t3n-Artikel mit Rimma aus unserem People & Culture-Team zum Thema Wechselbereitschaft

Loyalität zum Arbeitgeber laut Gallup-Report auf extrem niedrigem Niveau

“Die Loyalität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Arbeitgeber ist auf einem extrem niedrigen Niveau”, sagt t3n-Redakteur Andreas Weck in seinem aktuellen Feature und verweist dabei auf die Kernaussage des „State of the Global Workplace 2023“-Reports der Beratungsagentur Gallup

Für sein Feature hat Andreas Celine Melo Cristino, Recruitment- und Employer-Branding-Managerin bei Stepstone Deutschland, zu ihrer Einschätzung befragt und auch unsere Kollegin Rimma Pitkewitsch, People & Culture Managerin mit dem Schwerpunkt Recruiting. 

🔖 Den gesamten Artikel haben wir euch hier verlinkt – schaut gerne mal rein!

In unserem Blog Post geben wir Rimma jetzt noch einmal Raum für eine ausführliche Betrachtungsweise zu den zwei Fragen, die Andreas ihr gestellt hat 👇

❓56 Prozent der Deutschen überlegen den Job zu wechseln. Nur 16 Prozent fühlen sich überhaupt emotional gebunden an den Arbeitgeber. Wie bewertest du diese Zahlen für dich?

Einerseits ist die hohe Wechselbereitschaft nichts Neues. Der Trend geht immer mehr zu kürzeren Stationen. Dass man 10, 20 Jahre bei einem Unternehmen bleibt, ist gerade ab der GenZ und später eher ungewöhnlich. Man hat heute viel mehr Möglichkeiten als früher, bspw. durch Remote Work oder Workations eröffnen sich komplett neue Möglichkeiten. 

Bei comspace haben wir eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 7 Jahren, einige Kolleg*innen sind sogar schon 15 und 20 Jahre dabei. Wir sind da also eher trend-gegenläufig. Dennoch beachten wir auch, dass es gerade für jüngere Personen einen großen Reiz hat, schneller andere Unternehmen kennenzulernen.

Als comspace profitieren wir ja bei der Kandidat*innen-Suche auch von der hohen Wechselbereitschaft. Persönlich kann ich bestätigen, dass die Zahl der Active Sourcing Kandidat*innen, die Interesse an einem unverbindlichen Kennenlerngespräch haben, merklich steigt.

Und dennoch ist die niedrige Prozentzahl der emotional gebundenen Arbeitnehmer*innen erschreckend und steht für eine hohe Unzufriedenheit im Job. Gründe für die Unzufriedenheit können sehr unterschiedlich sein und müssen nicht immer am Arbeitgeber liegen. Wir kennen es beispielsweise auch, dass wir Rückkehrer*innen haben, die sich vielleicht für 1-2 Jahre woanders umgeschaut und dann doch für sich entschieden haben, dass es bei uns besser passt.

❓ Was können Unternehmen konkret tun, um die hohe Wechselbereitschaft zu minimieren? Kann eine emotionale Bindung zu einem Arbeitgeber überhaupt „geplant“ werden. Wenn ja, wie?

Eine emotionale Bindung kann man meiner Meinung nicht planen, denn es gibt genügend Faktoren auf der Seite der Arbeitnehmer*innen, auf die wir als Unternehmen keinen Einfluss haben. Treten Ereignisse ein, wie beispielsweise ein Umzug aus familiären Gründen, die Entscheidung für ein Vollzeitstudium oder wenn Mitarbeitende sich beruflich komplett verändern möchten, so ist man als Unternehmen oft machtlos. In diesen Momenten gilt es, die verbleibende Zeit wertschätzend und sinnvoll zu nutzen und gemeinsam zu gestalten.

Man hat allerdings viele Hebel, die man nutzen kann, damit sich eine Zusammenarbeit festigt. Wichtig ist ein eng begleitetes Onboarding, welches bereits ab Vertragsunterschrift beginnt und eine enge Kommunikation auf Augenhöhe über alle Phasen im Employee Life Cycle hinaus. 

Zudem ist es wichtig, die Bedürfnisse der Arbeitnehmer*innen zu kennen. Angebote zu Beschäftigungssicherheit, Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeit und -ort, Weiterbildungsmöglichkeiten und Familienfreundlichkeit sollten heute Standards sein, um eine Zusammenarbeit zu gestalten. Bei comspace bieten wir bspw. darüber hinaus auch u.a. Workations, Kündigungsschutz für (Ehe-)Partner*innen und Coachings für Mental Health- und Business-Themen an, um uns von anderen Unternehmen abzuheben.

Über Rimma

Rimma Pitkewitsch ist Wirtschaftspsychologin, Professional Business Coach und vor allem leidenschaftliche Recruiterin, mit einem großen Herz für die Themen Talent Acquisition & Attraction, People & Culture und Tech.

Sie treibt vor allem die Frage um, wie comspace einerseits an neue Talente kommt und andererseits die behält, die schon im Unternehmen sind. Und das mit Maßnahmen, die nachhaltig, zielgruppenspezifisch und bedürfnisorientiert sind. Sie ist davon überzeugt, den Employee Life Circle ganzheitlich zu betrachten und jede Phase davon sehr ernst zu nehmen. Denn nur so können aus ihrer Sicht zwischenmenschliche Beziehungen auf beruflicher Ebene aufgebaut werden, die authentisch, ehrlich und langfristig sind.

👉 Wer sich mit Rimma zu Recruiting-Themen austauschen möchte, kann sich gerne über ihren LinkedIn-Account bei ihr melden 🙂

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