Contentful – neuer CMS-Partner von comspace

Seit wenigen Monaten sind wir Implementierungspartner des Berliner CMS-Anbieters Contentful. Im Unterschied zu den meisten Enterprise CMS-Technologien, die wir bisher im Portfolio haben, gehört Contentful zu den reinen Headless-Lösungen. 

Im Gespräch erläutert unser Partner Manager Roy Kraft, wie es zu der Partnerschaft mit Contentful kam und was diese für uns und unsere Kunden bedeutet.  

Roy, wie kam die Partnerschaft mit Contentful überhaupt zustande?

Erste Erfahrungen mit dem Contentful-CMS haben wir bereits im Zuge des Website-Relaunches für unseren Chatbot-Partner Mercury gesammelt. In Richtung intensivere Zusammenarbeit und schließlich Partnerschaft ging es dann, nachdem sich unser langjähriger Kunde Ottobock für Contentful als technische Basis für seine zukünftigen Webauftritte entschieden hatte.

Die intensive Auseinandersetzung mit dem CMS hat bei uns einen sehr guten Eindruck hinterlassen – sowohl bezogen auf das Produkt als auch auf das partnerschaftliche Miteinander mit den Kolleg*innen von Contentful.

Bis vor kurzem lag der Schwerpunkt unserer CMS-Technologien auf klassischen Suite-, Best-of-Breed- und hybriden Lösungen. Warum passt Contentful als reines Headless CMS aus deiner Sicht gut in unser Portfolio?

Aus meiner Sicht ist Headless ein großer Teil der Zukunft des Content Management und zugleich einer der Gründe, warum der Begriff Content Management immer häufiger durch Digital Experience Management ersetzt wird. Der Headless-Ansatz unterstützt die Best-of-Breed-Strategie und ist damit die logische Weiterentwicklung der monolithischen Content Management Systeme. Die Bereitstellung einer offenen, interoperablen Infrastruktur und die dadurch gewonnene Kompatibilität mit anderen Technologien und Services ermöglichen erst ein professionelles Multichannel-Management und eine optimale User Experience auf allen Ausgabekanälen.

Wo siehst du die Stärken von Contentful, ggfs. auch im Vergleich zu anderen Headless-Anbietern?

Seit 2013 entwickelt Contentful sein Headless CMS, das Unternehmen als zentraler Content Hub für alle Inhalte und Assets dient. Mithilfe der webbasierten Plattform werden Arbeitsabläufe in der Pflege und Verbreitung von digitalen Inhalten kanal- und geräteübergreifend vereinfacht.

Die wichtigsten Stärken sehe ich in den folgenden Features:

  • Single Source of Truth durch eine agile Content-Infrastruktur  
  • Zentrales Publizieren aller Inhalte von einem Ort für Web, Mobile, Social, Apps und alle weiteren Kanäle
  • Benutzerfreundliche Anwendung für die Redaktion dank eines intuitiven und leistungsstarken Markdown-Editors
  • Problemlose Integration bereits vorhandener oder zukünftiger Systeme und Services
  • Umfassender Support, unabhängig ob 10, 100 oder mehr Autoren beteiligt sind
  • Bessere Produktivität der Entwickler*innen durch die API: Teams können mit ihren vertrauten, bevorzugten Programmiersprachen und Tools arbeiten.
  • Inhalte und Assets werden bei Contentful von Anfang an über CDNs verteilt. Dies garantiert ein weltweites, schnelles Zur-Verfügung-Stellen der Inhalte.

Wer ist mehr Fan von Contentful – IT oder Marketer?

Schwer zu sagen, aber “gefühlt” ist es nach meiner Erfahrung meist die IT.

Mögliche Gründe dafür können sein, dass

  • das Contentful CMS Out of the box kein Live Preview bietet,
  • man die eingepflegten Inhalte auch in anderen Systemen zur Verfügung stellen kann, was viele Marketers aber gar nicht auf dem Schirm haben
  • sich andere Anwendungen sehr einfach integrieren lassen.

Der API First- und Cloud Native-Ansatz zählt zu den interessantesten Features von Headless-Lösungen wie Contentful. Inwiefern unterstützt Contentful damit die aktuellen Anforderungen von Unternehmen an eine optimale Customer Experience? 

API First und Cloud Native sind scheinbar die Buzzwords der letzten 12 Monate, nicht nur bei Headless Systemen. Da aber der Trend weg von On Premise in die Cloud geht, sind dies sehr wichtige Eigenschaften von Produkten, die den Entwickler*innen die Arbeit erleichtern und Projekte beschleunigen.

Welche Dienstleistungen bieten wir unseren Kunden, die ihr Webprojekt auf Basis von Contentful umsetzen wollen?

Unabhängig von der gewählten CMS-Technologie bieten wir allen unseren Kunden eine Rundum-Betreuung für Ihr Webprojekt, von der Beratung über die Architektur bis zur Umsetzung und Support. Selbstverständlich kümmern wir uns auch um die Anbindung von vorhandenen und neuen Services in die Contentful-Lösung.

Contentful ist ja “Made in Germany”, spielt das im Markt eine Rolle?

Dieser Aspekt ist aus Datenschutzgründen für deutsche Unternehmen natürlich ein wichtiges Argument. In der Zusammenarbeit mit deutschen Software-Herstellern können sich Unternehmen auf die Einhaltung der strengen deutschen Datenschutzregelungen und die höchstmögliche Sicherheit in der Datenverarbeitung verlassen. Das gilt unabhängig von der Tatsache, dass auch deutsche Hersteller Entwicklungs- und Support-Teams in anderen Ländern haben.

Für uns als Partner ist es sehr vorteilhaft, die Contentful Kolleg*innen direkt in derselben Zeitzone erreichen zu können, wenn doch einmal Unterstützung gefragt ist.

Wie müsste ein Projekt strukturiert sein, damit Du kein Headless-CMS wie Contentful empfehlen würdest?

Für Unternehmen, die einen zentralen Webauftritt mit 20 und mehr Sprachvarianten pflegen müssen, ist ein System mit einer guten, einfach zu bedienenden WYSIWYG Redaktionsoberfläche für die Editoren sicherlich vorteilhaft.

Wenn du einmal einen Ausblick wagst: Wohin entwickelt sich deiner Meinung nach der Markt der CMS-Lösungen im Allgemeinen und der der Headless-Lösungen im Besonderen?

Ich glaube, dass wir uns, gerade auch aufgrund der Headless Technologie, in Richtung “Baukästen” für Online-Auftritte bewegen. Damit meine ich, dass es bald noch schneller und einfacher möglich sein wird, DXP, DAM, PIM, eCommerce, Online Marketing, Search Engines, etc. zur flexiblen Wunschlösung zusammenzubauen.

Über Roy Kraft

Roy Kraft ist seit über 20 Jahren Teil der Content-Management-Szene und bringt tiefe Einblicke in den CMS-Markt mit. Für RedDot / OpenText und die e-Spirit AG betreute er die Partner-Netzwerke in Deutschland und ganz Europa.

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