HR-Querdenker*in gesucht & gefunden – Die Bewerbungen unserer neuen Kolleg*innen Katharina und Peter

Den ersten Teil des Blogzweiteilers „HR-Querdenker*in gesucht & gefunden – Unsere etwas andere Stellenausschreibung” hat Sarah mit den Worten beendet:

Viel mehr können wir aktuell noch(!) nicht verraten, außer: Es wird anders und es wird sicher gut!

Jetzt können wir alles verraten und uns beide, Katharina und Peter, vorstellen. Denn wir sind die beiden neuen Kolleg*innen im People & Culture Team. In diesem Beitrag zeigen wir euch unsere Perspektive als Bewerber*innen auf die ungewöhnliche Stellenausschreibung samt exklusivem Einblick in unsere Bewerbungsunterlagen. Denn, was hoffentlich klar sein sollte: Inspirieren lassen ist von unserem Team ausdrücklich empfohlen!

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HR-Querdenker*in gesucht & gefunden – Unsere etwas andere Stellenausschreibung


Bei comspace machen wir Dinge gerne mal anders: Unsere Personalabteilung heißt “People & Culture” und besteht derzeit aus Sarah J., Sarah B. und Carla. Wir leben moderne Personalarbeit in Zeiten von Agilität und Digitalisierung, denken bei HR an Human Relations (nicht Ressources) und finden Lebensphasenflexibilität besser als Work-Life-Balance.


So lautete der Einstieg in unsere letzte Stellenausschreibung, die eigentlich gar keine richtige war.
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Wenn die Arbeitswelt nicht mehr zu den Menschen passt. Mein Rückblick auf das Digital Misfits Festival.

Do you ever feel like a misfit?
Everything inside you is dark and twisted
Oh, but it’s okay to be different
‚Cause baby, so am I.

Ava Max, “So am I”

Liebes Digital Misfits Festival,

am Dienstag durfte ich einen Tag lang bei dir verbringen, mit ca. 250 anderen Digital Misfits, wenn man so will. Wir hatten eine gute Zeit, du und ich, in lockerer Atmosphäre und du hast an so ziemlich alles gedacht, um den Tag interessant & kurzweilig zu gestalten (coole Location, Candybar, leckerer Kaffee und unterhaltsames Bullshit Bingo zum Netzwerken). Inhaltlich gab es für mich einige Highlights:

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10 New Work Sessions auf der re:publica #rp19

10 re-publica Seessions 2019 zu New Work und HR von Sarah Biendarra

Mein Kollege Alex veröffentlichte gestern bereits seine Sessions zum Thema Digitalisierung auf der re:publica. Als alter Hase hat er sich nur auf die Themen von Tag 1 gestürzt, weiter kann er nicht planen, sagt er. 😉

Ich bin 2018 zum ersten Mal Teil der re:publica gewesen und war nach den drei Tagen voller Themen und Menschen ziemlich geflasht. Meine diesjährigen Ideen für Sessions mit Bezug zu New Work und Human Relations habe ich ganz optimistisch über alle 3 Tage verteilt.

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5 gute Gründe, um den Bewerbungsprozess im JIRA abzubilden

Lange Zeit nutzten wir bei comspace ein selbstentwickeltes Tool, um sämtliche Bewerbungen zu verwalten. Dieses Tool wurde ursprünglich für einen Kunden programmiert und war dementsprechend auf die Bedürfnisse eines anderen Unternehmens zugeschnitten. Zudem war es in die Jahre gekommen. Es brauchte also nicht nur optisch eine Neuerung, auch die Funktionen mussten überarbeitet werden. So stellten wir uns bereits im letzten Jahr die Frage, wie wir das Bewerbermanagement zukünftig abwickeln wollen.

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Unser Weiterbildungskompendium zum Thema "agile Transformation"

Mein persönlicher Untertitel zu diesem Blogpost lautet: “That’s why I love Twitter”.
Und das kam so:

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Unsere Veranstaltungsübersicht 2018 zu HR, New Work und Unternehmenskultur

Auch in 2018 gibt es wieder einige Veranstaltungen rund um die Themen HR (a.k.a. Human Relations) und Unternehmenskultur.
Meine Auflistung von aus meiner Sicht interessanten Events möchte ich hier gerne teilen.

Änderungen zum Vorjahr:

Es sind nur Veranstaltungen mit einem regulären Ticketpreis unter 1.000,- Euro aufgeführt. Deshalb fallen einige, sicher ebenfalls interessante Events raus, wie z.B. die Agile HR Conference oder das Recruiting Convent. Bei einigen Veranstaltungen gibt es noch keinen aktuellen Ticketpreis, aus den vorherigen Veranstaltungen kann man aber einen ungefähren Preis abschätzen.
Auch Standard-Seminare (wie z.B. bei der Quadriga Akademie) sind hier nicht aufgeführt. Dafür ist von Online-Konferenzen, über zweistündinge Abendveranstaltungen bis hin zu mehrtätigen Seminaren so einiges dabei, was das HRler-Herz begehrt. 
Viel Spaß beim Entdecken! 🙂

Januar

AUGENHÖHEcamp #Konzern – 25.01.2018 – Karlsruhe – ab 100,- Euro
intrinsify.me wevent – 27./28.01.2018 – Dortmund – pay what you think is right
Recruiting Offensive 2018 – 30.01.2018 – Online-Konferenz – 0,- Euro

Februar

HR Tec Night – 22.02.2018 – Stuttgart – 17,- Euro

März

New Work Experience by XING – 06.03.2018 – Hamburg – 832,- Euro
AUGENHÖHEcamp – 09.03.2018 – Nürnberg
HR Garage – 21.03.2018 – München – 799,- Euro
HR Barcamp – 22./23.03.2018 – Berlin – 110,- Euro
TALENTpro – 22.03 – München – 89,- Euro

April

Recruiter Slam – 12.04.2018 – Stuttgart – 22,50 Euro
Corporate Culture Camp – 12./13.04.18 – Hamburg – 129,- Euro
AUGENHÖHEcamp #Pflege – 20.04.2018 – Berlin
HR Tec Night – 24.04.2018 – Stuttgart – 17,- Euro
Personal Messe Süd – 24./25.04.18 – Stuttgart
Corporate Health Convention – 24./25.04.18 –  – Stuttgart – 45,- Euro
Sourcing Summit #SOSUDE – 25./26.04.18 – München – 675,- Euro

Mai

re:publica – 02.-04.05.18 – Berlin – 210,- Euro
DGFP congress – 03./04.05.2018 – Berlin – 680,- Euro
personalmarketing2null & friends – 04.05.2018 – Wiesbaden – 60,- Euro
Leadership³-Festival – 09.-12-05.2018 – Berlin – 450,- Euro
Personal Nord Messe – 15./16.05..2017 – Hamburg – 65,- Euro
brandeins Zukunftskonferenz – 17.05.2018 – Hamburg – 700,- Euro
HR Failure Night – 17.05.2018 – Wien – ?

Juni

HR Innovation Day – 02.06.2018 – Leipzig
AUGENHÖHEcamp – 07.06.2018 – Hamburg
HR Tec Night – 14.06.2018 – Stuttgart – 17,- Euro
New Work Future Conference – 14./15.06.18 – Hamburg – 950,- Euro
Transsekorale (Un-)Konferenz „Neue Konzepte für neue Arbeit“ – 15.06.2018 – Berlin – 213,- Euro

September

Zukunft Personal Messe – 11.-13.09.2018 – Köln

Oktober

AUGENHÖHEcamp – 23.10.2018 – München
Social Recruiting Days – 29./30.10.2018 – Berlin – 990,- Euro
 

Stay tuned: Bei diesen Veranstaltungen aus 2017 stehen noch keine Termine für 2018 fest

Fehlt eine wichtige Veranstaltung in der Übersicht? Gebt mir unter sarah.biendarrra@comspace.de gerne euren Event-Tipp weiter.
Bei comspace stehen die Recruiting Offensive, das Corporate Culture Camp und die re:publica schon fest in den Kalendern. Wo kann man euch treffen? Was klingt spannend oder welche Veranstaltung könnt ihr weiterempfehlen? Ich freue mich über Eure Kommentare.
 

Offener Brief an potentielle Bewerber

symbolbild-offener-brief

Liebe Bewerber_in,
ich weiß nicht, in welchem Stadium Du gerade bist. Informierst Du Dich pauschal, hast Du mit dem Gedanken liebäugelt, Dich bei uns uns zu bewerben oder schreibst gerade ein Anschreiben für uns? Keine Ahnung, aber dieser Post hier, der ist für Dich. Ich glaube, dass Du Dir einige Fragen stellst, auf die ich vielleicht [die|eine] Antwort habe.
Dich als (potentieller/m) Bewerber_in verbinden mit all den Anderen vermutlich einige Fragen:

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New Work Experience 2017 – Unser Rückblick in Text & Tweets

Wir (Sarah J. & Sarah B.) waren auf der New Work Experience 2017 in Berlin. Hier haben wir ein paar ausgesuchte Highlights, Tweets und Gedanken zur Veranstaltung zusammen gestellt.

Die Gewinner des NewWork Awards und Photo-Highlights gibt es übrigens auf der offiziellen Seite als Rückblick zu sehen.

Mittlerweile gibt es auch einige weitere Teilnehmer-Rückblicke:

New Culture or New Pain or New Nothing!

Gewohnt drastisch und provokant, rüttelte Thomas Sattelberger in seiner Eröffnungsrede den Saal wach. Wir sollten Transformation nicht als Technologie, sondern als Kultur- und Führungsthema begreifen. Und ja, New Work ist nicht der Obstkorb, sondern Teilhabe. [BTW: Sind denn der Massageservice, die Servicekräfte, die einem die Türen aufhalten oder die Photobooth vor dem Eingang der NWX17  „New Work“?]

Den ganzen Vortrag zur Eröffnung sowie weitere Paneldiskussionen der New Work Experience gibt es auf YouTube.

Wir sind Chef: Verteilte Führung ist nicht einfach aber notwendig

Wir leben in einer Sharing Economy. Wir teilen Katzenvideos, Appartements und Taxis. Nur Leadership scheint für viele immer noch unteilbar. (Hermann Arnold)

Oder auch: Die Session zum Buch über das Führungsmodell bei Haufe Umantis.

  • Demokratie ist nicht führungslos. Netzwerk und Hierarchie in Kombination.
  • Keine Frage von Regeln und Prozessen allein, Frage der Kombination
  • Reine Selbstorganisation führt erst zu Euphorie, dann zu Chaos
  • Organisation dreht auf hohen Touren im Leerlauf
  • Veränderungen: Anfangen bei sich selbst, dann weitermachen im Team
  • Lead or Follow – jeder entscheidet selbst, welche Rolle er/sie in welcher Situation einnimmt
  • Neue Führungskräfte sind Schnittstellen
  • Gemeinsame Strategie einmal jährlich mit allen überprüfen
  • Gut Führen geht nur, wenn man vorher Folgen gelernt hat
  • Vertrauen statt Informationen: Wenn mir keine Informationen vorliegen, erst einmal vertrauen statt blockieren → Auch Folgen will gelernt sein.

Brauchen wir noch Alphatiere in den Führungsetagen?

Menschlichkeit darf nicht instrumentalisiert werden. Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen, nicht umgekehrt. (Bodo Janssen)

Paneldiskussion mit Holger Stanislawski (Fussballtrainer), Carsten Stawitzki (Bundeswehr), Bodo Janssen (Hotelkette Upstalsboom).

  • Erfolg macht nicht glücklich, aber Glück macht erfolgreich
  • Führungskräfte: Veränderung immer zuerst bei sich selbst anfangen
  • Menschlichkeit darf nicht inventarisiert werden
  • Führen kann nur, wer sich selbst reflektiert
  • Anpassung aufbrechen, Normen schränken ein
  • Zielkollision – Wandel ist nicht möglich, wenn Gewinn im Vordergrund steht

Das Highlight: New Work – Manifest für das 21. Jahrhundert

Das Beste zum Schluss: Nach über einer halben Stunde Verlängerung und einer versprochenen Fortsetzung der Diskussion zu einem späteren Zeitpunkt gab es Standing Ovations für Frithjof Bergmann den 87-jährigen Philosophen und Begründer von New Work. Feingeistig, unterhaltsam und charmant hat er die Geschichte der New Work Entstehung erzählt und war während des ganzen Tages der einzige, der seine Redezeit ausdrücklich überziehen durfte.

Was soll das alles? Wie New Work entstand

  • 70er Jahre, Automatisierung der Automobilindustrie in Flint (Michigan) führte zu Massenarbeitslosigkeit.
  • Gründung des ersten Center for New Work. “New Work” als Ergänzung zur Job-Arbeit und Alternative zur Massenarbeitslosigkeit gedacht.
  • Idee: 6 Monate Fabrik, 6 Monate Arbeit die man „wirklich, wirklich will“.
  • Center sollen Menschen dabei unterstützen herauszufinden, was sie wirklich wollen, um damit Geld zu verdienen. Wurde teilweise als naive Idee angesehen. „Wie soll ich das nach 20 Jahren Fließbandarbeit wissen?!“
  • Viele Menschen seien „arm an Begierde“, d.h. sie wissen nicht, was sie wirklich wollen. Die Kapazitäten, etwas zu wollen, werden bei vielen Menschen (z.B. durch die Erziehung) kaputt gemacht.
  • Wichtig sei, etwas zu tun, das einen Sinn macht (“makes a difference“).
  • Die meisten Menschen können ohne Hilfe nicht herausfinden, was sie wirklich wollen. Dafür braucht es weltweit viele Center of New Work. Die Leute nicht nur irgendwie beschäftigen, sondern sie lebenslang dabei begleiten herauszufinden, was sie wirklich wollen.

Thema verfehlt?

Deutliche Kritik kam von Prof. Bergmann an den Inhalten der NWX: Die hier gezeigten Ansätze würden „die Job-Arbeit mit Mini-Ansätzen verwirken“. Sie seien also quasi ein Make-Up für die Job-Arbeit, keine Neuerung.

Grund zum Feiern

Entgegen der allgemein eher bedrohlichen Stimmung (Roboter nehmen dir den Job weg! Disruption! Wer sich der Transformation nicht stellt, wird untergehen!), ist die Automatisierung für Bergmann eine positive Entwicklung, denn sie gibt den Menschen Raum für New Work, also die erfüllende, sinnhafte Arbeit. Ziel sollte es sein, die Menschen zu stärken und darin zu bestärken, dem nachzugehen, was sie wirklich wollen.

 

Better next Time

Unsere Verbesserungsideen fürs nächste Mal:

  • Ein Kritikpunkt kam bereits vor der Veranstaltung und machte z.B. auf Twitter seine Runden: Die Veranstaltungskosten. Geboten hat die nwx17 viel Show & Shine zu hohen Preisen und so bewegte sich die Veranstaltung bereits vor Beginn für manche zwischen “Spiritualität, elitärem Scheiss und dringender Notwendigkeit”. Auch im nächsten Jahr geht es repräsentativ weiter: Die NWX18 wird in der Elbphilharmonie stattfinden. Die Tickets werden aktuell zum Early Bird Preis für 399,-. Euro verkauft. Dieser Hochglanz muss aus unserer Sicht nicht sein, denn das Thema New Work ist an sich interessant und wichtig genug. Wir verzichten gerne auf Schminkservice und Vitra-Sofas zugunsten einer vielfältigen, bodenständigen Veranstaltung.
  • Das Detailprogramm auf der Website und im Programmheft benutzerfreundlicher gestalten (Farben, Usability).
  • Raumplanung: Manche Sessionräume waren zu klein für begehrte Themen. Beim Vortrag von Niels Pfläging ließ sich z.B. nicht mal mehr die Tür von außen öffnen. Hier wäre evt. eine Vorabanfrage an die TN hilfreich.
  • Catering, das auch für vegetarische und vegane Besucher etwas mehr Auswahl bietet.
  • Bitte keine zwanghafte Coolness (2-Mann-Rapband als Intro für Gäste, Keine-Krawatten-Zwang) Wenn New Work ist, was man wirklich, wirklich will, dann sollte man auch Krawatte tragen dürfen.

 

Was wir über New Work mitgenommen haben

  • Müssen wir unser Verständnis oder das Konzept von New Work überdenken? Machen wir nur Feintuning an der Job-Arbeit? Oder sollten wir revolutionärer sein? Menschen begleiten auf dem Weg zur sinnhaften Arbeit. Wie ist das im Rahmen eines Unternehmens möglich?
  • Neu ist nicht unbedingt gut, alt ist nicht unbedingt schlecht, ebenso wenig wie anders herum. Neu ist nicht nur Netzwerk und alt nicht nur Hierarchie. Vielleicht lieber mehr auf „Gutes Arbeiten“ konzentrieren als auf „Neues Arbeiten“.