Das Fairphone aus Sicht unserer Entwickler

Es kursieren ja schon etliche Artikel zum Fairphone. Immer wieder wird dabei auch die Frage diskutiert, wie fair das Gerät im Vergleich zu beispielsweise Apple- oder Samsung-Geräten nun tatsächlich produziert wurde. Das soll aber nicht Gegenstand dieses Artikels sein. Der Fokus soll viel mehr auf dem Gerät selbst und vor allem dem Betriebssystem und seinen Modifikationen liegen. Ob eine solche Betrachtung nun fair ist, oder nicht, möge jeder selbst entscheiden.

Die Äußerlichkeiten

Beim ersten in die Hand nehmen fällt sofort auf, dass das Gerät mit seinem Gewicht und seiner Dicke von gut einem Zentimeter einen gleichermaßen hochwertigen wie klobigen Eindruck macht. Viele, auch vergleichsweise teure Geräte, fühlten sich in der Vergangenheit doch sehr nach klapprigen Plastikschachteln an, nicht so das Fairphone.

Ein wirklich tolles Feature, das viel zu selten angeboten wird, ist DUAL-SIM. Nicht nur Menschen mit Dienstnummer kann ein DUAL-SIM-Handy das Mitschlüren eines zweiten Gerätes ersparen, auch bei Auslandsaufenthalten habe ich mir bei meinen Geräten schon des öfteren einen zweiten Slot gewünscht.

Fairphone-Dual-Sim

Beim Fairphone hat man sich für Softkeys und gegen Software Keys entschieden. Wie schon bei Samsung ist dabei der Back Button nach rechts gewandert. Eine Anpassung, die wohl der Tatsache geschuldet ist, dass Rechtshänder die untere rechte Ecke mit dem Daumen leichter erreichen als die linke. Der Verfasser dieser Zeilen ist allerdings der Auffassung, dass in Regionen mit rechtsläufiger Schreibrichtung eine Zurück-Taste in die untere linke Ecke gehört. Der nach rechts gewanderte Button trägt zwar das Icon des Multitasking-Buttons, tatsächlich verbirgt sich aber der seit Ice Cream Sandwich an sich überflüssige Menü-Button dahinter. Die aktiven, respektive meistgenutzten Apps erreicht man beim Fairphone über das Gedrückthalten des mittigen Home-Buttons. Zumindest das Verhalten des Multitasking-Buttons ist anfangs verwirrend und, da die Menü-Taste eigentlich in die ActionBar gewandert ist, zudem auch eine eher überflüssige Anpassung, die Nexus Nutzer wohl mehr verwirren wird als Samsung Nutzer.

Die inneren Werte

Die Oberfläche vermittelt auch an anderen Stellen ein wenig “Beta-feeling”. Hier und da taucht bei deutscher Spracheinstellung immer mal wieder ein Menüpunkt in englischer Sprache auf. So kann man das Gerät zwar “Ausschalten” aber auch einen “Restart” herbeiführen. Der Bereich “Klangverstärkung” ist fälschlicherweise mit “Klangverstörung” benannt. Die Kopfhörer-Klangverstärkung nennt sich dann auch noch “BesAudEnh”. Alles klar?!

Klangverstörung  - BesAudEnh

Die Kamera-App zeigt bei jedem Start aufs neue, wie man die Optionen verändert. Für Android-Einsteiger kann das noch ganz sinnvoll sein, bei längerer Nutzung jedoch dürfte dieses Feature eher lästig sein. Die Kamera selbst löst auch noch mit ziemlicher Verzögerung aus, da ist man heute Besseres gewohnt.

Fairphone-camera
Fairphone Kamera (cc) Quelle: Faiphone

Mit Jelly Bean erhielten die Schnelleinstellungen Einzug in Android, die durch herunterziehen der Statusleiste erreicht werden können. Durch gedrückthalten der WLAN oder Bluetooth Schaltflächen schaltet man die jeweilige Funktion ein und durch kurzes Tippen erhält man Zugriff auf die verfügbaren Funknetze bzw. Bluetooth-Geräte. Nicht so beim Fairphone. Das sonst über langes gedrückt halten erreichbare Verhalten wurde auf den kurzes berühren gelegt. Einen Zugriff auf verfügbare Netze oder Geräte gibt es nicht, hier muss der Umweg über die Einstellungen gewählt werden.

Der Launcher

Das Fairphone kommt mit dem “Fairphone OS” genannten Launcher. Im Gegensatz zu so ziemlich allen anderen Herstellern gibt es auf dem Homescreen keine Dockleiste um direkten Zugriff auf die wichtigsten Apps und den App-Drawer zu erhalten. Beim Fairphone erreicht man per Wischgeste vom Bildschirmrand aus ein Menü, das eben jene Dockleiste ersetzen soll. Zum Beispiel die Telefon-App startet man also nicht etwa durch einen einfachen Klick auf einen Telefonhörer in der Dockleiste, sondern durch Wischen vom Rand, Bewegung des Fingers auf den Telefonhörer und schlussendlich das Lösen des Fingers vom Display. Leider öffnet man dieses Menü oft auch aus versehen, wenn man zum Beispiel im App-Drawer eine Seite weiter blättern möchte und dabei etwas zu nah an den Displayrand kommt. So richtig zu Ende gedacht wirkt diese Herangehensweise nicht. Richtig unfertig wirkt der Launcher allerdings dadurch, dass er immer wieder abstürzt.

Fairphone Dockleiste
Fairphone Dockleiste

Für die Eingabe kommt die AOSP Tastatur zum Einsatz. In dieser Ausführung beherrscht diese leider keine Wischeingabe, wie man sie zum Beispiel von Swype, SwiftKey oder der Google Tastatur gewohnt ist.

Sowohl Launcher als auch Tastatur wird man also schnell durch andere Apps ersetzen wollen, auch wird man mehr Apps benötigen, da das Fairphone von Haus aus nur Telefonieren, SMS, Surfen, E-Mail Zugriff, Radio/MP3 hören und eine ganz einfache Notizzettel-App mitbringt. Da das Fairphone nicht nur ohne Google Apps und somit ohne Play Store ausgeliefert wird, sondern auch bar jeglicher Alternative, muss man sich also zunächst einen Store beschaffen.

Google Dienste

Ob man Google Dienste nun nutzen, oder lieber seine Privatsphäre wahren möchte, ist eine ganz individuelle Entscheidung. Android ist mittlerweile ziemlich um die Google Dienste herumgebaut, das gefällt nicht jedem, da der Google-Apps-Installer in Form eines Widgets aber direkt auf dem Homescreen liegt und gerade zu zum Draufklicken auffordert, soll es also der Play Store werden.

Dummerweise ist das Widget der Auffassung, die Google Apps seien bereits installiert. Ein Irrtum, der sich zunächst nur durch einen Factory Reset des Geräts beheben lässt. Da zu diesem Zeitpunkt noch keine Einstellungen vorgenommen oder Daten auf dem Gerät gespeichert wurden, fällt dieser Schritt allerdings nicht schwer.

Bei den ersten Versuchen die Google-Apps zu installieren, wird der Download einfach wieder beendet, leider ohne auch nur ein Wort über die Ursache zu verlieren. Erst nachdem das Gerät aus dem restriktiven Firmen WLAN, über Tethering meines Nexus 4 ungefilterten Internetzugang erhält, funktioniert der Download. Nach dem Download des Archivs erklärt das Widget, dass im folgenden Schritt ROOT-Zugriff auf das Telefon erforderlich sei und dass man entsprechend im nachfolgenden Dialog bitte seine Zustimmung geben solle. Na das gefällt! Direkter root-Zugriff ab Werk mit einer integrierten Superuser-Verwaltung. Da habe ich in der Vergangenheit schon ganz andere Hürden nehmen müssen. Bestätigt man also die SU-Anfrage, wird das Telefon neugestartet, damit die Google-Apps ins System geflashed werden können. Später wird sich zeigen, warum das nicht so clever gelöst ist.

Nicht alle, sondern nur die wirklich essentiellen Apps, wie Play Store und Google Dienste werden direkt installiert. GMail, Google Services, Google+, Google-Suche und Google-Sound Search werden anschließend über den Play Store installiert. Hierbei tritt allerdings ein Fehler auf, sodass die Installation dieser Apps nochmals per Hand ausgeführt werden muss. Dabei fällt auf, dass das Touchdisplay nicht sonderlich gut anspricht, es bedarf schon etwas Geduld und Fingerspitzengefühl um manche Schaltfläche zu treffen. Das ist der Bauweise des Displays geschuldet, bei der Glasabdeckung und Display nicht miteinander verklebt sind. Klarer Vorteil: Rakt man das Gerät vom Tisch, kann man (theoretisch) nur den Glasdeckel tauschen. Das unter solchen Extrembedingungen oft auch andere Komponenten wie Kamera oder GPS-Modul den Geist aufgeben, steht auf einem anderen Blatt.

Dass während der Installation weiterer Apps das Telefon einfach mal unmotiviert neustartet, vermittelt auch nicht gerade das Gefühl, ein ausgereiftes Produkt erworben zu haben. Leider bestätigen auch andere Fairphone-Nutzer, dass Abstürze und schlecht reagierendes Touchdisplay keineswegs auf die berühmte Montagsproduktion zurückzuführen sind.

Das Fairphone als Entwickler-Gerät

Zuvor wurde hier die nicht ganz ernst gemeinte Aussage getätigt, das Fairphone sei “das richtige” Gerät zum Testen. Hier muss man natürlich etwas differenzieren. “Das richtige” Entwicklungsgerät gibt es eigentlich nicht. Prinzipiell ist das Vorgehen bei der Entwicklung von Android-Apps auf allen Geräten identisch. Zumindest muss die Hardware des Geräts die Mindestanforderungen erfüllen, die die jeweilige App voraussetzt. Darüber hinaus ist es sinnvoll, ein Gerät zu wählen, das eine hohe Verbreitung hat. Wegen der vielfältigen Anpassungen, die Gerätehersteller Android überstülpen, kann aber nur so am ehesten sichergestellt werden, dass die App später bei möglichst vielen Benutzern fehlerfrei funktioniert. Andererseits hilft es auch, ein Testgerät mit der jüngsten Android Version zu verwenden, damit auch die Darstellung des UI zu möglichen, neuen Elementen eine hohe Kompatibilität aufweist. Sofern die Anforderung nicht zwingend zwei SIM-Module erfordert, ist das Fairphone also eher kein geeigneter Kandidat, kann es doch weder in Sachen Verbreitung mit einem Samsung der Galaxy Serie, oder mit der Aktualität eines Nexus mithalten. Sich bei der Entwicklung nur ein Gerät und den Emulator zu verlassen, ist aber ohnehin keine besonders gute Idee.

Da das Fairphone ein wenig die Runde machen soll, ist es nach dem Herumspielen an der Zeit, das Gerät wieder auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. Dabei rächt sich, dass Google-Apps ins System geflashed werden, nach dem Neustart möchte das Gerät jetzt wieder mit einem Google-Konto verknüpft werden. Das Installieren der Google-Apps ist also – zumindest mit Bordmitteln – irreversibel.

Fazit zum Fairphone als Entwicklungsgerät

Der Gesamteindruck ist bei genauem hinsehen eher mäßig. Das Argument “dafür aber fair(er) produziert” könnte sich als Bärendienst erweisen, vermittelt es bei täglicher Benutzung doch den Eindruck, dass “fair” gleichzeitig auch “altbacken” und “unfertig” bedeutet. Technikenthusiasten vermissen liebgewonnene Features wie NFC und Qi, schwer zu vermitteln ist auch, warum man statt einem wirklich aktuellen Android auf eigene Anpassungen gesetzt hat, die gefeierte Jelly Bean-Neuerungen wie die Quicksettings einschränken. Android-Neulinge werden mit der Installation der Google Apps ihre liebe Not haben. Wie sinnvoll es ist Einsteigern root-Rechte in die Hand zu geben, ist auch fraglich, denn schon Onkel Ben Parker wusste, „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“. Allerdings werden solche Nutzer wohl ohnehin eher zu einem mehr oder weniger Provider-subventionierten “1-Euro-Android” greifen.

Fairphone Quicksettings
Fairphone Quicksettings

 

Anmerkung des comspace Blogteams:

  • Dieser Test bezieht sich auf die Fairphone OS Version 1.0 „Almond“. Zwischenzeitlich ist Version 1.1 „Caju“ erschienen, auf  die wir in einem weiteren Beitrag eingehen werden.
  • Einen Blick in die Fairphone Produktion wurde bei heise.de als Video veröffentlicht
  • Dieser kritische Artikel bei macmark.de wie fair das Fairphone tatsächlich ist, wurde in der offiziellen Community von Fairphone Mitarbeitern kommentiert.
  • Die ersten 25.000 Einheiten des Gerätes sind mittlerweile ausverkauft. Sein wir gespannt ob und wann es eine weitere Auflage geben wird:

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comspace mit mobilem ChatBot auf MobileCon2013 in San Jose vertreten

(c) MobileCon2013 Website

Unser Kollege Martin Freisen wird sich morgen ins sonnige Kalifornien zur Konferenz MobileCon2013 aufmachen und dort vom 17. bis 18.10. als Experte einen Hackathon für unseren Partner Jibe Mobile begleiten. Zahlreiche Entwickler werden während des Hackathons Erweiterungen für einen von uns gebauten mobilen Chat-Roboter programmieren und Martin wird ihnen für Fragen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. (Ein Hackathon (Wikipedia-Definition) ist ein Programmierwettbewerb, bei dem in möglichst kurzer Zeit so viele innovative Lösungen wie möglich entstehen sollen.)

Titel des Hackathons: Sprint RCS Messaging: Enhance content delivery with an app using Jibe’s RCS API.

(c) MobileCon2013 Website
(c) MobileCon2013 Website

Was ist ein ChatBot und was kann er?

Das Bot steht als Abkürzung für Roboter. Es handelt sich demnach um einen Roboter, der chatten, also eine Unterhaltung führen kann. In unserem Fall sogar über mobile Endgeräte. Der bekannteste ChatBot dürfte wohl die gute, alte Eliza sein. Dem einen oder anderen dürfte auch der Begriff Turing-Test bekannt vorkommen, mit dem durch gezielte Fragen festgestellt wird, ob am anderen Ende eines Chats eine Maschine oder ein Mensch sitzt.

Wozu ein ChatBot gebraucht wird:

Klingt nach einer unnötigen Spielerei? Wird aber immer wichtiger. Beispielsweise in der Kundenberatung:

Stellen Sie sich vor, sie surfen auf eine Katalogseite und suchen ein ganz bestimmtes Produkt. Der ChatBot spricht Sie an, was er für Sie tun kann und Sie geben Ihre Anfrage ein: „Ich suche nach einem iPhone Radio“. Der ChatBot sucht nach besonderen Begriffen in Ihrer Eingabe – in diesem Fall iPhone und Radio und gibt die passende Antwort aus.
Diese Antworten können nach vorher festgelegten Regeln oder später sogar nach einem intelligenten Algorithmus ausgewählt werden. Vom einfachen Suchergebnis nach iPhone-Radios bis hin zu gezielten Rückfragen des ChatBots, die das Ergebnis weiter verfeinern.

Denkbar ist aber auch eine barrierefreie Navigation durch Webseiten: Sie sprechen Ihre Suchanfrage ins Smartphone, durch Speech-to-Text wird Ihr Befehl in maschinenlesbare Befehle umgewandelt, die der ChatBot ausführt. Beispiel: „Ich hätte gerne die Speisekarte“. Sie müssen sich nicht durch die Navigation klicken, sondern der ChatBot öffnet Ihnen direkt die gewünschte Webseite. Funktioniert natürlich auch mit Tastatureingaben. Statt zu klicken können Webseiten so auch mit gezielten Kommandos bedient werden.

Was kann unser ChatBot denn nun?

Bisher haben wir das Grundgerüst für die Web-Version des Bots auf Basis von node.js gebaut, die folgende Funktionen beherrscht:

  • Nachrichten empfangen
  • Nachrichten senden
  • Dateien senden
  • Location senden

Damit sollen die Entwickler während des Hackathon rumspielen, Funktionen erweitern und Anwendungen bauen. Der Event ist vom US-Mobilfunkanbieter Sprint gesponsert, der auch die Preise von 1000$ bis 5000$ für die besten Lösungen zur Verfügung stellt.

Wir sind irre gespannt, welche Lösungen während des Hackathons entstehen werden. Natürlich werden wir hier nach Martins Rückkehr aus San Jose berichten 🙂

Weiteres gibt es auch im offiziellen Blog der Konferenz und im Blog bei Jibe Mobile zu lesen.

Recap von den OpenCms Days in Köln

Am 30. September und 1. Oktober 2013 fanden zum 5. Mal die OpenCms Days in Köln statt, die internationale User Konferenz und Ausstellung rund um das Content Management System OpenCms. Zahlreiche Nutzer und Experten aus aller Welt nahmen die Gelegenheit wahr, sich über ihre Erfahrungen mit OpenCms auszutauschen.

Das Konferenzprogramm bot insgesamt 16 interessante Vorträge zum Thema OpenCms von erfahrenen Rednern aus aller Welt.  Im Vordergrund stand die Vorstellung des neuen OpenCms Release 9. Neben den Vorträgen der Entwickler des OpenCms waren auch Partner-Unternehmen eingeladen, um ihre Erfahrungen aus den Bereichen Social Media, Cloud Dienste und Responsive Design mit der Community zu teilen.

Banner OpenCms Days 2013

Zum ersten Mal schnupperten auch unsere beiden Kolleginnen Hanna (Projektleiterin) und Anna Katharina (Developerin) die OpenCms Conference-Luft und sie haben viele positive Eindrücke aus Köln mitgenommen. Die Konferenz fand im MediaPark statt, einem der attraktivsten und architektonisch herausragendsten Standorte Kölns, der damit einen excellenten Rahmen für die Veranstaltung bot. Damit war auch für reichlich interessante Abwechslung in den Pausen gesorgt wie bspw. mit der Bernd und Hilla Becher-Ausstellung.

An folgenden Sessions haben unsere Kolleginnen teil genommen:

Neues in OpenCms 9

Zunächst wurde das Demo-Projekt vorgestellt, das mittlerweile ein responsives Design besitzt. Außerdem sind einige neue Module zur Demo hinzugekommen wie Slider, Image Galleries und weitere dynamische Listen. Besonders hervorgehoben wurde das Klon-Feature, mit dem man ein bereits vorhandenes Modul klonen kann, ohne die zuvor bereits verknüpften Inhalte zu verlieren. Auch im Backend gab es einige kleinere Anpassungen mit neuen Icons, einem verbesserten Publish-Dialog und einer größeren Nutzerfreundlichkeit im Formeditor. Ein weiteres neues Feature sind die „Network Shares“. Diese ermöglichen es, dass Ordner des virtuellen File Systems des OpenCms als Netzwerk-Laufwerk im eigenen Betriebssystem genutzt werden können.

Das Update von Version 8.5 auf Version 9 soll sehr einfach funktionieren. Der Praxis-Test bleibt abzuwarten – das Release wird erst Ende Oktober 2013 zum Download bereit stehen.

OpenCms Days Vortrag OpenCms 9
Vortrag OpenCms Release 9

OpenCms-Partner stellen ihre Lösungen vor

1. OpenCms at paf.com: content distribution in a fully automated release process

Ville Komulainen arbeitet für eine finnische Online-Gaming Website. Da sowohl die Spiele, als auch die redaktionellen Inhalte der Website auf einem System liegen, aber viele Menschen daran arbeiten müssen, hat jedes Team seine ganz eigene Entwicklungsumgebung. Um jedoch in regelmäßigen Abständen Releases zu veröffentlichen, muss das System diese Releases einwandfrei deployen können. Dies ist besonders wichtig, da die Website mit dem Geld der Nutzer interagiert; sie ist quasi eine Bank. Aus diesem Grund hat die Firma ein sehr kompliziertes System entwickelt, das automatisiert die Veröffentlichung der Releases abwickelt.

2. Outsourcing OpenCms Template Design

Dieser Vortrag wurde von dem Japaner Yuta Aoki (Ubicast) gehalten und hat für reichlich Diskussionen gesorgt. Grundsätzlich ging es ihm darum, zu erzählen, welche Erfahrungen er und seine Firma beim Outsourcing des Template Designs für ihre Website gemacht haben und was sie daraus lernen konnten. Veranschaulicht hat er das mit Hilfe von Folien, die Probleme und Lösungsempfehlungen zeigten. Eine Aussage war, dass Designs zu teuer seien und der Lösungsvorschlag war, Designer über sog. “99ers”-Websites (Seiten mit Festpreisen wie $299) zu engagieren. Des Weiteren ging es darum, Kriterien für gute Designer-Arbeit zu finden und diese als Guidelines niederzuschreiben. In der Diskussion stimmten die meisten zwar zu, dass es gute Designer zu günstigen Preisen und auch schlechte Designer zu teuren Preisen gibt, aber es gibt eben auch günstige UND gute Designer. Das einhellige Fazit war jedoch, dass das Entscheidende bei der Zusammenarbeit zwischen Designer und Programmierer die Kommunikation ist, um ein gutes und preiswertes Projekt zu realisieren.

3. Social Connect for OpenCms Portal

Helmut Manck, CEO bei eonas IT-Beratung und -Entwicklung GmbH, stellte in seinem Vortrag eine von seinem Unternehmen entwickelte Erweiterung für OpenCms vor, die sich mit Social Media Funktionalitäten beschäftigt. Zunächst einmal wurden dabei die am meisten verbreiteten und beliebtesten Social Media Features beschrieben und dann analysiert, welche dieser Funktionalitäten im OpenCms Anwendung finden könnten. Da das OpenCms auch oft in Intranet-Projekten zum Einsatz kommt, wurde nach Alternativen gesucht und damit verglichen. Das Unternehmen hatte versucht, eine ähnliche Funktionalität wie die des “Business Social Networks” Yammer für das OpenCms zu entwickeln, in der jedoch alle verwendeten Tools das System mit Informationen füttern. So kann man beispielsweise nach einer Person suchen und bekommt Informationen aus allen im Unternehmen verwendeten Tools. Realisiert wurde dies mit Hilfe der RSS-Feeds aus den einzelnen Tools und SOLR-Queries. Das Open Source Projekt steht Interessierten auf Github zur Verfügung.

4. A technical approach to OpenCms responsive web design

Inhalt dieses Vortrags von Henning Treu, IT Consultant bei der codecentric AG, war es, wie mit Responsive Web Design die Nutzer besser erreichbar sind, aber damit auch der Workflow zur Entstehung einer Website gundlegend verändert wird. Um Responsive Web Design (RWD) umzusetzen, müssen alle Teilnehmer des Workflows entsprechend mitarbeiten. Ein großer Vorteil des RWD ist die Übermittlung von Bildern. Wird die Website in einem Desktop Browser mit schneller Internetverbindung angezeigt, stellt die Übertragung von Bildern in hoher Auflösung normalerweise kein Problem dar, wohingegen mobile Geräte wie Smartphones nicht über eine so hohe Bandbreite verfügen und dementsprechend länger für das Laden einer Website benötigen. Henning Treu stellte eine Technik vor, durch die das OpenCms den Ansatz des RWD auf Bilder anwenden kann, sodass die Website auch auf mobilen Geräten schnell geladen und dargestellt wird und so die User glücklich macht. In seinem Ansatz befindet sich eine Action-Klasse im OpenCms, die das Bild, sobald es hochgeladen wird, verarbeitet und aus dem Bild drei Bilder in verschiedenen Größen/Qualitäten generiert und im VFS (Virtual File System) speichert. Das Problem dieses Lösungsansatzes ist jedoch leider, dass dieser Vorgang relativ langsam abgewickelt wird, sodass es durchaus 10 Minuten in Anspruch nehmen kann, bis die Bilder verfügbar sind. Dadurch erscheint der Ansatz auch im Falle einer großen Anzahl Bilder relativ problematisch. Das Fazit dieses Vortrags war also eher enttäuschend, da sich scheinbar noch kein optimaler technischer Lösungsansatz im OpenCms für RWD gezeigt hat.

5. OpenCms all dressed up: styling your websites with themes

Dieser Vortrag sollte eigentlich von Sebastian Bolt und Robert Diawara gehalten werden, jedoch war nur Erstgenannter anwesend, weshalb leider auf technische Fragen verzichtet werden musste. Thema des Vortrags war die Vorstellung des von componio entwickelten Produkts “SkinnDriva”. SkinnDriva ist ein OpenCms Modul für die Frontend-Generierung. Es zeichnet sich durch hohe Flexibilität aus, da verschiedenste Frameworks wie Bootstrap, Grid360 oder Bootstrap genutzt werden können und Ressourcen automatisch gepackt, aber seperat bearbeitet werden können. Die Entwickler sehen in der Nutzung von SkinnDriva auch eine Stärkung der Vorteile von OpenCms am Markt, da das User-Interface-Design einfacher angepasst werden kann und flexibler ist als in vielen anderen CMS. Um SkinnDriva nutzen zu können, muss das Paket heruntergeladen und mit drei Modulen in das OpenCms installiert werden. Das “Commons”-Modul dient der Kompatibilität mit anderen Frameworks wie Bootstrap. Das “Core”-Modul stellt Formatter, Taglibs und die grundsätzliche Funktionalität bereit. Das “Base”-Modul stellt bereits eine Vorauswahl an Modulen wie einem Artikel-Modul bereit, die genutzt und nach Belieben angepasst werden können. Nachdem das Template registriert, erstellt und die Formatter angepasst sind, kann SkinnDriva genutzt werden. Zudem will Componio in Zukunft eine Art Community anbieten, in der Nutzer ihre Themes anderen zur Verfügung stellen können.

Ob comspace einen Nutzen aus SkinnDriva ziehen kann, ist abzuwarten. Leider existierte am Präsentationstag noch keine Demo und auch keine Community-Website. Die Zuhörer konnten also nur einer sehr abstrakten Theorie lauschen. Diese hörte sich vom Prinzip sehr ähnlich an wie die bereits bei comspace für die Frontend-Entwicklung genutzten Tools und Techniken. Für die Neugierigen ist SkinnDriva für OpenCms unter www.skinndriva.com verfügbar.

OpenCms Days Kaffeepause
wohlverdiente Kaffeepause

Und welche interessanten Begegnungen gab es noch?

Unsere beiden Kolleginnen tauschte sich u.a. mit der Agentur 3m5 aus Dresden über ihre Erfahrungen mit OpenCms aus. Ebenfalls sehr angenehm haben sie die Bekanntschaft mit einem Entwickler einer Schweizer Bank empfunden. Er war sehr erfahren im Umgang mit dem OpenCms, da er seit vielen Jahren damit arbeitet, und konnte viele interessante Anekdoten bezüglich der Zusammenarbeit zwischen Entwicklern, Designern und Marketing erzählen.

Besonders beeindruckend zu erfahren war, dass das Team, das das OpenCms entwickelt, aus nur 8 Personen besteht: 6 Entwickler, Sektretärin und Chef. Das Team entwickelt nicht nur, sondern setzt auch noch Projekte für Kunden um und finanziert so den Unterhalt seiner Mitarbeiter.

Das Fazit: Die Atmosphäre im MediaPark war angenehm, die Veranstaltung mit Rund-um-Verpflegung vom OpenCms-Team gut organisiert und die Vorträge äußerst lehrreich. Die OpenCms „Überraschungstüte“ mit verschiedenen nützlichen Werbemitteln und vielen Gummibärchen als Pausensnack hat ebenfalls zur guten Erinnerung an die beiden Tage beigetragen;). Wir hoffen, nicht das letzte Mal an den OpenCms Days teilgenommen zu haben!

Fragmentierung mobiler Endgeräte macht Responsive Design immer wichtiger

Nein mit Fragmentierung meine ich nicht die verstreute Speicherung auf einem Datenträger, sondern die schier unendliche und damit immer problematischer werdende Vielfalt von mobilen Endgeräten und Darstellungsmöglichkeiten von Webseiten. OpenSignal hat vor einigen Tagen eine Studie veröffentlicht, die zeigt, wie heterogen insbesondere der Android-Gerätemarkt ist:

Fast 12.000 verschiedene Geräte-Modelle konnte das Unternehmen OpenSignal unter den Downloads seiner App OpenSignalMaps ausmachen bei einer Gesamtzahl von untersuchten Geräten von 682.000. Das ist im Vergleich zu 2012 fast eine Verdreifachung der Geräte-Diversität. 

Ganz genau hat Staircase 11868 Geräte Modelle ermittelt. Das ist schon ein Wort. Nimmt man sich jetzt noch die 9 üblichen Android-Betriebssysteme der Versionen 2.x und 4.x, dann kommen wir auf 4,6 Sextillionen (sprich: 11868 hoch 9 – Danke, Wolfram Alpha) Kombinationen. Zugegeben, diesen Grad der Fragmentierung werden wir nicht erreichen, aber eine Zahl mit 36 Nullen verdeutlicht recht gut die immer stärker wachsende Individualität des Webs.

Fragmentierung Android Geräte (c) OpenSignal
Fragmentierung Android Geräte (c) OpenSignal

Was bedeutet diese Fragmentierung für den Nutzer?

Grundsätzlich können Web-Einsteiger und Neu-Nutzer wie z.B. die stark wachsende Zielgruppe 55 Jahre und älter, die Benutzung des Web durch immer intuitiver zu bedienende Geräte erschließen. Auf Apple-Geräten derzeit noch deutlich einfacher: Beispielsweise lässt sich selbst auf einem iPhone der ersten Generation die Grundbedienung von iOS noch nachvollziehen und auf ein Gerät der neuesten Generation übertragen: Ein iPad verhält sich ähnlich wie ein iPhone und wie ein iPod. Auch wenn eine gewisse Fragmentierung unter iOS Geräten zu beobachten ist wie (AndroidMag hier erklärt) beziehen sich die Unterschiede zwischen Apples Geräten weniger auf übergeordnete System-Merkmale als auf bsw. die Funktionsweise der Kamera oder Einzel-Apps wie Passbook.

iOS vs Android Fragmentierung
iOS vs Android Fragmentierung

Schauen wir dann auf die Android Welt, sieht die Sache schon anders aus: Ein Gerät unter Android 2.x fühlt sich von der Bedienung für einen Anfänger anders an, als ein Gerät unter 4.x. Kommen dann noch die herstellerspezifischen Besonderheiten ggü. dem Standard-Android-System hinzu wie Samsungs KIES oder die Benutzeroberfläche von HTC Sense wird ein Umdenken zwischen den Geräten noch schwieriger.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist die Marktmacht im Android-Segment von Samsung. 47,5% aller Geräte kommen vom koreanischen Hersteller. An 2. Stelle kommt Sony mit 6,5% gefolgt von Motorola mit 4,2% und HTC mit 3,9%. Bei den meistverkauften Gerätemodellen fällt die Verteilung noch deutlicher aus: Die Top-10 der Android-Bestseller besteht zu 9 Geräten aus Samsung-Produkten. Einzig das Google Nexus 4 (hergestellt von LG)

Daher sollte die Bedienung einer Webseite über die unterschiedlichen Systeme und Geräte so konsistent wie möglich bleiben, um Anwender nicht unnötig zu verwirren und die Benutzung von Webseiten nicht zusätzlich zu erschweren.

Die Probleme des Nutzers lassen sich auf die Darstellung von Webseiten übertragen

Ganz ähnlich verhält es sich bei der Darstellung von Webseiten auf mobilen Endgeräten: Unterschiedliche Betriebssystemversionen, Bildschirmgrößen, Bedienkonzepte und Browserfunktionen führen zu der Eingangs erwähnten Fragmentierung der digitalen Endgeräte.

In der guten alten „Gründerzeit des Internet“ gab zwischen 1995 und 1998 es die Browserkriege zwischen Netscape Navigator und Microsoft Internet Explorer (aktuelle Informationen zu den „Browserkriegen“ hat Henning Brune zusammengetragen). Und schon damals war es eine Herausforderung, eine Webseite technisch so auszuliefern, dass die Gestaltung in beiden Browsern möglichst gleich aussah.

Interessanterweise ist die Fragmentierung unter den Display-Größen noch am geringsten. Hier konzentrieren sich die die 70% der Androids, 74% der iOS-Geräte und nahezu 100% der Windows-Devices in einem Bildschirm-Größen-Segment von 3,5 bis 4,9″:

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Folie zu Displaygrößen aus einem Responsive Design Webinar bei eMarketer

Responsive Design oder mobile Ausgabekanäle?

In unseren Enterprise-CMS Projekten nutzen wir derzeit entweder Ausgabekanäle, die für bestimmte Merkmale mobiler Endgeräte optimiert sind (eine solche Lösung haben wir auf der diesjährigen CeBIT vorgestellt) oder wir setzen auf responsives Design, bei dem sich die angezeigte Webseite an Displaygrößen und Darstellungsmöglichkeiten automatisch anpasst. Zum Beispiel werden Inhalte statt in 3 Spalten nur in 1 Spalte angeordnet oder Menus in einer Auswahlbox zusammengefasst, um sie auf einem mobilen Gerät besser bedienen zu können. In einigen Fällen kann eine Mischform Sinn machen, bei der Inhalte der Standard-Seite gekürzt werden um nur Informationen darzustellen, die für die mobile Zielgruppe Sinn machen.

Beruhigend ist im Zusammenhang der fragmentierten Endgeräte-Landschaft, dass die Anpassung einer mobilen Webseite deutlich einfacher zu bewerkstelligen ist, als eine native App, da bei einer Migration letzterer deutlich mehr Einflussfaktoren bsw. durch die verwendete Harddware zum Tragen kommen.

Aber in Zukunft ist doch sicher eine Standardisierung zu erwarten?

Eher nicht. Ganz im Gegenteil. Es kommen ständig neue Geräteklassen hinzu. Denken Sie einmal an Google Glass und entsprechende Datenbrillen-Kopien, an Smartwatches oder vernetzte Entertainment-Systeme in modernen Autos. Und das sind nur die aktuell auf der Schwelle stehenden Geräte. In 3-5 Jahren werden daraus wiederum neue Anwendungsfelder und Innovationen entstanden sein.

Eine langfristige Lösung wird wohl eher darin liegen, Standards zu schaffen und diese über unterschiedliche Systeme und Geräte einzuhalten um Endnutzern ein möglichst gleichbleibendes und konsistentes Nutzungserlebnis zu bieten.

 

FormBuilder – eine comspace-Erweiterung für die Open Text Web Solutions

FormBuilder Validierung von Feldern

Ab und zu wollen unsere Entwickler ihr Arbeitsleben im täglichen Umgang mit den verschiedenen CMS-Systemen erleichtern und erarbeiten immer mal wieder sinnvolle Erweiterungen, die nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kunden interessant sind.

Eine dieser Entwicklungen ist der sog. FormBuilder für das Content Management System Open Text. Er ermöglicht es Redakteuren, auch ohne Programmierkenntnisse, schnell und einfach Formulare zu erstellen.

Welche technischen Voraussetzungen müssen dafür gegeben sein?

Ein OpenText Websolutions Delivery Server, ein SMTP Server für den Mailversand und eine Hibernate kompatible Datenbank sind die nötigen technischen Anforderungen für den FormBuilder.

Wie funktioniert der FormBuilder?

Um ein Formular auf einer Website zu integrieren, muss zunächst die FormBuilder-Rahmenseite erstellt werden. Danach können im SmartEdit Modus die verschiedenen Felder angelegt und über die Formularansicht oder die roten OpenText Bearbeitungspunkte, sofern diese vorher angelegt wurden, gepflegt werden. Außerdem können verschiedene Elemente wie bspw. E-Mail-Empfänger, E-Mail-Sender, E-Mail-Betreff etc. bearbeitet werden.

Für die Gestaltung des Formulars gibt es viele Möglichkeiten. Der Redakteur kann folgende Elementtypen verwenden und selber anordnen:

  • Checkboxen
  • Inputfelder einfach oder doppelt
  • Radiobuttons
  • Selectboxen
  • Textareas
  • Dateiupload
  • Eingabenvalidierung

Zusätzlich kann optional das Einbinden eines Google ReCaptcha zur Erhöhung der Sicherheit bei der Datenübertragung und eine Eingabevalidierung für bestimmte Felder, z.B. für E-Mail-Adresse oder Geburtsdatum, ausgewählt werden.

FormBuilder Validierung von Feldern

Der Redakteur kann entscheiden, ob nach Ausfüllen und Abschicken des Formulars eine Mail, ein Datenbankeintrag oder beides generiert wird. In jedem Fall ist der OpenText Delivery Server für die Generierung der Ausgabeinformation zuständig.

Der FormBuilder ist modular erweiterbar und kann so spezifischen Kundenanforderungen jederzeit angepasst werden.

Unterschied zwischen HTTP und HTTPS

Das Hypertext Transfer Protocol (HTTP,  Hypertext-Übertragungsprotokoll) wird benutzt, um Webseiten aus dem World Wide Web  in einen Webbrowser zu laden.

Das Protokoll HTTPS gewährleistet die Sicherheit auf einer Internetseite. HTTPS steht für HyperText Transfer Protocol Secure (sicheres Hypertext-Übertragungsprotokoll) und dient zur Verschlüsselung und zur Authentifizierung der Kommunikation zwischen Webserver und dem Browser.

Dieses Protokoll stellt das einzige Verschlüsselungsverfahren dar, das ohne gesonderte Softwareinstallation auf allen Internet-fähigen Computern unterstützt wird.

Die Daten im Web wären ohne Verschlüsselung für jeden, der Zugang zum entsprechenden Netz hat, als Klartext lesbar. Internetseiten benutzen dieses Protokoll, um zu verhindern, dass Dritte die Informationen manipulieren können, die zwischen der Internetseite und dem Benutzer ausgetauscht werden.

Einsatz von HTTPS

HTTPS wird oft auf Internetseiten benutzt, wo mit sensiblen Daten wie zum Beispiel Bankverbindungen in Online Shops gearbeitet wird.

Das grüne Vorhangschlosssymbol sowie das grüne HTTPS und die ausführlichen Informationen zeigen dem Benutzer schnell, ob die Seite sicher oder unsicher ist.
Falls man sich auf einer Internetseite mit HTTPS Verschlüsselung befindet und kein grünes Vorhangschlosssymbol, sondern ein rotes durchgestrichenes HTTPS in der Browser Adresszeile erscheint, dann ist der Browser davon überzeugt, dass diese Internetseite trotzdem unsicher ist.

Fazit

Wenn eine Internetseite sensible Daten von Ihnen verlangt, zum Beispiel  die Bankverbindung in Onlineshops, dann schauen Sie unbedingt in die Adresszeile, ob die Internetseite mit HTTPS läuft und das grüne Vorhangschlosssymbol vorhanden ist.

 

Facebook direkt aus dem CMS mit Inhalten versorgen

Kürzlich haben wir ja bereits auf das Onlinemagazin Kuchenkult.de unseres Kunden Coppenrath & Wiese hingewiesen. Dabei erwähnten wir auch die Facebook-Community der Conditorei Coppenrath & Wiese.

Je mehr Social Media Kanäle zu befüllen sind, desto mehr Arbeitsschritte müssen gemacht werden. Schlimmstenfalls ist der Redakteur, der Inhalte in die verschiedenen Unternehmenskanäle einstellt sogar gezwungen, von einem Werkzeug ins andere zu wechseln.

Coppenrath und Wiese Facebook

Um diesen Mehraufwand zu vermeiden, haben wir ein Tool für Coppenrath & Wiese entwickelt, mit dem der Mitarbeiter Inhalte direkt aus dem Content Management System Open Text heraus auf Facebook veröffentlichen kann.

Technisch haben wir diese Aufgabe so gelöst:

Der Redakteur findet in seiner gewohnten Pflegeumgebung einen speziellen Bereich, in dem er jede der Facebookseiten auswählen kann. Dort können die gewünschten Inhalte wie in den anderen Teilen des Internetauftritts auch mit speziell optimierten Inhaltsmodulen gepflegt werden – oder auch bereits vorhandene Inhalte referenziert werden. Es werden also die selben Redaktionsworkflows und Arbeitsschritte wie für die Pflege der herkömmlichen Seiten genutzt. Diese Seiten werden in einen speziellen Bereich des Webservers publiziert, wo die Daten aufbereitet und dem Zugriff über Facebook zur Verfügung gestellt werden. Für jede der Seiten wurde eine kleine Facebook-App geschrieben, die automatisch diese aufbereiteten Inhalte auf den Facebookseiten anzeigt, nachdem sie publiziert wurden.

Facebook App Coppenrath & Wiese

comspace auf dem MWC 2012 in Barcelona

Wie an dieser Stelle schon berichtet wurde, sind wir mit zwei Entwicklern auf dem Mobile World Congress in Barcelona vertreten, um zusammen mit unseren Partnern von Jibe Mobile unsere Implementierung ihres Echtzeitkommunikations-SDK für das PhoneGap-Framework vorzustellen.

Das Erlebnis MWC in Worte zu fassen ist nicht einfach, um Worte wie „riesengroß“ und „prunkvoll“ kommt man keinesfalls herum – es wurde schlicht ein wie ein ganzer Stadteil wirkendes, wunderschönes Areal an der Plaça d‘ Espanya abgesperrt und als Messegelände genutzt.

Am Stand A50 in Halle 1 stehen wir bereit, um allen interessierten Besuchern von der Arbeit mit dem SDK und unseren PhoneGap-Plugins zu berichten, mit dessen Hilfe sich unter anderem RCS-e beziehungsweise Joyn-konforme Echtzeitdienste aus HTML5- und JavaScript Apps ansprechen lassen. Die entsprechende Demo-Applikation für VoIP und Dateitransfers haben wir natürlich auch im Gepäck und führen Sie gern vor.

Besonders hervorzuheben ist ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit PhoneGap CTO Dave Johnson an dem Adobe Stand um die Ecke, in der wir ein paar gute Ideen zur Integration weiterer Funktionen des Jibe SDK und eine kurze experimentelle Demo bekamen. Bei einem späteren Zusammentreffen mit einem seiner Kollegen hieß es, als Reaktion darauf, wie hilfsbereit er sei lapidar: „Das muss so, er ist schließlich Kanadier.“

Zwischen vielen interessanten technischen Gesprächen findet man glücklicherweise oft genug Zeit, sich (natürlich ausschließlich zu Demonstrationszwecken!) mit den anderen auf dem Jibe-Stand ausgestellten Echtzeit-Apps wie Multiplayer-Airhockey auseinanderzusetzen, zum Gewinn des täglichen Turniers hat es allerdings bisher nicht gereicht.

Wer sich schon einmal mit dem SDK auseinander setzen möchte, kann dies seit Anfang der Woche auf der Vodafone Entwicklungsplattform herunterladen. Es steht derzeit für Android und iOS zur Verfügung – die Developer Sandbox ist übrigens bei Comspace gehostet.

Futurama oder was?

„Ich bin in Team Farnsworth!“ rief der Kollege über den Flur und ich dachte „???“.
„Zoidberg“, „Bender“, „Farnsworth“, murmelten die anderen in der Mittagspause im Oktober letzten Jahres. Und ich dachte: „Erstmal googlen!“.

Das Internet als mein lieber Begleiter in allen Lebenslagen hat mich auch dieses Mal nicht im Stich gelassen und ich kann nun berichten, dass seit Oktober 2011 unsere Entwicklung in Teams mit je ungefähr 7 Mitgliedern arbeitet. In jedem Team sind Kollegen aus allen Fachbereichen vertreten. Alte Hasen, neue comspace’r und Azubis teilen sich die Arbeit für unsere Kunden und lernen dabei eine Menge voneinander und miteinander.

Nach vier Monaten das Fazit: Es funktioniert! Die Identifikation ist größer, Anforderungen werden schneller umgesetzt und die Qualität der Arbeiten ist gestiegen.

Die Teams haben Namen bekommen und was läge näher, als sich an in Entwickler-Kreisen bekannten (und mehr oder weniger beliebten) Charaktervorlagen zu bedienen:

Futurama musste her und wir nennen nun unter anderem Team Zoidberg, Team Bender und Team Farnsworth unser eigen.

Futurama

Die Science-Fiction-Zeichentrickserie (deutsche Erstausstrahlung 2000) spielt im 31. Jahrhundert im Umkreis des Lieferunternehmens Planet Express in Neu New York. Die Belegschaft von Planet Express erlebt allerlei Abenteuer (Lieferaufträge in ferne Galaxien, Liebschaften, etc.).

Bender

Der narzisstische Roboter mit großer Geduld und Professionalität zeigt teilweise sogar menschliche, gar depressive Züge. Sein Alkoholproblem ist auf die Notwendigkeit von Treibstoffersatzstoffen zurückzuführen. 🙂

Professor Farnsworth

Der Professor und Inhaber von Planet Express forscht unnachgiebig an neuen und verrückten Ideen, um weit entfernte Planeten besuchen zu können. Nicht immer klappt alles wie gewünscht, aber seine Lösungsansätze sind stets genial.

Doktor Zoidberg

Das hummerartige Wesen Zoidberg arbeitet als Belegschaftsarzt bei Planet Express. Sein Wissen über menschliche Anatomie bezieht er aus Fernsehserien. So kann er zwar weibliche und männliche Wesen nicht auseinander halten, doch mit Aliens und Computern kennt er sich bestens aus.

Sie sehen, an vielen Stellen nehmen wir uns selbst nicht wirklich ernst. Spaß an der Arbeit, Teamgeist und Ernsthaftigkeit bei der Erledigung unserer Aufgaben sind uns sehr wichtig.

Neben den Namen sind aber eigentlich die oben erläuterten Vorteile das wichtigste!

Können Sie sich mit „Ihrem“ Team identifizieren?
Oder anders gefragt: In welchem Team würden Sie arbeiten wollen?
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Zum Weiterlesen:

comspace beim Sitecore Jump Training zum Thema Digital Marketing Suite im Januar 2012

Das Thema Customer Engagement wird aktuell von ersten Softwareherstellern im CMS Markt aufgegriffen.

Sitecore hat nach Einschätzung von comspace starke Funktionalitäten in der Software, die Unternehmen bei der gezielten Kundenansprache unterstützen. Wir haben Sitecore im Portfolio, um marketingaffinen Unternehmen eine professionelle CMS Lösung anzubieten.

Schulung zum Thema „Customer Engagement“ – Erfahrungswerte Tag 1

Christopher Nash von Sitecore hat zum Thema Customer Engagement Ende Januar vier deutsche Partner geschult. Eine Gruppe von 8 Zuhörern hat zwei Tage angeregt diskutiert. Teilnehmer von comspace waren Ben, Tim, Tilmann und Michael.

Am ersten Tag wurde die Digital Marketing Suite von Sitecore fachlich vorgestellt. Adressiert wird im Sitecore Produkt ein gängiges Problem. Viele Unternehmen nutzen Analyse Tools, um die Performance Ihrer verschiedenen Online Angebote zu messen. Häufigstes Kriterium ist heute der Traffic, d.h. die Anzahl der Besucher. Ob die Besucher aus der für den Anbieter relevanten Zielgruppe kommen oder relevante Inhalte ansehen wird meist nicht geprüft. Selten werden die Ergebnisse genutzt, um die Seite weiterzuentwickeln. Meistens wird eine Site nur klassich SEO optimiert oder in SEM investiert. Eine Zunahme des Traffics wird als Erfolg bewertet. Ein Rückfluss der Infos aus dem Analysewerkzeug für eine Optimierung der Site findet meist nicht statt. Ebenfalls selten werden Besucher einer Website in den normalen Vertriebsprozess eines Unternehmens eingebunden oder als Lead verfolgt. Das ärgert uns doch sehr, da viele Corporate Websites noch immer bloße Visitenkarten der Unternehmen sind und nicht integraler Bestandteil einer Marketing- und Vertriebsstrategie.

Sitecore unterstützt mit seiner Digital Marketing Suite Marketing und Vertrieb der Unternehmen dabei, Website Besucher zu Kunden weiterzuentwickeln.

Integraler Bestandteil des CMS Produktes ist eine Analyse Komponente. Diese leistet eine mit z.B. Google Analytics vergleichbare Funktionalität. Der erste Unterschied ist, dass abhängig von den Zielen der Website einzelne Module/Seiten eine Relevanz bekommen. So ist z.B. ein Dokumentendownload oder eine Newsletteranmeldung „mehr Wert bzw. relevanter“ als ein einfacher Besuch einer Produktdetailseite. Das integrierte Analysemodul liefert also dem Konzepter oder Projektleiter des Kunden Hinweise, ob wirklich relevanter Content genutzt wird (Conversion). Qualität statt Quantität!

Warum ein Analysemodul integriert im CMS Sinn macht:

Web Analyse                            Engagement Analyse in Sitecore
Quantität (Traffic)                   Qualität der Besuche (Relevanz)
Silo Marketing                         Cross-Channel
Complex                                   im Context des CMS und einfach zu nutzen

Effizient wird das integrierte Analysemodul in Zusammenarbeit mit dem Modul für A/B bzw. Multivariantentesting. Mit wenig Aufwand durch den Kunden oder Dienstleister lässt sich so die Website optimieren, ohne dass ein Relaunch notwendig ist. Alles ist Bestandteil einer integrierten Lösung.

Im weiteren Verlauf wurde das Kampagnenmanagement, die explizite rollenbasierte Personalisierung (kennen wir seit einigen Jahren und haben Preise gewonnen), die implizite Personalisierung (das begeistert in dieser Form auch alte Hasen bei uns!) und die CRM Integration geschult und deren Nutzwert diskutiert.

Schulung zum Thema „Customer Engagement“ – Erfahrungswerte Tag 2

Der zweite Tag lieferte Hinweise für die technische Umsetzung in Projekten.
Interessant dabei sind die Projektvoraussetzungen, Aspekte der Performance und des Projektbaus.  Auch der Weg bestehende Sitecore Projekte so umzubauen, dass erste Funktionalitäten der Digital Marketing Suite genutzt werden können, wurde aufgezeigt.

Ein Einstieg in das Thema Customer Engagement ist für bestehende Sitecore Kunden einfach möglich.
Unternehmen, die Ihr bestehendes CMS ablösen wollen finden in Sitecore eine .Net basierte, kommerzielle Software mit großen Stärken im Bereich Customer Engagement, Kampagnenmanagement und Personalisierung.

Lösungen und Leistungen für Sitecore Projekte

comspace berät Sitecore Kunden auf dem Weg zur Nutzung der Digital Marketing Suite und der Implementierung von Sitecore Projekten. Sprechen Sie uns gern an.

comspace ist Sitecore Partner seit 2010 und implementiert .Net basierte CMS Lösungen seit über zehn Jahren.

Sitecore ist ein führendes .NET basiertes CMS System. Details unter www.sitecore.net