Google Pinguin Update 2.0

Am Abend des 22. Mai 2013 hat Google ein weiteres Pinguin Update mit der Version 2.0 veröffentlicht. Damit bleibt Google seiner Linie im Kampf gegen Web-Spam und in der Steigerung von qualitativen Suchergebnissen treu.

Inoffizielles Google Doodle von Martin Missfeldt
Inoffizielles Google Doodle von Martin Missfeldt // Quelle: tagseoblog.de

Im Gegensatz zu den ersten Berichten und Vermutungen ist das Update nicht nur im englischsprachigen Raum ausgerollt worden, sondern nach ersten Daten und Analysen weltweit – zumindest sind auch Veränderungen im deutschsprachigen Raum zu erkennen.

In der Vergangenheit wurden Updates häufig nur stückweise veröffentlicht und es verging einige Zeit, bis diese im deutschsprachigen Raum angekommen waren.

Signifikante Veränderungen im Algorithmus

Im Vergleich zum ersten Pinguin Update sollen laut Angabe von Googles Sprachrohr Matt Cutts eine Vielzahl an Änderungen im Algorithmus vorgenommen worden sein, womit auch der Versions-Sprung von Version 1 auf Version 2 begründet wird.

Im Gegensatz zu der ersten Variante des Updates werden Domains tiefgreifender analysiert, während bei der Version 1.0 lediglich die Domain-Startseite in Betracht gezogen wurde. Dadurch schafft sich Google die Möglichkeit eine Domain nicht nur anhand einer einzigen Seite zu bewerten, sondern anhand aller Seiten, Unterseiten und Verzeichnisstrukturen.

Betroffen sollen im US-amerikanischen Raum rund 2.3 % aller Suchergebnissen sein – beim Pinguin Update 1.0 waren es insgesamt 3.1 % der Suchergebnisse.

Die ersten Daten

Die Daten, die aktuelle Tool-Anbieter wie Sistrix und Searchmetrics liefern, sind allerdings noch mit Vorsicht zu betrachten, denn in der Regel dreht Google nach der Veröffentlichung eines Updates innerhalb der nachfolgenden Tagen und Wochen an der einen oder anderen Stellschraube.

Nachfolgend ein Ausschnitt aus den ersten Daten zum Pinguin Update 2.0, geschrieben von Johannes Beus – Geschäftsführer bei Sistrix. Die komplette Übersicht gibt es natürlich direkt im Blog von Sistrix.

Sistrix Domains nach Pinguin Update
Sistrix Sichtbarkeitsindex-Veränderungen nach Pinguin Update // Quelle: Sistrix.com

Auch Searchmetrics hat eine eigene Analyse veröffentlicht, geschrieben von Marcus Tober, seines Zeichen Gründer und Geschäftsführer der Searchmetrics GmbH. Weitere Daten und Informationen gibt es im Blog von Searchmetrics.

Veränderungen im SEO-Visibility Rank von Searchmetrics
Veränderungen im SEO-Visibility Rank // Quelle: Searchmetrics.com

Genaue Ergebnisse werden in den nächsten Tagen und Wochen die SEO-Tool Anbieter liefern, anhand der Daten obiger Toolanbieter kommen mit Sicherheit die ersten konkreten Erkenntnisse über das „Warum“ ans Tageslicht.

SEO Wetter und weitere Updates

In den vergangenen Wochen wurde bereits öfters angekündigt, dass den Webseitenbetreibern ein heißer Sommer hinsichtlich der Platzierungen in den Suchergebnissen bevorsteht. Vor allem Betreiber, die mit ihrer Webseite gegen die Google Webmaster Richtlinien verstoßen, sollen von den aktuellen und kommenden Updates leicht bis stark betroffen sein.

Auch Linkspam ist dem Suchmaschinenbetreiber Google nach wie vor ein Dorn im Auge.

Rückblick auf das Pinguin Update 1.0

Das erste Pinguin Update wurde im April 2012 ausgerollt – davon waren eine Vielzahl an Webseiten betroffen, die augenscheinlich gegen die geltenden Google Webmaster Richtlinien verstoßen haben.

Die Hauptproblem-Quelle wurde relativ zeitnah ausgemacht, während das bereits im August 2011 veröffentlichte Panda Update sich auf OnPage-Faktoren konzentrierte, legte Google mit dem Pinguin Update den Fokus auf Offpage-Faktoren, also das Linkbuilding.

Betroffene Ranking Faktoren

Das damalige Update bezog sich primär auf nicht organisch aufgebaute Backlinks, die beispielsweise durch Tausch und Kauf erworben wurden. Der Handel mit Backlinks ist seit Jahren laut den Webmaster Richtlinien verboten.

Doch der entscheidende Punkt waren nicht die reinen Backlinks an sich, sondern die genutzten Linktexte. Webseiten, deren Links fast ausschließlich durch sogenannte Money Keywords verlinkt wurden, waren primär durch das Update betroffen. Die ersten Beobachtungen zeigten, dass Websites mit mehr als 59 % Money Keywords Backlinks abgewertet wurden – was aber kein Freibrief für die Verwendung von Money Keywords bis 58 % darstellt.

Tendenzen und Fazit zum Pinguin Update

Es ist davon auszugehen, dass auch mit der neuen Variante des Pinguin Updates weiterhin stark auf externe Verlinkungen und deren Linktexte geschaut werden – allerdings wird Google die verlinkenden Seiten noch genauer unter die Lupe nehmen, um diese und dem entsprechend die Verlinkung noch besser beurteilen zu können.

Allerdings sollten sich Websitenbetreiber nicht verrückt machen durch die Vielzahl der Algorithmus-Updates und Erweiterungen, die in der Vergangenheit seitens der Suchmaschinenbetreibers eingespielt wurden – Google oberstes Ziel ist es, die Qualität der Suchergebnisse zu steigernWer auch weiterhin den Fokus auf Inhalte mit Mehrwert legt, wird in der Regel auch nicht unter den Updates leiden.

Was ist eine Exact Match Domain?

Was ist eine Exact Match Domain

Eine Exact Match Domain ist im Endeffekt nichts anderes als eine sogenannte Keyword-Domain, in der das wichtigste Keyword einer Website enthalten ist.

Zur Einleitung ein sehr gutes Video von Dominik Wojcik, seines Zeichens Geschäftsführer der TA Trust Agents Internet GmbH, zum Thema „Das Google EMD Update erklärt„.

Eine Keyword Domain hat drei, vier signifikante Vorteile und durchaus noch weitere, die nachfolgend beschreiben werden.

Keyword im Domainnamen

Logischerweise ist einer der Vorteile, dass das relevante Keyword im Domainnamen enthalten ist. Ein Keyword im Domainnamen erlaubt Suchmaschinen eine Domain sehr einfach zu katalogisieren und diese einer Branche zuzuordnen.

Themenrelevanz einer Exact Match Domain

In der Regel kann bei einer Exact Match Domain davon ausgegangen werden, dass der Domainname den Website-Inhalt themenrelevant abbildet. Wenn die Domain beispielsweise auf den Namen Vogelkaefig.de getauft wird, so kann man davon ausgehen, dass auch exakt dieses Produkt behandelt wird. Die wenigsten werden auf die Idee kommen, sich diese Domain zu registrieren, um im Anschluss darüber Festplatten zu vertreiben.

Vertrauensbildung mithilfe einer Domain

Domainnamen, die für jeden Besucher klar zu erkennen sind, können Vertrauen aufbauen. Bekannte Begrifflichkeiten aus dem Alltag sind in vielen Fällen für potentielle Besucher bzw. Kunden vertrauenswürdiger als fiktive Domains wie z.B. V0g3lkäfig.de. Zusätzlich unterstützt eine Endung wie .de, .com, .net das Aufbauen von Vertrauen gegenüber einer klar zu erkennenden Domain.

Leicht zu merken

Eine Keyword-Domain muss nicht zwangsläufig ein Brand sein und dem entsprechend in aller Munde sein – ein Keyword wie z.B. Vogelkäfig ist aber in aller Munde und gehört zum allgemeinen Sprachgebrauch, ist weder exotisch noch ein selten genutztes Synonym und dem entsprechend einfach zu merken.

Durch einen einprägsamen Domainnamen können Domains einfacher und besser per Mundpropaganda am Telefon, per eMail oder Instant Messenger geteilt werden. Auch in Zeiten von sozialen Netzwerken, wo mithilfe eines Klicks Internetseiten an Freunde, Bekannte und Kollegen übermittelt werden, ist die Mundpropaganda immer noch ein relevanter Marketing-Faktor.

EMD-Update

Auch bei den Exact Match Domains versucht Google, es der Internetgemeinde deutlich schwerer zu machen. Mit dem sogenannten EMD-Update sollen Keywords-Domains abgewertet und mit „normalen“ Domains gleichgesetzt werden. Wie so häufig verlief das erste Google Update allem Anschein nach nicht reibungslos, nach dem ersten Aufschrei erholten sich eine Vielzahl von Keyword-Domains wieder und erreichten ähnliche Positionen wie vor dem Update.

Allgemein war aber der Anteil von Keyword-Domains, die vorerst tatsächlich abgerutscht sind, durchaus gering – was im Endeffekt auch immer wieder zeigt, dass andere Google Algorithmen weiterhin greifen und eine Website eben nicht auf eine einzige Domain oder einen einzigen Faktor zu beschränken ist. Das sogenannte EMD-Update ist lediglich eine Erweiterung der vorhandenen Algorithmen. Die inhaltliche Qualität einer Website setzt sich, unabhängig vom Domainnamen, nach wie vor durch.

Warum trotzdem eine Keyword-Domain verwenden?

Eine berichtigte Frage, wenn man lediglich davon ausgeht, dass nicht die Domain relevant ist, sondern der Inhalt einer Seite. Die Vorteile einer Keyword-Domain haben wir bereits angesprochen – der Name der Domain ist nebst Titel der Seite und Meta-Beschreibung auch das erste, was ein Besucher in den Suchergebnissen sieht. Ein passender Name und eine passende Endung schaffen Vertrauen und somit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Website über die Suchergebnisse aufgerufen wird.

Darstellung der Serps in Verbindung mit der Domain
Darstellung der Serps in Verbindung mit der Domain

Des Weiteren ist die Auswirkung des sogenannten EMD-Updates deutlich geringer ausgefallen als zunächst befürchtet und gravierende Veränderungen konnten bei einer Vielzahl der Domains nicht erkannt werden. Zudem gibt es immer wieder Veränderungen in den Suchergebnissen im Zusammenhang mit dem Panda Update sowie dem Penguin Update. So waren einige Websitenbetreiber tatsächlich von eben diesen Updates betroffen, suchten aufgrund des Zeitpunkts die Schuld aber beim EMD-Update.

Unabhängig von dieser Vielzahl an Google Updates in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren sind immer nur eine vergleichsweise geringe Anzahl von Websitebetreibern betroffen gewesen. Daher ist es ratsam, vorab seine Website auf Verstöße gegen die Google Webmaster Richtlinien (Artikel 1, Artikel 2, Artikel 3, Artikel 4) hin zu untersuchen. Außerdem sollte der Betreiber ehrlich zu sich selbst sein: Bietet die Website ausreichend fundierte Inhalte und damit einem Mehrwert für die Besucher, die Suchmaschinen und für einen selbst?

Treffen auf der Re:Publica 2013 – #rp13

Treffen auf der RePublica 2013 – rp13
Re:Publica 2013 Logo
Re:Publica 2013 Logo (c) Re-Pubica

Die diesjährige re:publica wird die Latte für Konferenzen für Netz-Kultur, Netzpolitik und das Digitale Leben und Arbeiten wohl wieder ein bisschen höher legen. Es wird mit 5000 Besuchern in Berlin gerechnet.

Soeben habe ich 2  1/2 Stunden damit verbracht, die Vorträge und Workshops zu planen, die ich besuchen möchte 🙂 *japs*

Da die Re:Publica aber nicht nur eine Konferenz mit einzigartigem Speaker-Aufgebot und daher ein exzellenter Bildungsurlaub ist, sondern DAS Klassentreffen für Digitalen und die Klein-Bloggersdorf, hoffe ich viel Zeit mit all den wunderbaren Menschen verbringen zu können, mit denen ich das Jahr über nur über Blog-Kommentare, Twitter, Facebook, Skype und was nicht alles zu tun habe.

Daher der Aufruf:

Vom folgenden Vortrags-Plan lasse ich mich gerne für gute Gespräche abbringen! Er ist eigentlich nur ein grober Richtwert um heraus zu finden, wann ich ungefähr wo rumlaufe 🙂

Einfach kontaktieren

über Twitter privat, Twitter @comspace oder 0172-2779474 (über die Nummer auch iMessage)

Freue mich – natürlich auf auf Treffen im Rahmenprogramm der #rp13!

Und hier der Laufplan ab Montag:

Tag 1 Re:Publica

10:00 bis 11:00
STAGE 1
Eröffnung

11:00 – 12:00
STAGE 1

12:15 – 13:15
STAGE 1

13:30 – 14:00
STAGE 2

14:00 – 14:30
NEWTHINKING

14:00  – 14:30

15:00 – 18:00
#blognetz meetup auf der re:publica (6. Mai, 16 h)
Ort: Station, Berlin (new thinking-Stand)
Mehr Infos / Voranmeldung auf Facebook

14:45 – 15:45
WORKSHOP C

  • Content Strategy

oder
14:45 – 15:45
STAGE 2

16:00 – 17:00
Workshop C

oder
STAGE 5

17:00 – 18:00
WORKSHOP A

18:30 – 19:30
STAGE 7

oder
WORKSHOP C

Was sonst? 😀
6 Mai 19:45 – 20:45
STAGE 1

Tag 2 RePublica

re:mett powered by simyo (7. Mai 2013, 10 h)
Ort: Station, Berlin (re:publica-Gelände)
Mehr Infos / Voranmeldung auf Facebook

10:00 – 11:00
STAGE 7

oder
10:00 – 10:30
STAGE 1

11:15 – 12:15
STAGE 3

oder
 
STAGE 2

12:30 – 13:30
STAGE 6 

13:45 – 14:45
STAGE 1

15:00 – 16:00
STAGE 7

16:15 – 17:15
newthinking

  • How to present your project in 300 seconds
  • newthinking

16:45 – 17:15
STAGE 5

18:45 – 19:15
WORKSHOP B

19:15 – 19:45
Workshop B

20:00 – 21:00
STAGE 1

STAGE 4

Tag 3 Re:Publica

10:00 – 11:00
STAGE 1

oder
10:00-11:00
WORKSHOP A

11:45 – 12:15
STAGE 3

12:30 – 13:30
STAGE 2

13:45 – 14:45
STAGE 2

15:00 – 16:00
STAGE 1

16:15 – 16:45
STAGE 2

16:45 – 17:15
STAGE 3

WORKSHOP A

Und dann ist auch mal so langsam ausklingen lassen angesagt 🙂

Die Wahl der richtigen Domain und Endung

Domain und Endung - Qual der Wahl

Recht häufig stellt sich dem Webmaster und Laien die Frage, welcher Domainname und vor allem welche Domain-Endung ist eigentlich die Richtige?

die Wahl der richtigen Domain
die Wahl der richtigen Domain

Ein Domainname sollte grundsätzlich mit der Thematik einer Webseite in Zusammenhang stehen. Wenn nach intensiver Suche und diversen Domainabfragen der passende Name für das Vorhaben gefunden wurde, stellen sich in der Regel weitere Fragen. Vor allem bei Begrifflichkeiten, die sowohl getrennt als auch zusammen geschrieben werden können, taucht häufig vor der Registrierung einer Domain die Frage auf: „Welche der beiden Domainnamen nehme ich jetzt?“.

Die Antwort ist immer: Beide.

Natürlich kosten zwei Domains mehr als eine, allerdings ist es grundsätzlich immer sinnvoll, die relevantesten Domains für sein Vorhaben zu registrieren und damit sein eigen zu nennen. Denn mal angenommen, man schafft sich eine Brand oder eine sehr gut besuchte Seite, so bietet man potentiellen Konkurrenten nicht die Chance, aus dem eigenen Namen einen Nutzen zu ziehen. Das gilt auch für getrennt und zusammen geschriebene Domains (www.do-main.de und www.domain.de).

Was gilt es weiterhin zu beachten?

  • Kunstwörter vermeiden
    Das Erschaffen einer Brand ist sicherlich toll und der Wunschtraum eines jeden Websitenbetreibers. Aber das Erschaffen einer Brand durch ein Kunstwort ist in der Regel sehr zeit- und kostenintensiv – Namen die keiner kennt, werden auch bei Suchmaschinen nur sehr selten gesucht.
  • Einzahl oder Mehrzahl?
    Auch hier gilt die Antwort „Beide“. Wer sich eine Domain mit dem Namen im Singular registriert, läuft Gefahr, dass er irgendwann Besucher an einen Konkurrenten verliert, der sich den Domainnamen im Plural registriert hat. Gerade Domainhändler sind darauf fixiert, sich solche Domains zu sichern, um diese im Anschluss selbst zu vermarkten oder diese für einen hohen Preis an Sie zu veräußern.
  • Leicht zu merken und so kurz wie möglich
    Bei der Wahl des Namens sollte darauf geachtet werden, dass dieser so kurz wie möglich ist, damit sich Kunden und Besucher diesen sehr leicht merken können und im besten Fall, aufgrund der Einfachheit, verbreiten.
  • Markenrecht
    Ja, auch Domainnamen unterliegen eventuell einem Markenrecht. Dem entsprechend vorab immer darauf achten, ob der Domainname geschützt wurde. Deshalb sollte man sich immer die 5 Min Zeit nehmen und vorab auf der Seite des deutschen Patent- und Markenamts den Domainnamen abfragen.

Welche Endung sollte genommen werden?

Natürlich könnten jetzt pauschal alle Endungen oder lediglich eine Endung registriert werden, allerdings sinnvoll sind Endungen wie .de für Deutschland (für Österreich .at, für die Schweiz .ch), .com, .net, .org, .info, .eu – nach wie vor gelten diese Domain-Endungen als deutlich vertrauenswürdiger im Vergleich zu unsympathischen Endungen wie zum Beispiel .biz.

In der Regel kriegt man im Anschluss die Antwort: Aber ich will doch nur eine Webseite erstellen und nicht vier bis fünf. Das ist auch richtig. Daher sucht man sich eine Hauptdomain aus und leitet die anderen Domains auf diese Hauptdomain weiter. Damit vermeidet man, dass andere Websitebetreiber sich die guten Domain-Endungen sichern.

Generische Domains und deren Zielausrichtung?

Ein Problem der generischen Domains ist dass diese in erster Linie nicht einem Land zuzuordnen sind.  Bei Domains mit der Endung .de ist davon auszugehen, dass diese sich auf den deutschen Sprachraum beziehen, Ausnahmen bestätigen die Regel. Bei Domain-Endungen wie zum Beispiel .org weiß man in der Regel nicht, in welchem Sprachraum sich die Website befindet. Daher ist es empfehlenswert, die Domain in die Google Webmaster Tools einzutragen, darüber die geografische Zielausrichtung anzusteuern und der Domain einschließlich Endung einen Sprachraum zuzuweisen.

Content-Marketing gab es schon immer!

Die Geschichte des Content Marketings

68 Aussagen zum Thema Content-Marketing hat RankSider letzte Woche zusammen gestellt (Wir twitterten bereits darüber). Bei eingehender Betrachtung der zahlreichen Zitate und Ausführungen fällt v.a. eine Aussage besonders auf:

Content-Marketing gab es schon immer!

Content Marketing umfasst im Prinzip alle Maßnahmen, die nicht direkt auf das Bewerben eines Produkts abzielen, sondern eher Interesse des Kunden wecken, Mehrwert bieten oder die richtige Anwendung eines Produktes demonstrieren: Rezepte, Kundenmagazine, Newsletter, Workshops, HowTo Videos, Schulungen, Whitepaper, Infografiken, Geschichten, Berichte vom Einsatz eines Produktes usw. Content-Marketing meint also Inhalte zum Zwecke des Marketing einzusetzen. Der umgekehrte Einsatz – also Marketing für Content zu betreiben – wird als Seeding bezeichnet und muss nicht zwangsläufig einen faden Beigeschmack haben, wenn es ehrlich und aufrichtig betrieben wird.

Einige der interessanten Aussagen zu Content-Marketing aus den gesamten 68:

  • Guter Content ist immer die Voraussetzung für erfolgreiche Publisher
  • Google wird immer besser darin, guten von schlechtem Content zu unterscheiden
  • Content Marketing ist keine Kampagne, kein abschließbares Projekt, sondern dauerhaftes Vorgehen
  • Die Kanäle und Dienste nutzen, die auch die Zielgruppen nutzen
  • Guter Content ist langfristig interessant für die Zielgruppe
  • Die richtigen Inhalte für die Zielgruppe anbieten

Content Marketing sollte natürlich nicht das einzige Pferd sein, auf das gesetzt wird. Sowohl im Online- als auch im „Offline“-Marketing sollten weitere Maßnahmen je nach Projekt und Marketing-Ziel eingesetzt werden:

  • OnPage SEO / OffPage SEO
  • Bannerwerbung / AdSense
  • Social Media Marketing
  • Empfehlungsmarketing
  • E-Mail Marketing
  • Linkbuilding
  • Affiliate- und Partner-Programme

Wobei attraktive und interessante Inhalte, die für den Kunden auch unabhängig vom beworbenen Produkt von Nutzen sind, im Grunde immer die Basis darstellen um die o.g. Maßnahmen sinnvoll einzusetzen.

Content ist und bleibt eben King. Und wie lange schon zeigt diese Infographik von inboudVisibility:

Content Marketing ist nicht neu - Love your Content
Content Markting ist nicht neu Quelle: InboudVisibility

Beschleunigte Indexierung durch die Google Webmaster Tools

Google Webmaster Tools nutzen

Neue Websites und Inhalte sollen grundsätzlich so schnell wie möglich in den Google Index aufgenommen werden und im besten Fall optimale Positionen in den Suchergebnissen erreichen.

Während vor einigen Jahren große Communities und deren Foren noch ziemlich effektiv für die Verbreitung und Indexierung herhalten mussten, sind die ersten Anlaufstellen in der heutigen Zeit sogenannte soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und auch Google Plus.

Doch es geht noch etwas schneller – mithilfe der Google Webmaster Tools.

Google Webmaster Tools – Indexierung anstoßen

Google selbst hat vor einigen Monaten bestätigt, dass mittels der Google Webmaster Tools eine Indexierung deutlich beschleunigt werden kann. In der Regel wird diese Möglichkeit nur sehr selten verwendet – schließlich offerieren die Google Webmaster Tools diese Funktion tatsächlich erst auf den zweiten Blick.

Google Webmaster Tools
Account in den Google Webmaster Tools einrichten.

Die Voraussetzung ist natürlich dass ein Googleaccount vorhanden ist und die entsprechende Website bereits angelegt und verifiziert wurde.

Die Verifizierung erfolgt beispielsweise über das Ablegen einer HTML-Datei im Stammverzeichnis der jeweiligen Domain. Alternativ kann dies auch über ein sogenanntes Meta-Tag im Quellcode geschehen. Wer bereits den Google Dienst Analytics nutzt, der kann eine Verifizierung über den Analytics Code erfolgen lassen.

Seiten in den Google Webmaster Tools anlegen
Seiten in den Google Webmaster Tools anlegen

Sobald eine vorzugsweise neue Domain für die Google Webmaster Tools verifiziert wurde, hat der Seitenbetreiber nun die Möglichkeit, über die Navigation den Reiter „Status“ und den Unterpunkt „Abruf wie durch Google“ auszuwählen.

Webseite an den Index senden

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: entweder die Domain an sich oder eine entsprechende Unterseite abrufen zu lassen. Die weitere Vorgehensweise ist unabhängig von der gewählten Möglichkeit identisch.

Abruf wie durch Google
Abruf wie durch Google

Die Domain muss nun über den roten Button „ABRUFEN“ durch Google abgerufen werden. Es können wenige Sekunden vergehen, bis die Aufgabe abgeschlossen wurde. Im Anschluss sehen wir die Übersicht der abgerufen Domain – jetzt beginnt der einfache „Trick“, sofern man diesen so nennen kann.

Seite an den Index senden
Seite an den Index senden

Wo vorher noch das Wörtchen „ausstehend“ angezeigt wurde, wird nach einem erfolgreichen Abruf der Button „An den Index senden“ dargestellt. Hierüber können wir der Suchmaschine Google und seinem Crawler mitteilen: es gibt eine neue Seite – heruntergeladen hast du die Seite bereits, also lass diese so schnell wie möglich indexieren. Aber halt, das ist noch nicht alles – im folgenden Schritt öffnet sich ein kleines Popup, worüber ausgewählt werden kann, ob lediglich die URL oder alle internen Seiten und Unterseiten, die mit eben dieser URL in Verbindung stehen, an den Index gesandt werden sollen.

URL an den Google Index senden
URL an den Google Index senden

Natürlich vergeht hier auch eine gewisse Zeit, bis die Seite tatsächlich im Google Index aufgeführt wird. Bei größeren Seiten, die regelmäßig durch Suchmaschinen-Bots besucht wird, werden Inhalte in der Regel binnen weniger Minuten bis Stunden indexiert. Bei neuen Seiten kann dies auch gern einige Tage dauern, ist in der Regel aber schneller, als wenn die Inhalte in Netzwerken und Foren verteilt werden. Wie bereits oben beschrieben, wurde der Indexierungsvorteil seitens Google offiziell bestätigt.

Komplexität verringern war das heimliche Top-Thema der CeBIT 2013

Komplexität - Quelle (cc) Dominik 99 nevovivo

Neben der Verringerung von Komplexität geht es auch darum, sie auszublenden und beherrschbar zu machen. Mit immer mehr neuen Tools, IT-Strukturen und Prozessen wird sich Komplexität auf lange Sicht kaum verringern lassen. Aber es entstehen immer neue Ansätze, sie in den Griff zu bekommen.

Komplexität - Quelle (cc) Dominik 99 nevovivo
Komplexität – Quelle Flickr (cc) Nutzer: nevovivo

In unserem Video-Interview mit e-Spirit CEO Bodemann sprach unser Geschäftsführer Michael Steinfort bereits davon, dass die zukünftigen Entwicklungen im Content Management Bereich dadurch geprägt sein werden, Inhaltsstrukturen und integrierte Services weniger komplex zu gestalten.

Beim CMS FirstSpirit konnte ich die Maßnahmen zur Vereinfachung bereits erfahren: Die Integration der bereits im Unternehmen genutzten Drittanbieter-Dienste minimalisiert verwirrende Funktionen, Editoren werden an die Bedürfnisse der Nutzergruppen angepasst und unterschiedlichste Kanäle nach außen (Social Media, Kommunikation, Newsletter usw.) werden zentral beherrschbar. Lösungen wie diese ermöglichen Redakteuren und CMS-Nutzern einfache Usability und dem Unternehmen Zeit- und Kostenersparnis.

Die unterschiedlichen Formen von Komplexität

Im Unternehmens-Kontext können wir drei verschiedene Formen von Komplexität unterscheiden:

Die interne Komplexität des eigenen Unternehmens. Hier kommen v.a. Arbeits-Organisation, Prozesse und unmittelbar der individuelle Mensch zum Tragen.

Die externe Komplexität, auf die kein oder nur geringer Einfluss besteht: Politische Entscheidungen, gesellschaftliche Entwicklungen, aber auch Beziehungen zu Partnerunternehmen und Lieferanten.

Was bleibt ist die Komplexität der Märkte. Hier kommen die Anforderungen der Kunden ebenso zum Tragen wie bsw. der Zugriff auf Rohstoffe.

Genaueres hierzu und in welchen Detail-Bereichen und Branchen die Unübersichtlichkeit besonders stark auftritt, lesen Sie in diesem empfehlenswerten Artikel der Wirtschaftswoche von Ende 2012. Die Haupterkenntnis des Artikels ist, dass zwischen guter Komplexität – die zur Abgrenzung von Wettbewerbern oder Steigerung der Wertschöpfung führen kann – und schlechter Komplexität, die Kosten und unnötigen Mehraufwand verursacht, unterschieden werden muss.

Zeit und Komplexität

Diese beiden gehen meist Hand in Hand. Ist ein Bedienkonzept, ein Prozess oder eine Gestaltung zu komplex, kostet der Einsatz oft unnötig viel Zeit. Problematisch sind über lange Zeit gewachsene Strukturen, die sich nur schwer durchblicken und noch schwerer ausdünnen lassen. Hier ist ein regelmäßiges Prüfen auf Vereinfachung von Abläufen ratsam, um weiteres Verkomplizieren zu vermeiden und mit der Zeit sogar zu einfacheren Lösungen zu gelangen.

Komplexität und Wertschöpfung

Sowohl ein zeitlicher als auch ein Faktor für Arbeitsaufwand und Gesundheit von Mitarbeitern ist eine möglichst einfach zu bewältigende Kommunikation über die zahlreichen Kommunikations-Kanäle. Das betrifft nicht nur die sich immer neu erfindenen Social Web Kanäle, sondern auch die klassischen Kommunikationsmittel: Ebenfalls auf der CeBIT konnte ich eine Panel-Diskussion verfolgen, auf der u.a. Tim Stone von Polycom (der Hersteller der dreieckigen Telefone in den meisten Konferenzräumen dieser Welt) sagte: „Wenn wir die Nutzbarkeit unserer Geräte nicht erhöhen, hat der Kunde keinen spürbaren Return on Invest.“

„Ich verteidige das Fernsehen nun seit über 40 Jahren“ sagte Gary Davey vom TV-Sender Sky Germany in der gleichen Diskussion. Er meinte, das mittlerweile das TV-Erlebnis seines Senders das neue Kino ist. Grund dafür ist ebenfalls die deutlich vereinfachte Nutzung bei gesteigerter Qualität der Inhalte. „Heute können Zuschauer das TV-Programm ganz einfach an ihr Leben anpassen statt umgekehrt nach der Programmzeitschrift zu planen.“

Was lässt sich also tun?

„Schauen Sie, wie Ihre Produkte von Kunden eingesetzt werden und verstehen Sie dadurch deren Anforderungen. So können Sie noch bessere Entscheidungen in der Produkt-Entwicklung treffen.“ Diesen Rat gab Tjeerd Hoek von Ford Design zum Ende der Diskussion.

Einfach nutzbare Produkte ist ein weiter gefasster Begriff, als wir glauben. Es fängt bei Geräten und Dienstleistungen an, geht aber deutlich weiter:

  • Sind Nutzungsbedingungen und AGB einfach und schnell verständlich?
  • Wie leicht sind Produktseiten zu navigieren?
  • Sind Tarife und Rechnungen nachvollziehbar?

Für uns bei comspace heißt das: Systeme für unsere Kunden zu schaffen, die schnell und effektiv zu beherrschen sind, damit die Kunden unserer Kunden einfach zu bedienende Webseiten nutzen können.

In diesem Artikel zu Komplexität und Bürokratie auf Netzwertig kommt Martin Weigert zu dem Schluss, dass jedes Unternehmen, jede Behörde und jede Institution sich auf die Suche nach Möglichkeiten zur Verringerung von Komplexität machen sollte. Er bezieht sich auf diesen Artikel im Wall Street Journal, das zu drei sehr klaren Ratschlägen kommt:

  1. Einfühlen durch Erkennen von Erwartungen und Bedürfnissen.
  2. Zusammenfassen und auf das Wesentliche reduzieren.
  3. Produkte erklären und verständlicher machen.

Zukunft Wohnungsbau

In einer Welt der Design-, Markenrechts- und Patentstreitigkeiten kommt ein altbekannter Ansatz zum Tragen: Open Source. Er ist nicht nur ein Verfahren zur Verteilung von Wissen und Werkzeugen, sondern auch eine Philosophie. Nehmen wir beispielhaft den Traum vom Eigenheim. Bislang geprägt durch individuelle Interessen und Datenformate. Der Einzige mit ehrlichem Fokus auf sein Projekt ist der Bauherr.

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