Benötigt die (Online-)Welt 1.400 neue Top Level Domains?

Die Vorlaufzeiten dauerten länger als geplant, aber nun ist es soweit: Mehr als 1.400 neue Top Level Domains (TLD) werden den Internetnutzern ab Anfang 2014 von der Internetverwaltung Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) zur Verfügung gestellt. Die neuen TLDs reichen von spezifischeren geografischen Endungen, die auf bestimmte Regionen oder Städte ausgerichtet sind (bspw. .hamburg oder .nrw) über neue generische (.hotel, .app) bis hin zu unternehmensspezifischen Endungen wie .adac oder .audi. Auch aus weiteren Lebensbereichen wird es künftig Endungen geben, so aus den Bereichen Business (.career, .services), Sport / Hobby (.active, .music), Essen / Trinken (.pizza, .wine) und Shop / Handel (.shopping, .discount). Von den rund 1.400 neuen TLDs sind jedoch nur 800 für alle zugänglich, etwa 600 sind Unternehmen vorbehalten.

Was bezweckt die ICANN mit der Einführung?

Ziel ist es, Entspannung in den angespannten Domainmarkt zu bringen, auf dem neue prägnante Namen, v.a. in Verbindung mit gängigen Endungen wie .de oder .com, nur noch schwer zu bekommen sind. Die neue Vielfalt bringt allerdings nicht nur Vorteile, sondern auch Herausforderungen mit sich: Bei den Usern und auch in den Suchmaschinen müssen sich die neuen Endungen erst einmal durchsetzen. Die etablierten Endungen genießen da einen deutlichen Vertrauensvorschuss. Auch muss man zukünftig den Wettbewerb noch genauer im Auge behalten, weil nicht auszuschließen ist, dass ein anderes Unternehmen dieselbe oder eine ähnliche Adresse registrieren lassen möchte.

Ist eine solche Vielzahl an Endungen wirklich notwendig?

Wir bei comspace fragen uns allerdings, ob eine solche Komplexität an Domain-Endungen sinnvoll ist. Dem Internet-User wird die Endung relativ egal sein – er wird mittlerweile in den seltensten Fällen eine komplette URL eingeben, sondern die gewünschte Website eher googlen. Und die Unternehmen, die neue Endungen registrieren lassen wollen, kostet die Aktion erst einmal Geld. Es gilt also genau abzuwägen, welche Ziele mit einer zusätzlichen Domain verfolgt werden sollen. Schließlich verlangt die Nutzung von neuen Domains auch das Erstellen und die Pflege entsprechender Website-Inhalte. Interessant können die neuen TLDs sicherlich in besonderem Maße für Startups sein, die noch vollkommen „unvorbelastet“ an ihre Domainauswahl gehen können.

Die Tatsache, dass bei United Domains immerhin schon über 1,6 Millionen Domains reserviert sind, deutet auf reges Interesse an den neuen Endungen hin. Die Endungen sollen schrittweise bis ins Jahr 2016 eingeführt werden.

Recap von den OpenCms Days in Köln

Am 30. September und 1. Oktober 2013 fanden zum 5. Mal die OpenCms Days in Köln statt, die internationale User Konferenz und Ausstellung rund um das Content Management System OpenCms. Zahlreiche Nutzer und Experten aus aller Welt nahmen die Gelegenheit wahr, sich über ihre Erfahrungen mit OpenCms auszutauschen.

Das Konferenzprogramm bot insgesamt 16 interessante Vorträge zum Thema OpenCms von erfahrenen Rednern aus aller Welt.  Im Vordergrund stand die Vorstellung des neuen OpenCms Release 9. Neben den Vorträgen der Entwickler des OpenCms waren auch Partner-Unternehmen eingeladen, um ihre Erfahrungen aus den Bereichen Social Media, Cloud Dienste und Responsive Design mit der Community zu teilen.

Banner OpenCms Days 2013

Zum ersten Mal schnupperten auch unsere beiden Kolleginnen Hanna (Projektleiterin) und Anna Katharina (Developerin) die OpenCms Conference-Luft und sie haben viele positive Eindrücke aus Köln mitgenommen. Die Konferenz fand im MediaPark statt, einem der attraktivsten und architektonisch herausragendsten Standorte Kölns, der damit einen excellenten Rahmen für die Veranstaltung bot. Damit war auch für reichlich interessante Abwechslung in den Pausen gesorgt wie bspw. mit der Bernd und Hilla Becher-Ausstellung.

An folgenden Sessions haben unsere Kolleginnen teil genommen:

Neues in OpenCms 9

Zunächst wurde das Demo-Projekt vorgestellt, das mittlerweile ein responsives Design besitzt. Außerdem sind einige neue Module zur Demo hinzugekommen wie Slider, Image Galleries und weitere dynamische Listen. Besonders hervorgehoben wurde das Klon-Feature, mit dem man ein bereits vorhandenes Modul klonen kann, ohne die zuvor bereits verknüpften Inhalte zu verlieren. Auch im Backend gab es einige kleinere Anpassungen mit neuen Icons, einem verbesserten Publish-Dialog und einer größeren Nutzerfreundlichkeit im Formeditor. Ein weiteres neues Feature sind die „Network Shares“. Diese ermöglichen es, dass Ordner des virtuellen File Systems des OpenCms als Netzwerk-Laufwerk im eigenen Betriebssystem genutzt werden können.

Das Update von Version 8.5 auf Version 9 soll sehr einfach funktionieren. Der Praxis-Test bleibt abzuwarten – das Release wird erst Ende Oktober 2013 zum Download bereit stehen.

OpenCms Days Vortrag OpenCms 9
Vortrag OpenCms Release 9

OpenCms-Partner stellen ihre Lösungen vor

1. OpenCms at paf.com: content distribution in a fully automated release process

Ville Komulainen arbeitet für eine finnische Online-Gaming Website. Da sowohl die Spiele, als auch die redaktionellen Inhalte der Website auf einem System liegen, aber viele Menschen daran arbeiten müssen, hat jedes Team seine ganz eigene Entwicklungsumgebung. Um jedoch in regelmäßigen Abständen Releases zu veröffentlichen, muss das System diese Releases einwandfrei deployen können. Dies ist besonders wichtig, da die Website mit dem Geld der Nutzer interagiert; sie ist quasi eine Bank. Aus diesem Grund hat die Firma ein sehr kompliziertes System entwickelt, das automatisiert die Veröffentlichung der Releases abwickelt.

2. Outsourcing OpenCms Template Design

Dieser Vortrag wurde von dem Japaner Yuta Aoki (Ubicast) gehalten und hat für reichlich Diskussionen gesorgt. Grundsätzlich ging es ihm darum, zu erzählen, welche Erfahrungen er und seine Firma beim Outsourcing des Template Designs für ihre Website gemacht haben und was sie daraus lernen konnten. Veranschaulicht hat er das mit Hilfe von Folien, die Probleme und Lösungsempfehlungen zeigten. Eine Aussage war, dass Designs zu teuer seien und der Lösungsvorschlag war, Designer über sog. “99ers”-Websites (Seiten mit Festpreisen wie $299) zu engagieren. Des Weiteren ging es darum, Kriterien für gute Designer-Arbeit zu finden und diese als Guidelines niederzuschreiben. In der Diskussion stimmten die meisten zwar zu, dass es gute Designer zu günstigen Preisen und auch schlechte Designer zu teuren Preisen gibt, aber es gibt eben auch günstige UND gute Designer. Das einhellige Fazit war jedoch, dass das Entscheidende bei der Zusammenarbeit zwischen Designer und Programmierer die Kommunikation ist, um ein gutes und preiswertes Projekt zu realisieren.

3. Social Connect for OpenCms Portal

Helmut Manck, CEO bei eonas IT-Beratung und -Entwicklung GmbH, stellte in seinem Vortrag eine von seinem Unternehmen entwickelte Erweiterung für OpenCms vor, die sich mit Social Media Funktionalitäten beschäftigt. Zunächst einmal wurden dabei die am meisten verbreiteten und beliebtesten Social Media Features beschrieben und dann analysiert, welche dieser Funktionalitäten im OpenCms Anwendung finden könnten. Da das OpenCms auch oft in Intranet-Projekten zum Einsatz kommt, wurde nach Alternativen gesucht und damit verglichen. Das Unternehmen hatte versucht, eine ähnliche Funktionalität wie die des “Business Social Networks” Yammer für das OpenCms zu entwickeln, in der jedoch alle verwendeten Tools das System mit Informationen füttern. So kann man beispielsweise nach einer Person suchen und bekommt Informationen aus allen im Unternehmen verwendeten Tools. Realisiert wurde dies mit Hilfe der RSS-Feeds aus den einzelnen Tools und SOLR-Queries. Das Open Source Projekt steht Interessierten auf Github zur Verfügung.

4. A technical approach to OpenCms responsive web design

Inhalt dieses Vortrags von Henning Treu, IT Consultant bei der codecentric AG, war es, wie mit Responsive Web Design die Nutzer besser erreichbar sind, aber damit auch der Workflow zur Entstehung einer Website gundlegend verändert wird. Um Responsive Web Design (RWD) umzusetzen, müssen alle Teilnehmer des Workflows entsprechend mitarbeiten. Ein großer Vorteil des RWD ist die Übermittlung von Bildern. Wird die Website in einem Desktop Browser mit schneller Internetverbindung angezeigt, stellt die Übertragung von Bildern in hoher Auflösung normalerweise kein Problem dar, wohingegen mobile Geräte wie Smartphones nicht über eine so hohe Bandbreite verfügen und dementsprechend länger für das Laden einer Website benötigen. Henning Treu stellte eine Technik vor, durch die das OpenCms den Ansatz des RWD auf Bilder anwenden kann, sodass die Website auch auf mobilen Geräten schnell geladen und dargestellt wird und so die User glücklich macht. In seinem Ansatz befindet sich eine Action-Klasse im OpenCms, die das Bild, sobald es hochgeladen wird, verarbeitet und aus dem Bild drei Bilder in verschiedenen Größen/Qualitäten generiert und im VFS (Virtual File System) speichert. Das Problem dieses Lösungsansatzes ist jedoch leider, dass dieser Vorgang relativ langsam abgewickelt wird, sodass es durchaus 10 Minuten in Anspruch nehmen kann, bis die Bilder verfügbar sind. Dadurch erscheint der Ansatz auch im Falle einer großen Anzahl Bilder relativ problematisch. Das Fazit dieses Vortrags war also eher enttäuschend, da sich scheinbar noch kein optimaler technischer Lösungsansatz im OpenCms für RWD gezeigt hat.

5. OpenCms all dressed up: styling your websites with themes

Dieser Vortrag sollte eigentlich von Sebastian Bolt und Robert Diawara gehalten werden, jedoch war nur Erstgenannter anwesend, weshalb leider auf technische Fragen verzichtet werden musste. Thema des Vortrags war die Vorstellung des von componio entwickelten Produkts “SkinnDriva”. SkinnDriva ist ein OpenCms Modul für die Frontend-Generierung. Es zeichnet sich durch hohe Flexibilität aus, da verschiedenste Frameworks wie Bootstrap, Grid360 oder Bootstrap genutzt werden können und Ressourcen automatisch gepackt, aber seperat bearbeitet werden können. Die Entwickler sehen in der Nutzung von SkinnDriva auch eine Stärkung der Vorteile von OpenCms am Markt, da das User-Interface-Design einfacher angepasst werden kann und flexibler ist als in vielen anderen CMS. Um SkinnDriva nutzen zu können, muss das Paket heruntergeladen und mit drei Modulen in das OpenCms installiert werden. Das “Commons”-Modul dient der Kompatibilität mit anderen Frameworks wie Bootstrap. Das “Core”-Modul stellt Formatter, Taglibs und die grundsätzliche Funktionalität bereit. Das “Base”-Modul stellt bereits eine Vorauswahl an Modulen wie einem Artikel-Modul bereit, die genutzt und nach Belieben angepasst werden können. Nachdem das Template registriert, erstellt und die Formatter angepasst sind, kann SkinnDriva genutzt werden. Zudem will Componio in Zukunft eine Art Community anbieten, in der Nutzer ihre Themes anderen zur Verfügung stellen können.

Ob comspace einen Nutzen aus SkinnDriva ziehen kann, ist abzuwarten. Leider existierte am Präsentationstag noch keine Demo und auch keine Community-Website. Die Zuhörer konnten also nur einer sehr abstrakten Theorie lauschen. Diese hörte sich vom Prinzip sehr ähnlich an wie die bereits bei comspace für die Frontend-Entwicklung genutzten Tools und Techniken. Für die Neugierigen ist SkinnDriva für OpenCms unter www.skinndriva.com verfügbar.

OpenCms Days Kaffeepause
wohlverdiente Kaffeepause

Und welche interessanten Begegnungen gab es noch?

Unsere beiden Kolleginnen tauschte sich u.a. mit der Agentur 3m5 aus Dresden über ihre Erfahrungen mit OpenCms aus. Ebenfalls sehr angenehm haben sie die Bekanntschaft mit einem Entwickler einer Schweizer Bank empfunden. Er war sehr erfahren im Umgang mit dem OpenCms, da er seit vielen Jahren damit arbeitet, und konnte viele interessante Anekdoten bezüglich der Zusammenarbeit zwischen Entwicklern, Designern und Marketing erzählen.

Besonders beeindruckend zu erfahren war, dass das Team, das das OpenCms entwickelt, aus nur 8 Personen besteht: 6 Entwickler, Sektretärin und Chef. Das Team entwickelt nicht nur, sondern setzt auch noch Projekte für Kunden um und finanziert so den Unterhalt seiner Mitarbeiter.

Das Fazit: Die Atmosphäre im MediaPark war angenehm, die Veranstaltung mit Rund-um-Verpflegung vom OpenCms-Team gut organisiert und die Vorträge äußerst lehrreich. Die OpenCms „Überraschungstüte“ mit verschiedenen nützlichen Werbemitteln und vielen Gummibärchen als Pausensnack hat ebenfalls zur guten Erinnerung an die beiden Tage beigetragen;). Wir hoffen, nicht das letzte Mal an den OpenCms Days teilgenommen zu haben!

Zwei Tage dmexco als Erstaussteller – wir ziehen Bilanz

Nach zwei Tagen dmexco sind wir um neue Messe-Erfahrungen reicher – schließlich war dies unsere 1. dmexco als Aussteller. Mit über 700 Ausstellern (+ 25% ggü. 2012) ist die dmexco in Köln die größte Online Marketing Fachmesse und Konferenz.

Die wachsende Anzahl in- und ausländischer Fachbesucher, in diesem Jahr über 26.000, machte sich überall in den drei Messehallen und auch auf unserem Stand in Halle 7 auf der Sitecore Experience Lounge deutlich bemerkbar: die Gänge waren stets gut gefüllt und der Geräuschpegel messetypisch hoch.

Sitecore Experience Lounge als Partnerstand mit erfolgreichem Vortragsprogramm

dmexco 2013 - Sitecore Experience Lounge
Sitecore Experience Lounge – die Besucher können kommen!

Von den Besucherströmen profitiert haben in jedem Fall die Kurzvorträge am Sitecore-Stand zu Themen rund um Web Content Management, Mobile & Social, Customer Experience sowie Analytics & Customer Intelligence, die von Mitarbeitern von Sitecore, weiterer Sitecore-Partner und unseren Kollegen über den ganzen Tag verteilt am Stand gehalten wurden. Zu den bereits im Vorfeld angemeldeten Gästen kam jeweils eine erfreuliche Anzahl Zuhörer aus dem Laufpublikum hinzu.

Unser Geschäftsführer Michael Steinfort präsentierte die Vorteile workflow-optimierter Prozesse für komplexe und multilinguale Websites mit dem Sitecore CMS. In einem zweiten Vortrag erläuterte er, wie Websites mit Hilfe von Responsive Web Design und alternativ durch die Entwicklung einer Mobile-Website, unterstützt durch intelligente Sitecore-Module wie den mobile Device-Detector, kompatibel und user-freundlich für Tablets und mobile Devices gemacht werden können. (Bei Interesse senden wir Ihnen die Vortragspräsentationen gerne zu. Bitte schreiben Sie in diesem Fall eine E-Mail an anke.lorge@comspace.de oder hinterlassen Ihre Mailadresse in einem Kommentar.)

comspace-Vortrag dmexco Alex Kahl
comspace Social Media Manager Alex Kahl

Den dritten comspace-Impulsvortrag lieferte unser Social Media Manager Alex Kahl. Dass sein Thema „Social Media: Die Website als Zentrum Ihrer Social Media-Strategie“ einen Nerv des aktuellen Unternehmensinteresses traf, zeigten die konkreten Nachfragen der zahlreichen Zuhörer.

An unserem Partnercounter informierte unser Standteam darüber hinaus Messebesucher im persönlichen Gespräch über die Möglichkeiten, Websites auf Basis von Sitecore effizient zu steuern, zielgruppenrelevante Inhalte auf Basis des Nutzerverhaltens automatisiert auszuliefern und die Website mit anderen Marketingkanälen zu verknüpfen.

Gern haben wir auch die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Sitecore-Kollegen wahrgenommen. Besonders die persönliche Demo des neuen Sitecore-Release 7.0 war für meinen Kollegen Alex Kahl und mich sehr spannend.

Und was bot die dmexco außerhalb der Sitecore Experience Lounge?

Hauptsächlich marketinggetriebene Aussteller mit Dienstleistungen rund um Advertising, Targeting, Content, Web-Controlling, E-Commerce, Apps, Mobile Shopping und E-Marketing boten ihre Dienstleistungen, Tools und Technologien an.

Neben einigen unserer Partner wie Inxmail und Hybris und Branchenriesen wie Google (mit YouTube) und Facebook fielen uns verschiedene kleinere Aussteller mit interessanten Dienstleistungen auf.

MovingIMAGE24 bspw. liefert einen Video Manager für sichere Video-Asset-Management- und Streaming-Lösungen für Unternehmen, mit dem Videos einfach über den Web-Browser verwaltet sowie in Websites und soziale Kanäle eingebunden werden können. Das Unternehmen uberMetrics Technologies GmbH bietet eine Technologie für Media-Monitoring an und ermöglicht damit eine vollautomatische Medienbeobachtung über Hunderte von Online- wie Offline-Kanälen in Echtzeit. OnPage.org ist ein noch recht junger Anbieter von Dienstleistungen rund um das Thema SEO und Webanalyse. Der Gewinner des eco Start-Up Awards 2013 als bestes Jungunternehmen der Internetbranche zeigt mit seinem Tool Fehler und Optimierungspotentiale auf Webseiten auf, visualisiert Analyseergebnisse auch für komplexe, multilinguale Websites übersichtlich und arbeitet webbasiert.

Das Konferenzprogramm in Form von Keynotes, Vorträgen und Podiumsdiskussionen mit 450 Vortragenden aus aller Welt boten darüber hinaus jede Menge Trends, Informationen und Anregungen aus der Praxis.

Unser Fazit

Auf dem Stand unseres Partners Sitecore, der mit seinem Digital Marketing System den Unternehmen mit ihrem Bedürfnis nach integrierter Online-Marketing Kommunikation eine intelligente Lösung bieten kann, waren wir gut aufgehoben. Denn mit der Verknüpfung von CMS und digitalen Marketing-Funktionen hat Sitecore ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt. Das Standkonzept mit dem vielseitigen Vortragsprogramm ist aufgegangen – wurde dadurch doch das Laufpublikum auf den Sitecore-Stand aufmerksam, was wiederum Gelegenheit zu vielen weiterführenden Gespräche mit Interessenten gab.

Erfahrungen bei der Migration unserer Website von OpenText auf Sitecore

In einem kürzlich erschienenen Blogbeitrag sind wir darauf eingegangen, warum eine automatisierte Migration von Inhalten beim Wechsel des Content Management Systems in der Regel nicht empfehlenswert ist. Denn meistens gehen mit der technischen auch strukturelle Veränderungen der Website einher:  Die Navigationsstruktur wird geändert, Themenbereiche fallen weg, werden ergänzt oder an eine andere Stelle geschoben.

Hinweis: Wenn Sie wegen unsere Vortrags auf der dmexco 2014 auf diesen Beitrag gestoßen sind und Fragen zur CMS-Migration haben, können Sie hier gerne Kontakt zu uns aufnehmen

Von Ausnahmen abgesehen. Eine solche Ausnahme haben wir anlässlich des Umzugs unserer Website auf ein neues CMS für uns in Anspruch genommen und einen Selbstversuch gestartet. Gründe für die automatisierte Content-Migration waren:

  • Es handelte sich bei uns um eine rein technische Migration unserer Website von einem CMS auf ein anderes. Inhalte und Strukturen blieben unverändert.
  • Mit dem Ziel, Erfahrungen mit einer Portierung zu sammeln, haben wir bei der Gelegenheit das Migrations-Tool Siteport getestet.

Aber beginnen wir von vorne:

Im Herbst 2012 haben wir beschlossen, unsere comspace-Website auf eine neue technologische Basis zu stellen: statt wie in den vergangenen Jahren die Website in OpenText zu pflegen, sollte dies zukünftig in dem Content Management System Sitecore geschehen. Warum Sitecore? Der CMS-Hersteller gehört lt. den Analysten von Gartner immer wieder zu den innovativsten und visionärsten WCMS-Anbietern und als Sitecore-Technologiepartner wollten wir das System nicht „nur“ bei unseren Kundenprojekten implementieren, sondern auch als Anwender einmal tiefer in die Materie einsteigen und zusätzliche Praxiserfahrungen sammeln (Lesen Sie weitere Details zu den Gründen für den CMS-Wechsel auf unserer Website).

Der Weg der Migration

Da Änderungen an Struktur und Inhalten unserer Website erst einmal nicht vorgesehen waren, handelte es sich nur um eine technische Migration der Seite. Um den Aufwand klein zu halten, wurde eine automatisierte Contentmigration als Weg geprüft. Unser Partner Oshyn (Los Angeles) hat für diesen Zweck das Modul Siteport entwickelt. Dieses beschlossen wir einmal zu testen, auch wenn das Modul damals einen noch rudimentären Entwicklungsstand hatte.

Über Web-Services stellt Siteport die Verbindung zwischen beiden Content Management Systemen her. Das System migriert dabei nicht nur Inhalte, sondern auch Templates, Nutzer, Gruppen, Workflows und Metadaten. Nach heutigem Stand unterstützt Siteport die Plattformen Sitecore, OpenText (RedDot), EPiServer, Drupal, Ektron und XML.

Einen kleinen Einblick in die Migration mit Hilfe von Siteport vermittelt das folgende Video.

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Unsere Erfahrungen mit dem Siteport Tool

Da das Migrationstool zu dem damaligen Zeitpunkt nur jeweils eine Sprachversion migrieren konnte (mittlerweile unterstützt Siteport auch Mehrsprachigkeit), konnten wir lediglich die englischen Texte automatisiert überführen und mussten die deutschen Texte manuell einpflegen. Trotz der hilfreichen und Zeit sparenden Unterstützung durch die Migrations-Software zeigte unser „Selbstversuch“, dass eine automatisierte 1:1-Migration mit Siteport (noch) nicht vollständig möglich ist. So werden verschachtelte Container-Strukturen von bspw. Slidern, Tabbing- oder Accordeon-Modulen in Sitecore anders abgebildet als in OpenText. Darüber hinaus konnten einige spezielle Feldtypen wie Datum oder URL noch nicht adäquat gemapped werden.

An dieser Stelle einen großen Dank an die Oschyn-Kollegen für die gute Zusammenarbeit: Über welches Problem auch immer unsere Entwickler stolperten, stets bekamen sie ein offenes Ohr und prompten Support von den Siteport-Experten. 

Weitere Videos, bspw. zur Möglichkeit der Migration von mehrsprachigen Websites finden Sie auf dem Siteport Software YouTube Channel.

Rückblick auf den CAREER.DAY 2013 der FHM Bielefeld

Den zweiten CAREER.DAY der FHM Bielefeld haben wir diese Woche erneut als Aussteller unterstützt und zählen damit schon fast zu den „alten Hasen“ bei dieser Veranstaltung. Organisiert wurde sie wie im vergangenen Jahr in Kooperation mit der Absolventenverein Alumni e.V. und bot eine Kombination aus Vorträgen und Karrieremesse. Auf diese Weise konnten die Absolventen und Studierenden Kontakte mit heimischen Unternehmen knüpfen und sich direkt über Jobangebote und Praktikumsmöglichkeiten informieren.

Großes Interesse auf Studentenseite

Die Nachfrage von Studentenseite war beachtlich: mit rund 300 Studierenden aller Fachrichtungen mit Schwerpunkt auf den Studiengängen BA Eventmanagement, Medienkommunikation und Journalismus sowie BWL interessierten sich deutlich mehr Studenten für die Angebote der teilnehmenden Unternehmen als im Vorjahr. So fanden die mitgebrachten und an der Jobwall der FHM ausgehängten Jobangebote großen Anklang.

comspace-Stand auf CAREER.DAY FHM

Am comspace-Stand konnten unsere Kolleginnen Pia und Hanna (selbst Alumna bzw. aktuelle Masterstudentin der FHM Bielefeld)  viele interessante Gespräche mit gut vorbereiteten und durchweg qualifizierten Bachelor- und Masterstudenten führen, wobei der Schwerpunkt auf der Nachfrage nach Trainee- und Praktikumsangeboten lag. Mit gesundem Selbstbewusstsein boten die Studenten dabei nicht nur ihre Arbeitsleistung an, sondern fragten auch danach, was die Unternehmen für sie tun könnten.

Namhafte Aussteller aus OWL

Als Aussteller befanden wir uns in guter Gesellschaft von Firmen wie u.a. CLAAS, Schüco, Arminia Bielefeld, Seidensticker und Gerry Weber. In einem parallel stattfindenden Vortragsprogramm informierten einige dieser Unternehmen über ihre Berufseinstiegsmöglichkeiten. Außerdem wurde das Mentoring-Programm des FHM Alumni e.V. vorgestellt.

Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, die es uns nebenbei ermöglichte, den Kontakt zu dem einen oder anderen FHM Verantwortlichen zu intensivieren. Die Organisation seitens der Fachhochschule lief erneut reibungslos.

Eindrücke von einem interessanten Tag auf der CeBIT 2013

e-Spirit Stand Cebit
e-Spirit Cebit-Stand

Der Stand unseres CMS-Partner e-Spirit, auf dem wir dieses Jahr vertreten waren, lag strategisch günstig in der Mitte der Halle 6 und war mit drei offenen Seiten und einer separaten Besprechungs-Lounge in der oberen Etage aussteller- und besucherfreundlich gestaltet. Davon und von dem hervorragenden Service des e-Spirit Teams profitierten nicht nur die 12 e-Spirit Partner, sondern auch die zahlreichen Fachbesucher, die sich ausführlich über die verschiedenen Projektlösungen beraten ließen. Viele im Vorfeld vereinbarte Termine, aber auch interessiertes Laufpublikum trug dazu bei, dass der Stand über den ganzen Tag hinweg gut besucht war. An dieser Stelle vielen Dank an das e-Spirit Messeteam!

Direkt neben dem e-Spirit Stand wurden in der Webciety über den ganzen Tag verteilt interessante Vorträge und Podiumsdiskussionen gehalten, u.a. zum Thema „Entwicklungen zum Social Intranet“. Lars Onasch, Geschäftsführer von CMS-Hersteller OpenText und einer der Diskussionsteilnehmer, sieht diese Entwicklung noch arg in den Kinderschuhen stecken. In den meisten Firmen würde nur die Social Intranet-Anforderung „Information“ erfüllt, von einer „Vernetzung und Kolloboration“ sei man aber noch weit entfernt. Er versäumte nicht darauf hinzuweisen, dass OpenText mit seinen Produkten Unternehmen beim Aufbau eines Social Intranets unterstützen könnte. Meine Erkenntnis aus der Diskussion war vor allem die, dass wir bei comspace mit dem Aufbau eines Social Intranets schon vergleichsweise weit gekommen sind!

Interessanterweise war der Suchmaschinen-Riese Google, dem ich einen Besuch abstatten wollte, dieses Jahr nicht mit einem eigenen Stand vertreten, sondern nur an verschiedenen Vortragsveranstaltungen beteiligt.  Dafür fand ich in Halle 9, dem CeBIT-Lab, einige interessante und vielleicht zukunftsweisende Entwicklungen.

Spannende Forschungsprojekte im CeBIT Lab, Halle 9

Am Stand des Hasso-Plattner-Instituts, dem Exzellenz-Center der Universität Potsdam, ließ ich mir das Projekt BlogIntelligence zeigen: die HPI-Forscher untersuchen die Blogosphäre, indem sie auf Hochleistungsrechnern eine unbegrenzte Anzahl von Blogs und deren Interaktion mit anderen Blogs sowie sozialen Netzwerken, Communities etc. analysieren und visualisieren. Dies geschieht in Echtzeit und auf Basis von Keywords und Themenkategorien. Ziel ist, durch die aggregierten Daten frühzeitig Trends und Meinungen zu erkennen, Informationswege nachzuverfolgen oder herauszufinden, welche Blogs zu bestimmten Themen gerade führend sind.

blog intelligence HPI
Quelle: Hasso-Plattner-Institut

Unter dem Motto „Big Data – Vorsprung durch Wissen“ geht das Fraunhofer-Institut mit seiner Innovationspotentialanalyse in eine ähnliche Richtung. Auch hier geht es darum, durch zielführende Analyse einer riesigen Datenmenge neue Mehrwerte zu erzeugen. Mit dem Unterschied, dass hier nicht nur Blogs analysiert werden, sondern alle verfügbaren Daten aus dem Unternehmen und dem Netz, die für ein bestimmtes Thema relevant sind. Dafür entwickelt das Fraunhofer-Institut Algorithmen, um die großen Datenmengen zu visualisieren, zu analysieren und weiterzuverarbeiten. Zur Veranschaulichung wurde mir ein Beispiel vorgeführt, bei dem alle Informationen und Bewertungen in Internetforen zum Thema „Licht am Auto“ analysiert wurden. Das Ergebnis war eine grafische Darstellung, die anzeigte, welche Automarken zu dem Thema mit Problemen verbunden werden und welche hauptsächlich positiv bewertet wurden. Sehr spannend. Das Fraunhofer-Institut bietet mittlerweile auch Schulungen zum Data Scientist an.

Der Fachbereich Technische Informatik der Universität Leipzig stellte das Neurohand-Projekt vor: mit der Realisierung einer neuartigen Neuroprothese soll es möglich sein, mit Hilfe von Nervensignal-Verarbeitung in Echtzeit eine künstliche Hand zu steuern.

Neuroprothese

Ein selbstlernendes System soll die künstliche Hand dabei unterstützen ein Bewegungsrepertoire aufzubauen, das dem einer gesunden Hand sehr nahe kommt. Ich konnte mich davon überzeugen, dass die Neurohand tatsächlich auf elektronische Impulse reagierte und z.B. Daumen und Zeigefinger zusammenführte. Das Grundmodell für die auf der Messe vorgeführte Handprothese stammte übrigens von unserem Kunden Ottobock, in dessen Produktportfolio die künstliche Hand, wenn sie Marktreife erlangt hat, sicherlich gut hineinpassen würde. Aber bis dahin ist es sicherlich noch ein weiter Weg. Zunächst einmal sind klinische Studien in Vorbereitung.

 

 

FormBuilder – eine comspace-Erweiterung für die Open Text Web Solutions

FormBuilder Validierung von Feldern

Ab und zu wollen unsere Entwickler ihr Arbeitsleben im täglichen Umgang mit den verschiedenen CMS-Systemen erleichtern und erarbeiten immer mal wieder sinnvolle Erweiterungen, die nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kunden interessant sind.

Eine dieser Entwicklungen ist der sog. FormBuilder für das Content Management System Open Text. Er ermöglicht es Redakteuren, auch ohne Programmierkenntnisse, schnell und einfach Formulare zu erstellen.

Welche technischen Voraussetzungen müssen dafür gegeben sein?

Ein OpenText Websolutions Delivery Server, ein SMTP Server für den Mailversand und eine Hibernate kompatible Datenbank sind die nötigen technischen Anforderungen für den FormBuilder.

Wie funktioniert der FormBuilder?

Um ein Formular auf einer Website zu integrieren, muss zunächst die FormBuilder-Rahmenseite erstellt werden. Danach können im SmartEdit Modus die verschiedenen Felder angelegt und über die Formularansicht oder die roten OpenText Bearbeitungspunkte, sofern diese vorher angelegt wurden, gepflegt werden. Außerdem können verschiedene Elemente wie bspw. E-Mail-Empfänger, E-Mail-Sender, E-Mail-Betreff etc. bearbeitet werden.

Für die Gestaltung des Formulars gibt es viele Möglichkeiten. Der Redakteur kann folgende Elementtypen verwenden und selber anordnen:

  • Checkboxen
  • Inputfelder einfach oder doppelt
  • Radiobuttons
  • Selectboxen
  • Textareas
  • Dateiupload
  • Eingabenvalidierung

Zusätzlich kann optional das Einbinden eines Google ReCaptcha zur Erhöhung der Sicherheit bei der Datenübertragung und eine Eingabevalidierung für bestimmte Felder, z.B. für E-Mail-Adresse oder Geburtsdatum, ausgewählt werden.

FormBuilder Validierung von Feldern

Der Redakteur kann entscheiden, ob nach Ausfüllen und Abschicken des Formulars eine Mail, ein Datenbankeintrag oder beides generiert wird. In jedem Fall ist der OpenText Delivery Server für die Generierung der Ausgabeinformation zuständig.

Der FormBuilder ist modular erweiterbar und kann so spezifischen Kundenanforderungen jederzeit angepasst werden.

Recap Sitecore Symposium 2012 – unsere Sitecore-Experten informierten sich

Wie vergangene Woche bereits berichtet, nehmen wir als Sitecore-Partner an dem diesjährigen Sitecore Symposium teil und nun sind unsere drei Kollegen Michael, Friederike und Pia wieder zurück aus Amsterdam und haben jede Menge neue Eindrücke, interessante Begegnungen und spannende produkttechnische Neuheiten im Gepäck.

Sitecore Symposium 2012 - Netzwerken

Beeindruckend war schon allein die Zahl von über 600 Teilnehmern, die nicht nur aus Europa, sondern auch aus Australien und Japan kamen. Dabei schienen in der Mehrzahl Sitecore-Partner, z.T. mit eigenen Sitecore ergänzenden Software-Lösungen vertreten gewesen zu sein, aber auch einige Kunden, die bereits mit dem Sitecore CMS arbeiten. So hatte unsere Projektleiterin Pia die seltene Gelegenheit, sich einmal ganz entspannt und abseits des Tagesgeschäftes mit dem Online Marketing Manager unseres Kunden Dornbracht, für den wir kürzlich den Website-Relaunch auf Basis von Sitecore umgesetzt haben, über die Personalisierungs- und sonstigen Nutzungsmöglichkeiten des Digital Marketing Systems (DMS) zu unterhalten.

Das DMS war dann auch eins der Schwerpunkt-Themen des Symposiums, zu dem es viel neuen Input gab und das „strategisch gesehen ein mächtiges Tool mit vielen coolen Features als Bordmittel (Personalisierung, Kampagnenplanung..)“ ist (O-Ton unsere Kollegin Pia).

Aber zunächst zur einleitenden Keynote von Brian Solis: Sein Vortrag zum Thema „Generation C(onnected) – die Generation nach X, Y und Z“ zeigte auf, dass sich Unternehmen zunehmend auf eine neue Generation Konsumenten einstellen müssen. Und zwar auf die, die mit Facebook und Twitter aufgewachsen und rund um die Uhr online sind und die sämtliche Entscheidungen auf der Basis von Social Media Empfehlungen treffen. Ein sehr amerikanischer, sehr beeindruckender Vortrag!

Anschließend „stürzten“ sich unsere Kollegen in die verschiedenen Sessions. Dabei fanden unsere Entwickler Friederike und Michael durchweg lobende Worte für die gut strukturierten Developer Tracks mit ausführlichen Erläuterungen zu interessanten neuen Sitecore-Modulen. So präsentierte der Sitecore Lead Solution Architekt für Australien und Neuseeland, Tim Ward, z.B. eine effiziente Multisite-Lösung für ein zentralisiertes, aber flexibles Site-Management und referierte darüber, wie durch Item Buckets Module die begrenzte Anzahl von Items in einem Sitecore-Projekt überwunden werden können. Diese Tools sind im Anschluss an die Präsentation sofort frei geschaltet worden und teilweise können wir diese direkt bei unseren aktuellen Sitecore-Projekten einsetzen.

Auch die Vorstellung des neuen Release Sitecore CMS 6.6 war recht spannend, unterstützt dieses doch vollständig MVC, nicht nur als native Technologie, sondern auch unter Verwendung des Layout-Engine. Da neue Entwicklungen zukünftig eher auf MVC als auf WebForms setzen werden, stellt sich die Frage einer entsprechenden Arbeitsweise auch für uns.

Sitecore Symposium 2012-Session

Und eine weitere positive Erkenntnis hat uns das Symposium gebracht: in puncto Ausbildung und Projektstand sind wir ziemlich weit vorne und dank unseres deutschen Partnermanagers auch stets auf dem aktuellen Sitecore-Wissenstand.

Obwohl der Wissenstransfer und das Netzwerken bei dieser Veranstaltung natürlich im Vordergrund standen, kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz. Am Mittwochabend stieg die Sitecore-Vegas-Night im Maritimmuseum Amsterdam mit leckerem internationalem Buffet, Livemusik, Black Jack und Roulette sowie Zauberei. Als Highlight hatte man die Möglichkeit, eine Las Vegas Reise zu gewinnen. Leider hatten unsere Kollegen nicht das Glück…
Auch die Pausen zwischen den einzelnen Sessions und die Grachtenfahrt boten bei Getränk und Snacks immer wieder Gelegenheit, mit anderen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen, das Gehörte zu diskutieren oder sich über Erfahrungen aus Sitecore-Projekten auszutauschen.

Sitecore Symposium 2012 - Pausensnack

Insgesamt war das Symposium eine durch und durch hervorragend organisierte Veranstaltung, die Maßstäbe für das Sitecore Symposium 2013 setzt und das wir gerne wieder besuchen werden.

Lucene Suchmodul in Sitecore – Installation des Moduls

Lucene ist eine Open Source Suchmaschine (unterstützt von der Apache Software Foundation), die in Sitecore zur Indexierung und für das Suchen von Content auf einer Website benutzt wird. Sitecore implementiert einen Wrapper für die Lucene Suchmaschine, der seine eigene API besitzt. Die original API (Lucene.Net)  und die Sitecore API  (Sitecore.Search) sind beide für Entwickler, die ihre Indexierungs- und Suchmöglichkeiten erweitern wollen, zugänglich. [1].

Das Lucene Suchmodul wird dem Sitecore Starter Kit entnommen und in ein separates Modul umgeformt. [2] Man kann das Modul auf der TRAC Website herunterladen. Da es Teil des Starter Kits ist, verwendet es auch die Shared Source Lizenz.

Installation des Moduls

Um das Lucene Suchmodul zu installieren, folgt man dem gleichen Verfahren wie bei jedem anderen Paket in Sitecore.

  • Sitecore > Development Tools > Installation Wizard
  • Zum Verzeichnis gehen, in welches Sie die LuceneSearch-1.1.Zipdatei heruntergeladen haben
  • Den Instruktionen des Wizards folgen.

Bei der Installation des Moduls werden die folgenden Dateien und Items in die Installation hinzugefügt:

Files

/bin/LuceneSearch.dll
/images/search.gif
/LuceneSearch.css
/sitecore modules/LuceneSearch/
/sitecore modules/LuceneSearch/CommonText.cs
/sitecore modules/LuceneSearch/LuceneSearchBox.ascx
/sitecore modules/LuceneSearch/LuceneSearchBox.ascx.cs
/sitecore modules/LuceneSearch/LuceneSearchBox.ascx.designer.cs
/sitecore modules/LuceneSearch/LuceneSearchResults.ascx
/sitecore modules/LuceneSearch/LuceneSearchResults.ascx.cs
/sitecore modules/LuceneSearch/LuceneSearchResults.ascx.designer.cs
/sitecore modules/LuceneSearch/SearchManager.cs

Items

/sitecore/Content/Settings/Common Text Items, die es Ihnen ermöglichen, das Suchverhalten und die dem Benutzer präsentierten Nachrichten benutzerdefiniert zu gestalten.
/sitecore/Layout/Sublayouts/LuceneSearch Die zwei für die Suchfunktionalität auf Ihrer Site benötigten Sublayouts.
/sitecore/Content/Home/Standard_Items Das Item, das zur Anzeige der Suchergebnisse verwendet wird.
/sitecore/Templates/Starter Kit/Meta-Data Das Template für die Items im Common Text Ordner

Wenn Sie das Lucene Suchmodul installieren, erhalten Sie zwei Sublayouts, LuceneSearchBox und LuceneSearchResults, die Sie dann auf Ihrer Website platzieren sollten. LuceneSearchBox ist das Suchfeld, welches Sie an einer beliebigen Stelle oben auf Ihrer Seite einfügen können.  Im LuceneSearchResults Sublayout werden dann die Suchergebnisse angezeigt.

Die LuceneSearchBox leitet dann zum Contentitem /sitecore/Content/Home/Standard_Items/Search_Results weiter, um Suchtreffer anzuzeigen.

Wenn Sie das Standarddesign verwenden möchten, denken Sie daran, eine Referenz in das Lucene Such-Stylesheet einzufügen und zwar im gleichen Layout, in das Sie das Sublayout für die Suchergebnisse platziert haben.

Erstellung des Index

Sitecore verwaltet Indexe, indem Items in Sitecore Datenbanken gescannt werden. Jedes Mal, wenn Sie ein Item aktualisieren, erstellen oder löschen, veranlasst Sitecore einen Prozess, der die Indexe aktualisiert. Dieser Prozess ist normalerweise bereits abgeschlossen, wenn Sie ein Item gespeichert oder veröffentlicht haben.

Die Web-Datenbank hat standardmäßig keinen Suchindex. Also müssen Sie einen erstellen, um Suchfunktionalität auf Ihrer veröffentlichten Site zu gewährleisten.

Indexe werden in der web.config Datei erstellt, unter dem Punkt /sitecore/search/configuration/indexes.

Im Folgenden wird ein Beispiel für eine Index-Konfiguration gezeigt:

<index id=“MySearchIndex“
type=“Sitecore.Search.Index, Sitecore.Kernel“>
<param desc=“name“>$(id)</param>
<param desc=“folder“>__mysearchindex</param>
<Analyzer ref=“search/analyzer“/>
<locations hint=“list:AddCrawler“>
<customindex type=“Sitecore.Search.Crawlers.DatabaseCrawler, Sitecore.Kernel“>
<Database>web</Database>
<Tags>My Custom Tag</Tags>
<Root>/sitecore/content/Home</Root>
<include hint=“list:IncludeTemplate“>
<template>{TemplateId #1}</template>
<template>{TemplateId #2}</template>

<template>{TemplateId #n}</template>
</include>
</customindex>
</locations>
</index>

Jeder von Ihnen definierte Index besitzt seine eigene spezifische Kennung, bereitgestellt im ID Attribut des INDEX Elements.

Die ersten zwei Parameter beschreiben den Indexnamen und den Ordner, wo sie gespeichert werden soll.

Das <Analyzer> Element zeigt den zu benutzenden Analysator an.

Das <locations> Element definiert den Ort für die Indexe. Es ist möglich, mehrere Orte für einen Index zu haben. Es ist sogar möglich Content aus unterschiedlichen Datenbanken im gleichen Index zu haben.

Jedes Child eines Location Nodes besitzt eine eigene Konfiguration mit den folgenden Optionen:

<Database> Spezifizieren Sie, welche Datenbank Sie indexieren möchten.
<Tags> Sie können einen String-Tab an Items von diesem Ort anhängen, so dass Ergebnisse während einer Suche gefiltert oder kategorisiert werden können.
<Root> Spezifizieren Sie den Root-Node des Content Trees, der im Index enthalten sein soll. Der Indexing Crawler wird den Content unterhalb dieses Orts indexieren.
<include> In diesem Bereich ist es möglich, Templates, die im Index enthalten/nicht enthalten sein sollen, hinzuzufügen.

Ferner verwenden die Indexe in Sitecore den History.Engine Mechanismus, um den Index zu erstellen oder zu aktualisieren, wenn ein Item erstellt oder aktualisiert wurde. Um dies für die Web-Datenbank zu ermöglichen, müssen Sie die folgenden Zeilen in die Web-Datenbank, die im /sitecore/databases/ Bereich in der web.config Datei definiert ist,  einfügen:

<Engines.HistoryEngine.Storage>
<obj type=“Sitecore.Data.$(database).$(database)HistoryStorage, Sitecore.Kernel“>
<param connectionStringName=“$(id)“/>
<EntryLifeTime>30.00:00:00</EntryLifeTime>
</obj>
</Engines.HistoryEngine.Storage>

Seien Sie gespannt auf den zweiten Teil der Lucene Suchmodul Serie, welcher sich auf den konkreten Einsatz dieses Moduls konzentrieren wird.

REFERENZEN

[1] www.sdn.sitecore.net/Reference

[2] http://trac.sitecore.net/LuceneSearch/

Der Original-Blogeintrag stammt von unserem Partner Oshyn und ist zu finden unter http://oshyn.com/_blog/Web_Content_Management/post/Using_the_Lucene_Search_Module_in_Sitecore_installation/

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Diego Rebosio CEO at Oshyn für die Bereitstellung des Contents.

Sitecore lädt seine Europa-Experten nach Amsterdam ein

Als Sitecore Certified Solution Partner nehmen wir jede Gelegenheit wahr, unser Sitecore-Team weiter zu bilden und uns mit den aktuellen Entwicklungen des Content Management Systems auseinanderzusetzen.

Eine solche Gelegenheit bietet sich uns wie allen anderen Sitecore-Experten vom  4. – 6. September 2012 anlässlich des Sitecore Symposiums Europe in Amsterdam. Im dritten Jahr in Folge lädt der führende Hersteller im Bereich .NET Content Management Systeme alle interessierten Sitecore Partner, Entwickler und Kunden Europas zu einem Austausch von Informationen, Knowhow und Erfahrungen ein.

Zum Auftakt erwarten die Teilnehmer zwei spannende Keynotes: In der ersten stellt Sitecore-CEO Michael Seifert seine Vision von der Zukunft des Web vor und wir sind gespannt, was sich seit seinem Vortrag anlässlich des letzten Sitecore-Symposiums in Nordamerika vor 8 Monaten getan hat.

Die zweite Keynote hält Gastredner Brian Solis, Social Media-Vordenker, prominenter Blogger und weltweit gefragter Referent. Sein Ansatz einer ganzheitlichen digitalen Strategie, die, statt sich in isolierten Social Media-Maßnahmen zu erschöpfen, das gesamte Unternehmen mit seinen Entscheidungs- und CRM- Strukturen erfassen sollte, hat er kürzlich auf einem Social Media-Gipfel in Amsterdam dargelegt.

Im Anschluss daran bietet das umfangreiche zweitägige Programm eine Vielzahl an Sessions: In drei parallelen Vortragsreihen (Product Track, Business Track und Developer Track)  bekommen die Teilnehmer jede Menge Produkt- und Anwendungsinformationen, best practice cases und Trainings rund um bestehende und kürzlich herausgebrachte Sitecore-Produkte wie MVC, Mobile Framework und Social Connect präsentiert.

Social Media-aktive Teilnehmer können sich an einem Social Contest beteiligen und Überraschungspreise gewinnen. Ausgeschreiben sind zwei Wettbewerbe: den „#SitecoreSym Most Engaged“ gewinnt derjenige, der sich während des Symposiums am meisten in den Social Media Kanälen zum Thema Sitecore engagiert. Im „#SitecoreSym Post-Event“ wird der Teilnehmer ausgezeichnet, der sich von Beginn des Symposiums an durchgehend bis zum 30. September besonders Social Media-aktiv zeigt.

Die beteiligten Kollegen aus unserem Sitecore Entwicklerteam  und dem Account Management freuen sich auf zwei intensive Tage des Lernens, Diskutierens und Netzwerkens mit anderen Partner und Entwicklern. Schließlich hat man nicht alle Tage  Gelegenheit, seine Fragen und Anregungen in direktem Austausch mit den Führungskräften von Sitecore zu diskutieren. Wir sind gespannt auf ihre Eindrücke und Berichte.