Wozu braucht ein Unternehmen ein DAM, wenn es schon ein CMS hat?

DAM vs. CMS Headerbild

Ein Content Management System (CMS) wird mittlerweile in nahezu jedem Unternehmen eingesetzt, um den digitalen Content auf einer Plattform zu managen und von dort aus in die Marketingkanäle zu verteilen. Ein Digital Asset Management System (DAM) ist allerdings in vielen Unternehmen noch keine Selbstverständlichkeit. Schließlich verfügt auch jedes Content Management System über eine Mediendatenbank. Dort werden die verwendeten digitalen Mediendateien wie Bilder, Videos oder PDFs hochgeladen, abgelegt und in die verschiedenen Kanäle wie Corporate Website, E-Commerce-Seiten, Blogs, Social Media etc. ausgespielt. So weit, so gut.

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Wie United Airlines im PR-Desaster taumelt

“Is there a doctor on the plane?” ist eine Frage, die in Filmen immer wieder gestellt wird. United Airlines muss jetzt wohl mit “Nein” antworten und hat eine PR-Krise am Hals, die sich gewaschen hat.

Was ist passiert?

Ein Inlands-Flug von United war überbucht und 4 Mitarbeiter von UA wurden am Zielort des Fluges gebraucht. Weil niemand von den Passagieren freiwillig aussteigen und auf seinen Flug verzichten wollte, wurden per Zufall 4 Fahrgäste ausgewählt, die das Nachsehen haben sollten. Ein Fahrgast wollte das nicht akzeptieren und wurde aus dem Flugzeug gebracht – und das nicht gerade zimperlich. Wenig überraschend wurde der Vorfall von den anderen Passagieren gefilmt und ein Sturm der Entrüstung fegt seit gestern abend durch das Netz.

Hashtags zum Thema trendeten quasi sofort auf Twitter, die Videos wurden über Reddit verbreitet und es dauerte nicht lange, bis klassische Medien auf das Thema aufmerksam wurden.

Einsparungen an allen Orten

Die Gründe für den Shitstorm sind – wie immer – vielfältig. Zunächst: Warum konnte es zu so einem Zwischenfall überhaupt kommen? Wie die Wirtschaftswoche Anfang des Jahres berichtete, haben die Airlines in der letzten Dekade große Anstrengungen unternommen, um Kosten zu sparen und Einnahmen zu erhöhen.

Ein großer Teil dieser Anstrengungen konzentrierte sich anscheinend auf die Auslastung der Flüge und der Drehkreuze. Laut wallstreet-online.de wurden 2016 fast eine halbe Million Passagiere überbucht und mussten auf ihren Flug verzichten.

Der Spardruck sorgte dann wohl auch für den ersten Fehler in der aktuellen Krise: Das Personal versuchte, den Mitflug von vier Mitarbeitern zu erzwingen, nachdem das Angebot von Gutscheinen im Wert von zunächst 400 US-Dollar und später 800 US-Dollar nicht angenommen wurde.

Wie der Miami Herald berichtet, hätten die Mitarbeiter auch durchaus auf Flügen von anderen Airlines mitfliegen können, aber das wäre anscheinend teurer gewesen, als die Gutscheine für “echte” Passagiere.

Vom Feuer zum Waldbrand

Was aus einem Skandal dann ein Lauffeuer macht, ist – auch wie immer – die Krisenkommunikation. Die Lernfähigkeit von vielen Organisationen ist in dem Bereich scheinbar geringer, als angenommen. In ihrer Bachelor-Arbeit untersuchte Lisa Frauke Schild die Krisen-Kommunikation bei Lufthansa und – tadaaa! – United Airlines.

Sie beschreibt die Organisationsstruktur bei UA und spricht vom Crisis Manual:

“Das Crisis Manual beschäftigt sich mit Ereignissen wie Verspätungen, basierend auf unterschiedlichsten Ursachen, sowie mit einer Bandbreite von kleinen technischen bis hin zu größeren Problemen. Inhaltlich beschreibt das Crisis Manual die einzelnen Instanzen des Informationsflusses und gibt Abläufen einen zeitlichen Rahmen vor. “

Das hat hier entweder nicht gegriffen (“Auf welcher Seite steht noch mal Gewalt gegen Passagiere?”) oder einfach nicht funktioniert.

Insbesondere die Wortwahl und der Corporate Sprech sorgten für Reaktionen irgendwo zwischen Spott und Wut. Der Euphemismus “re-accomodate” für den Vorfall schlug besonders hohe Wellen.

https://twitter.com/hashtag/reaccommodate

 

Schnell wurden “alte” Vorfälle von United Airlines aus den Tiefen des Internets geholt. Das eine Mal, als der Hund eines Veterans “abused” wurde. Oder als eine blinde Frau allein im Flugzeug zurückgelassen wurde, anstatt, wie verabredet, vom Personal aus dem Flieger geleitet zu werden. Oder eben der Parade-Fall für Krisen-PR und die Auswirkungen (sprich: Kosten!) ihres Fehlens: United breaks Guitars.

Aus dem Flugzeug auf Wikipedia

Ich weiß nicht, ob es der einzige Krisen-Fall ist, der eine Wikipedia-Seite hat, aber es ist ein bemerkenswertes Kunststück. Über 16 Millionen Mal wurde das Musikvideo von Künstler Dave Carroll seit 2008 angesehen und Huffington Post sprach 2009 von einem direkten Schaden (angesichts des Börsenkurses) von 180 Millionen Euro.

Der Schaden des aktuellen Skandals dürfte um einiges kostspieliger werden. Der Börsenkurs der Aktie fiel zu Handelsbeginn schon mal kräftig:

screen-united-aktienkurs

 

Update: Der Kurs ist dann wieder ordentlich gestiegen und SpiegelOnline schreibt drüber.

Dave Carroll hat aus der Geschichte eine ganze Karriere gebastelt, er veröffentlichte weitere UA-Songs, schrieb ein Buch und steht als Speaker auf Bühnen und spricht über Kundenservice.

Während auf Twitter die Wellen hoch schlagen, ist Nicht-Kommunizieren durchaus eine nutzbare Strategie (ja, auch wenn Watzlawick da was einzuwenden hätte). Was aber problematisch ist, ist ein zweifelhaftes Statement gefolgt von Schweigen auf allen Kanälen. Der Newsroom von UA sieht aus wie ein verlassenes Western-Dorf, es fehlt nur das Tumbleweed.

Richtig kritisch und geschäftsgefährdend wird Krisenkommunikation aber dann, wenn sich die bisherige Rede als unwahr oder unehrlich herausstellt. CEO Munoz schwieg nicht komplett, er schickte eine E-Mail an seine Angestellten, in der er sich “hinter” seine Belegschaft stellte und das Opfer der Re-Accomodation als “disruptive” (störend) und belligerent” (angriffslustig) darstellte. Diese E-Mail wurde natürlich geleakt, ist ja klar.

Um der Geschichte noch die Krone aufzusetzen, hat CEO Munoz kürzlich einen Preis bekommen. Er ist PRWeeks “Communicator of the Year”. So gut kann sich das kein Drehbuchautor ausdenken.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen

Das ist eine alte Weisheit, und sie bestätigt sich jeden Tag wieder. In den wenigen Stunden seit dem Vorfall wurde ein Unzahl an Memes, Witzen und Reaktionen produziert, die, abgesehen vom kurzfristigen Imageschaden, auch eine langfristige Wirkung in den Suchergebnis-Seiten haben werden. Ein paar Perlen habe ich im Artikel untergebracht, aber unter dem Hashtag #NewUnitedAirlinesMottos finden sich noch viel kreative Wutausbrüche. Ein gutes Beispiel für die bleibende Wirkung zeigt zum Beispiel der Vergleich eines Reddit-Users: UA vs Emirates in Sachen Überbuchung

 

Update 12. April: Oscar Munoz hat nun reagiert und ein weiteres Statement abgegeben:

Dieses Statement hätte zu einem früheren Zeitpunkt viel Ärger vermieden. Was macht den Unterschied aus?

  • starke, empathische Worte
  • Verzicht auf Worthülsen und konkrete Sätze
  • klares Handlungsversprechen
  • klare Deadline
  • persönliche Verantwortung

Rückblick Online Marketing Konferenz 2017

Die 2. Online Marketing Konferenz (#OMKB) in der Stadthalle Bielefeld liegt hinter uns. Als Erstbesucherin war ich sehr gespannt, was mich erwartete und beeindruckt von der Menge der Teilnehmer. Rund 800 Besucher, eine gute Steigerung zu der schon sehr erfolgreichen Veranstaltung im vergangenen Premieren-Jahr, verteilten sich über die verschiedenen Vortragssäle und Workshop-Räume. (Und brachten letztere sehr schnell an ihre Kapazitätsgrenzen.)

Mit bis zu 5 parallelen Sessions in 7 Terminslots wurde von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr jede Menge meist sehr praxisbezogener Input zu Online Marketing-Themen, insbesondere aus den Bereichen SEO-, Social Media- und E-Commerce geboten. Als Besucher hatte man also die Qual der Wahl und hätte sich gerne in mehrere (virtuelle) Persönlichkeiten gespalten, um noch mehr spannende Themen mitzubekommen ;). Im Folgenden ein Auszug aus unseren besuchten Sessions.

True Fruits: Marketing für einen Saftladen

Nic Lecloux, einer der Gründer von TrueFruits, nimmt sich selbst nicht so ernst und startete den unterhaltsamen Vortrag über seinen “Saftladen” direkt mit einer Runde Sport und Bewegung für alle! Und natürlich mit Smoothies für alle Teilnehmer_innen :-).

TrueFruits macht einiges anders als andere Unternehmen. Nicht nur, dass sie mit ihrer Glas-Flasche einen Beitrag zur Umwelt und damit gegen Plastik leisten, sie sind natürlich auch durch ihre teils sehr provokanten Werbetexte immer wieder im Fokus von Diskussionen wie “Ist das noch lustig oder schon sexistisch?!”. Und die TrueFruits machen irgendwie doch immer ihr eigenes Ding draus. Trotz Plakat-Verbot in großen deutschen Innenstädten mieten sie sich dann halt privat Hausflächen für ihre Werbemittel. Und auch negatives Feedback in sozialen Medien bekommt immer eine passende Antwort vom TrueFruits-Team (und das übrigens sehr schnell, i.d.R. innerhalb von 2 Stunden).

Abseits davon macht TrueFruits auch einfach das, was ihnen gefällt. Sie haben keine bestimmte Zielgruppe, keine bestimmte Persona anhand derer sie ihre Marketingtexte oder Werbemittel ausrichten. Das Team erarbeitet Inhalte die ihnen selbst gefallen und der Erfolg gibt ihnen Recht – bisher haben diese auch immer irgendeine Kundengruppe getroffen. Was TrueFruits dennoch betrachten sind die einzelnen Kanäle. Der Fokus liegt deutlich auf Facebook und Instagram, weniger auf Twitter, da die (provokanten) Werbebilder aber auch das hübsch gestaltete Produkt auf beiden Kanälen eine höhere Aufmerksamkeit bekommen. Dabei wird kein Inhalt per copy paste für mehrere Kanäle genutzt, sondern jeder Kanal bekommt seine eigene Aufmerksamkeit und seinen eigenen Inhalt (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Vieles was TrueFruits macht ist mutig. Und zu mehr Mut ruft auch Nic Lecloux auf. Darum hat das Unternehmen in Eigenregie den “Eier aus Stahl”-Award ins Leben gerufen mit dem  zukünftig Unternehmen oder Menschen in der Öffentlichkeit ausgezeichnet werden, die Mut beweisen und ebenfalls “ihr Ding” durchziehen. Als erstes Unternehmen hat diesen Preis (der übrigens ein Originalabdruck der Hoden vom zweiten True-Fruits-Gründer Marco Knauf ist) übrigens Sodastream bekommen für ihre Anti-Plastikmüll-Kampagne “Shame or Glory”.

Auch wenn der Beitrag nicht viele praxisnahe Ansätze für meinen Arbeitsalltag geliefert hat – es war ein gelungener Auftakt in den Tag, mit einer spannenden Unternehmensgeschichte, der vor allem nochmal dafür sensibilisiert hat mutig zu bleiben :-).

Agiler Website Relaunch

Der Geschäftsführer der Agentur HDNET Eike Diestelkamp stellte zwei Projektmanagement-Methoden für den Website-Relaunch gegenüber: klassische Wasserfall-Methode versus agiles Projekt-Vorgehen.

Agil bedeutet für ihn erst einmal “das Unerwartete zu erwarten”. Und konkreter: iterativ statt phasenorientiert arbeiten. D.h. statt die unterschiedlichen Projektphasen wie Layout, Frontend, Backend, QS etc. nacheinander abzuarbeiten, erledigt ein agiles Team ein bisschen von allen Phasen gleichzeitig. Dadurch können relativ früh Projekt-Teilergebnisse erzielt werden und mit der Publizierung muss nicht gewartet werden, bis die ganze Website fertig ist. Unter Berücksichtigung der Tatsache dass eine Website eine Halbwertszeit von max. 3 Jahren hat, sind auf diese Weise auch Weiterentwicklungen und Änderungen einfacher möglich.

Agiles Projektmanagement versus Wasserfallmethode

Wichtig für das Anforderungsprofil eines Relaunch-Projekts ist die Planung von möglichst differenzierten User Stories. Diese entstehen anhand der folgenden 3 Fragen:

  • Wer möchte etwas (Personas)?
  • Was möchte er tun?
  • Warum will er das machen?

Da wir bei comspace unsere Kundenprojekte schon lange nach der agilen Projektmethode organisieren, waren die Erkenntnisse aus diesem Workshop nicht ganz neu für mich – aber nichtsdestotrotz eine gute Zusammenfassung der relevanten, Vorteile bringenden Punkte ;). Übrigens: Was gelungenes Projektmanagement noch ausmacht, berichten zwei unserer Projektleiter in diesem Blogbeitrag.

Mobile Conversion Optimierung

In meiner 2. Session von Nils Kattau ging es um Do’s und Dont’s für das mobile Web: Welche Informationen sind wichtig und wie sollten diese aufbereitet sein, um Conversions im mobilen E-Commerce zu erzielen?  

Anhand von einigen Positiv- und Negativ-Beispielen gab Nils Kattau sehr präzise Tipps für mobile Optimierungsansätze:

  • Die Relevanz der Inhalte in der mobilen Website-Variante ist bedeutend höher ist als in der Desktop-Variante.
  • Eine Möglichkeit zur einfachen, klaren Interaktion sollte gegeben sein (gutes Bsp. Sistrix).
  • Das “Above the fold”-Thema ist mobil nicht so wichtig, weil wir das Scrollen auf dem  Smartphone gewohnt sind.
  • Auf die Lesbarkeit (Schriftgröße) und Größe und Abstand der zu klickenden Buttons sollte geachtet werden. (Stichwort #wurstfingerkonformität ;))
  • Für Shops: Nicht nur die Seite selbst muss responsiv sein, sondern auch das Zahlungssystem.
  • Lieber kein Burger-Icon für die Navigation nutzen – damit kann nicht jeder etwas anfangen.
  • Haben Sie Ihre mobile Variante auch schon mal im Landscape-Modus getestet?
  • Auf die mobile Verwendbarkeit von Bildern sollte geachtet werden. Sind Bilder und Logos auch mobil gut erkennbar oder werden die Bilder einfach runterskaliert?

Als gute Beispiele wurden u.a. die mobilen Websites von Sistrix, spotify und booking.com angeführt. Insgesamt war es ein super praxisorientierter Vortrag mit viel Mehrwert!

Neue Impulse für Ihr E-Mail-Marketing

Der CEO der saphiron GmbH und E-Mail-Marketing Experte Nico Zorn erläuterte Ideen und Taktiken für den erfolgreichen Ausbau von E-Mail-Marketing-Maßnahmen. Zunächst nannte er einige interessante Zahlen: 20% der Umsätze im Handel kommen über E-Mail-Marketing zustande. Und: 70% der Verbraucher wollen über E-Mails mit Unternehmen kommunizieren, nur 18% über Social Media.

E-Mail-Nutzung nimmt stetig zu

Für die Gestaltung von Betreffzeile und Headline ist besonders die eindeutige Kommunikation von Vorteilen und relevanten Inhalten wichtig. Ein Best Case für Vorteilskommunikation ist auf jeden Fall Zalando. Bestimmte Wörter sollte man in der Betreffzeile vermeiden, da sie negativ konnotiert sind, wie bspw. “abonnieren”, da damit Kosten verbunden werden. Wichtig ist auch, seine Newsletter in einen Kontext zu bringen. Was für Informationen und zu welchem Thema bekomme ich überhaupt Informationen? Fragen Sie Interessen des Nutzers ab, um individuellere Newsletter verfassen zu können. Nutzen Sie wenn möglich jede Information, die Ihnen zur Verfügung steht für Personalisierung. Sprechen Sie Kunden anders an als Interessenten. Wenn Sie Position oder Abteilung in einem Unternehmen kennen oder den Standort des Nutzers: vielleicht kann Ihnen das helfen den Content relevanter zu gestalten.

Um neue Newsletter-Anmeldungen zu generieren, kann man entsprechende Facebook-Postings gestalten oder User per Exit Intent Layer kurz vor Verlassen der Website auf die Newsletter-Anmeldung aufmerksam machen.

Ansonsten stärken Key Visuals im Mailing das Conversion-Ziel. Es kann auch Sinn machen den Newsletter zu besonderen Thematiken auch besonders aufzubereiten. Nutzen Sie ein anderes Layout, wechseln Sie einfach mal die Farben oder gestalten Sie den Newsletter einfach mal kürzer oder länger als sonst. Das alles kann dazu beitragen, dass der Newsletter auch bei bestehenden Abonnenten wieder stärker wahrgenommen wird.

Digitale Kompetenz konkret

Um Trends und Ansätze zur Umsetzung einer digitalen Strategie ging es in dem Vortrag von Hakim Aceval von Google. Wie wichtig das Zur-Verfügung-Stellen relevanter und auf die Zielgruppe zugeschnittener Inhalte im B2B-Commerce ist, zeigen folgende Zahlen:

Zwar ist der persönliche Kontakt mit 94%-Punkten immer noch am wichtigsten bei der Anbieterauswahl im B2B, aber weitere Informationen werden zu 89% über Suchmaschinen oder die Unternehmenswebsite (82%) beschafft, so dass 57% des Weges zur Kaufentscheidung schon abgeschlossen sind, bevor überhaupt ein Verkäufer kontaktiert wird. Auch Videomarketing ist im B2B stark verbreitet – so schauen ca. 70% der B2B-Einkäufer Videos, um sich vor einem Kauf zu informieren.

Für Google ist “mobile first” schon wieder so gut wie überholt, intern spricht man eigentlich nur noch von “mobile only”. Und das nicht nur im B2C-Geschäft, auch im B2B. So nutzen beispielsweise 42% der Einkäufer ihr Handy für B2B-bezogene Geschäfte, Tendenz steigend. Die Tendenz ist auch nicht weiter verwunderlich, immerhin steigt auch die private Nutzung mobiler Endgeräte stetig zu – inzwischen schaut jeder im Durchschnitt 150 mal pro Tag auf das eigene Smartphone.

Im B2C-Bereich ist besonders spannend, dass 30% der mobilen Suchanfragen lokalen Bezug haben – umso so wichtiger ist die local SEO-Optimierung der Website für die Auffindbarkeit. Denn: Erfahrungsgemäß suchen ¾ der Besucher, die eine lokale Suchanfrage gestartet haben, innerhalb von 24 Std. ein stationäres Geschäft auf.

Digitale Innovation in Deutschland

Der Vortrag hat nochmal eins deutlich gemacht: wir sind in Deutschland doch noch sehr weit vom Thema Digitalisierung und Mobile entfernt. Vielen Unternehmen fällt es schon schwer “mobile first” zu denken, geschweige denn umzusetzen – wie soll da “mobile only” funktionieren?

Wege zur perfekten Facebook Ad

Facebook Ads, Dark Posts und Look Alike Audience – das waren einige der relevanten Begriffe im Vortrag von Online Marketing- und Facebook-Experte Björn Tantau. Als Alternative bzw. Ergänzung zu den Standard-Facebook Werbeanzeigen, die in den Timelines der eigenen Fans ausgespielt werden, stellte er die sog. Dark Posts zur Gewinnung neuer Fans vor. Der Begriff “Dark Post” klingt zunächst einmal nach etwas Illegalem, bedeutet aber lediglich, dass diese Posts weder auf der eigenen Facebook-Seite noch in der Timeline der eigenen Fans angezeigt werden. Diese Posts bekommen ausschließlich solche Facebook-Nutzer zu sehen, die noch keine Fans sind, aber als solche gewonnen werden wollen.

Dark Posts werden im Power Editor von Facebook erstellt. Dort können mehrere Kampagnen und Anzeigen-Variationen gleichzeitig angelegt und nach zielgruppenrelevanten Interessen ausgesteuert werden. Um die passende Zielgruppe zu erreichen, bildet man sog. Look Alike Audiences (LLA), d.h. aktive Facebook-User, die vergleichbar sind mit den Interessenten, die in einem bestimmten Zeitraum meine Website besucht hat oder den Kunden, bereits ein Produkt gekauft hat.

So sind Dark Posts besonders gut geeignet, quasi im A/B-Testing den bestperformenden Post zu finden, ohne dabei die eigene Pinnwand vollzuspammen und die eigenen Fans zu “belästigen”. Und bietet damit ein kreative Spielwiese für eine vielleicht auch mal unkonventionelle Zielgruppenansprache. Der Kreislauf aus Anzeigen entwerfen, testen und optimieren ist auch hier der Weg zum Erfolg, der i.d.R. mit einer Reichweitensteigerung für ein bestimmtes Produkt oder Angebot belohnt wird.

Natürlich gilt es wie für „normale“ Facebook-Ads auch, stets die wichtigsten KPIs im Auge zu behalten:

  • Relevance Score (auf einer Skala von 1=schlechtester Wert bis 10=bester Wert)
  • Kosten pro Conversion
  • CTR

5 Tipps für erfolgreiche Videos

Sehr praxisorientiert gestaltete Christian Tembrink von netspirits seinen Vortrag. “Was ist eine Marke?” war die Einstiegsfrage. Seine Antwort: Eine Marke ist eine Vorstellung, die beim Verbraucher durch den Markennamen, den Markenauftritt und das Markenversprechen geweckt werden. Videos können dazu beitragen, Markenerfahrungen erlebbar zu machen.

Hier ein paar seiner Tipps zur Gestaltung von Videos:

  • Beantworte die Fragen deiner Kunden: Weg von Werbung, hin zu Service.
  • Hilf “Suchenden” mit lehrreichem Wissen und persönlicher Inspiration.
  • Verleihe der Marke Persönlichkeit.
  • Führe A/B-Tests auf Website und anderen Kanälen durch.
  • Gehe auf das Feedback deiner User ein.
  • Bringe unbedingt einen Call-to-action am Ende des Videos unter.
  • Erhöhe Traffic und Reichweite durch das Embedden von YouTube-Videos.

Erfolgreich mit Online-Videos

Tracken und kontinuierliches Optimieren sind natürlich auch für dieses Format das A und O: Wie oft wird das Video angeschaut? Wo springen die User ab? Wie oft wird auf Pause geklickt?

Empfehlung: Trau dich! Denn Videos können eine Kaufentscheidung wirkungsvoll vorbereiten und unterstützen.

Unser Fazit

Für mich und meine Kollegen_innen war es ein lohnenswerter und sehr informativer Tag. Zwischen den Vorträgen und in den Pausen gab es zudem genügend Gelegenheit, sich bei Getränken und gutem Catering auszutauschen und zu netzwerken. Toll waren auch die Graphic Recording-Ergebnisse von Cornelia Koller, die die Session-Inhalte quasi in Echtzeit grafisch zu Papier gebracht hat.

Ein Kompliment an Thorsten Piening und sein Team von Quality Traffic für die hervorragende Organisation der Veranstaltung. Mit einem kleinen Kritikpunkt am Rande: Die Workshop-Räume waren für die große Nachfrage nicht ausgelegt, was regelmäßig dazu führte, dass Interessenten, die nicht mind. 5 Minuten vor Beginn im Raum saßen, vom Workshop ausgeschlossen wurden, weil alle Plätze schon besetzt waren. Zudem wurden Workshops kurzfristig in andere Räume verlegt, was nicht immer entsprechend kommuniziert wurde. Dies führte spätestens beim 2. oder 3. erfolglosen Versuch, eine bestimmte Session zu besuchen, zu Unmut bei einigen Teilnehmern.

Aber: Unsere positiven Erlebnisse überwogen deutlich und wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder ;).

Der Google Tag Manager im Überblick

Einführung Google Tag Manager

Was ist der Google Tag Manager?

Im Oktober 2012 hat Google den Tag Manager veröffentlicht, der das Tracking auf Webseiten vereinfachen und unterstützen soll –  daher benötigt der Anwender für die Basisfunktionen keine speziellen Programmierkenntnisse.

Der Google Tag Manager ermöglicht die Messung und Identifizierung des Nutzerverhalten auf der Webseite und verbindet über Tracking-Codes gängige Web-Analyse und Marketing-Tools. Durch den Google Tag Manager kann so das Nutzerverhalten im Hintergrund verfolgt werden. Diese gewonnenen Daten können genutzt werden um Ihre Webseite zu verbessern und zu optimieren.

Wie funktioniert der Google Tag Manager?

Wurden bis dato auf jeder Webseite und Unterseite die Tracking-Codeschnipsel manuell durch Web-Entwickler hinzugefügt, reduziert der Tag Manager nun diese Arbeit um ein Vielfaches und öffnet diese Thematik damit einer breiteren Masse. Statt mehrere einzelne Codes zu implementieren, erfordert der Tag Manager nur noch eine einmalige Änderung am Quellcode.

Der Code macht den Unterschied

Der Google Tag Manager trennt die Implementierung des Tracking von HTML und JavaScript und beschleunigt so die internen Prozesse, da viele Tätigkeiten ohne umfangreiche Programmierkenntnisse durchgeführt werden können.

Der Code lässt sich wie folgt implementieren:

Dieses JS-Code-Snippet  gehört in den <head>

<!-- Google Tag Manager -->
<script>(function(w,d,s,l,i){w[l]=w[l]||[];w[l].push({'gtm.start':
new Date().getTime(),event:'gtm.js'});var f=d.getElementsByTagName(s)[0],
j=d.createElement(s),dl=l!='dataLayer'?'&l='+l:'';j.async=true;j.src=
'https://www.googletagmanager.com/gtm.js?id='+i+dl;f.parentNode.insertBefore(j,f);
})(window,document,'script','dataLayer','GTM-XXXX');</script>
<!-- End Google Tag Manager -->

Und das ist der <noscript>Teil mit iframe

<!-- Google Tag Manager (noscript) -->
<noscript><iframe src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-XXXX"
height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe></noscript>
<!-- End Google Tag Manager (noscript) -->

Weitere technische Informationen erhalten Sie auch hier:
https://developers.google.com/tag-manager/quickstart

Der Aufbau des Google Tag Manager

Anschließende Änderungen kann der Seitenbetreiber nun ohne aufwändige Anpassungen selbst erledigen. Ein weiteres Plus ist die Google-typische, nutzerfreundliche Oberfläche, auf der alles zentral verwaltet und gesteuert werden kann. Schnell & Effizient.

Die Verflechtung der wenigen Elemente im Google Tag Manager werden anhand der Grafik deutlich. Der Nutzer kann je nach Rechteverwaltung auf gesamte Accounts oder einzelne Container zugreifen. Ein Container ist bspw. einer Webseite zugeordnet und regelt in sich geschlossen Tags, Trigger (Regeln) und Variablen (Makros).

Aufbau des Google Tag Manager
© http://www.fourthsource.com/web-development/google-tag-manager-series-2-overview-15816

Was ist ein Tag?

Ein Tag ist ein Code-Schnipsel, der Informationen an Dienste von Dritten übermitteln kann.
Tags können genutzt werden um Informationen zu senden, sie definieren also WAS gemessen wird (z.B. “Formular gesendet”). Der Tag Manager integriert die Code-Schnipsel in die Webseite.

Was steuert ein Trigger im Google Tag Manager?

Eigentlich ganz einfach: die Regel legt fest, unter welchen Bedingungen ein Tag ausgelöst wird. Dies kann ein Seitenaufruf, ein Klick oder eine definierte Zeitspanne sein. Die Regel wird auch Trigger genannt.

Was sind Makros?

Makros – auch Variablen genannt – beschreiben die Daten innerhalb der Tags und Regeln genauer. Und ermöglichen auf einer gesonderten Ebene Variablen zu definieren. Dafür gibt es schon Vorlagen oder man kann sie frei definieren. Beispielsweise lässt sich die Google-Analytics-ID als Makro anlegen und so auf mehrere Seiten übertragen.

Was ist ein Container im Google Tag Manager?

Alle Tags im Tag Manager bilden zusammen einen Container. Dieser Container erhält eine eindeutige ID und wird über ein bereitgestelltes Container-Snippet auf allen Seiten Ihrer Webseite eingefügt. Durch das komfortable Tag-Management im Dashboard können bestehende Tags und Container einfach kopiert und auf andere Webseiten übertragen werden. Dies ist hilfreich wenn Sie z.B. mehrsprachige Länder-Webseiten verwalten.
Dabei kann der Tag Manager sein Hauptvorteil ausspielen – die Zeitersparnis bei der Pflege von großen Webseiten. Wurde der Container einmalig implementiert, werden die Inhalte (also die Tags) durch den Webseitenbetreiber beliebig verändert und gesteuert ohne dabei auf tiefgreifende technische Kenntnisse zurückgreifen zu müssen.

Welche Dienste werden vom Google Tag Manager unterstützt?

Kurz gesagt: viele – Tendenz steigend.
Nach der Installation hat man sofort Zugriff auf eine gute Auswahl fertiger Tag-Vorlagen. Die Bandbreite deckt gängige Lösungen bereits ab: Ob Tags zu Webanalyse-Werkzeugen, Heatmaps, Social Media, Konversion und natürlich ist auch das Google-Portfolio verfügbar.
Eine Liste der Vorlagen bzw. der unterstützten Tags gibt es hier.

Welche Vorteile bietet der Google Tag Manager?

  • Zentrale Verwaltung von Codes
    • Entlastung der IT + Webmaster
    • übersichtliche Struktur und sauberer Quellcode der Webseite
    • Durch die Nutzung der Container verbessert sich die Ladezeit der Webseite
    • Benutzerfreundliche Oberfläche
  • Große Anzahl vorkonfigurierter Codes
    • Regel und Trigger wählen – fertig
  • Umfangreiche Konfigurierbarkeit
    • individuelle Erstellung eigener Codes
    • Tags, Regeln und Variablen sind beliebig kombinierbar
    • Hierarchien lassen sich anlegen (zB Vorrang für Google Analytics-Tag)
  • Vorschaumodus
    • Möglichkeit der Funktionsprüfung und Debugging von Tags
    • Simulation der aktuellen Container-Konfiguration auf der Seite durch den Tag Manager
    • automatische Überprüfung der Tag-Einbindung
  • Versionsbasierte Dokumentation
    • Versionshistorie der Container und Tags wird transparent gespeichert
    • Welches Teammitglied einen Tag erstellt hat oder Änderungen vorgenommen hat, ist in der Übersichtsdarstellung sofort ersichtlich
    • Wiederherstellung einer früheren Version ist möglich

Grenzen des Google Tag Managers

  • Die Anzahl der sofort nutzbaren Tags ist überschaubar. Die Erstellung eigener Tags setzt Grundkenntnisse in HTML voraus und je nach Komplexität auch JavaScript.
  • Besondere Anforderungen an Tags und die Einbindung von weiteren Diensten erreichen schnell die Grenzen des Marketers und erfordern weitergehende Programmierfähigkeiten.
  • Die Möglichkeiten Änderungen in den Tags selbst umzusetzen, umgeht möglicherweise Qualitätssicherungs-Prozesse der IT und bergen Fehlerpotenzial.
  • Nutzen Sie andere Tools abseits des Google-Portfolios, z.B. zur Webanalyse oder Monitoring, müssen Sie entscheiden ob es für Sie nicht zu aufwändig ist, die Tags im Google Tag Manager zu pflegen. Gerade im Bereich der Marketing-Plattformen gibt es hier Lösungen, die bereits einen integrierten Tag Manager besitzen.
  • Die Anbindung an “Nicht-Google”-Analytics-Produkte ist standardmäßig nicht gewährleistet und muss individuell programmiert werden möchte man bspw. Sitecore Analytics oder Adobe Analytics mit den gewonnen Datensätzen versorgen.
  • Eine rollenbasierte Rechtevergabe ist nicht vorhanden, um bspw. der Marketing-Abteilung das publizieren auf einer Testseite zu ermöglichen – die letztendliche Veröffentlichung aber einer übergeordneten Hierarchieebene zuzuweisen.

Fazit

Dieser erste Überblick soll nur einen ersten Eindruck von den Nutzungsmöglichkeiten des Google Tag Manager geben. Zusammenfassend macht der Tag Manager vor allem Sinn, wenn auf den eigenen Webseiten ein umfassendes Tracking eingesetzt werden soll und dabei auf Tools von Google oder Drittanbieter zurückgegriffen werden soll.
Die wesentlichen Stärken sind dabei die Benutzerfreundlichkeit, keine erforderlichen Programmierkenntnisse und die Ressourcenersparnis.

In diesem Einführungsvideo von Google können Sie sich eine Zusammenfassung der Anwendung und Funktionen des Tag Manager anschauen: Zum Video

Das Kaufverhalten Ihrer Kunden zur Weihnachtszeit

Xmas Shopping

Das Fest der Liebe ist auch für den Handel eine segensreiche Zeit. In der Weihnachtszeit realisiert der Einzelhandel 20% des Jahresumsatz. Die Konsumenten sind dank niedriger Zinsen und hoher Beschäftigung in Kauflaune. Für die Weihnachtseinkäufe planen Frauen 266 € und Männer 267 € ein. Die Frage ist nur, wo das Geld umgesetzt wird …

Das Kaufverhalten der Kunden in der Vorweihnachtszeit

Der stationäre Handel punktet in der Vorweihnachtszeit durch Ambiente und vermittelt Emotionen. Qualitative Beratung war lange ein feste, unberührte Säule des klassischen Fachhandels. Aber hier haben Online Shops durch sich wandelnde Kundenbedürfnisse aufgeholt und bieten umfassende Informationen und beliebige Medienformate an. Die kundenseitig zunehmende Online-Recherche ist schlichtweg gängig geworden, um im Vorfeld Informationen und Details zu recherchieren oder sich bei weiterführendem Bedarf Videos anzuschauen. Hinzu kommt, dass ein Transfer von Service-Kompetenzen scheinbar einfacher vom Online aufs Offline-Shopping zu übertragen ist:

  • Cyberport bietet Ihren Kunden einen übersichtlichen und zielführenden Notebook-Berater der passende Angebote anhand einer individuellen Konfiguration ermittelt
  • Modellbau.net liefert objektive Tests, freie Anleitungen und somit Beratungsleistungen mit echten Mehrwerten für Modellbau-Fans
  • Amazon nutzt alle verfügbaren Informationen um das Kaufverhalten der Kunden um im Kundenservice-Chat schnell und kompakt eine Lösung zu finden
  • Mister Spex erweiterte sein Portfolio um einen Store in Berlin, um skeptische Offline-Kunden auf das Onlineangebot zu ziehen

Klassischen Offline-Händler fällt es scheinbar schwerer ihr bestehendes Geschäftsmodell durch Online-Komponenten aufzuwerten. Eine steigende Informationsqualität und die oft problemlose Verfügbarkeit von speziellen Fachkenntnissen stärkt die eCommerce-Branche. Shop-Betreiber stehen vor der Herausforderung ein möglichst barrierefreies und somit nahtloses Shoppingerlebnis zu ermöglichen. An unserem Beispiel erfahren Sie wie e-Commerce Plattform und Content Management System im Zusammenspiel funktionieren.

Jeder Fünfte Euro wird online ausgegeben

Eine Studie von Ernst & Young erwartet dass von den geplanten Weihnachtsbudgets jeder fünfte Euro online ausgegeben wird. Auch wenn nicht immer der Kaufabschluss online erfolgt, die Kaufentscheidung wird durch ausgiebige Online-Recherchen im Vorfeld beeinflusst. Das Smartphone spielt bei jedem dritten Konsumenten eine entscheidende Rolle, sei es um Geschenkideen oder weiterführende Informationen zu finden.

Wo ist Ihr Kunde?

Kenne deinen Käufer – so titelt Google in der deutschen Studie “X-Mas Consumer Journey”.

Die Studie zeigt auf, wo und wie häufig sich Kunden Produktinformationen beschaffen und welche Medien dabei bevorzugt konsumiert werden.

Das Thema Mobile gewinnt in der Zunahme der Smartphone-Nutzung und mit der Reife der verfügbaren Smartphone-Services an Bedeutung. Location based Services unterstützen die Verschmelzung von Off- und Online-Erlebnis. 16 Prozent aller Befragten nutzen während der Kaufvorbereitung lokale Online-Dienste wie zum Beispiel Online-Kartendienste, Apps oder “Click-to-Call” ‒ bei den unter 24-jährigen Nutzern sind es sogar doppelt so viele. Off- und Online Erlebnisse verschmelzen zunehmend, die Spontan- und “last-minute”-Käufe werden nochmal zusätzlich gefördert.

Das hybride Shoppingerlebnis verdeutlicht:

Wer gut aufgestellt ist, bietet seinen Kunden die Möglichkeiten auf dessen bevorzugte Kanäle zu wechseln. Einen hybriden Ansatz für die Kombination von On- und Offline Shopping bietet Media Markt. Aufgrund schwindender Marktanteile musste der Händler seinen Stationärhandel überdenken. Die ersten Schritte neue Kunden zu gewinnen und bestehende zu halten sind gelungen. Beispielsweise passen elektronische Preisschilder in den Filialen sich an die Preise im Onlineshop an – denn dieser orientiert sich mit seiner Preisgestaltung an der Online-Konkurrenz. Die im Netz bestellten Produkte kann der Kunde per digitalem Abholschein in einer Filiale seiner Wahl abholen. Media Markt versucht so die Grenzen zwischen digitalen und analogen Kaufverhalten zu verwischen. Im Fokus der Umgestaltung setzte Media/Saturn allerdings den Kunden und dessen Bedürfnisse. Dazu gehört auch, die richtigen Kommunikations- und Shoppingkanäle zu besetzen die der Kunde präferiert.

Sprechen Sie uns an – wenn wir Sie bei der digitalen Begeisterung Ihrer Kunden auch außerhalb der Weihnachtszeit unterstützen können.

Noch keine Geschenkidee? Das wünschen sich Frauen und Männer zu Weihnachten

Die Top-10 der jeweiligen Geschenkwünsche der diesjährigen Weihnachtszeit hat Deloitte hier aufgelistet.

Erster IT & Media FUTUREcongress Bielefeld – Digitalisierung im Mittelstand

Die Premiere in Bielefeld ist gelungen: Der erste Bielefelder IT&Media FUTUREcongress als Kongressmesse mit dem Motto “Business 4.0 – Digitalisierung für den Mittelstand” konnte uns überzeugen. Über 100 Aussteller aus der überregionalen Wirtschaft und Wissenschaft und dazu 35 Vorträge boten den mehr als 1.400 Besuchern vielfältige Möglichkeiten zum Informieren, Austauschen und Netzwerken. Ziel der Veranstaltung war die Stärkung des Mittelstands und das Aufzeigen der Chancen für die Digitalisierung in Unternehmen, um diese auf den gerade stattfindenden digitalen Wandel vorzubereiten. Die Bandbreite der Aussteller reichte von Start-ups über mittelständische Firmen bis zu den ganz „Großen“ wie Ceyoniq, Itelligence und Arvato.

IT&Media Future Congress 2016 Stadthalle Bielefeld  Zu diesen vier Themenschwerpunkten gab es Einblicke in aktuelle und kommende Trends:

Online Marketing & Vertriebsoptimierung

Hier drehte sich bei den Ausstellern und Speakern alles um (neue) Digitalisierungsstrategien. Wie bleiben Geschäftsmodelle konkurrenzfähig? Welche Chancen und Risiken entstehen durch die Digitalisierung und wie begegnet man diesen? Internet of Things, E-Commerce, Multi-Channel-Management und location based services – um nur einige Beispiele zu nennen – gehören zu den aktuellen Themen. Hier gab es durch strategische Einblicke und praxistaugliche best practice Beispiele vielseitige Impulse.

Als Bielefelder Digitalagentur waren auch wir als Aussteller vor Ort und haben die Messebesucher am Stand darüber informiert, wie sie die Digitalisierung durch den Einsatz eines professionellen Content Management System unterstützen und Unternehmensprozesse effizient steuern können.

comspace-Stand auf dem IT&Media Future Congress Bielefeld 2016
comspace-Stand auf dem IT&Media Future Congress Bielefeld 2016

Im Rahmen des Kongressprogramms stellte unser Geschäftsführer Andreas Kämmer im Dialog mit Sebastian Angersbach von e-Spirit vor, wie Geschäftsmodelle mit dem FirstSpirit CMS erfolgreich digitalisiert werden können und welche Vorteile die CMS-Lösung Unternehmen bietet.

Prozessoptimierung & Kommunikation

Die Kontrolle und Handhabe von Daten und Prozessen und die Wandlung in der Art und Weise der Kommunikation, z.B. durch Cloud-Services oder die verstärkte Nutzung der mobilen Dienste waren die zentralen Punkte dieser Themenrunde. Hier wurde u.a. gezeigt wie integrierte Lösungen dazu beitragen, Unternehmensprozesse durch z.B. Dokumenten- oder Workflow-Management zu optimieren und durch Automatisierung Kosten zu reduzieren. Interessant war auch die Präsentation einer Software-Anbindung an einen 3D-Drucker.

Neue Arbeitswelten & Weiterbildung

In zwei Sessions ging es schwerpunktmäßig um Softwarelösungen, die der besseren Verwaltung von HR-Prozessen und der effizienteren Vernetzung von Mitarbeitern zur besseren Zusammenarbeit dienen. Im Vortrag der ITSD Consulting GmbH etwa zum Thema “Enterprise 2.0 und Personalentwicklung” stellte Frank Schlinkheider eine Open Source IT-Lösung vor, die Wissens-, Identitäts-, Kooperations- und Prozessmanagement als “Mitmach-Netzwerk” auf einer Plattform vereint. Auf diese Weise soll bspw. das Wissen, das alltäglich bei der Arbeit anfällt, allen anderen Kollegen_innen zur Verfügung gestellt werden.

Insgesamt hatten wir uns von dem Bereich “Neue Arbeitswelten” allerdings etwas mehr erwartet als die Optimierung der technischen Prozesse rund um die Bereiche Human Relations und Personalentwicklung. Vermisst haben wir bspw. neue Entwicklungen zur Unternehmenskultur, die ja die Basis für ein erfolgreiches Miteinander im Job bildet.

IT Security & Datensicherheit

Wie wichtig eine solide Infrastruktur und die Absicherung von unternehmensinternen Informationen ist, wurde in diesem Kongressteil beantwortet. Weitere Themen des Programms umfassten die Sicherheit in der Cloud, notwendige rechtliche Absicherungen oder effiziente IT-Infrastrukturen.

Unser Fazit

Mit der Anzahl der Besucher und den Gesprächen bei uns am Stand waren wir sehr zufrieden. Auch die Vortragssessions waren durchweg gut besucht – z.T. reichten sogar die vorhandenen Sitzplätze nicht aus. Die thematische Gliederung der Konferenz in 4 Themenschwerpunkte machte die Messe heterogen und interessant zugleich. Der Wirtschaftsstandort OWL hatte Gelegenheit in geballter Form zu zeigen, was ihn ausmacht. Einen kurzen Eindruck von der Messe bekommen Sie hier im WDR.

Das große Interesse der Besucher zeigt, dass die Herausforderungen der digitalen Transformation in Angriff genommen werden und die regionalen Unternehmen bereit sind, sich auch auf neue, unbekannte Wege einzulassen. Wer hätte das gedacht von den Ostwestfalen 😉 ?! Sicherlich hat sich mittlerweile auch die Erkenntnis von Andreas Ahmann, Geschäftsführer der Ceyoniq Technology GmbH, durchgesetzt: „Wer nicht digitalisiert, verliert!”

pReview DMEXCO 2015 / 2016

comspace Messestand

Noch wenige Tage bis zur DMEXCO 2016

Dies ist ein Anlass für mich, einen Blick zurück auf die vergangene Messe zu werfen und zu schauen, wie sich die damaligen Themen weiter entwickelt haben. Für mich standen 2015 drei Kernthemen im Fokus – Mobile, Context Marketing und Sales & Conversion. Wir werden sehen ob die diesjährige DMEXCO unter dem Motto “digital is everything – not every thing is digital” das hält was sie verspricht, welche Themen sich weiterentwickelt haben oder welche schon längst überholt scheinen. Als kleinen Rückblick wurden ausgewählte Sessions der deutschen Digitalmesse zusammengefasst.

Schneller, höher, weiter – bald auch in deiner Stadt

Wie schon heute die Themen Mobile, Echtzeit und Customer Experience die Gewinner von morgen nachts ruhig schlafen lassen, erfährt man in dieser unterhaltsamen Runde. Marketingstrategen wie Daniel Rosen, Telefoncia, Robert Bridge, Yahoo, oder Patricia McDonald von isobar schildern ihre jeweilige Sicht auf Kundenbedürfnisse, Nutzerverhalten und die Rolle von Daten und relevanten Inhalten.

Investitionen in Strategien für Mobile und datengetriebenes Marketing zahlen sich künftig, mehr als je zuvor, aus. Mehr über Möglichkeiten, die Herausforderungen und die Chancen in den verschiedenen Branchen und Industrien diskutierte das mobile summit.

Das Ding mit dem Internet der Dinge – IoT

Mobile ist eine Sache – möglichst viele Alltagsgegenstände in ein Netzwerk einzubinden eine ganz andere Herausforderung. In diesem wirklich sehenswerten Panel wird der Frage nachgegangen, wie Gegenstände künftig 24/7 mit dem Internet verbunden sein werden. Neben der User Experience ist auch eine umfassende Sicherheit künftig Kerngedanke bei den Produkten im Bereich IoT. Die vorgestellten Produkte reichen vom Smartmeter, über Schuhe mit Bewegungssensoren bis hin zur HoloLens. Das hebt “Mobile” auf ein ganz neues Level – die mixed reality. Wenn man sich dann den Gamifikation-Faktor von Pokemon go noch dazu denkt, können kommende Entwicklungen ungeahnte Potenziale freisetzen. Anschaulich wird es im Vergleich zu den zahlreichen Fitness-Tracker und Apps. Über die Zielgruppe hinaus schafft es Pokemon Go Nutzer zu aktivieren und auf die Straße zu bekommen, was sämtliche Fitness Tracker nur bedingt schafften.

Auf wie vielen Hochzeiten muss ich tanzen?

Was haben Sie vor 10 Jahren gemacht, als Sie in einer Warteschlange standen” – Brian Bolan, VP Advertising bei Facebook, beschreibt damit treffend den Wandel der heutigen Mediennutzung. Das “Cross Everything Dilemma” bezeichnet die großen Herausforderungen, die der Wandel von Nutzergewohnheiten für Unternehmen mit sich bringt. Die essentiellen Faktoren um im Wandel bestehen zu können schildert Arnd Benninghoff am Beispiel der stark betroffenen  TV-Industrie. Neben dem Bedarf an einem Englisch-Kurs verdeutlicht Yann Gabay von NetBooster, wie Organisationsstrukturen sich anpassen müssen um den internationalen Anforderungen gerecht zu werden.

Ist das was du sagst wirklich wichtig?

Durch die hohe Verfügbarkeit von Informationen auf zahlreichen Plattformen steht jedes Unternehmen vor der Herausforderung (s)eine Geschichte zu erzählen – um sich so klar und auffällig zu positionieren. Denn mittlerweile hat ein Goldfisch eine höhere Konzentrationsspanne als der durchschnittliche Mensch und somit ist das Zeitfenster um wahrgenommen zu werden ziemlich begrenzt.

Durch Schaffung von Content-Strategien, Themenwelten und Collaboration mit den Kunden und Nutzern wird überhaupt erst ein Kontakt ermöglicht. Die herkömmlichen Geschäftsmodelle müssen überdacht werden, um aus diesem sporadischen Kontakt eine dauerhafte Kundenbeziehung zu formen. Mehr über disruptive Geschäftsmodelle und den selbsternannten, deutschen Steve Jobs gibt es hier.

Ihre Kunden wollen nicht Ihre Produkte kaufen!

Wie oben bereits geschrieben – es geht darum wahrgenommen zu werden und einen relevanten Dialog zu führen. Wie aber erreicht man dass mehr Gegenstände im Warenkorb liegen? Wie können Barrieren abgebaut werden und Probleme der Anwender gelöst werden? Alles dreht sich um Ergebnisse – doch vorher muss die richtige Problemstellung bekannt sein.

Darren Guarnaccia von Sitecore erläutert in zwei Praxisbeispielen dass Kunden nicht Ihre Produkte wollen – sondern dass sie Ergebnisse und Lösungen kaufen wollen.

Technik wird durch den Menschen begrenzt

Obwohl Facebooks Brian Boland eine inspirierende Keynote hält, sind menschliche Bedürfnisse in einem Kongressmarathon nicht auszuschließen… Man sollte nur das Mikro vorher abschalten 😉

Und was bringt die DMEXCO 2016?

Setzen sich die Trends aus 2015 fort und welche neuen Trends kommen in diesem Jahr hinzu? Wir werden uns vor Ort selbst ein Bild machen und berichten.

Comspace Messestand

Wir würden uns über einen Austausch mit Ihnen freuen, wenn Sie ebenfalls auf der Messe sind und Ihr Zeitplan noch nicht aus allen Nähten platzt. Sie finden unseren Stand bei unserem Partner e-Spirit in Halle 8, Stand A31.

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Studie zur Digitalen Transformation und ihrem langen Weg

Der lange Weg zur digitalen Transformation - Studie - e-Spirit

Unser Partner e-Spirit hat sich 200 Entscheider aus Marketing, IT und Management in den USA zur Digitalen Transformation befragt: Wie werden neue Geschäftsmodelle und Technologien an den Start gebracht, um mit digitalen und vor allem globalen Kunden Wertschöpfung zu generieren?

Der lange Weg zur digitalen Transformation - Studie - e-Spirit
Titelseite des Studiendokuments (c) e-Spirit

tl;dr: Da liegt noch ein seeeeehr langer Weg vor uns. Diese Metapher des langen Wegs zieht sich auch durch die Auswertung der Studie und die zugehörige Infografik.
Wichtige Erkenntnis: Zentraler Treiber der Digitalisierung sind die Kunden, deren digitale Kompetenz sich rasant entwickelt hat und die damit einen berechtigten Anspruch an Unternehmen richten, diese steigende Anforderung zu bedienen.      

Die häufigsten Hürden der Digitalen Transformation

Diese Barrieren stehen der Digitalisierung am häufigsten im Weg:

  • Fragmentierung: Die Hälfte der befragten Organisationen haben 8 oder sogar mehr Anwendungen, die an Kunden gerichtet, aber nicht miteinander verbunden sind.
  • Daten ohne Kontext: Über 20% haben Kundendaten in 10 oder mehr verschiedenen Datenbanken liegen, ohne dass daraus sinnvolle Erkenntnisse gezogen werden könnten, die den Kunden Mehrwert bieten würden.
  • Chefsache Digitale Transformation: In ebenfalls über 20% der Unternehmen hat niemand in der Chefetage den digitalen Hut auf.
  • Fehlende Globalisierungsmöglichkeit: Nur 13% der befragten US-Unternehmen hatten Lokalisierungs-Möglichkeiten für ihre digitalen Kanäle. 50% benötigen Mehrsprachigkeit.

Zugegeben – in Sachen Mehrsprachigkeit haben wir in Europa schone her die Nase vorn. Zumindest ein Angebt in englischer Sprache ist für die meisten Unternehmen obligatorisch.

Wer treibt die Digitale Transformation voran?

Ein bemerkenswertes Tortendiagramm der Studie zeigt: Die Verantwortung für Digitalisierung ist gleichmäßigst in 20 Prozent-Schritten verteilt:

  • 19% Geschäftsführer
  • 20% Marketingleiter
  • 19% IT-Leiter
  • 21% Mitarbeiter unterhalb C-Level
  • 14+7% Digital-C-Leven und Niemand

Dabei ist zumindest ersichtlich, dass Digitalisierung Thema der Führungsebene ist und nicht nur im Bereich Marketing, sondern auch genauso stark im IT_Umfeld vertreten ist. Unserer Erfahrung nach steigt die digitale Reife eines Unternehmens damit, wie viele verschiedene Abteilungen in die Digitalisierung mit einbezogen werden. Hier wären neben den in der Studie lokalisierten auch Vertrieb & Sales, Account Management, HR und Service zu nennen, die wichtige Anforderungen an digitale Prozesse haben.

Welche Anwendungen im CMS

Die Top 5 der Anwendungen, die ins Web-CMS integriert werden sollten:

  1. CRM
  2. Web Analytics
  3. Social Kollaboration
  4. Digital Asset Management
  5. Marketing Automatisierung

Für 70% der Unternehmen ist es wichtig, die verschiedenen Kanäle, mit denen Kundenerlebnisse erzeugt werden zu integrieren und zu vereinheitlichen. Über Web Content Management Systeme lassen sich eine große Zahl von Anwendungen zusammen führen. Eine hohe Priorität hat dabei die sinnvolle Integration von Altsystemen.

Fazit

Wie eingangs schon erwähnt haben wir noch einen langen Weg zu einer erfolgreichen Digitalen Transformation vor uns. Besonders natürlich, weil ständig neue Anforderungen durch beinahe täglich neue Technologien entstehen, die eine zunehmend stärkere Dezentralisierung nach sich ziehen. Der Best-of-Breed-Ansatz wurde daher oftmals als bevorzugte Methode genannt, um eine möglichst hohe Abdeckung von Anwendungen und Technologien zu erreichen.

Hier können Sie die gesamte Studie herunterladen.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie in einer Infografik zusammen gefasst.

Neues aus der Siteclinic – So wird Ihre Karriereseite nicht zum Pflegefall

comspace Siteclinic Karrierewebseiten Optimierungspotenzial HRIC 2016

comspace Siteclinic Karrierewebseiten Optimierungspotenzial HRIC 2016

Unter dem Motto „Siteclinic“ konnten interessierte Teilnehmer des HR Inspiration Camp die Jobseite Ihres Arbeitgebers oder das Karriereportal der Konkurrenz unter die Lupe nehmen lassen. In einer der Sessions wurde sich dann intensiv mit dem Inhalt, Aufbau und der Nutzerfreundlichkeit auseinandergesetzt. Jeder Teilnehmer konnte Lob + Kritik äußern, so gab es für jeden reichlich Feedback und handfeste Änderungsvorschläge, die größtenteils einfach zu realisieren waren – wenn man denn für die Problematiken sensibilisiert wurde.

Was waren die auffälligsten / häufigsten Punkte an Karriereseiten, die optimierbar wären?

Kurz gesagt: Barrieren, Barrieren, Barrieren.  Eine ausführliche Unternehmens-(Selbst)darstellung unter den Stellenangeboten, störende Image-Videos mit Autoplay-Funktion oder der von der Startseite nicht erreichbare Karrierebereich sorgen dafür, dass potenzielle Bewerber entsprechende Unternehmen bei der Jobsuche gar nicht erst in Betracht ziehen. Hier die auffälligsten Hindernisse der untersuchten Webseiten:

  • Schwierige Navigation zum Job-Bereich
  • Keep it simple! Klare Strukturen sorgen für Übersichtlichkeit, das gilt für Navigation, Filter- und Suchfunktionen
  • Form follows Function – ein unnötig verspieltes Design funktionierte einerseits nicht auf allen Endgeräten und schreckt andererseits Besucher ab
  • Selten wird aus Bewerbersicht gedacht (wie Martin Gaedt in seinem HRIC-Vortrag bereits anmerkte): Schaffen Sie einen Kompromiss der Ihnen die Verwaltung der Bewerber erleichtert, aber Interessenten nicht dazu zwingt, stundenlange Datenbank-Einträge für Ihre HR-Software zu verfassen
  • Eine Bewerbung ist heutzutage nicht nur per Post oder E-Mail möglich – ohne die Berücksichtigung von sozialen Netzwerken (on- wie offline) werden Potenziale verschenkt

Aber es gab auch positive Diagnosen:

  • Fast alle Webseiten waren responsiv und entsprachen den mobilen Anforderungen
  • Jeder „Patient“ empfand seinen Karrierebereich subjektiv schlechter, als er tatsächlich war – eine ideale Motivationsbasis, um die Jobseite regelmäßig zu pflegen
  • Oft waren Ressourcen in den Unternehmen vorhanden, um einen ansprechenden und authentischen Eindruck zu liefern: Die Bandbreite reichte von guten Social Media-Auftritten, internen Veranstaltungen, Mitarbeiterporträts bis zu den Möglichkeiten, seine Jobseite durch die eigene Marketing-Abteilung optimieren zu lassen
  • Werben Sie mit Ihren Benefits – aber richtig. Sie bieten zusätzliche Leistungen, wie zusätzliche Gesundheitsleistungen, Betriebssport oder flexible Arbeitszeiten? Dann platzieren Sie Ihre Informationen sichtbar als Benefits und nicht nur als Randinformation

Karriereseiten optimieren aus SEO-Sicht

Insbesondere das Potenzial von Suchmaschinenoptimierung wird bei Karriereseiten oft noch außer Acht gelassen. Warum eigentlich? Wenn ein Unternehmen neue Bewerber direkt auf die Karriereseite ziehen kann, spart das einerseits Budget für Stellenanzeigen und verkürzt bsw. auch den Prozess der Kontaktaufnahme.

Während unserer Siteclinic waren folgende Punkte besonders auffällig und häufig:

  • Keine oder die gleichen Seitentitel und -beschreibungen für die einzelnen Stellenangebote
  • Verschiedene URLs für gleiche Inhalte
  • schlechte Formatierung (keine Überschriften) der einzelnen Stellenangebot
  • zu lange Ladezeiten
  • kryptische und nicht lesbare URLs
  • alte URLs zu Stellenangeboten, die auf eine 404 Seite verweisen
  • keine interne Verlinkung

Wie würden wir an die Umsetzung der einzelnen Optimierungen heran gehen?

Eine der häufigsten Fragen der Teilnehmer. Wie würden wir bei der praktischen Umsetzung einer Optimierung vorgehen? Was sind Sofortmaßnahmen und langfristige Änderungen, die umgesetzt werden sollten.

  • Schaffung einer klaren, aufgeräumten Seiten-Struktur und -Navigation.
  • Öffnung aller Kanäle für den Bewerber: Wie bsw. Xing-Bewerbung, Mail, Telefon oder auch einfach ein konkreter Ansprechpartner – sonst gehen Ihnen wohlmöglich interessante Bewerber verloren.
  • Den gesamten Bewerbungsprozess als Customer Journey aus Sicht der Bewerber denken: Erfolgen z.B. Eingangsbestätigung oder Rückantwort  zeitnah? Wie aktuell sind Ihre Ausschreibungen, erkennen das auch Bewerber? Bewerben Sie sich einfach mal anonym bei Ihnen, um den Prozess zu erleben.
  • Ermöglichen und fordern Sie Feedback ein! Nutzen Sie alle Optionen und bieten Sie die Möglichkeit, durch Buttons, Formulare oder schriftliche Aufforderungen in E-Mails Verbesserungsvorschläge anzunehmen, und setzen Sie diese um.

Unsere Checkliste für die schnelle Rehabilitation Ihrer Jobseite:

Mit den folgenden Fragen können Sie erste Anhaltspunkte und Erkenntnisse gewinnen, welches Optimierungspotenzial in Ihrer Karriereseite steckt:

  • Ist Ihre Job- oder Karriereseite durch Suchmaschinen leicht auffindbar?
  • Auf welchen Platzierungen in den Sucherergebnissen findet sich Ihre Karriereseite?
  • Ist Ihr Karrierebereich direkt von der Startseite erreichbar?
  • Finden Sie über 3-4 markante Schlagworte (z.B. Maschinenbau Ingenieur Bielefeld plus ggf. Unternehmensname) Ihre Stellenanzeige in den Suchergebnissen?
  • Findet der Bewerber in einer Stellenausschreibung alle Informationen um sich anschließend sofort zu bewerben?
  • Können Sie unnötige Barrieren für die Bewerber entfernen?
  • Nutzen Sie Social-Buttons für Weiterempfehlungen oder akzeptieren Sie Kurzbewerbungen z.B. via Xing?
  • Wissen Sie woher Ihre bisherigen Bewerber kommen – nutzen Sie alle Kanäle um Bewerber anzusprechen?
  • Bewerben Sie sich einmal in Ihrem Unternehmen anonym, um Schwierigkeiten im Bewerbungsprozess herauszufinden.

Fazit und Handlungsempfehlung zur Karrierepage Optimierung

Unsere Siteclinic hat ergeben: Das Optimierungspotenzial bei Karriereseiten ist enorm! Sprechen Sie Ihre eigene Online-Marketing Abteilung an und bitten Sie Ihre Kollegen, einen Blick auf die Karriereseite des Unternehmens zu werfen und Maßnahmen vorzuschlagen, die inhouse umgesetzt werden können. Diese Herangehensweise macht Sinn, da Bewerber die Kundenzielgruppe Ihres Aufgabengebiets im Personal-Marketing ist. Gehen Sie die Ansprache dieser Zielgruppe mit Marketing-Erkenntnissen und Technologien an, die Sie bereits im Unternehmen haben.

Darüberhinaus stehen Ihnen unsere Experten selbstverständlich zur Verfügung, eine gezielte Siteclinic Ihrer Karrierepage gemeinsam mit Ihnen durchzuführen.

SEO: Paginierung für Onlineshops und inhaltsreiche Seiten

Paginierung mit rel="next" und rel="prev"

Onlineshop-Betreiber kennen das Problem: Produktkategorieseiten beinhalten oftmals viele Produkte, die über mehrere Seiten verteilt dargestellt werden.

Ohne weiteres Zutun indexieren die Suchmaschinen diese Seiten separat und erkennen hier doppelten Inhalt (“duplicate content”).
Mit ein paar Handgriffen zeigen wir, wie dieses Problem vermieden werden kann.

 

Alles auf einer Seite: Bietet sich eine Gesamtansicht an?

Zuallererst sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie Ihren Besuchern eine “view-all”-Seite anbieten möchten, d. h. alle Produkte – oder besser: alle Elemente, die normalerweise über mehrere Seiten verteilt dargestellt werden – finden Sie dann auf einer Gesamtseite wieder.

Paginierung Gesamtseite

Vorteil: Die paginierten Seiten 1 bis n verweisen über den sogenannten canonical-Tag auf die Seite, auf der die Inhalte zusammengeführt werden. Über einen canonical-Tag teilen Sie den Suchmaschinen mit, wie diese mit (weitgehend) identischen Inhalten verschiedener Seiten umgehen soll. Durch die Angabe verweisen Sie auf eine Orginalressource bzw. URL .

Nachteil: Was bei einem mehrere Seiten langen News-Artikel, der vorzugsweise aus textlichem Inhalt besteht, charmant klingt, stößt bei der Produktkategorieseite eines Onlineshops mit hunderten Artikeln samt Produktbildern auf das Problem langer Ladezeiten. Da Latenzen ein Rankingfaktor sind, hört bei Google der Spaß bei Ladezeiten jenseits von drei Sekunden schnell auf.

 

Ohne Gesamtansicht: Inhalte auf mehrere Seiten verteilt

In solchen Fällen ist eine “view-all”-Page nicht sinnvoll. Hier empfiehlt es sich, alle Folgeseiten, also die Seiten 2 bis n (n=letzte Seite) als ergänzende oder weiterführende Seiten zu kennzeichnen. Sie teilen der Suchmaschine mit, dass die Seiten 1 bis n zusammengehören, also im Grunde als „Kapitel“ in das Inhaltsverzeichnis aufgenommen werden sollen.

Paginierung mit rel="next" und rel="prev"

Die Auszeichnungen erfolgen im <head> Bereich des Markup. Auf der ersten Seite teilen Sie der Suchmaschine über ein <link> Element mit, dass es weitere, ergänzende Seiten gibt:
<link rel=”next” href=”seite-2.html”>

Auf der zweiten bis vorletzten Seite (Kompontentenseiten) definieren Sie die vorige und die nachfolgende Seite:
<link rel=”prev” href=”seite-1.html”>
<link rel=”next” href=”seite-3.html”>

Auf der letzten Seite reicht der Hinweis auf die vorige Seite (eine nächste Seite gibt es ja nicht):
<link rel=”prev” href=”seite-n-1.html”>

Ergänzend soll verhindert werden, dass die Seiten 2 bis n in den Index der Suchmaschinen aufgenommen werden (die Linkkraft der Produkte hingegen soll behalten werden). Dazu bedienen Sie sich folgenden Elements:
<meta name=”robots” content=”noindex, follow”>

Bitte achten Sie darauf, dass die erste Seite ganz regulär indexiert werden darf:
<meta name=”robots” content=”index, follow”>

Zusätzlich zu rel=”prev” und rel=”next” lässt beispielsweise Zalando die Komponentenseiten (Folgeseiten) via canonical-Tag auf die kanonische URL zeigen. Das sieht dann in etwa so aus:
<link rel="canonical" href="seite-1">
Im href-Attribut sind übrigens relative und absolute Pfadangaben erlaubt.

Viele Wege führen nach Rom

Wie oftmals im Online-Marketing gibt es auch in Sachen Paginierung unterschiedliche Herangehensweisen.
So verzichten einige Online Shops auf den Einsatz von rel=”prev” und rel=”next” und verweigern den Suchmaschinen über die Meta-Robots die Indexierung der Komponentenseiten.

Welche Variante Sie auch bevorzugen: Das Hauptaugenmerk sollte darauf liegen, doppelten Inhalt zu vermeiden. Ob Sie dies nun mit einer „view all“ Seite oder über die Angaben im <head> Bereich Ihrer Seite lösen, hängt nicht zuletzt auch vom Kontext ab: Verteilen sich vorwiegend textliche Inhalte über mehrere Seiten, kann eine Gesamtseite – auch unter Usabilty-Gesichtspunkten – ideal sein. Bei bildlastigen Produktkategorieseiten sind rel="prev" und rel="next" sicherlich die bessere Wahl.

Hier sei noch angemerkt, dass nicht sicher ist, ob andere Suchmaschinen wie bpsw. Bing die Attributswerte „next“ und „prev“ in gleicher Weise interpretieren wie Google. Google selbst hat bereits im September 2011 erklärt, die Paginierung von Seiten mit rel=“next“ und rel=“prev“ zu unterstüzen.