Culture eats Strategy for Breakfast – Oder warum Unternehmenskultur jetzt messbar gemacht wird

Peter Drucker bringt mit dieser Aussage auf den Punkt, was auch bei comspace mittlerweile feste Wurzeln geschlagen hat. Kein Wunder, denn die Bedeutung von Unternehmenskultur wächst stetig. Immer mehr Unternehmen fragen sich nicht mehr, ob Bewerber_innen sich für die Stelle eignen, sondern ob sie zu ihnen passen. Und auch  Bewerber_innen sehen laut der Candidate Experience Awards DACH Studie die Unternehmenskultur, direkt nach Informationen zu Produkten/Dienstleistungen des Unternehmens  als wichtigsten Personalmarketing Inhalt. Auch die Aussage “We hire people because of their skills and we fire them because of their personality“ von Jack Welch dürfte bald im Gegenteil wirken.

Nicht ohne Grund, denn langfristig sichert ein Cultural Fit den Erfolg eines Unternehmens. Aber warum? Das ist eigentlich ganz einfach. Mit einer positiven Unternehmenskultur grenzt man sich von anderen ab, sie stiftet Identität, eine Bindung der Mitarbeiter an die Organisation, sorgt für die Stabilität des Systems, Orientierung und für die Sozialisation neuer Kollegen. Das Resultat einer positiven Unternehmenskultur: Effiziente Kommunikation, geringer Kontrollaufwand und hohe Mitarbeitermotivation. Ebenfalls werden anhand der  “Messung” des Cultural Fit auch Übereinstimmungs- und mögliche Konfliktpunkte mit dem Team deutlich. Im Umkehrschluss kann die Beschäftigung mit der Unternehmenskultur auch zeigen, warum es in den Teams überhaupt zu Konflikten kommt.

Cultural Fit oder Complementary Fit?

Es muss sich nicht immer um die bekanntere Form des Cultural Fit, den Supplementary Fit handeln. Oft ist es wichtig und sogar nötig, dass eher ein Complementary Fit existiert, denn vor allem wenn es um Qualifikationen geht, ersetzen Ergänzungen das Gleich und Gleich. So gilt dann auch im Beruf, Gegensätze ziehen sich an. Auch wenn die Wertevorstellungen einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters von denen des Arbeitgebers abweichen, können sie trotzdem oder genau deswegen eine Bereicherung für das Unternehmen sein. Beispielsweise können Kreativität vs.  Strukturiertes Denken oder Tradition vs. Innovation vor allem in Bezug auf die Produktentwicklung oder Projekte Bipolaritäten darstellen, die sich auch gut ergänzen.
Auch einer Studie der Unternehmensberatung metaHR zufolge sei der 90%-plus-Match nicht immer zu empfehlen: Zur Förderung des kulturellen Wandels im Unternehmen sollte man auf eine mittlere Passung der Bewerber_innen setzen, dafür aber im Recruiting auf Personen abzielen, die diejenigen Werte teilen, welche für Ihr Unternehmen in der Zukunft wichtiger werden.

Vorteile eines guten Cultural Fit

Längst ist auch klar, dass agile Organisationen erfolgreicher sind – Sie profitieren von Innovationsgeschwindigkeit, Kundenfreundlichkeit, Preisführerschaft und von besseren Führungskräften. In Folge sind sie für Kunden attraktiver, die Fluktuation sinkt und die Zufriedenheit steigt. Vor allem die Individualität, die in heterogenen Teams zum Vorschein kommt, spielt hier eine zunehmende Rolle.
Auch im Punkt Life-Work-Balance spielt die Unternehmenskultur eine nicht ganz unwesentliche Rolle. So ist zunächst die Authentizität der Unternehmenskultur eine Frage der Unternehmenskommunikation, die nach innen und außen gerecht werden muss. Nur durch einen konstruktiven Wertedialog und eine Kultur der Klarheit können Unternehmen Gestaltungsoptionen und Freiräume anbieten; dadurch können beispielsweise individuelle Lebens-Arbeits-Modelle und der Einsatz jeden Mitarbeiters zu seiner Zufriedenheit und optimalen Leistungsfähigkeit gewährleistet werden – wenn man denn die Bedürfnisse der Mitarbeiter_innen kommuniziert.
Und so kann man sich denken, dass im Personalwesen als erste Anlaufstelle die Bedeutung kultureller Werte wächst. Nicht zuletzt werden unser Handeln, Denken und Fühlen durch kulturelle Werte bestimmt und somit in letzter Konsequenz auch unsere Arbeitswerte und Leistung im Arbeitsleben. Besonders wichtig sind für die Kultur der Mitarbeiter_innen Respekt und Wertschätzung als Aspekte der effizienten Gestaltung der Personalführung.
Nicht nur die Bewerber_innen profitieren, sondern auch die Unternehmen selber: Den Bewerber_innen wird die Möglichkeit einer besseren Einschätzung gegeben, ob sie zum Unternehmen passen, wodurch die Passgenauigkeit von Bewerbern erhöht wird.  Ebenfalls kann die organisationseigene kulturelle Weiterentwicklung über gezieltes Recruiting mitgesteuert werden. Denn bestimmte Kandidatenprofile mit spezifischen, in der Zukunft für den Arbeitgeber wichtiger werdenden kulturelle Facetten werden eher ausgewählt (sofern die fachliche Passung ebenso gegeben ist). Somit lässt sich dann auch nachvollziehen, inwiefern comspace bereits kulturell passende Bewerber_innen anzieht, beziehungsweise bei welchen Zielgruppen dies noch nicht der Fall ist, und schließlich kann dann gegebenenfalls an der Employer Brand Kommunikation gefeilt werden.

Heterogene Teams, die zusammen passen

Im Kontext des Complementary Fit stehen auch die agilen Organisationen: Warum wächst die Bedeutung von heterogenen Teams? Ganz simpel erklärt: Sie verarbeiten unbewusst viele verschiedene Eindrücke parallel. Das verbessert deutlich das Teamergebnis in seiner Qualität.
Der größte Teil des Verhaltens und Entscheidens wird vom unbewussten Teil der Persönlichkeit gesteuert. Und genau deshalb ist es so wichtig, in Cultural Fit Evaluierungen diesen unbewussten Teil, nämlich unsere Werte, genauer unter die Lupe zu nehmen.  Ein weiteres Argument dafür: Internet und Globalisierung bedingen vernetztes Denken, Kreativität und den Rückgang der Fachlichkeit zugunsten der Persönlichkeit – und das alles unbewusst.
Die Erwartungen und Bedürfnisse der Mitarbeiter_innen zu erkennen und zu erfüllen ist also zentrale Aufgabe der Personaler von heute. Dass das aber nur in der Theorie einfach klingt, ist wohl kein Geheimnis. Dennoch sollte diese Aufgabe in Angriff genommen werden, um die Unternehmenskultur zu einem Attraktivitäts- und Differenzierungsmerkmal zu machen und im Wettbewerb zu bestehen.

Werkzeuge, um die Kultur zu matchen

Ein erster Schritt kann bereits bei der Bewerberauswahl unternommen werden. Die Lösung lautet: Baue einen Kulturmatcher in deinen Bewerbungsprozess mit ein und gebe deinen Bewerber_innen eine valide Möglichkeit, selbstständig herauszufinden, wie gut sie mit deinem Unternehmen in kultureller Hinsicht matchen. Übrigens: Das beeinflusst auch positiv die Candidate Experience, wenn die Bewerber_innen mal nicht nur schlichte Bewerbungsformulare ausfüllen müssen, sondern zur Abwechslung mit der Unternehmenskultur auch ein weicher Faktor betrachtet wird.
Ich habe mir drei Tools angeschaut, diese auf allgemeine Produktinformationen, Einsatzmöglichkeiten und Items getestet und im organisations- und empirisch-psychologischen Rahmen analysiert. Dabei war es sehr interessant zu sehen, wie die verschiedenen Anbieter versuchen, Unternehmenskultur messbar zu machen. Viele werden das Ganze vermutlich kritisch sehen und sagen, dass das nicht geht. Einige werden vermuten, dass die Bewerber die Testergebnisse bewusst manipulieren könnten. Darja Gutnick, Psychologin, Migründerin und CEO des Berliner Start Up Bunch liefert ein entscheidendes Gegenargument: Bei dem Test auf den eigenen Management-Ebenen waren selbst diese sich nicht vollkommen einig über die Unternehmenskultur. Für externe Bewerber_innen sei es aus ihrer Sicht folglich schwer, sich besser auszukennen und so die Antworten zu manipulieren.
Trotzdem bleibt es schwer, mittels Online-Tools beziehungsweise Self-Assessments ein realistisch eingeschätztes Bild der Bewerber_innen und wahrheitsgemäßes Testergebnis zu bekommen. Das ist unter anderem auch dem Umstand geschuldet, dass die hinterlegten Konstrukte oftmals auch einen weiteren Interpretationsspielraum bieten. Aber zumindest für Vorstellungsgespräche stellen die Online-Tools eine gute Gesprächsgrundlage dar und die Persönlichkeit der Bewerber_innen wird ohnehin erst im persönlichen Gespräch oder an einem Probearbeitstag deutlich. Online-Tools zur Messung der Unternehmenskultur sollten also keinesfalls den Status Quo anzeigen oder noch viel schlimmer, dem Unternehmen anzeigen: Bewerber XY ist der geeignetste für dich.
Stattdessen sollten sie vor allem als Hilfe für die Bewerber_innen genutzt werden, sich hinsichtlich der Passung zum Unternehmen zu orientieren, mit der Möglichkeit zu wählen, ob das Unternehmen die Ergebnisse einsehen kann.

Screenshot metaHR
Screenshot metaHR

Diese 3 Tools habe ich mir angeschaut:

  • CompanyMatch (18 Priorisierungsfragen)
    + eindeutig und unkompliziert in der Bedienung
    + einfache Interpretation der Items, erweiterbar um eigene Fragen
    + Bewerberanonymität: Die Bewerber haben die Wahl, ob Sie das Ergebnis dem Unternehmen mitteilen
    – bisher keine Teamkulturen abbildbar
  • MetaHR-Cultural Fit Evalueator (14 Reihungsfragen, 24 Skalierungsfragen und 4 Polaritäten)
    + abwechslungsreich durch drei Testteile
    + neben Werten werden auch Riten abgefragt
    – bei Individualisierung des Fragebogens Validitätsgefährdungen 
  • Cyquest-Kulturmatcher (49 Items bipolar angeordnet mit 11-stufiger Antwortskala)
    + Anpassung an Unternehmen möglich
    + Kreativität durch Text- und Bildstimulus
    – komplexe Interpretation der Items

Natürlich hat jedes Tool seine Vor- und Nachteile. In meinem Gesamtergebnis liegt das niederländische Modell der Firma CompanyMatch allerdings ganz klar vorne. MetaHR deckt zwar viele wichtige Kategorien ab, die für die Unternehmenskultur wichtig sind, allerdings haben mich die Itemformulierungen von CompanyMatch mehr überzeugt. Zwar glänzt das Tool von Cyquest durch Kreativität hinsichtlich ergänzender Bildstimuli und einer sehr differenzierten Messung der Unternehmenskultur, allerdings hat mich dann doch das einfache, klare und verständliche Format von CompanyMatch überzeugt. Die Itemformulierungen sind ebenfalls noch direkter hinsichtlich des Arbeitsumfeldes formuliert (z.B. “Im Team ist meine Stärke…”), was meiner Meinung nach auch die Vorstellungskraft seitens des Bewerbers unterstützt. Das belegt auch die Abbrecherquote, die laut CompanyMatch unter 5 % liegt.

Cyquest Screenshot
Screenshot Cyquest

Ebenfalls werden Validitätsgefährdungen clever umgegangen, indem durch das geforderte Setzen einer Rangreihenfolge keine Tendenz zur Mitte entstehen kann und die soziale Erwünschtheit dadurch vermieden wird, dass die Schwierigkeit der Items mittel bleibt.  Zusätzlich ist man als Bewerber_in durch die kurze Bearbeitungszeit von fünf Minuten hier deutlich motivierter. Meiner Meinung nach reicht die Anzahl der Items (18 Fragen) vollkommen aus, um sich als Bewerber_in grob zu orientieren.
CompanyMatch Screenshot

Ein weiteres Plus von CompanyMatch: Neben der Kultur- und Wertemessung werden auch weitere nützliche Kategorien wie Umgang miteinander, Führungsstil, Wachstumsstrategie, Ambition und Markenstrategie gemessen. Für jedes Unternehmen ist der Test aber auch hinsichtlich der Fragen individuell anpassbar und erweiterbar. Überzeugend fand ich auch die Zwanglosigkeit des Tools. So können die Bewerber_innen sich aussuchen, ob das Unternehmen ihr Ergebnis sehen soll. Wer jetzt denkt, dann hat das Unternehmen ja nichts von CompanyMatch, liegt falsch: Unabhängig von einer direkten Bewerbung an ein Unternehmen können Bewerber_innen auch über die CompanyMatch Website den Fragebogen ausfüllen und bekommen passende Unternehmen angezeigt. So können sie dann auch auf Unternehmen stoßen, die ihnen vielleicht sogar noch unbekannt waren. Ein entscheidender Mehrwert also für die Unternehmen.
Comspace legt Wert darauf, den Cultural Fit durch persönliche Gespräche in Erfahrung zu bringen. Warum aber kann das Tool  für comspace trotzdem geeignet sein? Vor allem die Zielgruppe ist für die Beantwortung dieser Frage entscheidend. Laut CompanyMatch sind es nämlich vor allem Berufserfahrene, die das Tool verwenden. Und das ist auch überwiegend die Zielgruppe, die für comspace schwerer erreichbar ist. Insofern könnte das Tool in der Hinsicht helfen.
Keinesfalls sind die anderen Tools deshalb schlecht, im Gegenteil: Sie messen Unternehmenskultur sehr differenziert und wissenschaftlich fundiert. Wer danach sucht, wird hier sicher fündig. Auch bieten sie hinsichtlich der Employer Brand Kommunikation, Personalentwicklung und des Recruitings vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Vor allem große Unternehmen können von Kosten- und Zeitersparnis profitieren.

Mein persönliches Fazit

Unternehmenskultur wirklich valide messen, ist eine theoretische Vorstellung. Dennoch kann es den Bewerber_innen die Möglichkeit bieten, sich zu orientieren, wovon sie selbst und das Unternehmen profitieren. Neben der positiven Beeinflussung der Candidate Experience können Unternehmen weiterhin auch Schlüsse auf ihre Employer Brand Kommunikation ziehen.
Das Tool von CompanyMatch misst Werte und Kultur nur zum Teil, dafür aber zusätzlich sinnvolle Soft Skills und relevante Themen im Berufsalltag und bietet damit ein deutlich breiteres Spektrum an nützlichen Aspekten hinsichtlich des Bewerber-Fittings ab. Insofern ein kleines aber feines Tool, das für das Schaffen eines groben Überblicks sowohl für Bewerber_innen als auch Unternehmen vollkommen ausreicht. Dennoch, und das ist das Wichtige, nimmt das Tool dem Unternehmen nicht die  Entscheidung, sondern bietet eine weitere Entscheidungshilfe. Und das ist auch gut so, denn genau wie ein Lebenslauf oder ein Zeugnis nicht die Eignung der Bewerber_innen auf eine Stelle zu hundert Prozent widerspiegelt, kann das auch kein Online-Tool.
Artikelbild: Jeremy Bishop on Unsplash

Facebook Kostendaten in Google Analytics importieren

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In diesem Post erfahren Sie, wie Sie mittels weniger Handgriffe die wichtigsten Daten (Impressions, Klicks, Klickkosten) aus Facebook-Werbekampagnen in Google Analytics überführen können.

Google AdWords bietet  – sofern eine Verknüpfung zu Google Analytics eingerichtet wurde – eine automatisierte Auswertung der Kostendaten. Damit lassen sich Kosten und Nutzen von AdWords-Kampagnen gegenüberstellen. Ein wertvolles Tool, aber es berücksichtigt ausschließlich Google AdWords. Was ist mit ähnlichen Werbeplattformen wie Bing Ads oder Yandex Ads in Russland? Was ist mit Werbung in Social Networks? Wie kann ich die Zahlen aus Facebook Ads und Google AdWords vergleichen? Hierfür müssen wir etwas nachhelfen und basteln – doch die Arbeit lohnt sich. 

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Lebensmittel online einkaufen – für Geschäftskunden sehr praktisch

REWE Einkauf Shoppingliste Geschäftskunden

REWE Einkauf Shoppingliste Geschäftskunden

Es gibt so Dinge, die bekommt man immer nur so nebenbei mit. So kam eben im Standup-Meeting auf, dass unsere Sylvia seit einiger Zeit den REWE Online-Einkauf nutzt, um comspace alltäglich und bei Events mit leckeren Sachen zu versorgen. Wissen schon: Für’s leibliche Wohl ist gesorgt.

Für unser Montags-Frühstück müssen bsw. regelmäßig Brötchen, Aufschnitt, Brotaufstriche und was man sonst so braucht gekauft werden. Wenn Teams ein kleines Grillen zum Projektabschluss oder eine Launchparty schmeißen oder wenn unser internes Barcamp c42 zum Wissensaustausch stattfindet, werden immer wieder Lebensmittel gebraucht, für die unsere Kollegin Sylvia im Office-Management bis vor kurzem noch 1-3 Stunden einkaufen fahren musste.

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Compliance Management System – eine sinnvolle Investition für deutsche Unternehmen?

Wegweiser Compliance Management

Am 16. und 17. November findet in Berlin der Bundeskongress Compliance Management 2016 statt. Es ist bereits die 4. Veranstaltung dieser Art in Deutschland, was zeigt dass das Thema Compliance Management in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat – sicherlich nicht zuletzt befeuert durch die juristischen und moralischen Verfehlungen bei Firmen wie Siemens, dem ADAC oder VW.

Wie aktuell das Thema ist, zeigt auch die für Ende 2016 geplante Einführung einer ISO-Norm für Anti-Korruptions-Prozesse in Unternehmen. Mit der ISO-Norm 37001 „Anti-Korruptions Management Systeme“ soll ein neuer internationaler Standard geschaffen werden, der einheitliche Maßstäbe für die Entwicklung, Implementierung und den Betrieb von Compliance Management Systemen festlegt.

Anlass für einen kleinen Überblick zum Stand des Compliance Management und seinen Gestaltungsmöglichkeiten in der deutschen Wirtschaft.

Wegweiser Compliance Management

Über die Bedeutung und Entstehung von Compliance Management

Den Begriff Compliance kann man im Deutschen am ehesten mit Regeltreue oder Regelkonformität übersetzen. Er bedeutet die Sicherung der Einhaltung vorgeschriebener Gesetze und rechtlicher Rahmenbedingungen, aber auch freiwilliger unternehmensinterner Richtlinien.

Die Selbstverpflichtung von Firmen, ein System einzurichten, das die Einhaltung von Richtlinien jeglicher Art gewährleistet, entstand ursprünglich in den USA, wo Rechtsverstöße regelmäßig zur Zahlung von riesigen Geldsummen führen. Über international tätige Finanzdienstleister kam diese Entwicklung in den 70er Jahren nach Deutschland und mittlerweile ist Compliance Management ein wichtiges Thema in vielen Branchen geworden.

Compliance braucht Kommunikation und Bewusstsein

Compliance-Richtlinien müssen mittlerweile in fast allen Unternehmensbereichen berücksichtigt werden. Aber nicht selten gibt es in den Unternehmen, v.a. im Mittelstand, Widerstände bei der Einführung eines Compliance Systems. Entsprechende Kontrollmechanismen können schnell zu Unverständnis oder Verunsicherung bis hin zu Misstrauen bei den Mitarbeitern führen.

Daher muss eine Implementierung von Compliance Management immer mit Aufklärung und sensibler Kommunikation einhergehen. Mitarbeiter müssen Compliance und deren betriebswirtschaftlichen Mehrwert verstehen, für deren Ziele sensibilisiert werden und das Compliance Management aktiv mittragen. Jedem sollte bewusst gemacht werden, dass die Einhaltung von Regeln auch dem Erhalt des Unternehmens dient. Sprich, es muss eine Compliance-Kultur geschaffen werden.

Wie wird Compliance Management in den Unternehmen organisiert?

In deutschen Unternehmen findet sich die ganze Bandbreite möglicher Compliance Management Lösungen – von der eigenständigen Compliance Abteilung mit einem Chief Compliance Officer (CCO) über Compliance Mitarbeiter als Ombudsmänner in verschiedenen Abteilungen, eine simple Briefkasten-Lösung oder einen Rechtsanwalt als externen Compliance Officer bis hin zu einem technischen Hinweisgebersystem.

Lt. der Studie “CMS Compliance Barometer”, die das Marktforschungsinstitut Ipsos im Jahr 2015 erstmalig herausgebracht hat, haben erst rund ein Drittel der Großunternehmen eine separate Compliance-Abteilung eingerichtet. Kleine und mittelständische Unternehmen können sich i.d.R. keine eigene Abteilung leisten – hier kümmern sich oft Mitarbeiter der Rechtsabteilung, der Revision oder dem Risikomanagement quasi “nebenbei” um Compliance-Belange.

Wie kann eine Software helfen, Compliance sicher zu stellen?

Eine technischen Hinweisgeberplattform kann das Management und die Compliance-Beauftragten dabei unterstützen, ihren Aufgaben und ihrer Verantwortung strukturiert nachzukommen. Zudem bietet eine Compliance-Software besonders internationalen Unternehmen, die verschiedene Gesetzeslagen in verschiedenen Ländern berücksichtigen müssen, eine gute und sichere Möglichkeit, ihre Compliance-Prozesse abzubilden. Letztendlich sind die Kosten für die Implementierung eines Compliance-Systems weitaus günstiger als die Aufwendungen für die eventuelle Strafe und die negativen betriebswirtschaftlichen Folgen im Falle eines Compliance-Verstoßes.

Dies sind die wesentlichen Vorteile einer Hinweisgeberplattform:

  • Anonymitäts-Garantie für den sog. Whistleblower: Der den Verstoß meldende Mitarbeiter muss sichergehen können, dass seine Information vertraulich behandelt wird und ihm keine arbeitsrechtlichen Nachteile daraus entstehen.
  • Weltweite Verfügbarkeit rund um die Uhr
  • Berücksichtigung unterschiedlicher Gesetze und Datenschutzvorschriften in einzelnen Ländern
  • Flexible Anpassung der Lösung auf die individuellen Bedürfnisse des Unternehmens
  • Systematische Dokumentation, themenbezogene Klassifizierung und Nachverfolgung aller relevanten Compliance-Informationen für mehr Transparenz
  • Übersichtliche Analyse-Möglichkeiten
  • Da das Vorhandensein eines Compliance Management Systems als effektives Risikomanagement gegen Korruption angesehen wird, verbessert es das Rating bei der Bewertung von Unternehmen und kann vorteilhaftere Voraussetzungen für eine Finanzierung schaffen.

Welche Rolle spielt Compliance Management in deutschen Unternehmen?

Lediglich in der Finanz- und Versicherungsbranche ist Compliance Management aufgrund entsprechender Vorschriften im Kreditwesengesetz eine unabdingbare Notwendigkeit. Für alle anderen Unternehmen ist die Implementierung eines Compliance Managements zwar keine gesetzliche Verpflichtung, aber oft eine durch externe Faktoren auferlegte Maßnahme, um sich vor Datenmissbrauch, Korruption, Schmiergeldaffären und Betrug zu schützen. Zum einen führt der Gesetzgeber immer wieder neue Straftatbestände ein und erweitert die Haftung, zum anderen verlangen häufig Geschäftspartner aus In- und Ausland den Nachweis eines Compliance Systems, denn das schafft Vertrauen.

So ist das Bewusstsein für Regelkonformität, Regeltreue und Unternehmensethik in deutschen Unternehmen in den letzten Jahren zwar deutlich gewachsen und die Bedeutung von Compliance für die Reputationssicherung wird vielfach erkannt. Allerdings tun sich viele Unternehmen noch schwer mit der Umsetzung. Vielfach fehlt es auch noch an Prozessen, wie mit aufgedeckten Regelverstößen umzugehen ist.

Fazit

Compliance Management ist ein komplexes Thema, das von vielen Faktoren bestimmt wird. Unterschiedliche Gesetze und Vorschriften für einzelne Branchen und Länder und die individuellen Voraussetzungen und Anforderungen jedes Unternehmens beeinflussen den Umgang mit Compliance. Daher lassen sich Empfehlungen für bestimmte Compliance-Maßnahmen auch nicht pauschal an der Größe, dem Umsatz oder der Mitarbeiterzahl eines Unternehmens fest machen.

Grundsätzlich sollten Sie bei der Installierung einer Compliance Management Lösung folgende zwei Faktoren berücksichtigen:

  • Halten Sie die Hürde für Mitarbeiter, Vorfälle zu melden, möglichst niedrig. Da sich manche Menschen in einer solchen Situation lieber einem persönlichen Ansprechpartner, andere eher einem Online-Formular anvertrauen, ist das parallele Bereitstellen mehrerer Lösungen empfehlenswert.
  • Stellen Sie bei der Wahl des Systems die absolute Anonymität des Hinweisgebers sicher. Dies bietet eine Hinweisgeberplattform Out-of-the-box. Bei der Berufung eines externen Rechtsanwalts greift die anwaltliche Schweigepflicht.

Eine Hinweisgeberplattform kann also bereits vorhandene interne Compliance-Strukturen sinnvoll ergänzen, zumal die Kosten für ein solches System sehr überschaubar sind.

Mehr Informationen an unserem Stand auf dem Bundeskongress Compliance Management

Der Bundeskongress am 16. und 17. November in Berlin bietet Ihnen in kompakter Form einen branchenübergreifenden Einblick in viele Compliance Management Themen. In zahlreichen Vorträgen, Workshops und Best Practices stehen Wissenstransfer, Austausch und neue Compliance-Lösungen im Vordergrund. Am gemeinsamen Stand mit unserem Partner Got Ethics stellen wir Ihnen die sichere und einfach zu bedienende Hinweisgeberplattform Got Ethics vor. Oder Sie nehmen direkt Kontakt mit uns auf und fordern eine unverbindliche Demo an.

Sitecore Analytics versus Google Analytics

Sitecore AIDA

Dank des Erfolgs von Google Analytics gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten, Nutzerdaten rund um die eigenen Webseiten zu sammeln, zu aggregieren und auszuwerten. So liefert auch Sitecore mit Experience Analytics ein Tool, dass die Arbeit rund um das Marketing vereinfachen und konkreter machen soll. Bei all den Gemeinsamkeiten, gibt es jedoch zwischen den beiden Webanalyse-Tools deutliche Unterschiede.

Sitecore Analytics

Grundsätzliches Ziel von Sitecore Analytics ist die Erfassung sämtlicher Interaktionen auf allen eigenen Webseiten. Zukünftig will Sitecore sogar On- und Offlinedaten in ein Nutzerprofil fließen lassen – hier erfahren Sie mehr über das Modul xConnect und andere aktuelle Themen vom Sitecore Symposium 2016 in New Orleans. Darüber hinaus werden die klassischen “Web Analytics”-Funktionen um die Möglichkeiten ergänzt, die eigene Marketing-Strategie zu messen, zu überprüfen und zu verfeinern. Personalisierung und Customer Experience stehen im Fokus des “Sitecore Experience Analytics”. Dazu orientiert sich Sitecore am AIDA-Modell: Analytics, Insights, Decisions und Automation.

Sitecore AIDA
Sitecore AIDA

Vorteile von Sitecore Analytics sind:

  • Dashboard-Lösung, integriert in die Sitecore Experience Marketing-Plattform.
  • Möglichkeit der Echtzeitanalyse.
  • Path Analyzer: Dieser deckt die Herkunft und das Navigationsverhalten der User Ihrer Webseite auf.
  • Durchführung von A/B und multivariater Tests.
  • Messung und Bewertung des Nutzerverhaltens und deren Interaktion mit Ihren Webseiten-Inhalten.
  • Personalisierung: alle Informationen zu jedem individuellen User werden zu einem Profil aggregiert. Das Surfverhalten auf der Webseite, die Klicks in E-Mail-Kampagnen bis hin zu Social Media-Interaktionen können dabei einbezogen werden.
  • Gezielte Performance-Messung von Marketingkampagnen.
  • Alle Anstrengungen rund um Datengewinnung und -auswertung sind auf Marketing Automation und Predictive Marketing ausgerichtet.
  • Kostenfrei – wenn Sie bereits Sitecore-Nutzer sind.

Sitecore 8.3 PathAnalyzer
Sitecore 8.3 PathAnalyzer, Foto: Friederike Heinze

Nachteile von Sitecore Analytics:

  • Die Oberfläche ist vergleichsweise wenig intuitiv und sehr Sitecore-spezifisch.
  • Wie in allen mächtigen Tools benötigt man entsprechend Zeit um sich in die Funktionen einzuarbeiten.
  • Die Sitecore-Community ist im Vergleich zu Google eher übersichtlich und benötigtes Wissen und Informationen kann man sich nicht einfach “ergooglen”.

Was macht Sitecore Analytics jetzt so besonders? Mit der Sitecore Experience Platform können Inter-/Aktionen Werte zugeordnet werden. So können Nutzer unterschiedlich priorisiert und mit für sie relevanten Informationen versorgt werden. Diese Informationen (“business values”) liegen nur Sitecore Analytics vor und können komfortabel ausgewertet werden.

Die Möglichkeiten Traffic in Konversion umzuwandeln grenzt die Sitecore Experience Platform mit Sitecore Analytics von anderen Analyse-Tools deutlich ab.

Google Analytics

Das wohl am meisten genutzte Web-Analyse Tool sticht vor allem durch seinen umfassenden Funktionsumfang und seine attraktive Bedien- und  Nutzeroberfläche hervor.

Google Analytics Dashboard
Google Analytics Dashboard

Wie funktioniert Google Analytics?

Im Grunde gibt es 4 Prozessstufen, die durchlaufen werden:

  1. Collection – hier werden Daten gesammelt und beschafft. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig und reichen vom eingebundenen Javascript-Code bis zum “Measurement Protocol”, welches Daten von beliebigen, mit dem Internet verbundenen Endgeräten an Google Analytics sendet.
  2. Processing – Die erhobenen Daten werden nach Maßgabe der “Configuration” gespeichert und verarbeitet.
  3. Configuration – im Backend können individuelle Einstellungen vorgenommen werden, mit denen die gewünschten Analyse-Daten vorab festgelegt werden. Google erfasst dann nur die Daten, die im Rahmen der Konfiguration definiert wurden. Hier können fehlerhafte Einstellungen langfristige Folgen haben.
  4. Reporting – Die Daten können im letzten Schritt überwacht und ausgewertet werden. Ein übersichtliches Dashboard erlaubt einen einfachen Einstieg in Google Analytics.

Vorteile von Google Analytics sind:

  • Es ist grundsätzlich erstmal kostenlos.
  • Es ist für fast jede Unternehmensgröße geeignet.
  • Eine Google-typische intuitive Oberfläche und einfache Schnittstellenkommunikation mit anderen Google-Produkten erlauben eine komfortable Konten-Verwaltung.
  • Es existiert eine umfassende Community.
  • Informationen und Wissen sind vielseitig verfügbar, z.B. über Filter-Templates oder YouTube-Tutorials.
  • Zielvorhaben (“Goals”), wie Google die Conversion-Ziele nennt, können Aufgaben und Aktivitäten zugewiesen werden.
  • Google Analytics lässt sich mit anderen Tools Verknüpfen (Bsp.: Adwords, Adsense etc).

Nachteile von Google Analytics:

  • Die Daten erlauben keine Aussagen über einzelne Nutzer-Sessions.
  • Die Daten liegen in der Cloud bei Google.
  • Nutzer können unter Umständen das Tracking verhindern, z.B. mittels privacy-PlugIns.
  • Der Einsatz von Google Analytics 360 Suite als Enterprise-Lösung ist nicht kostenlos.
  • Gesammelte Daten werden nicht als Rohdaten, sondern nur in der festgelegten Konfiguration gespeichert.
  • Es werden durch Einsatz des “Samplings” nicht alle Daten erfasst, sondern nur hochgerechnete Stichproben.

Wo liegt der konkrete Unterschied?

Vereinfacht gesagt: Googles Stärke liegt in der Datenverdichtung und -folgerung. Das Tool liefert quasi out-of-the-box die wichtigsten KPI’s und erlaubt damit eine breit aufgestellte, einfache Berichterstattung. 

Sitecore Analytics analysiert die Nutzerinteraktionen kanalübergreifend und in einer Detailtiefe, die Google nicht bieten kann. Die Stärke liegt in der nachhaltigen und umfassenden Verfügbarkeit der Daten und vor allem der Möglichkeit, langfristig einzelne Kundenprofile detailliert anzureichern um eine 360°-Sicht auf den Kunden zu bekommen. 

Fazit

Google Analytics und Sitecore Experience Analytics sind beides wichtige Webanalyse-Tools und haben je nach Anwendungsfall, Budget und Anspruch beide ihre Daseinsberechtigung. Für ein nachhaltiges, kundenzentriertes Marketing bietet jedoch Sitecore Analytics mehr Möglichkeiten detaillierte Informationen rund um die Kunden zu gewinnen und dadurch gezielte Maßnahmen umzusetzen.

Ideal ist natürlich der gemeinsame Einsatz beider Tools, um im Zusammenspiel die Webseiten-Performance und die Effektivität von Marketingaktivitäten zu überprüfen und schließlich gezielt zu optimieren.

Trotz aller Vorteile von frei zugänglichem Wissen kann man in dieser komplexen Thematik bei all den Funktionen, Tipps und Anleitungen schon mal den Überblick verlieren, vor allem, wenn man sich nicht tagtäglich damit beschäftigt.

Sollten Sie weitere Fragen zur Webanalyse haben, sprechen Sie uns gerne an.

 

14.12.2016 – kleines Update:

Dieser Blogbeitrag reduziert und vergleicht die Eigenschaften beider Tools auf drei Ebenen nochmals anschaulich. Dabei wird deutlich das die Stärke von Google Analytics in der Segmentierung von Daten liegt und Sitecore Analytics auf angereicherte Datenprofile zur Echtzeit-Optimierung setzt.

Google Webmaster Tools: Crawling Fehler im Blick haben

Crawling Fehler

Der Navigationspunkt „Crawling Fehler“ unter dem Menüpunkt „Crawling“ gehört zu den wichtigsten Features im Angebot der Google Webmaster Tools. Anhand der Daten lassen sich unter anderem DNS- sowie Server-Verbindungsprobleme erschließen.

In den nachfolgenden Übersichten wird grob aufgelistet, wie viele vermeintliche Fehler für eine Website seitens Google gefunden wurden – unterschieden wird hierbei zwischen Web und Mobile-Version der Website. Die gefundenen Fehler werden in der Regel in die Bereiche „Serverfehler“, „Zugriff verweigert“, „Nicht gefunden“, „Nicht aufgerufen“ sowie „Sonstiges“ unterteilt.

Google Webmaster Tools - Crawling Fehler
Google Webmaster Tools – Crawling Fehler

Die Übersichten eignen sich in erster Linie dazu, einen groben Überblick der Fehler zu erhalten. Erst wenn der Anwender tiefer ins Detail geht, werden die dargestellten Ergebnisse interessanter und die Fehlerquellen ersichtlich.

Google Webmaster Tools Serverfehler 500
Google Webmaster Tools Serverfehler 500

Die dargestellten Informationen, dem entsprechend auch die Grafiken, sind grundsätzlich abhängig von der jeweiligen Website. Das bedeutet, ein Ergebnis für eine bestimmte Website aus den Google Webmaster Tools kann nicht pauschal auf andere Websites übertragen werden.

Empfehlung: Es ist empfehlenswert, regelmäßig in die Google Webmaster Tools zu schauen und sich dabei die Website-Fehler anzeigen zu lassen, denn dadurch lassen sich vermeintliche und bis zum jetzigen Zeitpunkt unbekannte Fehlerquellen erschließen und im optimalen Fall sofort beheben.

Wenn ein Fehler zu einer bestimmten URL behoben wurde, sollte dies auch im Anschluss der Suchmaschine Google über die vorhandenen Schaltflächen („Als korrigiert markieren“) mitgeteilt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass Google die Inhalte wiederum zeitnah besucht und im Anschluss indexiert.

Google Disavow Tool zur Abwertung von Links

Um das sogenannte Disavow Tool ranken sich mittlerweile die verschiedensten Geschichten. Das Linkentwertungstool aus dem Hause Google wird mittlerweile auch als Druckmittel verwendet, weil nach wie vor einige Website-Betreiber dem Irrglauben unterliegen, dass mithilfe dieses Tools Websites in ihrer Wertigkeit abgestuft werden können.

Es gibt verschiedene Kriterien anhand dessen Google Websites eine Wertigkeit vergibt, natürlich verrät Google nicht, welche Kriterien mit welcher Gewichtung am Ende tatsächlich in den Algorithmus einfließen. Allerdings weiß wohl jeder Webseitenbetreiber, spätestens seit dem sogenannten Pinguin Update, dass Backlinks nach wie vor einen relevanten Faktor darstellen, schlechte Backlinks aber zur Abwertung von Websites führen können.

Google Disavow Tool - Links für ungültig erklären

Google ist bemüht Websites zu bewerten und diese anhand der Bewertung in den Suchergebnissen zu positionieren. Darein fließen auch Backlinks, je nach Qualität, mit positiver wie auch negativer Auswirkung in das Ranking ein. Im Zuge verschiedener Algorithmus-Updates und Erweiterungen hat Google gezeigt, dass Websites, deren Links manuell aufgebaut werden, erkannt werden und dem entsprechend auch abgewertet werden können. Zeitgleich stellt Google das sogenannte Disavow Tool zur Verfügung, mit dem Links für ungültig erklärt werden können.

Das Disavow Tool, wird eingesetzt wenn…

Es gibt verschiedene Gründe, aus denen das Disavow Tool zum Einsatz kommen kann. Beispielsweise kann ein Konkurrent auf die Idee kommen, eine Website durch Spamlinks in die ewigen Jagdgründe schicken zu wollen. Ferner kann der Websitebetreiber auch eigene Links, auf schwachen und nicht relevanten Seiten, aufgebaut haben. Die Gründe sind unterschiedlich, allerdings die Ursache in der Regel identisch.

Aktuell erhalten viele Blogger entsprechende Nachrichten, dass Links, die in Kommentaren gesetzt wurden, unter Androhung des Einsatzes des Disavow Tool schleunigst zu entfernen sind. Der Irrglaube, dass mit dem Disavow Tool anderen Websites geschadet werden kann, existiert eigentlich schon seit der ersten Version des Tools. Doch das Disavow Tool dient lediglich dazu, der Suchmaschine Google mitzuteilen, dass in der Vergangenheit ein Fehler gemacht wurde und eventuell Links manuell aufgebaut wurden oder andere Personen diese aufgebaut haben. Links werden somit als nicht gültig erklärt – eine Website wird dadurch nicht abgewertet, das wäre auch für die organische Suche mehr als fatal, auch wenn die bezahlten Ergebnisse von Jahr zu Jahr stärker in den Fokus rücken.

Funktionsweise des Disavow Tool

Die Funktionsweise des Disavow Tool ist denkbar einfach: Zu allererst gilt es die Links zu identifizieren, die den Schaden verursacht haben. Diese müssen einfach in einer CSV-Datei oder Textdatei untereinander aufgeführt werden.

Disavow-Tool URLs
Disavow-Tool URLs

Im Anschluss muss natürlich das Online-Tool unter https://www.google.com/webmasters/tools/disavow-links-main aufgerufen werden. Im nächsten Schritt muss die entsprechende Domain, die vorher in den Google Webmaster Tools verifiziert wurde, ausgewählt werden.

Disavow-Tool Domain
Disavow-Tool Domain

Nachdem die gewünschte Domain, deren Links als ungültig eingestuft werden sollen, ausgewählt wurden, muss natürlich die vorgefertigte Text-Datei oder CSV eingebunden werden. Im Anschluss kann die Datei über den Button „Senden“ an Google übermittelt werden.

Disavow-Tool Links ungültig
Disavow-Tool Links ungültig

Nun heißt es abwarten, bis Google die Ungültigkeitserklärung übernimmt und die vermeintlich negativen URLs aus der Berechnung entfernt.

Disavow-Tool Erfolg
Disavow-Tool Erfolg

Mit dem Einsatz des Disavow Tool schadet man nicht der Website, welche auf die eigene Website verlinkt, sondern sorgt lediglich dafür, dass die Links nicht mehr in die Bewertung der Website mit einfließen. Google ist anhand seines Algorithmus selbst in der Lage die Website, von der auch der Link stammt, zu bewerten.

Google Webmaster Tools: Serverfehler

Ein sogenannter Serverfehler bedeutet, dass der Googlebot eine Unterseite – oder sogar die komplette Seite – nicht abrufen konnte und für eine Abfrage innerhalb eines festgelegten Zeitlimits keine Rückmeldung erhalten hat oder der Zugriff auf die gewünschte URL wurde verweigert. Somit wird der Googlebot genötigt, die Anfrage abzubrechen.

Google Webmaster Tools - Serverfehler (500)
Google Webmaster Tools – Serverfehler (500)

In der obigen Grafik wird beispielhaft dargestellt, wie dem Anwender über die Google Webmaster Tools mitgeteilt wird, dass eine URL der eigenen Website einen Antwortcode 500 liefert und dieses Problem am 08. Mai 2013 erkannt wurde.

Um mehr Details zu der entsprechenden URL zu erfahren, reicht ein Klick auf diese URL, um das nachfolgende Popup zu öffnen.

Google Webmaster Tools - Serverfehler 500 im Detail
Google Webmaster Tools – Serverfehler 500 im Detail

Die Fehlerdetails sind eindeutig – der Googlebot hat bereits am 07.05.2013 versucht, besagte URL aufzurufen und konnte diese bzw. durfte diese URL möglicherweise nicht aufrufen. Eine weitere Überprüfung seitens der Suchmaschine Google erfolgte am 08.05.2013 – denn auch Google weiß, dass eine Website kurzfristig ausfallen kann und daher wird durch einen weiteren Versuch überprüft, ob das Problem weiterhin vorhanden ist.

Step 1: Warum geht die URL nicht

Im ersten Schritt gilt es für den Anwender zu überprüfen, warum diese URL für den Suchmaschinen-Bot nicht zu erreichen war bzw. warum genau diese Seite einen Antwortcode 500 liefert. Der Antwortcode 500 ist per Definition ein „Sammel-Statuscode“ für unerwartete Serverfehler.

Der comspace-Blog basiert auf WordPress. Anhand der URL ist zu erkennen, dass eine Vorschau-URL generiert wurde, die für den Google-Bot erreichbar war bzw. ist. Wenn die URL in einem aktuellen Browser abgerufen wird, so erhält der Anwender die Nachricht „Du hast nicht die erforderlichen Rechte, um die Entwurfsvorschau zu sehen.“ Im Fall von WordPress kann dies zwei Ursachen haben: Entweder ist der Link für die Entwurfsvorschau bereits abgelaufen oder eben der Anwender ist nicht angemeldet und kann dem entsprechend den Inhalt nicht lesen – aus Sicht des Anwenders eigentlich kein Problem. Das eigentliche Problem ist aber, dass hier eine URL der Suchmaschine zugänglich gemacht wurde, obwohl diese für die Suchmaschinen nicht bestimmt ist.

Step 2: Wie wurde die URL den Suchmaschinen zugänglich gemacht?

Dazu bieten die Google Webmaster Tools im gleichen Popup zwei Navigationspunkte namens „In Sitemaps“ und „Verlinkt über“. Im ersten Navigationspunkt kann überprüft werden, ob die Vorschau-URL beispielsweise in einer XML-Sitemap eingebunden ist und dem entsprechend von den Suchmaschinen wahrgenommen wird. Wie die nachfolgende Grafik beweist, ist diese URL zumindest nicht in der eingebunden XML-Sitemap enthalten.

Serverfehler durch die Sitemap
Serverfehler durch die Sitemap

Der nächste Navigationspunkt erlaubt dem Anwender, die externen Verweise auf diese URL zu überprüfen und wie sich zeigt, wurde mittels Short-URL Dienst „ow.ly“ eine verkürzte URL zur einfachen Verbreitung der Vorschau erzeugt.

Serverfehler - verlinkende Seiten
Serverfehler – verlinkende Seiten

Bei der Überprüfung des externen Links erkennt man, dass dieser auf die obige Vorschau-URL weiterleitet. Es obliegt dem Anwender nun eine Lösung für dies Problem zu finden.

Lösungsansätze

Die Probleme sind grundsätzlich immer individuell und dem entsprechend gibt es keine pauschale Lösung, die sich auf jeden Serverfehler bzw. Antwortcode im Bereich 5xx übertragen lässt. Hinsichtlich der obigen Problematik gibt es einige Lösungsansätze, mit denen versucht werden kann, den seitens der Google Webmaster Tools angezeigten Serverfehler zu beheben.

URL weiterleiten

Sinnvollerweise sollte die URL auf den entsprechenden Artikel weitergeleitet werden – dazu kann eine Weiterleitungsregel (301 Redirect) in die htaccess eingebunden werden. Alternativ gibt es bei einigen Content Management Systemen eine Reihe von Plugins, die gerade für unerfahrene Nutzer in sehr einfacher Form die Möglichkeit bieten, bei Bedarf Weiterleitungen (301, 302, 307) zu erstellen.

Was tun, wenn kein Artikel existiert?

Häufig wird der Fehler gemacht, dass bei Artikeln, die nicht (mehr) existieren, die URL mittels einer Weiterleitung auf die Startseite umgeleitet werden. Dies sollte grundsätzlich vermieden werden, damit Suchmaschinen die Startseite nicht als allgemeine 404-Fehlerseite einstufen.

Im Idealfall wird eine URL auf einen neuen identischen Artikel weitergeleitet. Ist diese Möglichkeit nicht gegeben, empfiehlt es sich einen Redirect auf die nächst höhere Hierarchie-Ebene zu setzen.

Wenn aus irgendwelchen Gründen keine Weiterleitungen erstellt werden, ist es zwangsläufig notwendig, eine 404-Fehlerseite zu erstellen. Eine 404 Fehlerseite sollte grundsätzlich als Anleitung für den Nutzer dienen und ihm die Möglichkeit bieten, weiterhin mit einer Website zu arbeiten – dies kann durch Vorschläge geschehen („Meinten Sie vielleicht…?“). Auch bei einer 404 Fehlerseite gilt es den Nutzer abzuholen und ihn zu dem für ihn relevanten Inhalt zu geleiten.

URL sperren (Robots.txt)

Der Zugriff auf einzelne Dateien, Verzeichnisse sowie URLs kann für die Suchmaschinen-Bots (auch Robots) mithilfe einer „Robots.txt“ eingeschränkt werden. Bevor eine Website gecrawlt wird, überprüfen sogenannte Robots der jeweiligen Suchmaschinen, ob Einschränkungen für die Website bestehen. In der Regel übernehmen die meisten Suchmaschinen beim Crawl-Vorgang die Einschränkungen und besuchen die „gesperrten“ Inhalte nicht.

Zusätzlich kann in den Google Webmaster Tools unter „Google Index ->URLs entfernen“ die entsprechende URL eingetragen werden. Dadurch wird diese in der Regel schneller aus dem Index entfernt.

So einfach die Methode auch klingt, schützt diese nicht 100 % davor, dass die URL wieder in den Index aufgenommen wird. Sofern andere Websites auf die entsprechende URL verlinken, kann der Fall eintreten, dass diese zumindest teilweise in den Suchindex aufgenommen wird – dabei wird der Titel der Seite übernommen, allerdings die Meta-Description aufgrund der vorhandenen Robots.txt nicht.

Lösung – noindex

Es gibt eine funktionierende Lösung, sofern die Robots.txt genutzt wird und die Seite dauerhaft aus dem Index entfernt werden soll – das Zauberwort nennt sich Meta-Robots mit dem Wert „noindex“.

Einige CM-Systeme sind in der Lage, von Haus aus die Meta-Robots zu bearbeiten. Bei WordPress kann dies unter anderem durch den Einsatz eines Plugins gelöst werden – setzt aber dann auch voraus, dass die Seite tatsächlich existiert.

Google Webmaster Tools: Falsche 404-Fehler (Soft 404)

In den Google Webmaster Tools gibt es eine Unterscheidung zwischen „Seite nicht gefunden“ und sogenannte „falsche 404-Fehler“.

Wenn eine angeforderte Seite nicht vorhanden ist, wird seitens des Servers in der Regel ein 404-Fehler (Seite nicht gefunden) zurückgegeben. Mithilfe des Antwortcodes wird dem Browser (bzw. dem Client/Anwender) wie auch den Suchmaschinen mitgeteilt, dass angefragte Inhalte nicht existieren – dem entsprechend kann der Inhalt auch weder gecrawlt noch indexiert werden.

Wenn allerdings kein 404-Antwortcode zurückgegeben wird, dennoch eine 404-Inhaltsseite dem Anwender angezeigt wird, nennt sich dies „Soft 404“ bzw. „Falscher 404-Fehler“.

Google Webmaster Tools - 404 Soft Fehler
Google Webmaster Tools – 404 Soft Fehler

Das bedeutet, nur weil eine Seite „Seite nicht gefunden“ anzeigt, bedeutet dies nicht, dass es sich um eine echte 404-Seite handelt – damit diese auch als 404-Seite erkannt wird, ist es zwingend notwendig einen entsprechenden HTTP-Antwortcode zu übermitteln.

404-Softfehler behindern das Website-Crawling

Webseiten und Inhalte sollen im Sinne des Website-Betreibers so schnell wie möglich in den Index aufgenommen werden. Allerdings können sich sogenannte 404-Softfehler als Tempobreme für den Suchmaschinen-Crawler entpuppen.

Suchmaschinen-Crawler gehen bei 404-Softfehlern davon aus, dass sich unter der URL relevante Inhalte befinden könnten, da die Inhalte nicht eindeutig als 404-Fehler klassifiziert werden konnten. Dadurch läuft der Website-Betreiber Gefahr, dass neue Inhalte erst später erfasst werden, da sich der Suchmaschinen-Crawler für die 404-Softfehler interessiert. Des bedeutet auch, dass die eigentlichen 404-Softfehler seitens der Suchmaschinen indexiert werden.

Google empfiehlt beispielsweise die Verwendung der Antwortcodes 404 für „Seite nicht gefunden“ und/oder 410 für „die Seite/der Inhalt wurde gelöscht“.

HTTP-Antwortcode überprüfen

Es gibt sicherlich das ein oder andere Tool und Browser-Addon (z.B. Firebug), das die Möglichkeit schafft, sich den HTTP-Code einer Seite ausgeben zu lassen. Aber mithilfe der Google Webmaster Funktion „Abruf wie durch Google“, die bereits im Artikel „Beschleunigte Indexierung durch die Google Webmaster Tools“ beschrieben wurde, kann eine Seite aus Sicht der Suchmaschine heruntergeladen werden – womit auch direkt geklärt wird, wie der Google-Crawler diese Seite tatsächlich sieht.

HTTP-Antwortcode überprüfen
HTTP-Antwortcode überprüfen

Fazit und Empfehlung

Wie eigentlich bei jeder Fehlermeldung hinsichtlich der Crawling-Ergebnisse in den Google Webmaster Tools ist auch bei den einfachen 404-Softfehlern eine regelmäßige Kontrolle notwendig – nicht immer ist die Suchmaschine Google so heroisch und weist uns im Detail auf die Fehler und Probleme einer Website hin.

Nach Behebung der Probleme gilt es, diese auch in den Webmaster Tools als korrigiert zu markieren, damit die Inhalte bzw. URL zeitnah von der Suchmaschine untersucht werden kann.

Erfahrungen bei der Migration unserer Website von OpenText auf Sitecore

In einem kürzlich erschienenen Blogbeitrag sind wir darauf eingegangen, warum eine automatisierte Migration von Inhalten beim Wechsel des Content Management Systems in der Regel nicht empfehlenswert ist. Denn meistens gehen mit der technischen auch strukturelle Veränderungen der Website einher:  Die Navigationsstruktur wird geändert, Themenbereiche fallen weg, werden ergänzt oder an eine andere Stelle geschoben.

Hinweis: Wenn Sie wegen unsere Vortrags auf der dmexco 2014 auf diesen Beitrag gestoßen sind und Fragen zur CMS-Migration haben, können Sie hier gerne Kontakt zu uns aufnehmen

Von Ausnahmen abgesehen. Eine solche Ausnahme haben wir anlässlich des Umzugs unserer Website auf ein neues CMS für uns in Anspruch genommen und einen Selbstversuch gestartet. Gründe für die automatisierte Content-Migration waren:

  • Es handelte sich bei uns um eine rein technische Migration unserer Website von einem CMS auf ein anderes. Inhalte und Strukturen blieben unverändert.
  • Mit dem Ziel, Erfahrungen mit einer Portierung zu sammeln, haben wir bei der Gelegenheit das Migrations-Tool Siteport getestet.

Aber beginnen wir von vorne:

Im Herbst 2012 haben wir beschlossen, unsere comspace-Website auf eine neue technologische Basis zu stellen: statt wie in den vergangenen Jahren die Website in OpenText zu pflegen, sollte dies zukünftig in dem Content Management System Sitecore geschehen. Warum Sitecore? Der CMS-Hersteller gehört lt. den Analysten von Gartner immer wieder zu den innovativsten und visionärsten WCMS-Anbietern und als Sitecore-Technologiepartner wollten wir das System nicht „nur“ bei unseren Kundenprojekten implementieren, sondern auch als Anwender einmal tiefer in die Materie einsteigen und zusätzliche Praxiserfahrungen sammeln (Lesen Sie weitere Details zu den Gründen für den CMS-Wechsel auf unserer Website).

Der Weg der Migration

Da Änderungen an Struktur und Inhalten unserer Website erst einmal nicht vorgesehen waren, handelte es sich nur um eine technische Migration der Seite. Um den Aufwand klein zu halten, wurde eine automatisierte Contentmigration als Weg geprüft. Unser Partner Oshyn (Los Angeles) hat für diesen Zweck das Modul Siteport entwickelt. Dieses beschlossen wir einmal zu testen, auch wenn das Modul damals einen noch rudimentären Entwicklungsstand hatte.

Über Web-Services stellt Siteport die Verbindung zwischen beiden Content Management Systemen her. Das System migriert dabei nicht nur Inhalte, sondern auch Templates, Nutzer, Gruppen, Workflows und Metadaten. Nach heutigem Stand unterstützt Siteport die Plattformen Sitecore, OpenText (RedDot), EPiServer, Drupal, Ektron und XML.

Einen kleinen Einblick in die Migration mit Hilfe von Siteport vermittelt das folgende Video.

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Unsere Erfahrungen mit dem Siteport Tool

Da das Migrationstool zu dem damaligen Zeitpunkt nur jeweils eine Sprachversion migrieren konnte (mittlerweile unterstützt Siteport auch Mehrsprachigkeit), konnten wir lediglich die englischen Texte automatisiert überführen und mussten die deutschen Texte manuell einpflegen. Trotz der hilfreichen und Zeit sparenden Unterstützung durch die Migrations-Software zeigte unser „Selbstversuch“, dass eine automatisierte 1:1-Migration mit Siteport (noch) nicht vollständig möglich ist. So werden verschachtelte Container-Strukturen von bspw. Slidern, Tabbing- oder Accordeon-Modulen in Sitecore anders abgebildet als in OpenText. Darüber hinaus konnten einige spezielle Feldtypen wie Datum oder URL noch nicht adäquat gemapped werden.

An dieser Stelle einen großen Dank an die Oschyn-Kollegen für die gute Zusammenarbeit: Über welches Problem auch immer unsere Entwickler stolperten, stets bekamen sie ein offenes Ohr und prompten Support von den Siteport-Experten. 

Weitere Videos, bspw. zur Möglichkeit der Migration von mehrsprachigen Websites finden Sie auf dem Siteport Software YouTube Channel.