauschen. Mehr Verständnis und Flexibilität kann man eigentlich nicht erwarten.

Technik und flexible Arbeitszeiten und trotzdem entspannten Feierabend

Einen Laptop und ein Blackberry habe ich übrigens nicht bekommen. Flexibles Arbeiten ist hier dank der web-basierten Arbeitsumgebung sowieso jederzeit von jedem Ort aus möglich. Trotzdem ist Arbeiten außerhalb der Arbeitszeit eher eine Ausnahmeerscheinung und die Freizeit bleibt das, was sie sein sollte: Zeit fürs Private, Hobbys, für Freunde und Familie.

So sieht es bei den anderen Mitarbeitern bei comspace aus:

Meine Erfahrungen sind keine Einzelfälle, wie die Geschichten meiner Kolleginnen und Kollegen beweisen:

  • Dass das Ganze manchmal mehr als die Summe seiner Teile ist, beweisen zwei meiner Kolleginnen. Beide teilen sich halbtags eine Vollzeitstelle und arbeiten an je 4 Vormittagen. Eine Kollegin ist Expertin im Bereich Marketing, die andere im PR-Bereich. Doppeltes Fachwissen in einer klassischen Stelle vereint – effizienter geht’s nicht.

  • Eine andere Kollegin bekam während ihrer Ausbildung Nachwuchs. Nach der Elternzeit konnte sie ihre Ausbildung wieder aufnehmen – mit reduzierter Stundenzahl und bei voller Ausbildungsvergütung.

  • Auch bei den Männern beliebt: Die Elternzeit. Immer mehr Kollegen verbringen die ersten Monate mit ihrem Nachwuchs.comspace freut sich über diese Entwicklung und unterstützt die familiäre Auszeit und den Wiedereinstieg bei den Mitarbeitern.

Familienfreundlichkeit wird ernst genommen

Für mich ist die Familienfreundlichkeit bei comspace vor allem eins: Glaubwürdig. Schließlich sind wir alle immer ein bisschen von allem: Sohn oder Tochter, Mutter oder Vater, Freund oder Freundin und eben comspace’ler. Eine klare Trennung zwischen diesen Rollen ist nicht möglich und Arbeitgeber müssen sich flexibel auf die jeweiligen Lebenssituationen ihrer Mitarbeiter einstellen, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und motivierte Mitarbeiter zu binden. Bei comspace geschieht dies bereits in vielen Bereichen:

  • Räumlich und zeitlich flexible Arbeitszeitmodelle

  • Flexible Karrierepfade

  • Bezuschussung von Kindergartenbeiträgen

  • Sonderurlaub bei Einschulung eines Kindes

  • Möglichkeit von Sabbaticals

  • Unterstützung pflegebedürftiger Angehöriger.

Mehr zu Thema gibt es zum Beispiel auf den speziell eingerichteten Seiten der Bertelsmann Stiftung:

Und beim  Ministerium für Wirtschaft und Energie das sich selbst als familienfreundlichen Arbeitgeber beschreibt

Zertifizierung als familienfreundlicher Arbeitgeber der Bertelsmann Stiftung

Über Sarah Biendarra

Ist im Bereich Human Relations für Employer Branding, Recruiting, und Weiterbildung zuständig.
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Kommentare

  1. meint

    Toller Beitrag. Das klingt nach einem absoluten Traumjob. Ich glaube allerdings, dass diese Arbeitgeber sehr selten sind. Ich konnte nach der Elternzeit nicht in meinen alten Job zurück, denn mein alter Arbeitgeber war leider absolut nicht familienfreundlich. Also versuchte ich woanders mein Glück. Leider hatte ich das Gefühl, dass bei vielen Firmen das Wort „Mutter“ im Lebenslauf sofort ein rotes Tuch war. Da ich leider keine Festanstellung finden konnte, versuche ich es jetzt als selbstständige Redakteurin und Bloggerin und hoffe so, auf mehr Glück. Lg, Dajana

    • Sarah Biendarra meint

      Hallo Dajana,
      ich kann deine Situation gut nachvollziehen. Auch ich hatte bei etlichen Bewerbungen das Gefühl, von vornherein aussortiert worden zu sein. Vielleicht hast du auf diesem Weg deinen Traumjob in der Selbständigkeit gefunden. Ich wünsche dir viel Erfolg und Freude damit!
      Gruß, Sarah

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